Anker auf :-)

Nein, nicht sofort, aber wir könnten wieder, wenn wir wollten 🙂 🙂 🙂

Als wir dann letzten Freitag beim Barbeque der Bocas Marina waren, lernen wir Roger und Marylin kennen. Endlich mal Namen, die ich mir wegen der sich anbietenden Gedankenbrücken sofort merken kann. Roger wegen Funkverkehr und Marylin, ist klar, ne? Zumindest bei Leuten meiner Generation dürfte es so sein 😉 – nun Marylin ist Kanadierin, blond (wie sollte es auch anders sein bei dem Namen) und so ca. 75 (geschätzt) – Roger ist Engländer und dürfte so an die 90 Jahre alt sein.  Unglaublich! Der Mann kann kaum noch laufen, aber ins Dinghi rein und raus kommt er besser wie Frank 😳 Beide sind inzwischen schon „Residence“ hier und leben seit 10 Jahren auf ihrem Segelschiff hier vor Anker.

Nach einem dieser hammermäßigen Margaritas wird mein Englisch sehr viel flüssiger 😉 und wir kommen ins Gespräch. Darüber natürlich auch, dass wir ziemlich deprimiert sind gerade, weil eine Lieferzeit von 4-5 Wochen für einen neuen Winschmotor all unsere Pläne blockiert.

Don´t worry, we help you! We know someone….

Und tatsächlich, Montag Morgen, noch während wir frühstücken, bringen Roger und Marilyn uns mittels Dingi Gilbert vorbei. Gilbert wäre der Mann für alles und wenn er was nicht kann, dann weiß er jemanden, der kann 😀

Den blöden Motor auszubauen, das konnte er jedenfalls schon mal. War nämlich wahrlich nicht einfach, wie wir die Tage vorher ja schon feststellen mußten.  Über 1 Stunde braucht auch er dafür und Frank hat für das nächste Mal was dazu gelernt 😉 . Mittwoch, so heißt es, will er ihn repariert wieder bringen und einbauen, sofern wir ihn in Bocas abholen, mobil ist er nämlich nicht. Wir nutzen die Gelegenheit und geben ihm auch gleich noch das Topfgitter unseres Herdes mit, denn bei dem sind gerade 4 Stangen einfach durchgebrandt. Ist einfach nicht dafür gemacht, dass man so einen Herd mittels Gasflammen dauernd benutzt. Jedenfalls kennt er (natürlich) jemanden, der schweißen kann und wir sind guter Hoffnung.

Zur Verdeutlichung!!!

In der Zwischenzeit melden sich beide amerikanischen Bootsausstatter Marine West und Marinewarehouse bei uns, um uns mitzuteilen, dass für unsere Winsch kein Ersatzmotor mehr lieferbar wäre und man uns eine komplett neue Winsch empfehlen würde. Kostenpunkt 1500-2000 Dollar , Lieferzeit : will ich gar nicht drüber nachdenken und außerdem, wir haben ja jetzt Gilbert 😛

Ebenso erfahren wir in der Zwischenzeit, dass ein Händler in England uns sehr wohl noch mit einem neuen Motor, sogar recht kostengünstig, helfen könnte. Jetzt müssen wir nur noch jemanden finden, der uns das Teil in den nächsten Wochen mitbringen kann 😳 Denn an Bord haben wollen wir es auf jeden Fall für alle Fälle, wer weiß, wo wir nächstes Mal sind und ob da auch ein Gilbert zu finden ist 😉

Mittwoch Nachmittag wird es spannend, wir holen Gilbert ab und mein Küchenrost sieht schon mal sehr ordentlich aus. Über 1 Stunde setzen die Herren vorne am Bug den Motor mit der Ankerwinsch wieder zusammen und dann fallen Steine…. hipp hipp hurra – die Winsch funktioniert wieder und wir können darüber nachdenken, nächste Woche endlich neue Ankerplätze zu erkunden.

 

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Ausgebremst ! Wieder mal!

Gestern haben wir die Gasflasche abgegeben, heute morgen soll es zu einem anderen Ankerplatz vor der Insel Bastimentos gehen für 2-3 Tage. Frank steht am Ruder, ich am Bug mit der Fernbedienung für die elektrische Ankerwinsch und wundere mich darüber, dass das Teil sich ein bißchen störrisch verhält. Die Kette kommt nicht flüssig nach oben die ersten 3 m, dann sogar Stille! Nix bewegt sich mehr! Auf Franks Anweisung hin wackel ich mal ein bißchen am Stecker und sie da, die Ankerwinsch zieht brav 20m Kette rauf . Große Erleichterung, leider aber nur bis ich die Kette bis auf 10 m hoch habe. Der Anker sitzt auf 9 m Tiefe und nun muss sich die Winsch anstrengen, um ihn aus dem Sandboden zu ziehen. Jetzt aber streikt sie endgültig, auf soviel Kraftaufwand hat sie keine Lust mehr 👿 und wir bekommen den Anker elektrisch weder rauf noch runter.

Wir lassen von Hand wieder 20 m Kette mehr raus, damit wir erstmal wieder sicher liegen. Und nun? Jetzt beginnt die Fehlersuche! 2 Tage lang überprüft Frank die elektrischen Leitungen, die Fernbedienung, das Relais und und und. Wolfgang von der Tanamera versucht uns mittels Informationen über Mail zu helfen. Vielen Dank auch noch mal auf diesem Wege. Gleichzeitig startet eine Internetrecherche, wo wir hier von wem einen neuen Motor geliefert bekommen können, denn nachdem alle Anschlüsse und Leitungen geprüft sind, kann nur noch der Motor jetzt nach 20 Jahren bzw. nach den letzten 3 Jahren Dauerbenutzung kaputt sein. Glück im Unglück? Marinewarehouse (aus Miami) hat scheinbar hier in der uns gegenüberliegenden Bocas-Marina ein Unteroffice, dass eine Bestellung bzw. Lieferung für uns organisieren kann. Dann der Rückschlag: Wenn Marinewarehouse den passenden Motor liefern kann und selbst, wenn er lagermäßig vorhanden ist…. die nächste Lieferung erfolgt in

4 – 5 W o c h e n

Das wäre Mitte bis Ende Oktober und würde sämtliche weiteren Pläne zerstören! Super! Ihr erahnt die Stimmung an Bord?

Diverse Lieferanten haben sich auch bis Freitag Abend sofort per Mail zurückgemeldet, schon mal gut, aber noch nicht einer hat konkret bestätigt, dass er diesen passenden Motor auch liefern kann. Und so gehen wir jetzt erst mal zum Barbeque der Bocas Marina und genehmigen uns zusätzlich ein oder zwei von diesen furchtbar leckeren Margaritas, die jedoch dort Nachteil haben, anstatt Tequilla bestimmt mit Selbstgebrannten gemischt zu werden, denn sonst könnten die einen nicht soooo umhauen 😉 – aber das brauch ich heute Abend 😥

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Zurück am Ankerplatz und weitere Pläne

Seit Donnerstag sind wir zurück am Ankerplatz und gewöhnen uns wieder an unser beschwerliches Leben 😉 – ja, doch, wir haben einiges zu tun. Diverse aus DE mitgebrachte Ersatzteile müssen eingebaut, das Schiff von innen und außen wieder nett sauber gemacht werden und vor allen Dingen müssen wir uns von den Strapazen der letzten 7 Wochen erholen 🙂

Am Montag stellen wir fest, schon wieder ist eine Gasflasche leer. Wenn wir die hier abgeben, dauert es 1 Woche, bis wir sie gefüllt zurück bekommen. Solange wollten wir hier gar nicht mehr bleiben. Andererseits, an einem neuen Ort wieder von neuem anfangen, nach einer Füllmöglichkeit zu suchen? Auch blöd! Und wir müssen sowieso noch nach Isla Bastimentos, dort unsere Wassertanks auffüllen und das Unterwasserschiff sauber machen. Auf 2-3 Tage länger hier kommt es nun auch nicht mehr an und so entscheiden wir, hier noch eine Woche auszuharren, bevor es Richtung Süden nach Portobello und den San Blas Inseln geht.

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Mit Schwierigkeiten zurück nach Bocas del Toro

Da wir es nicht an einem Tag schaffen könnten, von Tortuguero zurück nach Bocas zu gelangen, machen wir noch mal einen 2-tägigen Zwischenstop in Cahuita. Geplant war ja eigentlich Puerto Viego, jedoch fürchteten wir ja schon auf der Hinfahrt, dass uns dieser Ort nicht gefallen würde. Aber wer weiß? Vielleicht hätten wir doch was verpaßt? So nutzen wir den Vormittag, um im Nationalpark einen der schönen einsamen Strände aufzusuchen und dort zu baden. Am Nachmittag nehmen wir dann den Publicbus nach Puerto Viego, um ganz sicher zu gehen 🙂 – kaum ausgestiegen, sind wir quasi schon sicher 😉 . Der Ort und ca. 80 % seiner Restaurants, Kneipen, Andenkenläden etc. liegen direkt an der Hauptdurchgangsstraße und alle LKW`s, Busse und Autos brettern daran vorbei. Die Straße ist voller Touristen, keine Ahnung, wo die so hinwollen, die Gaststätten sind jedenfalls alle leer. 2-3 liegen auch nett und ruhig am Meer, in Einer davon genießen wir schnell noch ein Balboa und dann nix wie zurück mit dem nächsten Bus nach Cahuita.

Dort haben wir uns übrigens diesmal in ein kleines Hostel direkt im Ort eingemietet. Hier kommen morgens zwar keine Affen vorbei,

Hostal Palmer Makanda

aber dafür hat es einen wunderschönen Innenhof mit einem Sternfruchtbaum, Tisch, 2 Stühle und eine Hängematte gehören zu jedem Zimmer und Kaffee und Tee gibt es den ganzen Tag umsonst. Das hat mich dazu veranlaßt, zum ersten Mal in einem Hostel die Küche zu benutzen, die super sauber war und unser Frühstück selber zuzubereiten. Mehr wie Eier mit Toast gibt es in den Restaurant schließlich auch nicht. Die Idee werde ich jedenfalls für nächste Reisen beibehalten.

Am nächsten Tag geht es zurück nach Panama, auf der gleichen Weise wie bei der Hinfahrt. Wir werden von einem Guide zum Anderen übergeben, nur die Immigration von Panama macht Schwierigkeiten. Man will uns nämlich nicht ins Land lassen, da wir keinen Rückflug nach egal wohin vorweisen können. Bei unserer Einreise aus Deutschland 1,5 Wochen vorher wurden wir am Internationalen Flughafen von Panamacity auch nach so einem Ticket gefragt, nachdem wir aber unsere Schiffspapiere sowie das offizielle Cruisingpermit für unser Schiff vorweisen konnten, war es kein Problem mehr und wir bekamen razz fazz unser neues Visum für 6 Monate. Hier jedoch am Schalter interessiert es den jungen Beamten nicht die Bohne, ohne Flugticket keine Einreise. Da ist er ganz stur!  Gelesen hatte ich von diesen Problemen in Netz, daher hatten wir ja all unsere Papiere bei, aber dass die so ein Theater machen. Unverständlich! Wir müssen an die Seite treten und die Einreisewilligen hinter uns werden ohne Probleme abgefertigt, allein weil sie auf ihrem Handy eine Flugreservierung vorweisen können. Um uns kümmert sich nach 10 Minuten unser Fahrer indem er zuerst mit der Immigrations-Chefin spricht, dann werden wir vorgelassen und erklären die Situation neu. NO! ohne Ticket keine Einreise! Das geht so hin und her. Alle Argumente, dass wir z.B. ja gerade aus DE ohne Rückflugticket eingereist sind (siehe frischen Stempel vom 23.8) interessieren die Dame nicht. Hier ist sie der Boss, was andere entscheiden, interessiert sie nicht. Wir bleiben trotzdem ganz ruhig und fragen, was wir denn nun machen sollen eigentlich. Wir könnten ja schließlich kein Ticket buchen, dass wir gar nicht brauchen werden. Schließlich läuft sie mit unseren Pässen von einem Büro ins Nächste und nach 15 Minuten bekommen wir zähneknirschend unseren Stempel in den Pass. ABER NUR AUSNAHMSWEISE!!!! Puh! Jetzt aber nix wie weg hier…

1,5 Stunden später sind wir zurück in Bocas , pünktlich zur Happy Hour Zeit unserer Lieblingskneipe, wo wir uns auf leckere mexikanische Kleinigkeiten sowie der weltbesten Frozen Margarita freuen. Aber große Enttäuschung – die Kneipe ist zu! Wir treffen einen weiteren Stammgast, der uns darüber informiert, das der Laden 3 Wochen wegen Urlaub geschlossen ist. Ein Tiefschlag ohne Gleichen, denn so lange wollen wir gar nicht mehr in Bocas bleiben.

Für heute reichts! Knatschig nehmen wir ein Wassertaxi zur zur Aqua-Point-Marina und morgen geht es ganz schnell raus auf einen Ankerplatz

 

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Costa Rica – Highlights auf dem Weg nach Tortuguero

Der Wecker steht auf 6.20 Uhr, jedoch ist die Nacht bereits um 5.00 Uhr früh z u  E N D E  Mehrere Clan`s Brüllaffen unterhalten sich vor unserem Studio von Baum zu Baum. Bei der Lautstärke eines einzelnen Affens meint man, da sitzt ein Gorilla vor der Tür 😉 Mitnichten! Die brüllenden Äffchen sind nur ca. 40 cm groß (geschätzt), brüllen aber lautstark wie Große 🙂  Um 5.30 Uhr geben wir auf an Schlaf zu denken und stehen kurze Zeit später mit einer Tasse Kaffee vor dem Studio und sehen nicht 1, 2, 5 oder 10 Affen in den Bäumen, nein es sind bestimmt 20-30, die sich mit dem Clan 10 Bäume weiter unterhalten, während sie von Ast zu Ast hangeln und diverse Blätter in sich hinein stopfen.

Ich möchte gar nicht gehen, aber heute steht Tortuguero auf dem Plan und wir wollen den Public Bus nach Puerto Limon um 7.00 Uhr nehmen. Kaum sind wir vorne auf dem Weg, dass nächste Highlight: Nicht hoch in den Bäumen, nein, im Gebüsch auf Augenhöhe treffen wir Kapuzineräffchen und – oooohhh mein Gooottt – mit Babyäffchen auf den Rücken. Faziniert beobachten wir uns gegenseitig, während sich das Babyäffchen zwischendurch vom Rücken der Mutter trennt und selbstständig auf Blättersuche geht. Besser und näher geht nicht – doch… der Bus wartet nicht, daher müssen wir uns leider kurze Zeit später verabschieden.

Am Busbahnhof in Puerto Limon, der nächstgrößeren Stadt, werden wir sofort von einem Taxifahrer aufgegriffen, denn er weiß, die meisten Gringos wollen von hier aus nach Moin, einem kleinen Hafen, von wo aus die Schnellboote um 10.00 Uhr nach Tortuguero ablegen. Wir sind überpünktlich (wie sollte es auch anders sein wenn man Frank kennt 😉 ), aber wir legen nicht pünktlich ab, denn 4 Personen kommen erst mit einer halbstündigen Verspätung an. Franzosen! Ein Wort der Entschuldigung? Nein, natürlich nicht!  Ich sag da nichts weiter zu *groll*. Um 10.30 Uhr geht es dann endlich los, 3,5 bis 4 Stunden dauert die Fahrt und man brettert nicht durchgehend über den Fluss, im Gegenteil, diese Guides haben Argusaugen und sehen im Vorbeidüsen einen 10 cm Vogel mit einem 15 cm langen Schnabel, nämlich einen roten Tukan der besonderen Art auf einem Ast hoch oben sitzen. Wir vermuten spaßeshalber irgendwann, dass die diese Tiere mittels GPS-Tracking aufspüren 🙂 . Und so lernen wir relativ schnell, wenn das Boot aufstoppt oder langsamer wird: OBACHT !!! Es gibt was zu gucken. Schwierig wirds, wenn man gar nicht weiß, wonach man gucken muß. So z.B. an unserem 1. Stop hieß es: da „Sloth“ mmmhhhmm – was bitte schön ist denn ein Sloth? Wir haben uns die Augen ausgeguckt, aber keinen Sloth gesehen. Wir fahren weiter und ich frage meinen Google-Translator, was wir hätten sehen müssen! OOHH HA! Von einem Faultier war also die Rede, na dann…. und in dem Moment macht unser Boot eine Vollbremsung und wieder erschallt der Ruf: SLOTH ! Der Guide zeigt auf das Ufer und da sieht man es aus dem Wasser krabbeln, nein, krabbeln ist das falsche Wort, es kriecht bzw. zieht sich gaannzz laaanngsam aus dem Wasser bis zum nächsten kleinen Baumstamm. Das Boot fährt ganz dicht ans Ufer und so können wir die nächsten 20 Minuten seinen Weg verfolgen, bis es dann nach 50 cm den Stamm rauf völlig erschöpft eine Pause macht 😉 – ein absolutes Highlight, das sich so schnell nicht wiederholen lassen wird. Wir werden auf der Rückfahrt noch weitere Sloths sehen, diese aber hängen nur als fast unbewegliche braune Flecken zwischen den Blättern. 

Die ganze Fahrt ist ein Traum und jeden Dollar (35 $ pro Person) wert, wir sehen Krokodile, Kaimane, Tukane, Brüllaffen, Spideraffen und Kapuzineraffen.

Wir kennen jetzt übrigens den Unterschied zwischen Kaimanen und Krokodilen! Ihr auch? Nun, Kaimane sind freundlich, Krododile nicht 🙂

Tortuguero selber hat uns nicht so gut gefallen, sehr touristisch und auch die early-morning-bootstour um 6.00 Uhr in der Früh war nicht sooo dolle! Wenn 20 Boote gleichzeitig mit und ohne Motor (wir hatten ein Kanu ohne) starten, dann würde ich mir als Tier ganz schnell überlegen, entweder später aufzustehen oder mich zu verkrümmeln, bis wieder Ruhe eintritt auf dem Fluss. So haben wir auch nur ein paar nette Vögel gesehen, ein Babykrokodil (ganze  20 cm groß) und Spideraffen ganz weit weg oben in den Bäumen. Und affenmäßig sind wir ja sooo was von verwöhnt inzwischen 😉 . Die meisten Backpacker und Touristen besuchen Tortuguero wegen der vielen Schildkröten, die dort im Juli und August ihre Eier ablegen. Das jedoch haben wir vor ein paar Jahren schon mal ausgiebig in Asien beobachten können und war von daher für uns jetzt nicht mehr interessant. Und so freuen wir uns jetzt schon wieder auf die Bootsfahrt zurück mit vielen Sloths und Kroko´s 🙂

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Costa Rica – der Nationalpark von Cahuita

Gestern hat es ständig und lang anhaltend geregnet, so dass wir unseren Besuch des Nationalparks auf heute verschoben haben. Affen wollen wir sehen, diebische Waschbären soll es geben, Krokodile, Vögel, ganz viel Regenwald und schöne Strände.

Und wir werden nicht enttäuscht! Wenn man den Nationalpark von Cahuita aus betritt, braucht man anstatt einer Eintrittsgebühr von 10 US-Dollar pro Person nur eine freiwillige Spende abzugeben für die Erhaltung der Wege, der Säuberung der Sanitäranlagen usw. – schließlich kommen viele hier nur hin, um die einsamen und super schönen Strände zu genießen. Und so ist es die ersten 2-3 Km auch recht voll, jedoch noch lange kein Vergleich zu dem Herdentrieb im Tayrona Nationalpark von Kolumbien 😉 .

Auch haben sich viele am Eingang einen Guide genommen, der mit Fernglas und Stativ für seine Kunden Tiere erspät. Das ist nicht unser Stil, wir erkunden den Regenwald alleine, immer schön mit dem Kopf nach oben und daher hätten wir fast diesen kleinen Kerl übersehen, der uns entgegen kam, ohne sich auch nur im mindestens für uns zu interessieren oder auszuweichen 🙂

Landschaftlich ist der Nationalpark herrlich – links vom Weg sieht man das Meer mit seinen wunderschönen natürlichen Stränden, rechts beginnt der undurchdringliche Regenwald.

Und wir werden nicht enttäuscht! Nachdem bereits heute morgen eine Herde Kapuzineraffen an unserem Studio vorbeigezogen ist, treffen wir auch hier jede Menge Äffchen.

Ups! Meinen die das ernst?

Yes, they do 😉

 

Wir beschließen, die gesamten 8-9 Km Nationalpark zu durchlaufen, wobei wir jedoch feststellten, dass die letzten 3-4 Km langweilig, uninteressant und tierlos waren. Der hintere Ausgang endet an der Hauptverkehrsstraße, von hier aus sind es noch 3,5 km bis Cahuita zurück. Schattenlos! Der Publicbus verkehrt nur stündlich. Aber der hier ansässige Gastronom hat eine super Geschäftsidee. Seine Gäste fährt er mit seinem privaten Van für 1,80/Person nach Cahuita zurück, man muss nur vorher einen Drink nehmen 😉 – Ein Angebot, das wir sowie das junge französische Pärchen vor uns nicht ausschlagen wollen 🙂

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Auf nach Costa Rica

Die Fahrt nach Costa Rica hatten wir über Gambit-Tours gebucht. Für 34 Dollar pro Person werden wir mit dem Schnellboot nach Almirante gebracht und dort an Leo übergeben. Leo ist etwas mundfaul, schon etwas älter, trägt eine geile grellgelbe Sonnenbrille, bringt uns aber mit seinem SUV sicher bis nach Sixolla, dem Grenzübergang zu Costa Rica. Die Immigration dort hat 2 Schalter mit „rein nach Panama“ sowie 2 „raus aus Panama“, ist also gut organisiert hier und auf den ständigen Wechsel der Touristen zwischen den beiden Ländern vorbereitet. Leo übergibt uns an einen jungen Burschen, der uns auf die andere Seite über die Brücke nach Costa Rica begleiten soll. Schnell merken wir uns noch, was der Bursche an hat, sehen die doch alle gleich aus, diese Lateinamerikaner 😉 . Hellblaues T-Shirt, ein Fahrrad und eine geschultere Tasche – das muss reichen zur Wiedererkennung. Er radelt also mit dem Fahrrad voraus, wir hetzen hinterher – jetzt nur nicht aus den Augen verlieren hier.

Obacht! Ganz vorne der kleine blaue Bursche 😉

Hinter der Brücke bekommen wir dann einen Costa-Rica-Stempel in den Pass und werden anschließend an einem leeren weißen Van abgestellt. Hier sollen wir 10 Minuten warten und „don´t move“ !! Nach 20. Minuten werden wir nervös, überall werden Backpacker von einem Guide an den nächsten Guide übergeben, nur wir stehen hier alleine rum. Wo ist der Typ mit dem blauen Hemd geblieben. Da, da ist er! Nein, falsche blaue Hemdfarbe. Aber dann, nach 30 Minuten „don`t move“ sehen wir ihn über die Brücke radeln, im Schlepptau mehrere junge Backpacker-Latinos, die zusammen mit uns den weißen Van füllen, dessen Fahrer dann auch endlich auftaucht. Klappt doch! Fast geschafft.

Nach ca. 1 Stunde erreichen wir Puerto Viego, wo wir die jungen Latinos absetzen. In Puerto Viego wollen wir am Ende unseres Trips noch für 2 Nächte halt machen, jedoch… oh Mann… bereits in unserem Liebingsreiseführer stand, dass dieser Ort quasi der Ballermann der karibischen Costa-Rica-Küste ist und hauptsächlich von jungen Partymachern heimgesucht wird. Es ist laut hier und voll, jedes Haus eine Bar, ein Restaurant oder ein Andenkenladen – nein, das ist nichts für uns. Cahuita soll ruhiger und beschaulicher sein! Hoffentlich hat der Reiseführer auch hier recht.

Und er hat !!!! 🙂   Cahuita liegt abseits der Hauptverkehrsstraße, hier kann man ganz gemütlich eine Straße überqueren, ohne nach rechts oder links zu schauen. Autos fahren selten hier. Natürlich gibt es auch hier Restaurants, wo sollten wir auch Abends lecker was essen gehen oder das ein oder andere Bierchen genießen. Auch 2-3 Läden, die Badetücher und Nippes verkaufen, sind vorhanden, aber alles in allem sehr ruhig hier und friedlich.

Unsere Unterkunft ist diesmal ein „Studio“ und liegt unmittlbar am Rande des Nationalparks etwas außerhalb vom Ort. Frank ist anfangs irritiert und etwas mißmutig, er hat ein wenig mehr erwartet, also mehr Hotel drum herum oder so. Ist aber nicht, nur Natur und 2-3 Eigentümerbehausungen liegen neben uns.  Und vor allen Dingen hat er mehr WÄNDE 😉 erwartet ,  hat doch unsere Unterkunft anstatt dieser 3 riesig große Schiebetüren. Mir gefällt es super, wenn man alle 3 Türen beiseite schiebt, sitzt man quasi am Tisch fast im Freien nur mit einem Dach drüber und das direkt am Regenwald, der 5 m weiter anfängt. Ein Traum!

(Bei Interesse: Die Unterkunft heißt Caribbean Secret und gehört der Schweizerin Monika, die auch sehr sehr freundlich ist und mit Tips und Ratschlägen nicht spart)

In der Nacht regnet es, nein, es schüttet und zwar stundenlang. Selbst zum Frühstück ist noch keine Regenpause in Sicht, aber kurze Zeit später ist es trocken und der 1. Affe hangelt sich von Ast zu Ast direkt hinter unserem süßen Studio vorbei. Dann ein 2. und als der 3. auftaucht, ist die Laune des Skippers gerettet 🙂

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Zurück in Panama

Am Freitag, dem 23.8. haben wir Köln gegen 7.00 Uhr morgens verlassen und seit Sonntag, dem 25.8. sind wir schon wieder zurück auf dem Schiff in Bocas del Toro. Also quasi Ruck Zuck 🙂

60 KG Gepäck mussten ausgepackt und vor allen Dingen verstaut werden. 6 Wochen lag das Schiff alleine am Steg, gut, es ist nicht gar soooo schlimm. Ein paar Sofakissen werden mittels Schimmel- und Stockflecken-EX wieder ansehlich gemacht, die Decke im Schlafzimmer muss Gott sei Dank nicht neu gestrichen, sondern nur mittels Lappen gereinigt werden (und das ziemlich schnell, man weiß ja, Frauen und Schlafzimmerdecken…. 😉  ) und bei den Schranktüren reicht es auch, wenn man mal kurz den Schimmelbelag mit einem Lappen entfernt. Mehr Zeit haben wir auch nicht, denn heute am Dienstag wird bereits der Rucksack wieder gepackt, denn morgen holen wir unseren verschobenen Trip nach Costa Rica nach. Cahuita, Tortuguero und Puerto Viego warten auf uns und hoffentlich auch viele Affen, Faultiere und Krokodile.

Wir sind gespannt….

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Wetter, Planänderungen und sonst nix

Ja das Wetter, das ist nicht berauschend. Tagelang hat es nur nachts geregnet, was eigentlich schön ist. Dadurch kühlen sich die Nachttemperaturen auf ein angenehmes Schlafen ab. Tagsüber ist der Himmel meist bedeckt und alles sieht grau aus. Novemberstimmung bei 30 Grad 😉 Unschön ist es, wenn es dann 2-3 Tage auch noch tagsüber regnet, das heißt dann Novemberstimmung bei nur noch 26 Grad und der Skipper wechselt von kaltem Bier auf Tee mit Rum 🙄

Zwischenzeitlich hatten wir auch noch mal umgeankert vor die Red Frog Marina und uns einen schönen Tag am Strand gemacht, wobei wir in der Woche den einzigen Tag mit Sonne erwischt hatten. Glück gehabt! Das war jetzt aber auch nicht ein Erlebnis, worüber wir hier berichten könnten. Der Blog wird gerade langweilig, eben weil nix Tolles passiert und das wird wohl noch ein paar Wochen so bleiben.

Unsere Reise nach Costa Rica ist gecancelt, wird aber hoffentlich nachgeholt. Dienstag verlegen wir endgültig unser Schiff in die Agua-Point-Marina auf Isla Solarte, dort kann das Schiff für eine kleine Mark unbewohnt wochenlang am Steg vertäut bleiben, während wir am Freitag mit dem Nachtbus nach Panama City fahren, diese Stadt 3 Tage besichtigen, bevor es für mindestens 6 Wochen nach Deutschland geht.

Über die Fahrt und über Panama City werde ich wohl noch berichten, dann aber wird es hier noch ruhiger werden als die letzten Tage 😉  Was wir ab September machen, keine Ahnung! Wir werden sehen…

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Zapatilla Cays bzw. endlich mal was anderes

So sehen sie aus, die Zapatilla Cays, in meinem Bauhaus. Sofort kamen uns bei diesen Bildern Erinnerungen an Klein Curacao hoch und es war klar, da müssen wir hin. Nur das Wetter, das spielt zur Zeit überhaupt nicht mit. Die schönste Insel wirkt nicht bei Regen und grauem Himmel und das untere Bild hatte so gar nix zu tun mit der rauhen Wirklichkeit, die wir vorfanden 😥

Links die beide kleinen schwarzen Flächen sind die Cays

Diese Cays liegen nicht im geschützten Gebiet des Bocas Atolls, sondern außerhalb im offenen Meer, ca. 1 Stunde von unserem Ankerplatz Crawl Cay entfernt. Je näher wir kommen, desto sicherer wird, das ist der falsche Tag heute. Das Meer ist zu unruhig, über die beiden Riffe rechts und links schlagen hohe Wellen, der kleine Ankerplatz ist alles andere als ruhig, an Schlaf wäre nicht zu denken. So drehen wir kurz vorher ab, suchen uns den Weg durchs Riff und wollen ohne weitere Untiefen übers offene Meer zurück zu unserem alten Ankerplatz vor der Stadt Bocas.

Schon einige Zeit beobachteten wir am Horizont einen weiteren Segler und wundern uns. Was treibt der da eigentlich? Irgendwie kommt der nicht von der Stelle. Nun gibt es ja Segelenthusiasten, die segeln auf Teufel komm raus. Egal, nur 5 Knoten – es wird gesegelt. Schitt was auf schlagende Segel, schitt was auf stundenlanges aufkreuzen – man ist schließlich ein Segelboot. Und heute ist so ein Tag mit Null Wind und so schütteln wir den Kopf. Eine halbe Stunde später haben wir ihn bereits eingeholt, wollen in einiger Entfernung an ihm vorbei ziehen und stutzen plötzlich. Deren Dinghi liegt plötzlich nicht mehr hinter dem Schiff, sondern davor ! Uji, uji – das sieht ja so aus, als ob da versucht wird, das Schiff mittels Dinghi von 1. der dahinter liegenden Küste und 2. vom seitlich liegenden Riff wegzuziehen, auf dass es scheinbar zutreibt. Wir ändern den Kurs und beim Näher kommen bestätigt sich unsere Vermutung, der Motor läuft nicht mehr und ohne Wind funktioniert die Sache mit den Segeln ja nu auch nicht so richtig. Die Zwei sind jedoch noch immer locker dabei, ich hätt schon längs einen Nervenzusammenbruch bekommen. Amerikaner, er vom Typ Surfer-Sunny-Boy Mitte 20, sie im Tangabadehöschen am Steuer, 2 große Hunde an Bord, die unser Rettungsmanöver mit aufmerksam beobachten. Endlich mal was los an Bord 😉

Wir binden unsere Leinen zusammen und unser 1. Abschleppmanöver beginnt. Für genau 10 Minuten, dann nämlich reißt die Amileine. 2 Hunde, ein Surfbrett, aber kein Geld für anständige Leinen 😉 . Wir nehmen eine Weitere von uns dazu und diesmal hälts.  Unter den aufmerksamen Augen des Huskys, der am Bug diese Leinen und unser Schiff im Auge behält, ziehen wir das Schiff die nächsten 3 Stunden bis zu einem sicheren Ankerplatz. Natürlich bedanken sich beide, sind aber weiterhin ganz locker drauf. Im Gegensatz zu mir, nervlich angespannt bin ich nur froh, als unser Anker dann auch um 18.00 Uhr sicher hält und wir einfach nur dasitzen dürfen.

JUNG MÜßTE MAN NOCH MAL SEIN

Die nächsten Tage will ich mal keine Abwechslung und zur Freude des Skippers auch nix anders sehen  😉

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