Angekommen in

  Sint Maarten

Bzw. St. Martin, da wir auf der französischen Seite in der Marigot Bay liegen.  Die Überfahrt hier hin war anstrengend, langweilig, langwierig, nervenraubend usw. Die ersten 2 Tage hatten wir viel Wind und auch viel Welle (natürlich mal wieder mit Eimeralarm meinerseits), dann verlor der Wind allerdings seine Kraft (und ich konnte den Eimer beiseite stellen) und durch Gegenströmung erreichten wir oft nur 3 statt 5 Knoten. Meist können wir nicht den direkten Kurs segeln, sondern müssen aufkreuzen.

Nach 5 Tagen und Nächten werfen wir morgens gegen 10.30 Uhr den Anker genau hinter der SY Tanamera. Birte und Wolfgang sind jedoch nicht an Bord, was uns Gelegenheit gibt, erst mal das Schiff innen und außen aufzuräumen. Anschließend gehen wir an Land und stellen fest, alles wie gehabt wie vor einem halben Jahr. Wir stürmen in den uns bekannten Supermarkt und füllen erst mal den leeren Kühlschrank auf.  Wir essen herrlich knuspriges französisches Baquett, während wir die vielen schönen Neuigkeiten von Freunden und Verwandten abrufen.  Um 15.00 Uhr (die Tanameras sind noch immer nicht zurück) werfen wir schon mal die Eiswürfelmaschine an und kaum hat diese eine ausreichende Anzahl für die ersten 4 Gläser produziert, da tuckert auch endlich das Beiboot  mit Wolfgang und Birte heran. Die Freude des Wiedersehens ist beidseitig und so wird aus dem verfrühten Sundowner ein langer Dunkeldowner. Die Zeit reicht nicht, um all die Erlebnisse der letzten 6 Monate zu erzählen, aber wir haben ja noch ein paar Wochen und viele Sundowner vor uns :-)

 

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Und ab gehts

Pünktlich um 11.00 Uhr lösen wir die Leinen von der Mooringboje. Und tatsächlich erwartet uns weiter draußen Wind wie vorhergesagt, allerdings aus der falschen Richtung, nämlich genau aus der, in die wir wollen. Aber auch das war vorhergesagt und so kreuzen wir eben nach Aves de Barlavento. Heißt, wir segeln  mal 3 Stunden  65°, machen eine Wende und segeln anschließend 140°. Auf diese Weise machen wir natürlich aus 60 Seemeilen über 80, aber man kommt ans Ziel. Und zwar pünktlich wie errechnet kommt die Aves-Insel morgens gegen 7.30 Uhr in Sicht. Nach ca. 1 Stunde sind wir in der Nähe des von uns gewählten Ankerplatzes. Laut Cruisingguide ohne Navigationsprobleme erreichbar,  gemäß den elektronischen Navionics-Seekarten mit ausreichend Wassertiefe ohne Untiefen. 8 m sagt die Seekarte, 8 m sagt unser Kartenplotter.  Ich geh noch mal schnell pieseln, wie immer vor Ankeraktionen, bevor wir zusätzlich meine Augen zum Navigieren benutzen.  Doch kaum sitze ich, da rumst es auch schon. Wir sind aufgelaufen und sitzen fest. Bis ich wieder oben bin, hat Frank uns unter Vollgas mit Rückwärtsgang wieder flott gemacht. Die Tiefenanzeige war  urplötzlich von 8 m auf 0 m gegangen. Uns schlottern die Knie und langsam tasten wir uns wieder zurück. Wir peilen eine andere Ankermöglichkeit an, dort, wo schon 2 weitere Segelschiffe liegen. Im weiten Bogen umfahren wir eine kleine vorgelagerte Insel, die in den Seekarten eingezeichneten Riffs sind weit entfernt, ich steh vorne am Bug und lasse die Augäpfel schweifen, da geht der Tiefenmesser wieder von 8 auf 0 m. Rückwärtsgang und nix wie weg hier. Der Skipper hat die Nase voll, ich auch. Vielleicht ginge es gegen Mittag besser, wenn die Sonne hoch steht und die Augennavigation mehr bringt, aber wir drehen ab und entscheiden beide, das diese Mangroveninsel sehr hübsch ist, aber es nicht wert ist, das wir hier „Schiffe versenken“ spielen.  Drei Tage Windstille sind allerdings angesagt und so können wir noch nicht durchfahren Richtung Windward- oder Leeward-Islands. Nach 6 Stunden unter Motor erreichen wir mit dem letzten gescheiten Tageslicht die riesige nach beiden Seiten offene Lagune Cayo de Aqua von Los Roques , hier haben wir vor ein paar Monaten schon mal gelegen, hier wissen wir ohne Gefahr auf den Ankerplatz zu kommen.  Und so lassen wir gegen 16.00 Uhr auf 3,5 m den Anker in glasklarem, türkisen Wasser fallen.

dsc00709 Der Motor geht aus und es ist nichts weiter zu hören wie kleine Brandungsgeräusche. Herrlich! Traumhaft! Diesmal sind wir das einzige Schiff hier. Vom Schiff aus kann man die einzelnen Grashalme des Seegrases erkennen und so sind wir im Wasser, kaum das der Anker runter ist. Anschließend genießen wir einen Sundowner, erfreuen uns weiter der Stille, der herrlichen Aussicht in alle Richtungen und unseres traumhaften Lebens. Todmüde fallen wir schon vor 21.00 Uhr in die Koje und schrecken um kurz nach 22.00 Uhr wieder hoch. Laute Windgeräusche lassen wiedermal Schlimmes vermuten, aber das Gewitter ist Gott sei Dank nicht über uns, sondern streift uns nur mit seinen heftigen Böen .  Aber hält unser Anker? Draußen ist es stockdunkel. Wirklich unvorstellbar dunkel. Ich bin irritiert. Das Licht der Nachbarinsel ist jetzt wo anders als es vor 2 Stunden noch war. Das Ufer ist nicht erkennbar. Wir haben die Orientierung verloren. Und da ja keine weiteren Schiffe in der Nähe sind, wüßten wir nicht mal, in welche Richtung wir steuern müßten, wenn jetzt der Anker auf Slip geht.

Am nächsten Morgen ist das Meer spiegelglatt und wir fahren mit dem Dinghi auf die uns gegenüber liegende Insel Cayo de Aqua. 20 Minuten braucht unser mit dem schwachen 5PS-Motor für die Strecke, aber es lohnt sich. Ein traumhafter kleiner Strand erwartet uns. Ich zähle genau 17 Tagesgäste inkl. Guides, die sich dort auf Plastikstühlen unter Sonnenschirmen, aber mit Kühlbox einen wunderschönen Tag machen.

dsc00719 Cayo de Aqua ist mit der daneben liegenden Miniinsel West Cay durch eine Sandbarre verbunden, die man zu Fuß überqueren kann. Von beiden Seiten brechen sich dort die Wellen und wenn sie gleichzeitig auftreffen, braucht man anschließend nicht mehr baden zu gehen um nass zu werden.dsc00720 dsc00724 dsc00727dsc00738

Wir genießen noch einen weiteren Tag Einsamkeit und Ruhe und brechen nach  3 Tagen auf Richtung ….???? Schaun wir mal, wo der Wind uns hin bläst :-)

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Alltag vor Bonaire

Ist natürlich nicht zu vergleichen mit Alltag vor Klein Curacao…

Hier liegt man in Reih und Glied die Promenade von Kralendijk lang an Mooringbojen – sieht ein bißchen aus wie an einer Perlenschnur.

dsc00704Wir hatten Glück, überhaupt noch eine frei Boje zu erwischen, als wir letzten Freitag hier ankamen und so liegen wir sehr zentral und nach vor Karels Bar mit seinem Dinghianleger. Damit sind wir zwar mitten im Geschehen, aber haben nur ganz kurze
Dinghistrecken, wenn es wiedermal heißt: Supermarkt oder Happy Hour.

Von Ruhe und Einsamkeit kann man hier aber nicht reden. Selbst Nachts ruht der Ort recht spät, entweder die Karaokemusik schallt noch lange zu uns rüber oder diverse Krafträder mit extra lauten Auspuffen heizen des Nachts hier die Straße lang.  Das hier jeden Morgen ein anderes Kreuzfahrtschiff anlegt, daran haben wir uns inzwischen gewöhnt. Scheint Hauptsaison für Kreuzfahrer zu sein ;-) – Aber der Anblick am Donnerstagmorgen hat uns doch etwas schockiert:

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Falls das nicht gleich auf Anhieb erkennbar ist…. das sind 2 Riesenpötte

 

 

 

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Und auch mal vom reizenden Hinterland aus fotografiert

Ich glaube nicht, dass die beiden Schiffe voll ausgebucht waren, aber nichts desto Trotz, die Hauptstraße von Kralendijk sowie die ansässigen Kneipen waren voll. Und das mit völlig schlecht gekleideten Menschen! Man kann sich das gar nicht vorstellen… also ich könnte auf keinem dieser Schiffe nicht mitreisen, da ich nicht so viele nicht zusammen passende billige Kleidungsstücke besitze. Weiße Tennissocken in ausgelatschten Turnschuhen zum trägerlosen Sommerfetzen war da noch harmlos.  Bin ich gehässig? Sorry!  Aber mein Bild vom gut situierten Kreuzfahrtpassagier ist völlig zerstört ;-)

Seit Tagen ist der Himmel bedeckt und seit vorgestern Nacht regnet es dazu auch noch ständig. Die Straßen von Bonaire sind nur noch schwierig und mit viel Ausweichen passierbar wegen der vielen tiefen Pfützen bzw. Seen und der Schlammmassen  (außer die Hauptstraße natürlich, damit die alten Turnschuhe trocken bleiben ;-) ) .

Die beiden großen guten Supermärkte sind zu Fuß ca. 20-30 Min. entfernt und die letzten beiden Tage haben wir damit verbracht, einen großen Teil deren Lebensmittel zu uns an Bord zu transportieren.  Denn die nächsten 1-2 Wochen werden wir ohne Nahrungsnachschub auskommen müssen, da wir uns  morgen hier vom Acker machen werden und zwar ohne genau zu wissen, wo wir und wann wir irgendwo landen werden. Einen ersten Zwischenstopp machen wir nach ca. 60 Seemeilen auf Aves de Barlovento, einer Mangroveninsel, die zu Venezuela gehört. Dann scheinen   2-3 Tage Windstille auf uns zu zukommen, wir haben aber keine Lust, weiter hier vor Bonaire auf das richtige Wetterfenster zu warten (zumal die Mooring jede Nacht 10 Dollar kostet) .  Vielleicht steuern wir noch mal ein oder zwei einsame Insel von Los Roques an und dann schaun wir weiter.

Wir sind dann also erst mal weg, unterwegs und nicht erreichbar – das nächste Lebenszeichen von uns könnte eventuell also erst in 10-15 Tagen zu erwarten sein, also don´t worry!!!!

Und all unseren Lieben, Freunden und Bekannten wünschen wir schon mal eine entspannte schöne Adventszeit (auch wenn ich weiß, dass einige von euch in einem Job arbeiten, der eine ruhige Adventszeit ausschließt ;-)  )

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Grillen mit Frank…

99 von 100 Männer grillen gerne bis sehr gerne. Ich hab den Einen erwischt, der überhaupt nicht gerne am Grill steht ;-) . Daher fahren wir nun seit 1 1/2 Jahren meinen schönen noch fast neuen Cobb-Grill ungenutzt durch die Gegend.

Bis gestern…. angeheizt durch den Grillduft von div. Schiffen vor Klein Curacao und dem guten Fleischangebot hier in Bonaire habe ich mich durchgesetzt und heute wurde gegrillt! Pasta! Frank fügte sich brav in sein Schicksal und tat sein Bestes

dsc00701aber noch am gleichen Abend und am nächsten Tag mußte ich mir anhören, dass es sich für mich überhaupt nicht lohnen würde, den Grill überhaupt aus dem Exil zu holen bzw. den ganzen Vormittag danach wieder sauber zu schruppen.

Ich bin nun mal keine große fleischfressende Pflanze… nach 1 Hähnchenspieß und 1/2 Hamburger war ich leider pappsatt, schließlich gab es auch lecker gemischten Salat dazu. Aber lecker wars und da das Gemecker in das eine Ohr rein und durchs andere wieder raus ging, wird die Aktion demnächst wiederholt (hoffe ich).

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Bonaire im Cruiserrausch

Was ist bloß aus dem verträumten und verschlafenen Kradelendijk verworden?

Wir sind erst seit Freitag Nachmittag hier und heute (Dienstag) legt bereits das 3. Kreuzfahrtschiff hier an. Die geben sich hier quasi nicht die Klinke, dafür aber den Steg in die Hand ;-)  . Ein Blick heute morgen aus dem Fensterchen und oh Schreck, liegen wir noch da, wo wir gestern Abend waren. Sind wir verrutscht? Wir liegen doch an einer Mooring, kann also gar nicht sein. Da hat doch glatt in den frühen Morgenstunden so ein Riesenkahn angelegt, bestimmt doppelt so lang wie die Vorherigen und rückt uns damit verdammt nahe. Ufff…. hier ein Foto von unserem Cockpit aus…

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Jewel of the sea heißt der Pott und hat bestimmt 3000 Passagiere über Bonaire ausgekippt ;-)

Die Geschäfte und Marktstände schließen überhaupt nicht mehr aufgrund der Menschenmassen. Ansonsten alles wie gehabt in Bonaire. Wir genießen die vielen Happy Hour Bars, die großen Supermärkte, das klare Wasser

dsc00692und die allabendliche Fischfütterung vom Schiff aus!

Außerdem haben unsere Jubelrufe in der heutigen Happy Hour Bar für Irritation gesorgt. Dortmund hat gegen die Bayern gewonnen. Hipp hipp hurra! Und ein Verein aus Franks alter Heimat ist auf Platz 1. Nun, klar… wir wissen, das Leipzig sich dort nicht halten wird, aber es ist doch mal wirklich schön, dort oben nicht die aus dem tiefen Süden stehen zu sehen ;-)

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Alltag und Tauchen vor Klein Curacao

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8.30 Uhr – wir liegen mutterseelenalleine, aber dafür malerisch vor Klein Curacao. Die Mermaid, das größte Tagesausflugsboot umrundet uns und steuert seine Mooringboje an.
Fotoapparate bzw. Handys werden gezückt und wir werden auf div. Fotos oder Videos verewigt. Vielleicht aber auch, ganz vielleicht, ist an Bord jemand, der gerade anfängt, von einem Leben auf dem Segelboot zu träumen und dies auch in 5-15 Jahren verwirklicht. Schließlich hat auch Franks Traum von unserem jetzigen Leben auf einer netten Insel in Asien mit einem einsamen Segelboot davor begonnen.

8.35 Uhr – die Mermaid liegt fest und die ersten Tagesgäste springen vom Deck aus mit Gejauchtze und Gegröle ins türkisfarbene Wasser.

 

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Ihre Freude über dieses herrliche Ambiente und die Wasserfarbe schwabt bis zu uns herüber.  Die Wasserscheuen lassen sich vom Dinghi an Land karren.

9.00 Uhr – Die Mermaidanier bekommen ihr Frühstück unter schattigen offenen Palmdächern serviert.  Rechts von uns legt der Katamaran Jonalisa an.

dsc00684 Hier scheint es kein Frühstück zu geben und von Deck springen macht bei 50 cm Deckhöhe auch keinen Spaß. Man geht einfach ins Wasser oder läßt sich auch hier vom Dinghi fahren.

9.30 Uhr Wir schwimmen 5 Runden ums Schiff und anschließend bekommt auch der Skipper an Deck der 2wishes sein (und meins) Frühstück serviert. Dank der tollen holländischen Supermärkte heute ganz opulent mit Rührei, Speck, Toast und Baked Beans  Anschließend genießen wir das freudige Treiben am Strand und im Wasser. So manch einer wird wahrscheinlich in den nächsten Jahren mal zu seinem Partner sagen: Weißt du noch, damals auf Klein Curacao…. Und sich an einen wunderschönen Tag erinnern.

12.00 Uhr  die Glocke an Land bimmelt und ruft die Mermaidgäste zum Lunchbuffet. Fällt bei uns aus. Wir gehen indes tauchen. Ich zu ersten Mal und bin erstaunt. Was ist das? Aquariumtauchen? Da kann sich Bonaire aber mal ein paar Scheiben von abschneiden. Fischschwärme über Fischschwärme. Nur mit Mühe kann Frank ein paar davon wegschupsen und mir so  einen Muräne zeigen.  Ich bin so begeistert, dass ich noch unter Wasser beschließe, den Skipper zu einer weiteren Nacht und somit zu einem 2. Tauchgang zu überreden. Er  läßt sich überzeugen, nicht des Tauchens wegen, sondern wer weiß, wann wir wieder dieses super klare türkise Wasser zum Baden haben werden?

13.30 Uhr – Siesta und glücklich fühlen

14.30 Uhr – die Jonalisa fängt an, ihre Gäste ein zu sammeln

15.00 Uhr  – rechts von uns verläßt die Jonalisa Klein Curacao

15.30 Uhr – die Glocke der Mermaid bimmelt an Land und bittet ihre Gäste, sich am Strand zwecks Dinghirückfahrt zum Mutterschiff zu versammeln. Die Gäste sind brav und so kann die Mermaid pünktlich um

16.00 Uhr ablegen. Zurück bleiben wir, noch 2 oder 3 private Motorschiffe, die aber spätestens um

17.00 Uhr gen Curacao ablegen.

17.05 Uhr – Ruhe ist eingekehrt. Wir sind alleine! Keine Musik ist mehr zu hören, kein Lachen und keine Gespräche schallen übers Wasser, nur noch die leichten Brandungsgeräusche sind zu hören. Ansonsten nix wie   S t i l l e

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EIN TRAUM !!!!

Wir genießen und genießen. Später legt  noch eine Mini-Fischerboot an der Nachbarboje an mit 2    Schwarzen (sorry, sollte ich besser 2 Caribinaner sagen? Nun, wenn ich von Schwarzen schreibe, dann meine ich es weder rassistisch noch abwertend. Sie haben nun mal eine fast schwarze Hautfarbe und auch wenn Frank sich bemüht…. Er wird diesen dunkeln Hautgrad niemals schaffen ;-)  ) und leisten uns die Nacht Gesellschaft. Sie essen ihr Fertigmahl aus den uns bekannten Styroborhältern und rasieren sich anschließend an Deck. Nachgespült wird mit einer Flasche Süßwasser…. :-)

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Wir haben schon vor einsamen Riffs, in einsamen Buchten und in türkisfarbenen Wasser geankert. Sei es auf den BVI´s , vor Barbuda oder in den Los Roques. Was ist so anders hier vor Klein Curacao? Was macht für mich diesen besonderen  Reiz aus?

Wahrscheinlich macht es die Mischung zwischen Leben am Strand und Einsamkeit.  Dieser krasse Kontrast wird einem hier mehr bewusst. Tagsüber hat man was zu gucken, nachmittags und abends genießt man die Ruhe. Und vor allen Dingen und vielleicht gerade deshalb, freut man sich um 15.00 und 16.00 Uhr immer wieder darüber, dass man selber bleiben darf und nicht zurück ins Apartment oder Hotelzimmer muss. (oder aber auch 2,5 Monate Spanish Water mit leicht trüben Wasser verklärt meine Gefühle ;-) )

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                                          Und so beginnt der nächste Morgen mit

                          „the same produce as every day in front of „Klein Curacao“

                                        And the day after the next day with

                             “the same produce as every day in front of “Klein Curacao”

                              but not with us, we have to go to Bonaire and after that… ????

 

 

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Und weg….

Bye, bye Curacao…. 2,5 Monate sind mehr als genug.

Heute Abschiedsrunde in Willemstad inkl. Ausklarieren und Nettobar mit grünem Rum, noch ein letztes Kibbeling und den Rest der Gulden an der Bar vom Pirate Nest verschleudert. Morgen früh geht es Richtung Bonaire, allerdings werden wir noch bestimmt 2 Nächte vor Klein Curacao ankern (einfach, weil es dort so schön ist :-) )

Und damit sind wir mal wieder für 2-3 Tage nicht erreichbar und melden uns aus Bonaire…

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Der Urlaub geht zu Ende

Auf dem Rückweg von Klein Curacao ankern wir mal eben noch illegal in der Fuikbaai. Illegal deshalb, weil man sich für die 4 Ankerbuchten, in denen man als Segler ankern darf, vorab in Willemstad eine Genehmigung holen muss. Hierzu muß man auch noch genau angeben, an welchen Tagen (Datum) man dort ankern will und darf den Aufwand auch noch mit 10 US-Dollar belohnen. So wird einem das unabhängie Seglerleben hier erschwert und wofür? Die Fuikbaai ist eine Mangrovenbucht, an der auch eine Fabrik ansässig ist. Das Wasser ist zwar sauber, aber trüb. Strand gibt es nicht und Hinterland auch nicht. Aber schön einsam war´s ;-)

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Das andere Schiff war nicht so mutig und holte kurz vor Dunkelheit den Anker hoch und lies uns mutterseelen alleine :-)

Am nächsten Tag ging es zurück in die Bucht Spanish Water, wo Linda für diesen Tag noch einen Windsurfkurs gebucht hatte (Nicht, das ihr wieder langweilig wird ;-) )

dsc00647Am Donnerstag noch einmal Willemstad – grünen Rum in der Nettobar genießen (übrigens ohne Miri, die sich derweil die Zeit mit Oma auf dem Spielplatz vertrieb) und Freitag war dann leider leider Abschied angesagt. Wegen Zeitmangel verlief das Tschüss sagen am Flughafen rasend schnell, so dass gar keine Zeit für Tränen blieb (die kamen erst Abends, als wir zurück an Bord waren und es so furchtbar leer und ruhig war ;-) )

Auch wenn es schön ist, wieder man selbst zu sein und nicht “Oma” oder “Opa”, es war wunderschön, euch hier und an Bord zu haben. Wir danken euch, dass ihr euern wohlverdienten Urlaub hier bei uns verbracht habt und freuen uns sehr auf ein eventuelles nächstes Mal.

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Unserem Mini-Segelboot-Profi gefällt sogar inzwischen die Aussendusche

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Bye, bye – ich liebe euch

 

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Auf nach Klein Curacao

Natürlich wollen wir der Familie auch mal echtes Karibikfeeling zeigen und so machen wir uns auf nach Klein Curacao. Natürlich gegen Wind, Welle und Strömung.

Das kleine Kind erweist sich auch hier als absoluter Segelprofi, friedlich sitzt sie im Cockpit und genießt das Geschaukel. Sie quengelt nicht, sie knatscht nicht (sie kotzt nicht ;-)  ) und als es irgendwann langweilig wird, schaut sie in der Schlafkoje friedlich ein paar Folgen „Laura Stern“.  Anders jedoch das reisefreudige, sportliche und abenteuerlustige    g r o ß e Kind…. Kaum hatten wir die ruhige Bucht Spanish Water verlassen und kämpften gegen die ersten Wellen, da wurde Linda blaß um die Nase rum. 15 Minuten später wußte sie zu ihrem eigenen Entsetzen, was „seekrank“ heißt. Da halfen auch keine Tabletten mehr, nur noch der Eimer ;-)

Gegen 13.30 Uhr erreichen wir Klein Curacao und alle Widrigkeiten sind vergessen.  Pulverfeiner Sandstrand, klares türkisfarbenes Wasser… sogar Miri mault nicht von wegen „nein, nicht Strand“ sondern spielt, badet und genießt stundenlang.

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Um 16.00 Uhr verlässt nach dem Ausflugs-Katamaran Jonalisa auch das größte Tagesauflugsboot, die Mermaid, die Insel wieder und wir bleiben völlig alleine zurück. Nicht mal Fischerboote leisten uns in der 1. Nacht Gesellschaft.  Auch am nächsten Tag können wir auch tagsüber die Einsamkeit gut genießen, denn Montags (und Samstags) fährt die Mermaid die Insel nicht an und somit tummeln sich ca. 100 Menschen weniger tagsüber ab Strand.  dsc00624 dsc00627 dsc00630

Unter unserem Schiff versammeln sich viele Fische, wissen die schließlich, dass von so einem Schiff ab und zu was raus oder runter fällt. Von Christian hört man immer nur: DA, EINE SCHILDKRÖTE und da noch eine usw. usw. usw.  ;-) Wir schnorcheln viel und Linda geht mit Frank vom Boot aus tauchen und kommt begeistert zurück.

Am Dienstagmorgen ist die Mermaid zurück und Miri beobachtet fasziniert, wie die Menschen von dem großen Schiff einfach so ins Meer springen. Zack, eine halbe Stunde später sitzt auch sie am Heck und übt „springen ins Meer“  vom Boot aus ;-)

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Die Familie kommt an Bord

Um die Familie samt Gepäck und Buggy an Bord zu bekommen, sind 3 Dinghifahrten nötig ;-) , aber bereits nach der Miris 1. Dinghifahrt steht fest: Miri wird der Dinghifahrerprofi!!!!

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Sie hat überhaupt keine Angst, im Gegenteil findet sie diese Aktion überaus spannend und nimmt es künftig auch locker hin, wenn sie nass gespritzt wird, weil wir gegen Wind und Welle fahren müssen :-)

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