Was lange währt…

wird endlich gut?   Das warten wir besser noch mal ab 🙂 – aber gestern fielen Guido einfach keine Ausreden mehr ein und er fuhr nach Colon, um unsere Ware abzuholen. Natürlich gab es heute am Samstag dann trotzdem noch Berichte darüber, was für ein Held er ist und was für Mühen er sich gegeben hat, unsere Kisten trotz Zoll und noch angeblich immer noch nicht fertiger Papiere dort  raus zuholen. Unglaublich! Für mich hieß das: Zähne zusammen beißen und lächeln. Noch brauchen wir ihn für ein paar Kleinigkeiten, er ist jedoch schon ganz scharf darauf, am Montag endlich bei uns loslegen zu dürfen. Hahahaha!!!! Schaun wir mal!

Wir waren heute jedenfalls schon fleißig bzw. Frank war fleißig. Nach dem Auspacken dass wie Weihnachten und Ostern zusammen war  hieß es von seiner Seite nur noch: Kannste du mal…`? Bringst du mal…? Hälst du mal…?  Ich bin mal wieder dazu verdonnert, niedere, aber benötigte  Dienste auszuführen. Und wißt ihr was! Ich freu mich!  Endlich passiert was! Endlich geht es voran!  San Blas… wir kommen… irgendwann 🙂

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Exakt seit 3 Monaten hängen wir jetzt fest

Das ist unglaublich, oder?  Vor genau 3 Monaten sind wir hier in der Marina angekommen und es geht nur schleppend voran!  Unsere Ware müßte die Woche in Colon in der Free Zone ankommen bzw. angekommen sein. Aber jetzt hat sich Guido in Luft aufgelöst und der muss unsere Sachen da raus holen. Seit 2 Tagen ist seine Werkstatt geschlossen, er soll auf den San Blas Inseln eine Reparatur ausführen (hörensagen) Ich krieg die Krise!!!! Wäre wahrscheinlich doch besser gewesen, wir hätten einen englisch sprechenden Anbieter für diese Servicearbeit gewählt. Hinterher ist man immer schlauer!

Dafür haben wir inzwischen aber doch schon die neuen Batterien sowie den neuen Batteriewächter eingebaut. Hört sich nach nix an, oder? War aber insgeamt eine 3-Tages-Arbeit 😉 , die ist aber jetzt wenigstens schon mal erledigt.

Morgen fahren wir dann mal wieder einkaufen – damit ist dann wieder ein Tag Lebens- und Freizeit hinüber 😉

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Stürmische (Abschieds-)Zeiten

Es bläst bzw. stürmt ! Mal mehr, mal noch mehr, mal heftig – aber immer stetig seit über einer Woche! Die 2wishes reißt an ihren verstärkten Leinen und ruckelt uns durch.

Die San Blas Inseln sind geschlossen – quasi! Der kommerzielle Schiffsverkehr, heißt Wassertaxis vom Festland oder zwischen den Inseln, ist eingestellt. Charterboote fahren nicht mehr hin und ich denke, Versorgungsschiffe gibt es zur Zeit auch nicht. Ist es hier in der geschützen Bucht relativ ruhig noch, so haben die San Blas Inseln zur Zeit eine Wellenhöhe von 4-5 m. Viele eng bewohnte Inseln sind komplett überspült, Häuser stehen im Wasser oder sind ganz zerstört. Die Inseln sind alle flach und dadurch ungeschützt. Schwimmen und schnorcheln ist nicht, somit werden Urlaubspläne zerstört und wir müssen eher Abschied nehmen als erwartet. Die Fradolin II hat seit Sonntag Besuch an Bord für 4 Wochen, aber der geplante 1-wöchige Aufenthalt in den San Blas Inseln fällt flach. Kurzentschlossen hat man den Panamakanal vorgezogen, die Pazifikseite soll ruhiger sein. Bye, bye also und wer weiß… wir haben uns ja schließlich schon mehrmals getroffen in verschiedenen Ländern 🙂

Auch die Limelight hat uns gestern (erstmal) verlassen. In der Shelter Bay Marina soll das Boot für die im Februar geplante Kanaldurchfahrt vermessen werden und der Besuch der Kinder an Bord genommen werden. Dann soll es eigentlich zu den San Blas gehen. Wir drücken die Daumen, dass das Wetter sich beruhigt und nicht auch hier Urlaubsträume zerstört werden.

Das einzig Positive ist, dass uns die Wetterbedingungen gerade so gar nicht stören. Wir hängen hier eh fest noch für ein paar Wochen, was soll´s also 👿

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Feliz ano nuevo

Bildergebnis für frohes neues jahr spanisch

wünscht euch allen,

Freunden, Familie sowie unbekannten Lesern,

die 2wishes-Crew aus Panama

Leider können wir euch keine schönen Bilder einer Silvesterfeier an der TANKE zeigen, die Crew des neu eingetroffenen Kat´s SY Fradollin II war nicht dazu zu überreden und bestand auf eine Silvesterfeier mit Grill, Bier, Wein und selbstgemachtem Eierlikörchen bei sich an Bord 🙂   –  (ne, is natürlich Quatsch 😉 , nicht, dass hier jemand was mißversteht 😉  )

Beweisfotos:

Wir danken Doro und Frank für einen wunderschönen Silvesterabend und gemeinsam freuen wir uns auf neue Ziele und Reisen in 2020

 

 

 

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Duolingo – meine neue Freizeitbeschäftigung :-)

Wieso fluppt das hier eigentlich nicht mehr so mit den Blogeinträgen? Lange Pausen, nicht mehr zeitnah…  👿

Ganz sicher liegt es nicht an diversen spannenden Krimis, die ich verschlinge, denn auch Bücher hab ich nicht mehr in der Hand, sondern mein Handy 🙂

Ich habe eine neue APP 🙂 und lerne Spanisch!

In Kolumbien habe ich mitbekommen, wie viel einfacher das Leben in einem spanisch sprechenden Land ist, wenn man wie meine Tochter viel Spanisch versteht und auch ein wenig sprechen kann. Einen Anfängerkurs habe ich vor Jahren schon mal abgebrochen, meine „Babbel-Versuche“ waren auch nicht sehr erfolgreich, aber jetzt stehe ich auf „DUOLINGO“ – einer App, die verspricht, dass man eine Sprache lernen kann mit nur 15 Minuten Zeitaufwand am Tag. HAHAHAHA!!!!! Das trifft eventuell bei einer Zielgruppe von 20-30 Jährigen zu, in meinem hohen Alter jedoch muß man definitiv mehr Zeit damit verbringen, ansonsten könnte ich wahrscheinlich erst in 20 Jahren eine Bestellung bei unserem Gemüsemann in spanisch aufgeben. Und echt, so lange wollte ich gar nicht mehr hier bleiben 😉

Und so sitze ich täglich mehrere Stunden und malträtiere mein Handy – ich hoffe, es hält die Überbelastung durch 😉 – und hab auch noch wahnsinnig viel Spaß dabei. Der Vorteil dieser APP ist (die übrigens kostenlos ist, wenn man die Werbung akzeptiert), dass man ständig gezwungen wird, durch Wiederholungen zu üben. Hab ich anfangs noch gedacht, mir diese ganzen Tierbezeichungen niemals merken zu können, so haben sich inzwischen zum Beispiel

Gatos, Perros und Patos

fest eingeprägt. Die ersten Zwei hatte ich selber mal, die Letzten nur gefüttert, als die Kids klein waren 😉 – Und? Wißt ihr jetzt, welche Tiere gemeint sind? 🙂

Und jetzt freu ich mich diebisch, wenn ich irgendwo spanische Wörter lese, die ich ohne Probleme übersetzen kann. Natürlich kann ich noch nichts verstehen, wenn mein Gemüsemann los plappert, aber ich kann ihn schon ordentlich begrüßen und der Austausch von Höflichkeiten bzw. Befindlichkeiten klappt inzwischen.

Auch die wöchentliche Bestellung am Pizzawagen könnte ich inzwischen komplett in Spanisch, blöd ist nur, dass wir immer das Gleiche bestellen und mir die Pizzadame inzwischen zuvor kommt 😥 – also wird der Gemüsemann Charlie weiter zwecks Übung herhalten müssen.

Hauptsache jedoch ist, er kommt weiterhin brav 2 x am Tag und der Pizzawagen 2 x die Woche. Viel zu tun haben nämlich beide nicht zur Zeit. Mußten wir Mitte Dezember auf unsere Pizza noch 1 Stunde warten, müssen wir die Pizzadame jetzt von ihrem Roman losreißen, wenn wir bestellen wollen. Sie ist leer geworden, die Marina hier. Viele noch hier liegende Boote sind unbesetzt. Mit der SY Pico hat gestern auch die letzte deutsche Yacht die Marina verlassen. Einsam ist es geworden an der Tanke, keine kleinen Schwätzchen mehr am Steg… dafür viel viel Zeit für Duolingo 🙂

P.S.  Wir können jedoch melden, dass Defender unsere Ware verschickt hat. In Miami müßte sie schon angekommen sein, so dass sie wohl nächsten Freitag per Schiff nach Panama gebracht wird. Geduldig abwarten, mehr können wir zur Zeit nicht tun.

 

 

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Und ab durch den Kanal

Erst gegen 15.00 Uhr kam der Advisor an Bord, so hatten wir morgens noch ausreichend Zeit, die fetten langen unhandlichen zusätzlichen Leinen an Bord zu verteilen. Da eine normale Yacht keine 40 m Leinen an Bord hat und schon gar nicht in der Stärke, muss man diese ebenso wie zusätzliche Fender oder Reifenfender für ein paar Tage leihen. Unser Skipper ist schon zweimal als Linehandler mit durch den Kanal gefahren und scheint die Ruhe selbst zu sein. Es scheint aber nur so 😉 – Nervosität macht sich breit, nicht nur bei den Eignern, sondern auch bei uns Linehandler. Hoffentlich machen wir alles richtig, fangen die Affenfaust ordentlich, machen die richtigen Knoten, halten das Schiff mittig und und und. Wir hoffen außerdem, mit mindestens einem weiteren Schiff geschleust zu werden, das mit Unserem vertäut wird. Denn dann würden nur Linehandler an einer Seite gebraucht, die übrigen Zwei könnten relaxen oder auch unterstützen.

15.30 Uhr – es ist soweit – der Advisor kommt an Bord und wir gehen Anker auf. Bis zur 1. Schleuse braucht man schon so eine halbe Stunde, Zeit genug, damit der Advisor zuerst den Skipper briefen kann und anschließend trommelt er uns Linehandler zusammen. Wir bekommen den Ablauf erklärt, welcher Knoten nötig ist und dass das eigentlich alles ganz easy ist. Kurz vor der Schleuse werden wir mit einer 51er Yacht vertäut (zusammen gebunden) und dann geht es hinter einem Dickschiff schon ab in die Schleuse Dort werfen uns von oben Schleusenmitarbeiter eine dünne Leine entgegen. An dessen Ende ist die Affenfaust befestigt, sowas ähnliches wie ein schwerer kleiner Ball, damit der Wurf besser klappt. Diese dünne Leine wird mittels Palstek an unserer fetten dicken Leine befestigt, dann wird sie hochgezogen. Das Schleusentor geht zu und hinter uns liegt der Atlantic, von dem man jetzt Abschied nehmen muss

So durchlaufen wir die ersten 3 Gatun-Schleusen 26 m hoch und bleiben dabei praktischerweise im Päckchen mit dem anderen Segelschiff.

Geschafft! Der 1. Abschnitt liegt hinter uns

Ein entspannter Skipper mit unserem super netten Advisor

 

 

 

Die Nacht verbringen wir an einer riesigen Mooringtonne zusammen mit 3 anderen Schiffen. Am Morgen wird es allerdings hektisch. Der neue Advisor war für 7.00 Uhr angekündigt, so ging unser Wecker um 6.30. Wer rechnet in Panama schon mit Pünktlichkeit *hahaha* – Unser Skipper war noch dabei, den Ölstand zu kontrollieren, da war der neue Advisor um 6.40 Uhr schon an Bord. 6,45 Uhr hieß es ablegen – SOFORT. Diese Hektik hat eine der Maschinen der Shogun nicht verkraftet und weigerte sich standhaft, sich durch Kühlwasser abkühlen zu lassen. Aber, sie hat ja Gott sei Dank 2 Motoren und so ging es mit knapp 5 Knoten (das ist die Mindestgeschwindigkeit im Kanal) mehrere Stunden durch den Gatunsee bis zu den dicht aufeinanderfolgenden Pedro-Miguel- und Miraflores-Schleusen, wo wir wieder zum Pazifik hinabgelassen werden. Auch wenn das auf den Bilder nicht so aussieht, wir haben e c h t  Glück mit dem Wetter 🙂 – Es ist total zugezogen, die Sonne knallt somit nicht, aber es regnet auch nicht und so können wir bequem an Deck sitzen, ohne nass zu werden oder zu verbrennen.

Nachmittags wird es dann wieder spannend, wir gehen mit einer großen Motorjacht und einem winzigen französischem Segler ins Päckchen. Wir liegen mittig und haben somit als Linehandler gar nichts zu tun.

Ups, da will man ja stark hoffen, dass der rechtzeitig abbremst 😉

Nach der 3. Schleuse lösen wir das Päckchen endgültig auf, die SY Shogun läuft ein in den Pazifik, der Skipper strahlt und die Capitana wird endlich wieder ruhiger und entspannter 🙂 .

Am Ankerplatz werden wir dann mit dem Dinghy abgesetzt, völlig verschwitzt nehmen wir von einander Abschied, wer weiß, ob wir uns je wiedersehen. Mit dem Taxi geht es zum Hotel und unter die Dusche. 2 Nächte wollen wir noch das festlich geschmückte Panama City genießen, bevor wir pünktlich zum Heiligabend zu Hause sind 😉

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Wir gehen durch den Kanal !!!!

Große Freude! Am Samstag ist es soweit – wir gehen durch den Kanal!

Und nein, selbstverständlich nicht mit unserem nicht ganz seetüchtigem eigenen Schiff, sondern mit der SY Shogun, die uns als „Linehandler“ angeheuert hat.

Wenn man mit seinem Segelschiff durch den Kanal will, kommt erstens ein Advisor an Bord und zweitens braucht man 4 Linehandler, die dafür sorgen müssen, dass das Schiff in den Schleusen mittig bleibt. Das heißt für eine meist an Bord lebende 2er-Crew, man braucht 3 weitere Leute, die mit durch den Kanal fahren, denn der Captain selber wird am Ruder gebraucht und der Advisor packt ganz sicher keine Leine an. Er ist nur für die Kommandos zuständig 😉  Eine ordentliche Herausforderung für eine Capitana, denn alle müssen 2-3 Tage nahrungs- und getränketechnisch versorgt werden.

Für uns wird das sehr lehrreich sein, denn ausgeschlossen ist es ja noch nicht, das auch wir vielleicht den Panamakanal auf eigenem Kiel mal durchqueren.

So gehen wir Freitag an Bord der Shogun, am Samstag geht es los mit den ersten Schleusen und nach einer Übernachtung im Kanal am Sonntag dann weiter in den Pazifik. Auf dieser Seite dann angekommen werden wir von Bord gehen und uns für 2 Nächte in ein Hotel in Panama-City einquartieren, um es uns gut gehen zu lassen, bevor es dann Heiligabend mit dem Bus zurück in die schmucklose Marina geht. Keine Tanne, kein Kerzlein oder buntes Kügelchen erinnert hier an Weihnachten. Nada!

Wenn ihr also daheim nett zusammen sitzt während der Bescherung und/oder einem anschließendem netten Dinner, sitzen wir in div. Chickenbussen und versuchen, in Gedanken bei euch zu sein 🙂 .  Wahrscheinlicher ist aber eigentlich, dass wir völlig vergessen, das ja Weihnachten ist, denn die weihnachtliche Dekoration ist hier in Panama überall recht spärlich und nicht vergleichbar mit z.B. Kolumbien, die seit Wochen versuchen, mit ihre Weihnachtsdeko auf Platz 1 der Weltrangliste zu kommen 🙂

Wir wünschen euch allen daher mit den Fotos der lustigen Dekoration des eine halbe Stunde entfernen Nachbarortes Portobelo

ein schönes entspanntes Weihnachtsfest

und melden uns nach Weihnachten mit einem hoffentlich interessanten Bericht über eine Panamakanaldurchfahrt zurück!

 

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Liefer- und Bank-Trouble mit Defender

Was waren wir froh, als wir letzte Woche endlich bei dem USA-Händler unseres Vertrauens bestellen konnten. Schließlich wurden sämtliche Anfragen per Mail stets freundlich und schnell beantwortet. Dies hörte schlagartig auf, nachdem wir bestellt hatten. Eine Auftragsbestätigung… gab es nicht. Eine Angabe zur Lieferzeit…auch nicht! Defender schwieg, bis… ja bis uns Samstag morgen eine Mail zum Frühstück erreichte, die uns für Tage belastete.

„Die Zahlung in Höhe von 2600 Dollar und ein paar Zerquetschte würde von unserer Bank nicht eingelöst werden. Dies hätte nicht unbedingt zu bedeuten, dass die Deckung nicht ausreicht, es könnte auch ein Zahlendreher sein, das Gültigkeitsdatum könnte nicht stimmen oder die Prüfzimmer. Wir sollten uns mit unserer Bank in Verbindung setzen und/oder an eine besonders für uns eingerichtete und nur einmalig benutzbare Mailadresse neue Kreditkartendetails übersenden.“

Was ist los????????????  Unser Bestellwert liegt über 11.000 Dollar? Von welchen 2600 ist die Rede? Und die Deckung unseres Kreditkartenkontos ist auf jeden Fall gegeben, dafür hatten wir natürlich gesorgt. Handelt es sich hier um ein Fake-Mail? Die Mailadresse ist jedenfalls leicht unterschiedlich von den bisherigen. Total verunsichert schreiben wir zurück mit der Frage um Klärung. Keine Antwort. Wir leiten das Mail weiter an eine bisher von uns genutzte Adresse mit der Frage fake oder nicht. Keine Antwort. Defender hat regulär bis 17.00 Samstags geöffnet, scheint aber schon im Wochenendmodus zu sein.

Wir stellen fest, dass wir mit unserer panamesischen Prepaidkarten nicht nach Deutschland telefonieren können. Aber auch mit unserer deutschen Telefonkarte ist es nicht möglich. Schweißperlen bilden sich auf unseren Stirnen. Wir schalten unsere Verwandschaft in München in ein, um mit der Bank zu klären, ob es eventuell ein Abbuchungslimit gibt, das wir übersehen haben.

Minuten später ist unser Bankkonto g e s p  e r r t  ! :mrgreen:

Telefonieren mit Defender – in englisch? – bzw. in „amerikanisch“ – für mich ein absolutes Gräuel. Aber wozu hat man den englische Schwiegersöhne bzw. einen davon sogar nach Deutschland ausgesiedelt? Ergebnis seines Telefonats : Das Mail wäre kein Fake, bei dem Betrag handelt es sich um die Teil-Rechnung für die 3 Artikel, die n i c h t am Lager sind, aber unsere Bank hätte „nein“ gesagt!  Und das konnte man uns nicht per Mail mitteilen? Bzw. wieso Teilrechnung für Artikel die nicht an Lager sind??? Was ist mit der Rechnung für die lagermäßigen Artikel, die dann über 8000 Dollar lauten müßte?

Am nächsten Tag ist Sonntag und wir können in Ruhe überlegen, wie und womit wir mit Deutschland bzw. unserer Bank telefonieren können. Da fällt uns „Skype“ ein. Aufgrund von WhatsApp in Vergessenheit geraten, wird es wieder hervorgekramt bzw. neu installiert und mit Guthaben aufgefüllt. Wie waren noch mal die ganzen Paßwörter?

Montag – wir schreiben weiter Mails nach Defender. Wir wollen auf gar keinen Fall eine Teillieferung! Wir fragen nach dem Lieferstand!  Wir fragen nach dem Zahlungsstand! Wir fragen bei unterschiedlichen Adressen an, man hat sich abgesprochen und antwortet nicht!!!

Über Skype klappt tatsächlich ein Telefonat mit unserer Bank. Diese bestätigt uns, dass es eine genehmigte Zahlungsanfrage über 8900 Dollar gibt, von 2600 Dollar weiß man nichts. Sollte unser Händler eine höhere Anfrage starten, müßte er erst die Genehmigte stornieren. Wir bekommen dies sogar schriftlich bestätigt (es gibt tatsächlich noch Firmen/Banken, die Mails schreiben können 😉  ) und leiten diese Antwort in deutsch und in englisch übersetzt an Defender weiter. Das interessiert die scheinbar nicht, denn antworten tut immer noch keiner 👿

Montag Abend hat Frank die Faxen dicke und schreibt eine Drohmail mit der Frage, ob wir uns einen anderen Händler suchen sollen!  Und siehe, wir haben jemanden wach gerüttelt und bekommen tatsächlich eine Antwort! Von „Wendy“ ihres Zeichens Senior Sales Associate, sie gibt sogar ihr höchst persönliche Mail-Adresse an und ihre Durchwahl. Allerdings ist es nur ein 2-Zeiler, dass unsere Bank die Zahlung verweigert, dass man uns das am 12. mitgeteilt hätte und das wir andere Kreditkartendetails übersenden sollen. Borr ej!  Ich kann nicht mehr.  Wir übersenden ihr nochmal die Antwort bzw. Bestätigung unserer Bank und kündigen unseren Anruf an. Große Freude meinerseits. Leider nimmt bei der Durchwahl niemand ab und wir geraten in die Warteschleife des Customerservices (das sind übrigens die, die nie auf Mails antworten). Alleine schon bei der automatischen Ansage (von wegen drücken sie 1, wenn… 2, wenn…) wird mir flau, denn wegen der amerikanen Kartoffel im Mund versteh ich schon diesen Text nicht. Nach mehrmaligen Versuchen habe ich tatsächlich einen Mitarbeiter am Telefon, den ich bitte, langsam und deutlich zu sprechen. Ich versuche, unsere Situation zu erklären. Von wegen 8800 Dollar und 2600 Dollar und usw. usw.  Er prüft unser Konto und hat nach 1 Minute vergessen, dass er ja die Kartoffel aus dem Mund nehmen sollte. Ich versteh kaum noch was und bitte ihn daher, uns doch die Situation schriftlich per Mail zu erklären, da wir es dann besser verstehen können. Murrend gibt er nach und legt auf. 2 Minuten später bekommen wir tatsächlich ein Mail 😥 mit dem Text:

3 Teile sind nicht lieferbar, würden aber Ende der Woche erwartet!

Wir sind fassungslos!!! Wollten wir das wissen? Da war doch nie die Rede von?

Das war jedenfalls der Zeitpunkt, wo ich am liebesten laut schreien wollte. Aber der Nachbarn zu Liebe habe ich nur in mich hineingestöhnt. Stattdessen habe ich die Eiswürfelmaschine angeworfen, denn eins war klar, ohne Gin-Tonic übersteh ich den Tag/Abend heute nicht!

Wir haben keine andere Wahl, wir müssen noch mal unserer Geheimwaffe, den nach München ausgesiedelten englischen Schwiegersohn, ziehen. Wir machen eine 4er-Konferenz mit 3 Handys. Frank sagt seiner Tochter, was Liam am anderen Handy Defender fragen soll und Christana gibt die Antwort zurück (Meine Wenigkeit quatscht nur dazwischen 😉  )

Und dann kommt der Hammer:  Nach 2 Minuten bekommen wir über Liam die Aussage von Defender, dass mit unsere Zahlung bzw. Zahlungen alles in Ordnung ist. Unsere angebene Kreditkarte ist völlig in Ordnung und die Zahlungen sind von unserer Bank genehmigt. Die ausstehende Ware wird Ende der Woche erwartet und man würde dann schnellstens alles versenden.

😯     ?????  Auf ein mal????   😯

Her mit dem Gin-Tonic !!!

Wir bitten Liam noch, Defender zu sagen, dass wir diese Aussage bzw. Bestätigung auf jeden Fall schnellstens noch per Mail erhalten wollen und tatsächlich haben wir 10 Minuten später von 2 verschiedenen Mailadressen eine Bestätigung vorliegen. Unglaublich – 4 Tage Dauerstreß für nix und wieder!

Danke Defender, das war alles überaus kundenfreundlich und wir freuen uns schon jetzt auf den künftigen Austausch mit euch !!!

Sorry, das war jetzt ziemlich viel Text, nicht wahr?  Aber wie hätte ich 4 Tage kürzer fassen können? 😳

Und ach ja…. der Gin-Tonic hat an dem Abend (oder sollte ich gestehen: Nachmittag) ganz wunderbar geschmeckt 🙂

Und bevor wir es vergessen: Unser besonderer Dank gilt natürlich Liam! Vielen vielen Dank!

 

 

 

 

 

 

 

 

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Dinghyausflug zur Panamarina

Die Panamarina ist die Nachbarmarina – nicht in Sicht-, aber in Dinghy-Nähe

Und so schließen wir uns an, als die Crews der Shogun und der Belize zum Mittagsessen in das dortige gute Restaurant unter französischer Leitung wollen. Erstens soll es dort auch nette Kleinigkeiten wie Baquette mit Camenbert geben *Yammi, yammi* und zweitens wollen wir uns diese Marina eh ansehen, weil es preiswerter wäre, unser Schiff dort zwecks neuem Anti-Fouling-Anstrich an Land zu holen.

Es ist keine Marina im üblichen Sinne, es gibt keine Stege, sondern alle Schiffe liegen festgemacht an 4 Mooringbojen. Es gibt auch keinen Kran, der die Schiffe sicher rausholt, sondern man wird mittels Traktor rausgeslipt. Da guck ich schon mal sehr mißtrauisch. Außerdem hören wir von Sandflöhen und No See Ums auf dem Trockengelände. Weiterer Minuspunkt.

Die Leitung des Restaurants hat scheinbar gewechselt. Nix mehr französisch, nix mehr mit Baquetts etc. – es gibt nicht mal eine Menuekarte mehr. Es nur noch Fischfilet für 9 Dollar und Steak für 15 Dollar. (saftige Preise übrigens, bei uns gibt es für 6 Dollar sogar noch einen Softdrink dabei).  Jeweils mit Reis oder Pommes. Das war´s.  Da wir vor 3 Stunden erst gefrühstückt haben, klicken wir uns aus. Und das war gut so, denn sonst hätten wir genaus bedröppelt geschaut wie die anderen Crews. Ein winziges Fischfilet wird serviert mit einem Reishaufen. Nicht ein Salatblatt verziert den Teller. So nackig und farblos haben wir schon lange keine Teller mehr gesehen (bzw. noch nie!) . Das Steak wird genauso serviert und damit ergibt sich ein weitere Minuspunkt. Die Panamarina liegt am A… der Welt, selbst zum Bus nach Sabanitas muss man erst mal 45 Minuten laufen. Wenn man also dort nichts einkaufen und auch nix essen gehen kann, dann möchten wir dort auch nicht 5-8 Tage an Land stehen. Panamarina ist raus!!!

Aber der Weg dorthin ist einen Trip wert!  Mit dem Dinghi durch einen Mangroventunnel… wunderschön! 🙂

Und selbst wenn sie zu dem Zeitpunkt nicht raus gewesen wäre, spätestens nach einer offiziellen Veranstaltung hier in der Linton Bay Marina durch die Aeronaval (Militäreinheit zuständig für die Luft- und Marineoperartionen) anläßlich eines unschönen akuten Vorfalls (später dazu mal mehr), wäre sie draußen gewesen. Auf dieser Veranstaltung, zu der wir als englisch sprechende Gäste und Segler explizit eingeladen wurden, kamen unsererseits nach 15 Minuten Unmut auf, weil die komplette Veranstaltung samt div. Reden auf spanisch abgehalten wurde. Erst nach dem Murren einiger mutiger Segler wurde teilweise in Englisch übersetzt. Nun, ein Mann regte sich über unser Ansinnen jedoch auf, schließlich wären wir in einem spanisch sprechenden Land und hier würde nun mal spanisch gesprochen. Basta!!! Gott sei Dank wurde er aber von anderen Offiziellen sowie unserem Marinaeigentümer sowie dem der Turtle Cay Marina ignoriert und sie haben weiter versucht, uns alles in englisch zu übersetzen. Nachher haben wir (also Frank und ich) erfahren, dass es sich bei diesem KERL um den Eigentümer der Panamarina gehandelt hat. Übrigens, Franzose ist er auch noch. Wenn das nicht alles sagt!  Noch mal  5-fache Minuspunkte also für die Panamarina! Ist raus!

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Unsere berühmte „Tanke“

Schon mehrfach erwähnt, noch nie beschrieben und dabei so oft besucht, jedoch noch nie zum Tanken, jedenfalls keinen Diesel *lach*

Hier in der Marina gibt es zwei Möglichkeiten, sein Feierabendbier zu genießen und dabei das ein oder andere bei gutem Netz zu recherchieren oder runterzuladen. Das Clubhouse hört sich hochtrabend an, ist aber auch nur eine einfache Sitzgelegenheit  mit rostigen Stühlen ohne viel Getränkeauswahl. Man könnte mehr draus machen. Tonic z.B. ist seit Wochen aus und wird wohl auch nicht nachbestellt. Der Besitzer soll seit längerem im Krankenhaus liegen und die Belegschaft, ein einzelner junger Mann, hat nicht viel Interesse, den Betrieb zu puschen! Und warum 30 Cent mehr für ein Bier zahlen, wenn es 50 m weiter an der „Tanke“ auch schön ist? Naja, schön?

Ich denke nicht, dass es an dem preiswerterem Bier liegt, dass die Seglergemeinschaft hier des Öfteren zusammen kommt. Es ergibt sich scheinbar einfach so. Und gerade die deutsche Community ist hier oft mit vielen Leuten vertreten.

Hier schon deutlich dezimiert, da San Blas gerufen hat

Aber Weihnachten werden wir hier wohl so alleine sitzen wie auf diesem Foto.

Hier ausnahmsweise mal leer

Die Marina leert sich langsam. Die Shogun mit Susi und Knut sowie die Pico mit Andreas und Sandra sind gerade in den Flats, um Vermessen zu werden und gehen ev. noch vor Weihnachten durch den Kanal. Die „Limelight“ hat die Marina gestern verlassen Richtung San Blas *traurig guck – auch will* und die Belize wäre schon längs weg in die gleiche Richtung, wenn, ja wenn nicht jeden Tag was anderes kaputt gehen würde. Und warum soll es anderen besser gehen wie uns (muss richtig sein, Christian, hab ich extra recherchiert 😉  ) Aber irgendwann in den nächsten Tagen werden wir uns auch von Ihnen verabschieden müssen.

Aber die „Tanke“ mit seinem riesigem Vorrat an Bier und Tonic bleibt uns erhalten und somit werden wir demnächst zu denen gehören, die sich Weihnachten ein Bier an der Tanke gönnen 🙂

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