Bogota (von oben)

Wir haben wieder Glück mit dem Wetter, blauer Himmel mit Wölkchen und angenehme 19 Grad sind es heute, die Sicht ist hervorragend und so wollen wir heute auf den Berg.  Dieser liegt quasi direkt hinter unserem Hostel und ist fußläufig in 20 Minuten erreicht.

Der Monserrate ist das Wahrzeichen von Bogota und 3140 m hoch. Bogota selber liegt auf 2640 m, somit ergibt sich ein Höhenunterschied von 500 m, der bewältigt werden muss. Das kann man zu Fuß machen, muss man aber nicht – wir jedenfalls n i c h t!!!! Wir nehmen die Seilbahn rauf und wollen runter laufen. Die Dame an der Kasse will uns ein Seniorenticket aufschwatzen, den Discount gibt es aber nur für den Hin- und Rückweg, nicht für One-Way. Wir lehnen ab! Jetzt ist aber gut, es reicht schon, dass letztens in Medellin in der Metro ständig junge Leute aufgestanden sind, um mir ihren Sitzplatz anzubieten 😡

Von oben bietet sich wirklich ein fantastischer Blick auf Bogota und seine fast 8 Millionen Einwohner. Wir haben uns bei Wikipedia schlau gemacht, warum gerade ein Stadt, die soweit oben liegt und daher auch diese abartigen Sommertemperaturen hat von im Schnitt 16 Grad (wenn man nicht gerade Glück hat wie wir heute) soviele Einwohner hat. Unsere Vermutung, dass es hier früher größere Grubenabbaugebiete gab, stellt sich als völlig falsch heraus. Es ist einfach die Landflucht, die enorm ist. Hatte die Stadt 1951 noch 750.000 Einwohner, so waren es 2005 bereits 6,8 Millionen und 2013 sogar 7,8 Millionen Einwohner.  Um der Verarmung zu entgegen, zogen/ziehen viele Bauern in die Stadt, in der Hoffnung auf einen Arbeitsplatz und bessere Lebensbedingungen.

 

Mehr wie schöne Aussicht (absolut sehenswert !!!)  ist oben nicht zu finden, es gibt noch einen großen Markt mit Krimkrams, dem selben, den es unten und überall in Kolumbien gibt,  ein Restaurant und wie soll es anders sein, eine Kirche Wir machen uns auf den  über 2 Km langen Weg runter. Dieser geht zu 90 % über Stufen, gezählt habe ich sie allerdings nicht.

Hier treffen wir viele, die die Stufen von unten rauf laufen. Meist junge Leute, aber (oh Schreck) auch ein paar Grauköpfe – aber alle haben sie eins gemeinsam: sie schaufen und schnaufen und schnaufen 😉 – jedoch Respekt, wir hätten das nicht mehr geschafft.

Gegen Ende reicht es uns dann irgendwann, unsere armen Knie und Waden, für heute möchten wir keine Treppen mehr sehen oder benutzen 😉

Völlig erschöpft genießen wir noch die abwechslungsreiche Küche im Studentenviertel von Bogoata. Viel laufen wollen wir nicht mehr  und machen uns daher sehr früh auf zu Flughafen, um die Abendmaschine nach Deutschland zu besteigen.

Richtig, wir sind mal wieder auf Heimaturlaub. Viele Freunde, Familie und Ärzte warten auf unseren Besuch, daher wird dieser Blog nun mal wieder für 2-3 Wochen schweigen. Wir freuen uns jedoch, wenn ihr uns ab Ende Oktober hier an dieser Stelle weiter begleitet…

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Bogota (von unten)

Wir sind höchst erstaunt… damit haben wir nicht gerechnet:

Bogota gefällt uns 🙂 sogar sehr gut 🙂

Allerdings haben wir nach unserer Medellinerfahrung rasch noch das bereits gebuchte Hotel storniert. Wir sind jetzt ein bißchen schlauer, was die Umgebung angeht und haben uns ein nettes Hostel weiter rein in den Stadtteil La Candeleria gesucht. Hier gibt es ganz viele Hostels, Studenten, Backpacker und demenstprechend auch viele preiswerte Restaurants und gutbesuchte Kneipen, so dass man auch noch Abends vor die Tür darf 😉

Auf der Dachterrasse unseres Hostels

Der Empfang im Hostel La Candeleria war der bisher beste und freundlichste, den wir in den letzten Wochen erlebt haben. Als erstes bekamen wir eine 15minütige Einführung in Sachen „Bogota“ 🙂 – auf einer Stadtplankopie wurde in grün eingezeichnet, wo wir hin müssen und wie wir gehen müssen mit diversen Erklärungen dazu. In rosa wurden dann die Gegenden gekennzeichnet, wo wir auf keinen Fall hin sollten und solche, von denen wir aus im Dunkeln auf jeden Fall mit dem Taxi zurück zum Hostel sollten. Und so zogen wir kurze Zeit später mit der Stadtplankopie los um viele alte und gut erhaltene Gebäude zu bewundern.

Hat ein bißchen was vom Markusplatz in Venedig 😉

Und nicht nur die großen alten Verwaltungsgebäude sind gut restauriert, nein, auch in den Seitenstraßen sind die meisten privaten kleinen Häuser äußerst ansehlich renoviert, oft mit den passenden alten Balkonen dazu. Da auf der angrenzenden Geschäfts- und Ladenlokalstraße das normale Leben pulsiert, hat man auch nicht das Gefühl, sich in einem reinen touristischen Gebiet wie z.B. in der Altstadt von Cartagena zu befinden.

Spätnachmittag begeben wir uns zurück in unser Hostelviertel, finden dort ein ansprechendes nettes Lokal, wo wir für unglaubliche 11 Euro zusammen sehr sehr gut essen und trinken. Es gibt noch eine Abschiedsrunde Bier und um 21.00 Uhr liegen wir völlig erledigt in unserem bequemen Bett.

Und morgen schauen wir uns die Stadt mal von oben an….

 

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Fazit

Immer immer wieder 🙂

K o l u m b i e n   i s t  j e d e  R e i s e  w e r t !!!!!

Eine überaus abwechslungsreiche gelungene Reise – Insgesamt haben wir ca. 1700 KM in 40 Stunden mit Bussen zurück gelegt und dafür gerade mal zusammen 135 Euro bezahlt. Unsere Hotelzimmer haben im Schnitt ca. 32 Euro gekostet und lagen immer im mittleren Bereich. Essen und trinken ist in Kolumbien allgemein sehr günstig, auch die Ausflüge, Eintrittsgelder und gebuchten Touren sind preiswert. So hat z.B. unser 5stündiger Reitausflug in San Agustin pro Person nur 20 Euro gekostet. Das alles sind natürlich keine Informationen für die Lieben zu Hause, sondern mehr für Leute, die demnächst Kolumbien besuchen wollen und eventuell auch mit Travelgedanken spielen 😉 . Keine Angst vor den Busfahrten, all unsere Busse waren Top in Schuß und die Fahrer fuhren gemächlich.

Wir freuen uns auf ähnliche Reisen nächstes Jahr in Mexiko oder auch Peru oder auch….

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Medellin mit Metro und Seilbahn

Es ist Sonntag und der Platz und die Straße vor unserem Hotel sind entschieden ruhiger und leerer. Medellin hat als einzige Stadt in Kolumbiens ein Metrosystem aus Hoch- und Seilbahnen und das ist wirklich eine super Angelegenheit und Fortbewegungsmittel. Ein Vorteil unserer zentralen Lage ist, dass wir eine Metrostation quasi genau vor der Tür haben. Man ist stolz in Medellin auf diese Metro, die Bahnhöfe und Bahnen sind super sauber, wirklich nirgends liegt Dreck wie auf den Straßen im Umfeld und fahren tun sie alle paar Minuten. Auch die Seilbahnen sind im Fahrpreis mit eingeschlossen (bis auf die nur touristisch genutzte letzte Strecke rauf zum Park Arvi ) um auch die Armenviertel in den umliegenden Hügeln verkehrstechnisch mit anzuschließen. Die Fahrten in den großen Seilbahngondeln sind nicht nur praktisch, um die Stadt zu erkunden bzw. die Slums aus sicherem Abstand zu begucken 😯 (pfui), sondern bieten auch einen tollen Ausblick auf Medellin.

Wirklich erschreckene Zustände können wir erkennen und wir finden, Kolumbianer, die in kleinen Städten wie z.B. Salento geboren werden, haben verdammt viel Glück. Hier raus zu kommen ist bestimmt nicht einfach!

 

 

 

Da wir eh nicht so viel vor haben heute, lösen wir auch noch ein Touristenticket für die Seilbahn, die uns weiter zum Park Arvi hoch oben auf dem Berg bringt. Was schön ist und wir vorher gar nicht wußten, die Strecke führt nicht nur bergauf sondern bestimmt auch 10 Minuten lang über den Regenwald Oben könnte man divers lange Spaziergänge oder Vogelbeobachtungsstrecken machen, aber Natur hatten wir genug in den letzten Tagen und so fahren wir nach einem kleinen Rundgang zwischen den aufgebauten Touristenständen wieder abwärts.

Wir besuchen noch die Backpackergegend Poblado, die uns auch nicht vom Hocker haut. Dann geht es noch rauf zum kitschigen Pueblito Paisa, einer künstlich angelegten Stadt auf einem 80m hohem Hügel, die lediglich dem Tourismus dient, jedoch eine hervorragende Aussicht auf Medellin bietet.

Man könnte jetzt auch noch das Stadtteil Comuna 13 mit seinen Graffitis und seinen über insgesamt 350 m langen Rolltreppen besuchen,  aber 1. gilt auch diese Gegend als nicht sicher und 2. kennen wir diese Art Rolltreppen bereits aus Hongkong.

Und vielleicht oder wahrscheinlich kann man es heraus lesen, wir werden nicht warm mit Medellin. Der Funke springt nicht über! Bei Hongkong und Bangkok, beides riesige Städte und von uns bereits mehrmals besucht, war es Liebe auf den 1. Blick , irgendwie ist die Atmosphäre dort anders – einen zweiten Besuch in Medellin wird es nie geben und wir sind froh, morgen wieder nach Santa Marta zu dürfen. Die Luft ist raus, wir  brauchen Erholung 😉

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Medellin – die einst gefährlichste Stadt der Welt

Diese 2,5 Millionen-Einwohnerstadt ist die zweitgrößte Kolumbien und galt lange Zeit als (in dern 90er-Jahren) als gefährlichste Stadt der Welt. Palbo Escobar mit seinem Drogenkartell sowie der kolumbianische Bürgerkrieg haben Medellin eine verruchte und kriminell gefährliche Vergangenheit beschieden. Heute wird sie unter den 10 gefährlichsten Städten der Welt nicht mehr aufgeführt und entwickelt sich zur Vorzeigestadt Südamerikas. Das reicht als Vorwort an dieser Stelle, ich schreibe keine Reiseführer, sondern über Erlebnisse und Eindrücke. Wer mehr dazu wissen möchte, Wikipedia und viele andere Berichte können dazu im Netz nachgelesen werden.

Zwischen Salanto und Medellin liegen keine A u t o b a h n e n, nein….

dazwischen liegen Berge, Berge, Berge und Berge, was mir vorher gar nicht sooo bewußt war. Es geht Paßstraßen rauf und runter, rauf und runter und zwar stundenlang. In Kolumbien gibt es keinen Schienenverkehr, also keine Züge und somit wird der komplette Warentransport mit LKW´s abgewickelt. Die o.g. Stadt muss mit Waren versorgt werden und so tummeln sich auf den besagten Paßstraßen auch jede Menge Lastwagen, die nur beschwerlich die Bergstraßen hoch kommen und hinter denen sich dann die Autos und Busse sammeln bis zur nächsten Überholmöglichkeit. So brauchen wir für die 320 Kilometer auch ganze 8 Stunden und erreichen Medellin erst um 16.00 Uhr an einem Samstag Nachmittag.

Medellin wird in vielen Berichten und Blogs als wunderbare schöne Stadt beschrieben. Mir fällt es schon schwer, über unseren Besuch einen positiven Bericht zu schreiben 😯

Unser Hotel liegt im Zentrum und unser Taxi quält sich im Stau die Hauptverkehrstraße hoch. Von der Carrera 5 in Santa Marta, der Haupteinkaufsstraße mit vielen kleinen Läden und davor stehenden aneinander gereihten Ständen, auf der sich noch zusätzlich 100 Taxis und 50 Busse sowie Hunderte von Menschen durchquälen, hatte ich schon berichtet. Hier in Medellin befinden wir uns mit dem Taxi auf so einer „Carrera 5“ allerdings hoch 10 und wenn man dazu noch aus einem so beschaulichen Dorf wie Salento kommt….  Zu unserem Schreck befindet sich unser Hotel auch noch genau am Ende dieser Straße. Das man sich als Tourist nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr zu Fuß in der Gegend aufhalten soll, das hatten wir gelesen, aber nicht so richtig ernst genommen. Bettler, Junkies und andere finstere Gestalten lungern herum, aber natürlich auch viele ganz normale Einheimische. Noch ist es hell, so erkunden wir die Straßen rund ums Hotel, gehen um die Ecke nach Einbruch der Dunkelheit (es wird ja um 18.00 Uhr hier schon dunkel) in einem einfachen Lokal schnell noch lecker was essen und verziehen uns dann auf unser Hotelzimmer. Wir sind ja eigentlich recht unempfindlich, aber das hier ist selbst uns zuviel 😡

Morgen ist ein neuer Tag und vielleicht revidiert sich unser erster Eindruck…

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Salento Tag 2 – Wachspalmen und Willy´s

Zum Frühstück gibt es blauen Himmel mit kleinen Wölkchen und somit können wir endlich die schöne Aussicht genießen, weshalb ich gerade dieses Hostel gebucht hatte. Anschließend machen wir uns auf den Weg, einen Willy zu kapern. Hier gibt es keine TukTuk´s oder gelben Taxis, hier in den Bergen gibt es „Willy´s“.

Eine Art sehr robuster Jeep mit 6-8 Sitzplätzen auf der Ladefläche sowie weiteren 4 Stehplätzen. Die ersten Willy´s wurden im 2. Weltkrieg für die Amerikaner konstruiert und gebaut. Laut Wikipedia: Er ist treu wie ein Hund, stark wie ein Maultier und flink wie eine Bergziege“ beschrieben US-Soldaten während des  2. Weltkrieges ihr Allzweckfahrzeug. Später suchte man dann neue Abnehmer für diesen robusten Jeep und wurde hier in der bergische Zone Cafertera fündig. Hiermit wird alles transportiert, angefangen von Schweinen bis Kochbananen, Möbel, Kaffee und natürlich Menschen und Touristen. Es gibt sogar ein anerkanntes Maß für Agrarprodukte in Kolumbien, nämlich „yipao“ , was soviel heißt wie 20-25 Säcke Orangen bzw. eine Jeep-Ladung 😉 .  Kein Wunder also, wenn heute bis zu 16 Personen reingequetscht werden.

Hier mit Stehplätzen im Regen 😉

30 Minuten fährt man mit so einem Jeep ins benachbarte „Cocora-Tal“, wo die riesigen Quindio Wachspalmen stehen. Diese können zwischen 15 und 50 m hoch und mehrere hundert Jahre alt werden, sind aber als „gefährdet“ klassifiziert. Diese Art steht unter einem enormen Druck der sich ausbreitenden Landwirtschaft und Viehzucht in den kolumbianischen Andenregionen. Das Vieh frisst die Keimlinge, so dass kaum noch junge Bäume heranwachsen können. Und wegen der Verwendung des Holzes werden trotz gesetzlichen Schutzes viele Altbäume abgeholzt. Also schnell noch hin und angucken 🙂 . In unserem Fall sieht das dann so aus:

Kaum hatten wir nämlich unseren Willy verlassen, fing es an zu tröpfeln und wir erreichten gerade noch trocken ein nettes Lokal mit „Aussicht“, von wo aus wir bei Kaffee und Kakao eine Stunde lang versuchen, Wachspalmen zu gucken *lach*, während ein heftiger Regenschauer den nächsten ablöst. Ich muss unbedingt daran denken, bei unserer nächsten Tour BERGE zu meiden 😡

Man kann auch zu Pferd die Gegend erkunden, die Erfahrung haben wir aber ja Gott sei Dank schon hinter uns. Die für heute geplante Wanderung fällt auch aus und wir stellen uns in die lange Schlange vor den Willy´s an, die uns zurück nach Salento bringen. Dafür erklimmen wir dann aber den Aussichtspunkt von Salento. Ich hab die Stufen nicht gezählt, dafür fehlte die Puste, aber ich war oben 🙂

Anschließend entdeckt Frank ein Lokal mit einer grandiosen Aussicht auf die Berge, die er 2 Bierchen lang anhimmelt. Wenn das Wetter besser wäre, er würde glatt länger hier bleiben, so nett findet er den Ort und die Gegend. Da kann man also nach 20 Jahren noch Neues am Partner entdecken, das ihm Berge nämlich fremd sind und er nie in Österreich oder Südtirol war, das war mir gar nicht so richtig bewußt. Ich fürchte fast, dass ich später auf meine alten Tage mit ihm noch mal Richtung Österreich etc. muss, vorher jedoch wollen wir wieder ins Warme. Santa Marta lockt mit herrlichen 30-33 Grad, nur Medellin liegt noch im Weg, da muss er erst noch durch 🙂

 

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Salento Tag 1

Diesmal haben wir kein Hotel sondern ein Hostel gebucht! Irgendwann muss man mal anfangen zu sparen 😉 . Das Hostel La Floresta hatte super gute Bewertungen und vor allen Dingen versprach es eine super Aussicht von der Frühstücksdachterrasse. Die könnte tatsächlich einmalig sein, wenn es heute Morgen nicht t o t a l  zugezogen  und regnerisch wäre. Anne ist in den Bergen und wie schon früher als Kind, sobald wir uns der österreichischen Grenze näherten, regnete es und hörte erst wieder auf, denn wir das Land auf der anderen Seite verließen 😡 . So organisierten wir erst mal unser Hotel in Medellin und die Rückflüge nach Santa Marta. Zwar reißt der Himmel anschließend nicht auf, aber dafür ist es dann trocken. Ein Rundgang im Ort und zum Lunch gibt es eine Salentoaner Spezialität. Zwei mal in Fett ausgebackene Kochbananen mit Käse bestreut. Witzig und lecker, leider kein Foto, der Apparat streikte wohl.

Wir laufen zu einer Kaffeeplantage, 1 Stunde lang geht es b e r g a b – oje, ihr wißt, was das für mich später bedeutet. Die Führung ist auf englisch und hat kaum begonnen, da fängt es wieder an, aus Eimern zu schütten. Wir retten uns unter einen Unterstand und so erfahren wir in den nächsten 40 Minuten nicht nur was über Kaffee, nein viel interesanter über das Leben in Kolumbien.  Englisch z.B. wird hier an den normalen Schulen gar nicht unterrichtet und kann man nur an Universitäten oder entsprechenden Hochschulen lernen. Unsere Führerin ist nämlich auch kein Familienmitglied dieser Plantage, sondern eine Studentin, die Englisch und Französisch studiert und hier ihrem Nebenjob nachgeht.

Von der Volksabstimmung für eine Gesetzesvorlage g e g e n Korruption hatte ich ja schon berichtet. Unsere Führerin ist sauer, dass keine Mehrheit für die Erlassung dieses Gesetzes zustande gekommen ist und findet es ebenso lächerlich, dass man für ein solche Selbstverständlichkeit erst eine Volksabstimmung durchführen muss.

Auch der neue kürzlich gewählte Präsident wird nicht gerne gesehen von ihr und von ihresgleichen. Dieser will den Friedensvertrag mit der linken Guerillaorganisation Farc ändern. Experten befürchten allerdings, dass selbst kleine Modifikationen an dem über Jahre ausgehandelten Abkommen den noch immer fragilen Friedensprozess in dem südamerikanischen Land gefährden könnten. Das wiederrum hätte verherrende Folgen für den gerade so richtig in Fahrt kommenden Tourismus in Kolumbien.

Irgendwann müssen wir den schönen Unterstand doch verlassen und anschießend ist meine inzwischen schmuddelige rosa Jacke dann auch noch nass. Zurück geht es nicht zu Fuß, wir halten einen Willy (mehr dazu morgen) an, der uns für 80 Cent zurück in den Ort bringt. Selbst wenn es nicht geregnet hätte, dafür wäre ich den Berg nicht wieder rauf gelaufen 😉 . Ich habe jetzt echt keine Lust mehr zu frieren, eine neue (saubere) Jacke muss her. Da da bin ich hier richtig. Die Hauptstraße ist voll mit kleinen netten Läden, die Krimkrams verkaufen, den die Welt nicht braucht, außer vielleicht dicke Jacken und Poncho´s.

Kuschelig warm und vor allen Dingen „sauber“ – aber was ich damit auf der künftigen Barfußroute anfangen soll?

In einem Cafe lockt uns der Kuchen an, Tiramisu oder  Mousse au Chocolat – lecker sieht er aus, das ist er auch, a b e r ….

Fallen euch die Fehler auf ????

Das war ein richtig nettes und gutes Cafe, keine Kaschemme oder dergleichen. Warum also bekommt man den Kaffee aus Pappbechern und den Kuchen auf Styroportellern mit Plastiklöffeln serviert? Völliges Unverständnis von uns auf Umwelt bedachten Europäern, hier in Kolumbien fehlt leider dafür noch sehr sehr oft das Verständnis.

Zum Abendessen gibt es eine weitere Spezialität – Salento lebt nämlich nicht nur von Kaffee und Wachspalmen, nein, auch von der Forellenzucht. Und die gibt es hier nicht a la Forelle „Müllerinnen Art“ oder „blau“ – nein, hier gibt es Forelle mit Käse überbacken z.B. oder auch mit geschmorten Zwiebeln und Tomaten oder auch…. leider konnten wir nicht alle angebotenen Arten durchprobieren 😉 , aber mit Käse überbacken kann ich nur weiterempfehlen – originell und lecker!

 

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Auf nach Salento

Die einzige Verbindung, die wir nach Salento finden, geht über Armenia. 6 Stunden, dann umsteigen und noch mal 1 Stunde nach Salento. Frank ist begeistert, wieder mal einen ganzen Tag im Bus 😯 Wir gucken uns den 9.00 Uhr-Bus aus, aber wie immer, wenn wir reisen, ist Frank hypernervös und drängelt. Ich kann ihm das einfach nicht abgewöhnen und so muss ich mein Frühstück runter schlingen, hurtig auschecken, in ein Taxi springen (das könnte ja schließlich im Stau stecken bleiben usw.), welches uns dann tatsächlich in 4 Minuten zum Busterminal bringt. Es ist 8.02 Uhr, als wir dort ankommen und ich bin stockesauer 😡 –  jetzt darf ich 1 Stunde in diesem unschönes Terminal rumhängen. Wir fetzen und trennen uns 😉 – heißt, ich sitze auf der Bank in der Sonne und grolle, der Chef irgendwo drinnen im Schatten. Wenn ich soweit aushole, dann gibt es dafür immer Gründe. Nach einer halben Stunde haben wir uns beide wieder beruhigt und begeben uns zur passenden Haltestelle. Es ist gerade 8.30 Uhr und in dem Moment fährt auch der Bus vor, somit sind wir fast die Ersten und können uns gute Plätze aussuchen. 8.35 Uhr  – ich staune, der Bus ist voll 😯 . Sowas haben wir noch nicht erlebt. Die Strecke nach Armenia scheint gut besucht zu sein. Wären wir, wie ich es gewollt hätte, erst um 8.45 Uhr am Busterminal erschienen, nun, den 9.00 Uhr-Bus hätten wir vergessen können. Selbstverständig bitte ich inständig um Vergebung 😉 😉 😉 – aber nur diesmal!!!! :mrgreen: Das junge holländische Pärchen, das schon mit uns im Bus nach Popayan gesessen hat, ist auch mit von der Partie. Irgendwie begegnen uns immer die gleichen Menschen auf dieser Reise. Nur die Franzosen sind nicht an Bord, wo die wohl geblieben sind? Kurz vor der Abfahrt darf noch ein Drogenhund an uns rumschnüffeln. Das erleben wir nicht zum ersten Mal und stößt auf Unverständnis von uns. Kolumbien gilt noch immer als einer der größten Drogenlieferanten, aber selber nehmen darf man das Zeugs scheinbar nicht 😯 .

Die Busfahrt ansich ist diemal völlig unspektakulär – alles asphaltiert, sogar mit einer ordentlichen Toiletten-Pinkel-Pause 😉 und vor allen Dingen ausnahmsweise mal fast in time. Salento empfängt uns freundlich und so genießen wir, bevor wir im Hostel einchecken, die letzten Sonnenstrahlen auf dem Hauptplatz, der wirklich sehr hübsch ist.

Diesmal ist der Ort tatsächlich wie erhoft klein, also dörflich und dabei wunderhübsch. Lauter kleine farbige Häuser. Schön ist es hier! Wir fühlen uns wohl und wundern uns nur über die vielen Touris. Auf 3700 Einwohner kommen bestimmt noch mal 4000 Touristen. Und dann auch noch überwiegend Backpacker???? Nur ganz selten sieht man mal ein paar Grauköpfe. Was hab ich denn jetzt wieder überlesen?  Es kann mir doch keiner erzählen, dass all die jungen Leute hier sind, um sich Kaffeeplantagen und Wachspalmen anzusehen! Später wissen wir, tatsächlich kann man von hier aus wunderschöne 2-3 Tages Wander- oder auch Mountainbike-Touren buchen. Gut, das überlassen wir dem Jungvolk, wir wollen nur entspannen, Wachspalmen gucken und eine Kaffeeplantage besuchen

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Popayan und Silvia

Die koloniale Ansiedlung  mit weiß gekalkten Fassaden (also die historische Altstadt) liegt tatsächlich nur wenige Taximinuten vom Busbahnhof entfernt. So können wir relativ schnell in unserem weiß gekalkten Hotel im kolonialen Stil mitten in dieser Altstadt einchecken und uns gleich noch schnell für eine Freewalking Tour anmelden. Dazu muß man nur die Touristeninformation finden, was die größte Schwierigkeit ist, denn diese verstecken sich irgendwie immer. Wir sind nur eine kleine Gruppe, ein einzelner Engländer in unserem Alter, der mit dem Motorrad aus Amerika unterwegs ist und bis Argentinien will (Respekt!), zwei Holländerinnen, die vor dem Berufsleben noch 3 Monate durch Mittel- und Südamerika tingeln wollen sowie ein deutsches Paar, das für ein halbes Jahr in Mexico studiert und auf Urlaub ist. Wir bleiben diesmal nicht anonym, weil wir nämlich nicht nur durch die Altstadt walken, sondern auch gleichzeitig an einem Tasting teilnehmen und uns so näher kennen lernen. Empanadas (gebackene Kartoffelküchlein) mit würziger Erdnussoße sowie Mais-Chips gibt es zu probieren, dazu „champus“, ein Maisgetränk mit Lulu und Ananas und „salpicon payanese“, eine eisige Zubereitung aus frischen Brombeeren – alles tradionelle Gerichte und Getränke aus dieser Gegend. Eine echt tolle Idee und herrliche Abwechslung zu ansonsten manchmal recht trockenen Stadtführungen 🙂 Wir lernen, dass es allein in der Altstadt 12 Kirchen gibt, davon 5 in einer Straße. (Man kann auch alles übertreiben, oder?) – Die Größte davon besichtigen wir, nicht nur weil sie groß und schön ist, sondern weil hier 1983 während eines Erdbebens Hunderte von Menschen starben, weil das Dach der Kathedrale einstürzte. Heutzutage ist von den schweren Schäden von damals nichts mehr zu spüren und in den Straßen des historischen Zentrums wimmelt es von Studenten, denn diese Stadt hat 5 Universitäten. 2 Staatliche und 3 Private. Und immer wieder habe ich „kleine koloniale Ansiedlung“ im Kopf *hahaha*.

Am nächsten Tag geht es nach „Silvia“ , einem malerischen Gebirgsort, ungefähr 1 – 1 1/2 Stunden Busfahrt entfernt. Warum? Nun, dort ist Markt, immer Dienstags! Aber was ist das Besondere gerade an diesem Markt? Guambiano´s gelten als die ältesten Ureinwohner Kolumbiens. Sie sprechen ihre eigene Sprache und tragen tradionelle Kleidung. Männer in blauen Röcken mit pinkfarbenen Bordüren und Filzhüten, Frauen in handgewebter Kleidung mit Halsketten aus bunten Perlen. Sie wohnen nicht in Silvia, sondern in den umliegenden Bergdörfern. Insgesamt handelt es sich so um 12.000 Menschen und viele davon kommen jeden Dienstag mit ihren tradionellen Bussen (Chivas) nach Silvia und verkaufen oder kaufen dort ihre Waren.  Kameras können sie nicht leiden und sind mitunter sehr verärgert, wenn man sie fotografiert, daher gibt es auf den nachfolgenden Bildern auch keine Nahaufnahmen.

 

 

 

Und nein, das sind keine Touri-Busse !!!! Das sind die tradionellen Chivas, mit denen das Bergvolk runter nach Silvia kommt und auf dessen Dächer die Waren transportiert werden

Der Markt an sich ist herrlich, neben Kleidung, Werkzeug, Schuhen und allem, was man so zum Leben braucht gibt es natürlich auch noch Gemüse, Obst und Fleisch. Das Fleischangebot lass ich an der Stelle jetzt mal weg, aber das Angebot an Gemüse und Obst ist eine Wucht. Uns läuft das Wasser im Mund zusammen und das erste, was es nach der Heimkehr in Santa Marta bei uns gibt, ist eine leckere fette Gemüsesuppe 🙂 . Soviel gutes und reifes Gemüse, dass nicht aus der Tiefkühlung kommt, haben wir schon lange nicht mehr gesehen. Übrigens, ratet mal, wenn wir mitten auf dem Markt hoch oben in Silvia getroffen haben! Da kommt ihr n i e drauf! Oder? Na gut, ich verrat es euch:  Unsere 3 Franzosenjungs haben scheinbar noch immer die gleiche Route wie wir 😉

Mittags fahren wir wieder zurück nach Popayan. Silvia liegt auf 2800 m und ist dementsprechend noch kühler als das auf 1700 m liegende Popayan. Am Nachmittag besuchen wir noch ein Museum, nur weiß gekalkte Häuser gucken ist auf die Dauer langweilig 😉 . Das Museum war früher das Wohnhaus des bekannten ???? kolumbianischen Dichters Valencia, dessen Sohn dann auch mal für 4 Jahre Präsident von Kolumbien war. Nicht nur die original Möbel sind dort zu bestaunen, nein, all diese Leute sind dort samt Frauen usw. auf Bilder verewigt. Das reicht dann aber auch an Kultur, wir gehen anschließend lecker mexikanisch essen im „Tequila`s“ (Carrera 5 No 9-25) – ein Tipp aus unserem Reiseführer und der behält diesmal recht. Super freundlich, super lecker, super preiswert! Wir bedauern, hier kein zweites Mal speisen zu können. Das ist der Nachteil, wenn man immer nur kurz an einem Ort ist. Morgen geht es schon wieder weiter, vorher aber beenden wir in einer einheimischen vollen Kneipe bei Rotwein, Bier und einem Fußballspiel Kolumbien gegen Argentinien den Abend (und den schönen Tag).

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Wir hoppeln nach Popayan

Einen Bus nach Popayan zu finden war einfach. Unsere Finca hat ein Abkommen mit einem Busunternehmen und so holt uns der Bus direkt um 9.00 Uhr morgens an der Finca ab, was uns den mühsamen Weg in den Ort samt Rucksäcke erspart. Er macht noch einen kurzen Stop im Ort, lädt noch ein paar Leute ein (übrigens keine Franzosen :mrgreen:  ) und dann brettert er los. Und er brettert wirklich, asphaltierte Paßstraßen rauf und wieder runter, rechts rum, links rum, nur aufgehalten durch entgegenkommende Bagger oder K u h h e r d e n 🙂 . Ich freu mich, scheinen wir doch endlich mal pünktlich und vor allen Dingen zügig anzukommen. Dann biegt er ab….

Was folgt, ist eine Tortur über Lehm, Kies, Schotter, Schlaglöcher! Der Bus quält sich mit 20 km/h über die nicht mehr asphaltierte Straße. Erst denken wir, das ist bestimmt nur ein kleines unausgebautes Stück oder so! Aber nein, wir hüpfen in unseren Sitzen weiter auf und ab. Nix mit Entspannung für unsere malträtierten Knochen vom gestrigen Reitausflug. Mein holländischer Nachbar versucht im Kindle zu lesen. Eine Unmöglichkeit 😡 , er stellt die Schrift auf ganz groß, so dass nur so 5-6 Wörter im Display stehen. So geht´s einigermaßen und der ganze Bus lacht.

Nach 3 Stunden fange ich an zu verzweifeln. Wie immer vor einer Busfahrt habe ich zum Frühstück nur eine kleine kleine Tasse Kaffee getrunken und die hüpft in meiner Blase jetzt auch immer fleißig auf und ab und vor allen Dingen…. sie will raus 😡 – Ganz schlecht, wir sind auf einer Paßstraße – rechts Steilhang, links Abgrund! Ich kann den Busfahrer nicht mal bitten, kurz anzuhalten, es gibt kein Gebüsch, wohinter ich mich mal kurz hocken könnte. Also weiter Zähne zusammen beißen. Da hält der größere Bus vor uns, dem wir bereits seit Stunden folgen, mitten auf der Straße vor einer Kurve an und zwingt auch uns zu einem Stop. Die Tür geht auf und heraus kommen 1,2,3 alte Männer, stellen sich vor die Steilwand und …. richtig, pinkeln. OH MANN!  Pinkelpause mitten auf der Straße! Auch will! Auch aus unserem Bus machen sich 3-4 Männer auf, es denen gleich zu tun und stellen sich in Reih und Glied auf 😉 . Ich fass es nicht 😡 – neidvoll guck! Da plötzlich steigt eine junge Frau aus und sprintet die Straße hoch hinter unserm Bus. Was die kann, das kann ich schon lange und sprinte hinterher. Es muss ein Bild für die Götter gewesen sein, als wir beide hinter einer weiteren Kurve geschützt auf einem winzigen Seitenstreifen unsere Hose runter lassen 😉 und uns dabei glücklich und zufrieden anschauen 🙂 . Den nahenden LKW samt Fahrer ignoieren wir geflissentlich 😯 .

Gut, dann – jetzt kann die Rüttelei von mir aus weitergehen. Tut es aber nicht!  Da sind noch mehr Menschen auf der Straße. Wo kommen die alle her? Da wir vor einer Kurve stehen, konnten wir die Straße nicht einblicken und so merken wir erst jetzt, dass war gar keine offizielle Pinkelpause – wir haben STAU!!! Auf einer Schotterstraße? Vor uns stehen jede Menge LKW´s und bestimmt 10 große ausgewachsene Busse (solche, mit denen Frank immer fahren will und nicht bekommt).  Unser schlauer Busfahrer hat scheinbar einen Kundschafter die Straße runter geschickt, um den Grund zu erkunden. Und so überholen wir kurze Zeit später diese ganzen Fahrzeuge und erkennen auch wir am Stauende den Übeltäter. Im Gegenverkehr ist ein LKW auf der aufgeweichten Lehmstraße mit dem Hinterrad stecken geblieben und alle Versuche, ihn dort wieder frei zu bekommen, sind zwischenzeitlich wohl fehlgeschlagen. Er steht so unglücklich, für LKW´s und große Busse keine Chance, daran vorbei zu kommen. WIR ABER haben ja Gott sei Dank mal wieder einen kleinen (Collectiv-)Bus erwischt und Millimeter für Millimeter tasten wir uns an dem steckengebliebenen Fahrzeug vorbei und donnern anschließend wieder mit 20 km/h die Straße lang 🙂 – Schwein gehabt, selbst Frank ist diesmal froh über unseren Kleintransporter. Was mich so ein bißchen ärgert ist, dass ich nie erfahren werde, wie die es irgendwann geschafft haben, die Straße wieder frei zu bekommen.

Naja, so erreichen wir nach einer weiteren Hoppelstunde unser nächstes Ziel: Popayan.

Und hier muss ich sagen, wer lesen kann, ist klar im Vorteil:

Auszug aus dem Reiseführer: “ Das kleine Kolonialstädtchen ist berühmt für seine weiß gekalkten Fassaden und ist nach Cartagena Kolumbiens eindrucksvollste koloniale Ansiedlung „

Hört sich doch nett an, oder? Bis hier hin hatte ich den Text wohl komplett aufgenommen und dann abgeschaltet, denn der Text geht weiter mit:

„Popayan war jahrhundertelang die Hauptstadt Südkolumbien, bevor Cali die Rolle übernahm“

Cali ist eine riesige Stadt und wenn Popayan vorher Hauptstadt war, kann es sich dabei ja wohl kaum um eine „kleine koloniale Ansiedlung“ gehandelt haben, oder? Und so war ich erstmal geschockt, als der Bus in Popayan einfuhr. Nix weiß gekalkte Fassaden! Alles grau in grau, Lärm, volle Straßen, und allein bis zum Busbahnhof quälte sich der Bus schon 15 Minuten. Frank schaut mich irritiert an und fragt, was zum Teufel wir hier machen? Äh… tja! Mmmhhmm!

Das verrate ich euch morgen 😉 – für heute ist der Text lang genug!

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