Wetter, Planänderungen und sonst nix

Ja das Wetter, das ist nicht berauschend. Tagelang hat es nur nachts geregnet, was eigentlich schön ist. Dadurch kühlen sich die Nachttemperaturen auf ein angenehmes Schlafen ab. Tagsüber ist der Himmel meist bedeckt und alles sieht grau aus. Novemberstimmung bei 30 Grad 😉 Unschön ist es, wenn es dann 2-3 Tage auch noch tagsüber regnet, das heißt dann Novemberstimmung bei nur noch 26 Grad und der Skipper wechselt von kaltem Bier auf Tee mit Rum 🙄

Zwischenzeitlich hatten wir auch noch mal umgeankert vor die Red Frog Marina und uns einen schönen Tag am Strand gemacht, wobei wir in der Woche den einzigen Tag mit Sonne erwischt hatten. Glück gehabt! Das war jetzt aber auch nicht ein Erlebnis, worüber wir hier berichten könnten. Der Blog wird gerade langweilig, eben weil nix Tolles passiert und das wird wohl noch ein paar Wochen so bleiben.

Unsere Reise nach Costa Rica ist gecancelt, wird aber hoffentlich nachgeholt. Dienstag verlegen wir endgültig unser Schiff in die Agua-Point-Marina auf Isla Solarte, dort kann das Schiff für eine kleine Mark unbewohnt wochenlang am Steg vertäut bleiben, während wir am Freitag mit dem Nachtbus nach Panama City fahren, diese Stadt 3 Tage besichtigen, bevor es für mindestens 6 Wochen nach Deutschland geht.

Über die Fahrt und über Panama City werde ich wohl noch berichten, dann aber wird es hier noch ruhiger werden als die letzten Tage 😉  Was wir ab September machen, keine Ahnung! Wir werden sehen…

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Zapatilla Cays bzw. endlich mal was anderes

So sehen sie aus, die Zapatilla Cays, in meinem Bauhaus. Sofort kamen uns bei diesen Bildern Erinnerungen an Klein Curacao hoch und es war klar, da müssen wir hin. Nur das Wetter, das spielt zur Zeit überhaupt nicht mit. Die schönste Insel wirkt nicht bei Regen und grauem Himmel und das untere Bild hatte so gar nix zu tun mit der rauhen Wirklichkeit, die wir vorfanden 😥

Links die beide kleinen schwarzen Flächen sind die Cays

Diese Cays liegen nicht im geschützten Gebiet des Bocas Atolls, sondern außerhalb im offenen Meer, ca. 1 Stunde von unserem Ankerplatz Crawl Cay entfernt. Je näher wir kommen, desto sicherer wird, das ist der falsche Tag heute. Das Meer ist zu unruhig, über die beiden Riffe rechts und links schlagen hohe Wellen, der kleine Ankerplatz ist alles andere als ruhig, an Schlaf wäre nicht zu denken. So drehen wir kurz vorher ab, suchen uns den Weg durchs Riff und wollen ohne weitere Untiefen übers offene Meer zurück zu unserem alten Ankerplatz vor der Stadt Bocas.

Schon einige Zeit beobachteten wir am Horizont einen weiteren Segler und wundern uns. Was treibt der da eigentlich? Irgendwie kommt der nicht von der Stelle. Nun gibt es ja Segelenthusiasten, die segeln auf Teufel komm raus. Egal, nur 5 Knoten – es wird gesegelt. Schitt was auf schlagende Segel, schitt was auf stundenlanges aufkreuzen – man ist schließlich ein Segelboot. Und heute ist so ein Tag mit Null Wind und so schütteln wir den Kopf. Eine halbe Stunde später haben wir ihn bereits eingeholt, wollen in einiger Entfernung an ihm vorbei ziehen und stutzen plötzlich. Deren Dinghi liegt plötzlich nicht mehr hinter dem Schiff, sondern davor ! Uji, uji – das sieht ja so aus, als ob da versucht wird, das Schiff mittels Dinghi von 1. der dahinter liegenden Küste und 2. vom seitlich liegenden Riff wegzuziehen, auf dass es scheinbar zutreibt. Wir ändern den Kurs und beim Näher kommen bestätigt sich unsere Vermutung, der Motor läuft nicht mehr und ohne Wind funktioniert die Sache mit den Segeln ja nu auch nicht so richtig. Die Zwei sind jedoch noch immer locker dabei, ich hätt schon längs einen Nervenzusammenbruch bekommen. Amerikaner, er vom Typ Surfer-Sunny-Boy Mitte 20, sie im Tangabadehöschen am Steuer, 2 große Hunde an Bord, die unser Rettungsmanöver mit aufmerksam beobachten. Endlich mal was los an Bord 😉

Wir binden unsere Leinen zusammen und unser 1. Abschleppmanöver beginnt. Für genau 10 Minuten, dann nämlich reißt die Amileine. 2 Hunde, ein Surfbrett, aber kein Geld für anständige Leinen 😉 . Wir nehmen eine Weitere von uns dazu und diesmal hälts.  Unter den aufmerksamen Augen des Huskys, der am Bug diese Leinen und unser Schiff im Auge behält, ziehen wir das Schiff die nächsten 3 Stunden bis zu einem sicheren Ankerplatz. Natürlich bedanken sich beide, sind aber weiterhin ganz locker drauf. Im Gegensatz zu mir, nervlich angespannt bin ich nur froh, als unser Anker dann auch um 18.00 Uhr sicher hält und wir einfach nur dasitzen dürfen.

JUNG MÜßTE MAN NOCH MAL SEIN

Die nächsten Tage will ich mal keine Abwechslung und zur Freude des Skippers auch nix anders sehen  😉

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Crawl Cay

Crawl Cay ist eine winzige Mangroveninsel und unser nächster Ankerstop!

Aber warum gerade dort?

1. Meine Wenigkeit muss mal wieder was anderes sehen

2. Die Nerven des Skippers müssen mal wieder strapaziert werden wegen des Weges dort hin 😉

3. Es liegt auf dem Weg zum nächsten Stop, den Zapatilla Cays

4. Auf dieser Insel soll das Restaurant der Mutter unserer Port-Authority-Azubi sein

Und Letzterer wollen wir damit einen Besuch abstatten, hatten wir schließlich versprochen. Nach ihrer Aussage ist sie nämlich am Wochenende immer dort und hilft ihrer Mutter im Restaurant. Dies lies mich vermuten, dass dort am WE der Bär tobt und wir ein nettes Dinner in einem netten Restaurant genießen könnten. Die Enttäuschung ist groß, denn nachdem der Skipper mal wieder schweißgebadet sämtliche Untiefen umschifft hatte, stellten wir fest, dass nicht leckere Speisen auf den Tischen stehen sondern Stühle. Kein Bier, kein Cocktail, kein lecker Essen – ich frag mich sowieso, wo hier die zahlreichen Gäste herkommen sollen und vermute mal, dass das Lokal zur Lunchzeit von Tagestouranbietern angefahren wird. Wir umrunden die Insel mit dem Dinghi, das ist in 10 Minuten abgehackt.

Punkt 1 ist trotzdem erledigt, ich seh mal was anders 🙂 , Punkt 2 auch: der Skipper vertraut dem Bauhaus immer mehr (wenn auch nur unwillig 😥 ) und Punkt 3 kommt morgen dran

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Keine interessanten Vorkommnisse

Seit ein paar Tagen sind wir schon wieder zurück an unserem Ankerplatz vor der Stadt Bocas. Die Tage vergehen mit einem langen Frühstück, viel lesen, einkaufen im Supermarkt, mal mexikanisch essen oder auch mal eine Pizza sowie mit stundenlanger Internetrecherche bezüglich unseren nahen Urlaubs 😉 in Costa Rica. Super, so eine No-Limit-Flatrate 🙂 Gar nicht so einfach, das richtige Hostel zum richtigen Preis zu finden. Die Anfahrtwege müssen geklärt werden und unserer Panama City Aufenthalt vor unserem Heimatflug ist jetzt auch in trockenen Tüchern. Es ist also nix passiert, worüber wir hier berichten könnten.

Und eigentlich wollten wir heute morgen dann doch mal den Ankerplatz wechseln, aber im Gegensatz zu den letzten Tagen hat es heute Nacht erst sehr spät angefangen zu regnen, quasi schon im Hellen und so warten wir gerade ab, ob es sich gegen Mittag wieder aufhellt und die Sonne raus kommt. Die nämlich ist nötig, damit man Untiefen auch mit dem bloßen Auge erkennen kann und davon gibt es ja genug hier. Und wenn nicht…. morgen ist auch noch ein Tag 😉

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Einsames Ankern in den Mangroven

So also sieht Bocas del Toro von oben aus ! Links die Inseln Solarte und Bastimentos und davor jede Menge Mangroveninseln – kleine, große und mittlere

Und vom Schiff sieht das dann so aus:

 

 

 

 

 

 

Das Problem ist das Hin- bzw. das Wegkommen, denn außer diesen wunderschönen Puschelinseln gibt es zahlreiche Flachstellen unter Wasser, die vielleicht in ein paar Jahrzehnten auch zu Puschelinseln werden wollen. Auf unserem Navigationsplotter sieht das dann so aus:

Nein, nicht die grünen Flecken sind Mangroveninseln, sondern die Gelben 😉 . Die Grünen sind die Gefährlichen, denn die liegen unsichtbar unter Wasser und mit einem Schiff mit Tiefgang von fast 2 m sollte man es absolut vermeiden, da drüber zu fahren. Die Gegend hier ist voll von diesen Unterwasserfallen und verursachen dem Skipper akutes Magengrummeln mit hochgradiger Nervosität. Warum er dann nach Verlassen unseres 1. Ankerplatzes vor Isla Solarte so dermaßen gepennt hat, kann er selber nicht erklären. (Ich hau ihn hier auch nicht in die Pfanne, er hat ja selber eine für ihn bekannte kryptische Statusmeldung darüber gemacht) Zumal er, wenn er zurück fährt, i m m e r  der ja sicheren Hinfahrtlinie lang zurück fährt (das ist die Linie unten links im Bild).

Wenn ihr jetzt aufmerksam gelesen habt, dann könnt ihr auf dem Plotterbild erkennen, das er das diesmal wohl nicht getan hat bzw. sogar Hans-Guck-in-die-Luft gespielt hat. Ich studiere derweil den Bauhaus Guide bezüglich des Weges zu unserem nächsten Ankerplatz, hebe den Kopf, sehe plötzlich den Untergrund klar und ziemlich nah und komme gerade noch dazu, zu fragen, was für eine Tiefe wir denn hier haben (laut Tiefenanzeige). Oh, oh… 30 cm, 20 cm und zack, wir sitzen auf 👿  Der Skipper ist sauer! Auf sich selbst oder auf mich? So genau können wir uns dem nicht widmen 😉 , wir müssen wieder runter von dem grünen Fleck. Es ist auch kein Korallenriff, sondern einfacher Sandboden und ein paar Minuten später haben wir uns rückwärts auch wieder befreit. Nix passiert also, Glück gehabt, es geht weiter. Die Laune des Skippers hat sich jedoch mehr verschlechtert und die Diskussion bezüglich des nächsten von mir ausgewählten Ankerplatzes geht weiter. Des Skippers Problem: Seit 4 Jahren vertraut er seinen elektronsichen Navigationskarten, die in dem Fall sagen, auf dem Weg dort hin sind nur 2-4 m, viel zu wenig für dieses untiefenverseuchte Gebiet. Ich beharre jedoch auf meine neue Bibel, dem Bauhaus Cruising Guide für Panama. Ja, es ist schwierig, die darin abgebildeten Satallitenbilder mit den Abbildungen im Plotter zu verbinden, aber wenn man da lange genug drauf guckt, dann geht das 🙂 . Und meine Bibel sagt in dem Fall, nix 2-4 m, sondern 13-22 m Tiefe auf dem Weg und 10 m am Ankerplatz. Eine unverstellbare Diskrepanz, oder? Finden wir beide ! So einigen wir uns darauf, uns langsam an die Stelle heran zu tasten und wenn dort wirklich nur 4 m sind, dann suchen wir einen anderen Ankerplatz.

Und was soll ich sagen: Meine neue Bibel, der Bauhaus, hatte recht und so ankern wir kurze Zeit später wieder völlig alleine und nur ein Delphin beobachtet unsere ersten zwei mißlungenen Ankerversuche. Beim 3. hält der Anker auf 6 m, der Delphin ist leider weiter gezogen und um uns herum lauter wunderschöne Puschelinseln. Keine Windgeräusche, keine Wassertaxigeräusche, nicht mal Wassergeräusche. Vögel hört man nur Abends – Tiefenentspannung ist angesagt für 2 Tage.

 

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Es läuft nicht alles rund

Cruising Permit

Kostet 185 US-Dollar und ist ein MUSS in Panama. Nur dran kommen muss man…

Dummerweise können wir dieses Permit nicht in Bocas beantragen, dazu mußten wir mit dem Schnellboot nach Almirante. Kostenpunkt 10 Dollar pro Person. Dort im Büro der Port Autority treffen wir Oscar und Maydelin, die quasi so was wie ein Azubi ist. Sie füllt anhand unserer Pässe und Schiffspapiere unter ständiger Rücksprache mit Oscar handschriftlich ein Formular aus. Das war´s erstmal 😉 wir bekommen mitgeteilt, dass wir das Permit am Dienstag in Bocas bezahlen und abholen können. Ach was! Und das Ausfüllen dieses Formulars ging nicht in Bocas? Dafür mußten wir extra 20 Dollar ausgeben? Wir sind leicht angepieselt, später erfahren wir durch Axel, einem langjährigen Einhand-Ankerer, dass der frühere Port Captain sich die 185 Dollar sehr oft in die eigene Tasche gesteckt hat und deswegen…. okay, verstehen wir dann, aber trotzdem! Dienstag begeben wir uns zum Port Captain Office, die Uhrzeit war nicht ganz klar, so 10.00 Uhr, oder auch 11.00 Uhr oder vielleicht auch 12.00 Uhr. Wir waren jedenfalls um 10.30 Uhr da, Oscar nicht ! Man telefoniert hinter ihm her und wir erfahren, ca. 11.30 Uhr sollte er da sein. Auch gut, wir haben ja Zeit! Tatsächlich ist er dann da, aber…. angeblich wäre kurz nach unserem Besuch im Almirante sein PC kaputt gegangen und er hätte kein Permit für uns. Aber don´t worry, wir sollten einfach am Montag noch mal wieder kommen, dann läge es bereit. Aber vorher auf jeden Fall noch mit ihm Whatsappen wegen der Uhrzeit. Tolle Erfindung, dieses Whatsapp – was macht man wohl, wenn man kein Smartphone hat? Aber wer hat nicht? Nun, der tauscht jedenfalls keine Nachrichten mit Oscar aus, die so lauten:  Name des Schiffes? Ob wir denn unsere Papiere schon abgegeben hätten? Oscar ist so an die 30, von Altersdemenz kann man hier nicht sprechen. Aber er kann sich weder erinnern, noch findet er uns scheinbar in einem Papierstapel oder im PC. Er windet sich noch ein bißchen über Whatsapp und gibt dann Bescheid, das Maydelin in Bocas weilt und wir sollten von ihr noch mal dieses Formular ausfüllen lassen. (aha, geht also doch plötzlich auch in Bocas) Wir sind mittlerweile über 14 Tage in Panama, wie gut, dass wir von hier nicht gleich weiter cruisen wollten. Im Office vom Port Captain finden wir tatsächlich Maydelin, die auch wirklich noch mal das gleiche Formular ausfüllt und da wir Oscar nicht als Übersetzer haben, muss mal wieder der Google-Translator herhalten, da ihr Englisch mager ist und unser Spanisch noch magerer 🙂 . Sie verspricht uns hoch und heilig, dass wir unser Permit am nächsten Nachmittag abholen können und macht gleichzeitig Werbung für das Restaurant ihrer Mutter, dass sich irgendwo auf einer kleinen Insel befindet. Alles mittels Magerenglisch und meinem Lieblingstranslator 😉  Und oh Wunder, am nächsten Nachmittag wird unser Permit tatsächlich ausgedruckt und wir dürfen endlich die 185 Dollar hinterblättern 😉 Und jetzt müssen wir nur noch Mamas Restaurant bzw. diese kleine Mini-Insel finden 🙂

Internet

Wenn wir in ein neues Land kommen, ist eins der ersten Dinge, die wir kaufen, eine landeseigene Prepaidkarte, die wir je nach Angebot mit Gigabytes füllen. Eines unserer Smartphones wird dann als Hotspot eingerichtet und können somit an Bord auch unser Laptop für Blogeinträge, E-Mails und das Wetter abrufen nutzen, ohne es immer irgendwo in eine Bar zu schleppen. Und morgens sitzen wir beim Frühstück und jeder liest mit seinem Handy die aktuellen Nachrichten aus DE oder von Freunden. Da möchten wir nicht mehr drauf verzichten und so ging einer unserer ersten Wege hier zu MOVISTAR. Bisher hatten wir mit Digicel und Claro nur gute Erfahrungen gemacht, eine geweilige APP macht es auch einfach, den Verbrauch im Auge zu behalten. Movistar ist für uns Neuland, aber wir freuen uns über ein Angebot von 7 GB für 30 Tage für ungefähr 23 $, die auch ausreichend sollten. Das ganze funktioniert genau 1 Woche, danach kommen wir nicht mehr ins Netz und da wir gerade vor Isla Bastimentos ankern, dauert es ein bißchen, bis wir Movistar wieder aufsuchen können, um es zu klären. Das Mädel dort im Office ist genauso ohne Plan, wie das Mädel, dass uns die GB´s verkauft hat und erst ein männlicher Kollege begreift den Fehler. Man hat uns doch glatt eine LTE-Karte verkauft, wäre eine Promotion: 1 GB nutzbar für 2G, für die restlichen 6 GB braucht man ein LTE-fähiges Handy. Super! Hat denn hier jeder panamesischer armer Schlucker so ein Smartphone? Wir jedenfalls haben so eines nicht und somit 20 Dollar in den Sand gesetzt 👿  Movistar kann uns aber auch kein anderes gescheites bezahlbares Angebot machen (1 GB für 15 $ halten wir nicht für ein Angebot 😥 ) und so beißen wir in den sauren Apfel und kaufen für 39 Dollar für einen Monat das „unlimit“ Angebot. Geht nicht anders, wir müssen in Ruhe recherchieren nach Hotels in Costa Rica, nach Flügen etc. –

Der Vorteil ist jedoch, wir können nicht nur dauerrecherchieren, sondern sogar Filme runter laden und somit unser Entertainmentprogramm aufhübschen können.

Der Nachteil ist, wenn wir jetzt unser Happy Hour Bier  oder Margarita bei „FREE WIFI“ genießen, wir uns glatt unterhalten müssen, da wir nicht mehr wissen, was wir noch recherchieren könnten 😉

 

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Isla Bastimentos – Red Frog Beach/Marina/Resort

Isla Solarte auf dem Weg zur Red Frog Marina

Wir ankern vor der IGY Marina Red Frog, der teuersten und sichersten Marina hier in Bocas del Toro. Weit weg (naja, 30 Schiffsminuten) von irgendeinem Ort,  um uns herum lauter kleine Mangroveninseln und nur ganz selten ein Wassertaxi in der Entfernung. Das Wasser ist ententeichmäßig, es plätschert nicht mal. Da zur Zeit auch kein Wind herrscht, gibt es nicht mal Windgeräusche. Nur wenn der 300 m weit ankernde Nachbar sich unterhält, dann vernimmt man Geräusche oder auch, wenn Frank sich bewegt 🙂 . Das Wasser ist sauber und wir ankern auf 10 m. Seit wir vor 1 1/2 Jahren auf Grenada unsere Ankerkette von 50 m auf 100 m verlängert haben, haben wir immer nur auf 1-3 m geankert. Monate hat Frank gebraucht, um dabei keine Schweißausbrüche zu bekommen. Und nun das: anstatt 30 m Kette raus zu lassen, dürfen hier weitere 20 m zum ersten Mal mit Salzwasser in Kontakt kommen, wobei das wahrscheinlich bei der Windstille überhaupt nicht nötig war – aber ich bin der Boss an der Ankerwinsch und ich hab es nur mal gerne s i c h e r !!! 🙂

Wir machen am Steg des Resorts fest, laufen durch die Anlage auf die andere Seite zu dem bekanntesten und schönsten Strand hier namens Red Frog Beach und sind furchtbar enttäuscht. Wir sind einfach zu verwöhnt inzwischen, so dass wir seine unberührte Schönheit nicht richtig wahrgenommen haben. Hier wird der Strand nicht gefegt und erst am nächsten Tag haben wir mehr Zeit und entdecken ein paar 100 m weiter doch ein paar nette Liegen und 3 sehr nette Strandbars, die die Karibikatmosphäre vermitteln. Eine Eco Lodge für Backpacker gibt es hier auch, das Wasser ist türkisblau, die Brandung angenehm und die Preise okay. Ja, hier kommen wir noch mal hin zurück, aber leider müssen wir morgen mit dem Schiff zurück nach Bocas, um unser Cruising Permit abzuholen. Und dann gibt es hier noch viele viele ankere Ankerplätze zu erkunden…

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Isla Bastimentos – Old Bank

Wir verlassen unseren Ankerplatz vor der Stadt Bocas und wechseln in die Bucht vor der kleinen Stadt Old Bank auf Isla Bastimentos – auch hier ist der Ankerplatz nicht überfüllt. Die Bucht ist noch ruhiger, zwar gibt es auch hier Wassertaxis, aber die Meisten donnern nicht an unserem Schiff vorbei. Ein erster Blick auf Old Bank: nett, ordentlich und trotzdem die Isla Bastimentos zur touristischen Hauptattraktion zählt, erstaunlich untouristisch. Es gibt nur 2-3 Restaurants, 2 Mini-Supermärkte und ein paar wenige Hostels für Surfer. Man kann die Insel nämlich recht leicht in 10-30 Minuten (je nach Fitness und Alter 😉 ) überqueren mittels eines interessanten Weges über Stock und Stein, Wurzeln, Holzplanken und ausgelegten umgekippten Leergutkästen 😉 und erreicht gegenüber den Wizzard Beach. Franks Versuch, den Wellen Stand zu halten 😉

Einen völlig natürlichen schönen Strand o h n e  Beachbars, ohne Liegen, ohne alles – nur mit ein paar einheimischen Jungs, die dort auf den Wellen „surfen“ bzw. es versuchen. Meiner Meinung nach haben sie den Kopf mehr unter als über Wasser, sind aber eifrig dabei und lustig anzusehen. Backpackersurfer sehen wir nicht, inzwischen ist es zwar wieder sonnig, aber heute morgen hat es geregnet, was wohl viele abgehalten hat.

Die Old Bank Stadt kommt zwar sauberer rüber als die Häuser auf Isla Caranero, aber auch hier findet man Müll und Plastikmüll, den niemand beseitigen möchte. Nach 4 Jahren Karibik sind wir weiß Gott nicht mehr empfindlich, was rumliegender Müll an Straßen etc. angeht. Auch wir Deutschen sind Schweine, trotz Mülltrennug! Wenn ich da so an meinen Fußweg zum Hauptbahnhof denke, was da so alles im Gebüsch oder auf dem Bürgersteig rum lag – war auch nicht schön – allerdings haben wir ja eine gut funktionierende Straßenreinigung, die fehlt hier in Panama ;). Leider schwimmt auch einiges an Verpackungsmüll in der Bucht, was mich von meinem Fitnessprogramm, 10 Runden, ums Schiff abhält, so dass wir morgen Anker auf gehen und etwas weiter südlich vor Bastimentos ankern werden.

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Was ist eigentlich mit unserem Motor?

Werden wir gefragt…. schwierige Frage, so genau wissen wir es selber noch nicht !

Zuerst jedoch, mit dem Motor selber ist eigentlich nix (auf Holz klopf), das Problem wird wohl mehr durch unseren Saildrive-Antrieb verursacht . Für Nichtsegler bzw. keine-Ahnung-habende-wie-ich: Dieser Saildrive sitzt zwischen unserem riesigen Motorblock und unserem winzig kleinen Propeller und treibt diesen scheinbar an. Alle fachlich versierten Segler schlagen jetzt wahrscheinlich die Hände über den Kopf zusammen, aber ich bin einfach zu blöd, ich kann es nicht anders erklären. Die starken Vibrationen im Schiff hat jedenfalls dieser Saildrive verursacht – die Vermutung, dass wir ein Fischernetz eingefangen haben, trifft wahrscheinlich nicht zu, denn dass hätte ja bestimmt auch Einfluß auf unsere Geschwindigkeit gehabt (und die war okay).

Nach unserer Ankunft hier lagen wir ja erst mal 1 Woche vor Anker, eine Überprüfung des Probellers durch schorcheln bzw. kurztauchen ergab keine Erkenntnisse. Wir setzten also die Scheuklappen auf und verdrängten das Thema erst mal. Zumal die Gegend hier in Bocas auf den ersten Blick jetzt nicht so rüber kommt, dass man hier kompetente Hilfe zu diesem Problem bekommen würde. Inzwischen aber haben wir die Rufnummer bzw. auch den Standort eines guten Mechanikers erhalten, aber…. er wird nix feststellen ! Wir haben die Tage unsere Ankerplätze gewechselt und sind 30 Minuten und auch mal 1 Stunde unter Motor gefahren, aber nix hat vibriert. Der Saildriveantrieb liegt ruhig im Motorraum und tut seinen Job. Großes Fragezeichen also ???? Selbstreparatur ??? Oder wird es wieder auftreten, wenn wir mehrere Stunden unter Motor fahren? Das wird aber noch ein paar Monate dauern, also erstmal „Entspannung“ und „man wird sehen“

Veröffentlicht unter Allgemein | 1 Kommentar

Nach 1 Woche Bocas del Toro

schon mal eine kleine Zusammenfassung:

Bocas del Toro ist ein Archipel, das aus 6 dicht bewaldeten größeren Inseln, unzähligen unbewohnten Inselchen und dem ältesten Meeresnationalpark Panamas besteht.

Wir ankern vor der größten und am weitesten erschlossenen Insel Colòn, dessen Provicehauptstadt auch Bocas heißt. Der eine Reiseführer spricht vom bedeutestend Touristenziel Panamas, ein anderer von einem n o c h  untouristischem Ziel. Beides ist wahrscheinlich richtig. Dicke Hotels gibt es hier nicht (zumindest nicht viele, wenn, dann hab ich sie noch nicht gesehen), dafür aber jede Menge Hostels, die junge Leute beherbergen. Altersdurchschnitt zwischen 20-25 Jahre. Grauköpfe wie wir sieht man mal wieder selten. Der ganze Ort Bocas lebt vom Tourismus, hauptsächlich vom Wassertourismus. Die ganz Mainstreet entlang ziehen sich Tourenanbieter zu div. Inseln bzw. Wassertaxiunternehmen. Dazu kommen jede Menge nette Lokale, die zur Wasserseite hin Terrassen haben. Die Preise für ein Hauptgericht liegen hier so zwischen 14-18 Dollar, also europäischer Standard. Vielleicht kann sich der Backpacker von heute diese Preise leisten, wir sind da eher etwas zurückhaltend. Nun, zu Hause gehen wir ja auch nicht täglich essen bzw. wir sind ja auch nicht auf Kurz- bzw. einem 3-monatigem Backpackeraufenthalt unterwegs.

Waterfront Bocas

Mein Reiseführer schreibt: „wo kleine Inseln im tiefblauen karibischem Meer liegen…“ – nun, wir haben noch nicht viele Stellen gesehen (kommt noch), aber tiefblau ist hier das Meer nicht. Tiefblau war es auf den Cayman´s, hier ist es grün,  zumindest an unserem Ankerplatz. Aber es ist klar und man liegt super ruhig. Selbst die Strömung ist meist so gering, dass mein Fitnessprogramm, 10 Runden ums Boot schwimmen, in den letzten Tagen wieder voll aufgenommen werden konnte. Nur die Taxiboote, die den ganzen Tag an uns vorbei brettern, verursachen Bewegnung. Kann man aber mit leben.

Die Lebensmittelversorgung ist durch 5-10 kleine, mittlere und große Lebensmittelläden, meist in chinesischer Hand, gewährleistet. Die Fleischtheken sind ordentlich bestückt, das Huhn ordentlich sortiert nach Legs, Breast und anderem Kleinzeug 😉 , das Gehackte sieht super aus und dann gibt es noch so was ähnliches wie Kasserkotletts und Scheiben aus Rindfleisch. Jedenfalls gibt es keine „Brocken“ 👿

Bei unserem 1. Rundgang entdecken wir das „Tequila Republic“, ein kleines Lokal ohne Terrasse zur Wasserseite, dafür mit tollen Happy Hour Angeboten, einer guten Speisekarte mit div. mexikanischen Tortillas und Tacos und der besten Frozen Margarita, die ich je getrunken habe. Hier werden wir Stammkunde 🙂

Am Freitag sind wir mit dem Schnellboot nach Almirante gebrettet, um dort bei der Port Autorithy unser Cruising Permit für Panama zu beantragen, womit unser Schiff dann 1 Jahr hier in Panama bleiben darf. In dem Ort spielt Tourismus noch keine Rolle (wird es wahrscheinlich auch nie). Eine Ansammlung von schrottigen Pfahlbauten läßt  die Frage aufkommen, wie man so leben kann. Auch bei unser Besuch auf der Insel Carenero fragen wir uns, warum leben auf einer Müllkippe? Ja, die Karibik und vor allen Dingen der westliche Teil hier hat ein Problem mit angespültem Plastikmüll. Aber könnte man ihn nicht aufsammeln und entsorgen? Und es wahrlich nicht nur der angespülte Müll, der um, unter und rundherum der Häuser liegt. Die Insel Carenero ist touristisch nicht so erschlossen, hier wohnen doch mehr die Einheimischen und das merkt man dann auch.

Eine originelle Verwertung 🙂

Einen alten Fernseher im Vorgarten liegen zu haben… naja!

Höre ich mich schon wieder negativ an? Ich fürchte ja, soll aber so nicht rüber kommen. Wir fühlen uns recht wohl hier, eine gute Mischung aus Tourismus und landestypischem Leben (wenn man die Mainstreet verläßt) , das Wasser hat eine Temperatur von fast 31 Grad (nix mit Abkühlung also 😉 ) und die Ankerplätze sind nicht überlaufen.

Morgen werden wir den Ankerplatz für ein paar Tage wechseln und uns die Insel Bastimentos ansehen. Dort soll es an der Nordwestküste von Palmen gesäumte unberührte Strände geben und der Red Frog soll hier ansässig sein. Mal schauen, ob wir einen sichten. Auch Faultiere könnten zu finden sein.

Veröffentlicht unter Allgemein | 1 Kommentar