Die Bestellung ist raus

Geschafft !!!  Der Vorschuß der Versicherung ist da und Guido hat sich (ausnahmsweise 🙄 ) ordentlich bemüht, die richtige Adresse zu bestätigen. Somit haben wir heute morgen endlich unsere Bestellung sämtlicher elektronischen Geräte an Defender in den USA raus geschickt und jetzt warten wir auf die Dinge bzw. die Pakete, die da kommen sollen. Es wird dauern, 2-4 Wochen denken wir. Aber wir sind einen Schritt weiter…

…und ich kann mich endlich in Ruhe um mein neues Hobby kümmern 🙂 mehr dazu demnächst 😉

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Liefern wohin und womit???

Diese Frage beschäftigt uns tagelang! Geplant war eigentlich, es über Guido (ortsansässige Allround-Werkstatt) per Schiff über Miami in die Free-Zone (steuerfreie Zone) nach Colon zu senden. Dort könnte Guido es auch am Zoll vorbei für uns abholen. Hätte den Vorteil gegenüber FedEx, dass wir nicht irgendwo nach Panamacity zum Zoll müßten, um dort auf spanisch unsere vielen Pakete auszulösen.

Aber oho… kaum wollen wir die korrekte Versandadresse von Guido, heißt es, er muss diese erstmal auf Richtigkeit überprüfen lassen. Das ist ja schon mal gut, dumm ist nur, dass wiedermal Wochenende ist. Zwar wäre Samstag Vormittag noch jemand erreichbar gewesen, es scheitert jedoch daran, dass am kompletten Samstag das Internet ausfällt. Sonntag war dann Feiertag sprich „Muttertag“ – also hat auch am Montag niemand gearbeitet oder war für einfache Fragen erreichbar :mrgreen: Somit zieht sich auch diese winzige Angelegenheit wie Gummi und da wundert ihr euch, dass ich keinen Bock auf Blogschreiben habe?

Zwischenzeitlich recherchieren wir im Netz, ob es nicht doch besser und sicherer wäre, die 40 KG über FedEx liefern zu lassen. Wir sind hin und her gerissen…

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Gähn… was ist eigentlich los bei uns?

Wird sich der Ein oder Andere bereits öfter gefragt haben! Der Blog schweigt seit Wochen! Und ich gebe es zu, schuld bin ich ! Ich durfte ja 2 Wochen Urlaub in Kolumbien mit Kind und Enkeltochter genießen, anschließend war ich erholungsbedürftig sowie überaus f a u l 😳 das bin ich übrigens immer noch, zumindestens was die Blogschreiberei angeht. Vielleicht schaffe ich es jedoch, mich in den nächsten Tagen und Wochen wieder dazu zu motivieren.

Während ich also in Kolumbien in den Bergen rum gekrakselt bin

Nicht ganz einfach für eine Oma mit dem 5-jährigen Enkelkind mithalten zu können 😉

und diverse Strandtage genossen habe, ist der Skipper hinter dem Montage-Angebot der örtlichen Werkstatt für die Versicherung hergerannt. Wenn man den Besitzer Guido kennt bzw. anderen Seglern lauscht, dann weiß man, dass das eine langwierige Sache war. Langwierig ist auch die Kommunikation mit unserer Versicherung, die sich mit Antworten oft ein paar Tage Zeit läßt. So ein Schreibtischtäter, wohnhaft in einer deutschen Großstadt, kann sich wahrscheinlich nicht in die Wartestellung eines am Ende der Karibik gestrandeten Versicherungsnehmers hinein versetzen. Hier braucht man ungemein lange, um alles Erforderliche zusammen zu bekommen, sei es, weil entweder Feiertage oder Wochenenden uns ausbremsen oder weil man wieder das Internet so überhaupt nicht funktioniert.

A B E R:  Wir können es kaum fassen… 7 Wochen nach Schadenstag ist das OKAY der Versicherung tatsächlich da 🙂

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Spontane Einkaufstour

Anfang der Woche hatten wir hier 3 Feiertage – von Samstag Nachmittag bis einschl. Dienstag lief nix mehr hier in Panama. Für diesen Sonntag ist schon wieder irgendein Feiertag angesagt. Was soll´s, denken wir. Ist eh ein Sonntag! Montag wollen wir nochmal nach Sabanitas, den Kühlschrank füllen mit div. Lebensmittel, die der Skipper sich selber zubreiten kann, während seine Bordfrau 14 Tage einen auf URLAUB macht.

Wir sitzen gemütlich beim Spät-Frühstück, als Susi vorbei kommt, um uns mitzuteilen, dass auch hier in diesem Land die Regel gilt, wenn ein Feiertag auf einen Sonntag fällt, dann ist der Montag auch arbeitsfrei und alles geschlossen – wäre ja sonst ungerecht für die arbeitende Bevölkerung. Das wirft unsere Pläne komplett über den Haufen. Dienstag werden die Batterien geliefert, da können wir nicht weg. Mittwoch muss ich packen, ist also ein Tagesprogramm 😉 , Donnerstag gehts Richtung Kolumbien für mich! Ich kann den Skipper unmöglich ohne Bratwurst zurück lassen 😉 . Ein Blick auf die Uhr und den Busfahrplan – wenn wir den Bus um 12.50 Uhr nehmen…

Und so sieht unser Samstag zusammengefaßt dann so aus:

1 Stunde     für´s Warten an den Bushaltestellen  und  2 x 1,5 Stunden für Hin- und zurück nach Sabanitas

= 4 Stunden  +  schlappe 1,5 Stunden einkaufen in 2 großen Supermärkten

So richtig Spaß macht das nicht!!!!

Obwohl auch hier in den Bussen immer für ordentliche Musikbeschallung gesorgt wird 🙂

 

Was noch keinen Spaß macht… so nett die Leute hier sind, aber was dieses Land braucht, sind 3-5 Trittin´s (mindestens). Wenn man so stundenlang Bus fährt, hat man ja jede Menge Gelegenheit, „Gegend“ zu gucken. Gegend geht ja noch, aber uns umweltbewußt erzogenen Europäern dreht sich der Magen um, wenn man den Straßenrand anschaut. Man fährt quasi an Müllbergen vorbei. Kaum 1 m ist frei von Unrat. Die Dame vor uns schlürft genüßlich ihre Getränkedose aus und schwups, das Fenster ist eh auf und die Dose ist draußen. Und so landen dort auch leere Chipstüten, Steropor-Fress-Packungen und diverser andere Müll, den niemand in den nächsten Jahren aufsammeln wird. Entweder wächst der Müll zu oder landet beim nächsten Hochwasser, na wo wohl? Auch hier sind Plastiktüten inzwischen verpönt und kosten Geld an der Kasse, aber das Umweltbewußtsein bei der Bevölkerung ist noch lange nicht angekommen. Leben, spielen, arbeiten – alles geschieht quasi auf oder neben dem Müll, auch vor der eigenen Haustür.

17,30 Uhr – ich sach nur TANKE 😉 – aber hier steht zumindest ein riesengroßer Mülleimer für ausgetrunkene Dosen

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Tagesausflug

Zur Isla Grande an den Strand?

In den Regenwald?

Oder zu einem netten historischen kleine Städtchen?

NEIN, NEIN, NEIN!

Wir sind ja schließlich nicht im Urlaub hier 👿

Unser Ausflug führt uns nach Colon, einer der häßlichsten und gefährlichsten Stadt unserer bisherigen Reise. Zumindest warnt jeder Reiseführer davor, hier anders als mit einem Taxi unterwegs zu sein.

Aber wir brauchen dringend neue Batterien. In den USA gibt es genau die, welche wir bräuchten. Aber bei dem Gewicht von 120 KG möchten wir gar nicht erst über die Frachtgebühren nachdenken. In Panama City gibt es „Battery Giant“, auch dort hätte man ab Mitte November unsere AGM-Batterien. Aber auch von da müssten diese quer durchs Land zu uns transportiert werden. Und preiswert sind die auch nicht gerade. So setzen wir unsere Hoffnung auf die „De Casa de las Baterias“ am Plaza Quatro Alto (Einkaufszentrum).  Ist das nicht ein schöner Name für ein Batteriegeschäft? Und es ist auch schönes Geschäft! Regale voll mit Batterien, ordentlich sortiert und tatsächlich auch ein Regal mit Marinebatterien. Vor der Tür parken die Autos, die die gekauften Batterien gleich eingebaut bekommen. Und so dauert etwas, bis wir bedient werden bzw. dran sind, denn man muss wie beim Metzger ein Nümmerchen ziehen und dann warten. Die Nummern werden nicht angezeigt sondern aufgerufen, nicht ganz einfach für uns, aber mittlerweile kann ich manch Zahl erahnen und so gelingt es uns, rechtzeitig aufzuzeigen, als ein „Trienta y uno“ genuschelt wird 🙂  Mittels Google Translator teilen wir unserem zugeteilten Verkäufer mit, was genau wir möchten, er zeigt uns einige Batterien, dann wird es ihm zu mühselig mit dem Translator und er holt aus dem Büro eine Dame, die leidvoll Englisch spricht (so wie ich also 😉 ) . Guter Service, finden wir! Wir werden uns einig und nächsten Dienstag wird geliefert. Endlich mal ein Punkt von unserer langen To-Do-Liste erledigt, auch wenn wir noch immer kein Okay der Versicherung haben. Nützt nix, unsere Batterien geben ständig Tiefenentladungsalarm, wenn wir nicht aufpassen.

Mit dem Taxi lassen wir uns anschließend zum Terminal de Autobusses fahren. Erstens möchten wir für die lange Rückfahrt einen Sitzplatz bekommen und zweites möchte ich mich dort umschauen, wie unsicher oder gefährlich dieser Terminal rüber kommt, denn nächste Woche möchte ich alleine von hier aus mit einem Backpackerrucksack nach Panama City fahren. Das Taxi fährt jedenfalls schon mal durch Gegenden, wo wir selbst tagsüber nicht zu Fuß unterwegs sein möchten. Der Busterminal ist kleiner als die, die wir bisher kennengelernt haben, aber genauso rummelig. Die Busse nach Panama City fahren direkt davor ab, scheint also okay zu sein. Wir machen uns auf die Suche nach dem Bus zurück nach Portobelo und unterhalten uns miteinander darüber. Natürlich versteht hier niemand unsere Unterhaltung, aber das Wort Portobelo bekommen Umstehende mit und so werden wir super freundlich in die richtige Richtung geschickt, ohne dass wir überhaupt fragen mußten. Ja, ich denke, auch als Alleinreisende werde ich mich hier zurecht finden 🙂

In Portobelo müssen wir noch mal umsteigen in einen Bus nach La Guiara, ein Ort, der an der Windschutzscheibe der jeweiligen Busse immer nur ganz klein dran steht und so passiert es auch in Portobelo, dass wir den richtigen Bus fast verpaßt hätten. Wenn, ja wenn nicht auch wieder der gleiche Busfahrer, der uns morgens hingefahren hatte, uns am Wegesrand erkennt und noch mal stoppt, um uns mitzunehmen.

17.00 Uhr – Tagesausflug beendet 😉 – ab zur TANKE 🙂

 

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Versorgungslage Linton Bay

Hier ist nix, hier gibt es nix – das jedenfalls liest und hört man, bevor man sich hier in die Linton Bay begibt. Der nächste Supermarkt sowie der nächste ATM ist in Sabanitas – per Bus erreichbar in schlappen 1,25 bis 1,5 Stunden.

So waren wir dann doch angenehm überrascht, nachdem wir durch Knut und Susi von der Shogun am ersten Tag gleich eine Aufklärung erhalten hatten. Verhungern oder verdursten muss hier keiner 😉 Einen kleineren Supermarkt findet ca. 2 km Richtung La Guaira, die Tankstelle hier hat große Kühlschränke voll mit Bier, Cola und div. Süßgetränken mit und ohne Alkohol. Rum, Wein und Chips gibt’s zusätzlich ungekühlt. Davor stehen sogar Tische und so trifft man sich dort zum gemeinsamen Sixpack zu sehr zivilen Preisen. Das Clubhouse bietet ebenso Getränke und Speisen zu Low Budget Preisen sowie sehr gutes Internet. Am Dienstag ist dort Ruhetag, aber keine Panik… dafür darf Dienstags der Pizzawagen auf dem Parkplatz seine leckere Pizza in 2 Größen verkaufen, damit niemand hungern muss. Hinter dem Boatyardgebiet gibt es ein weiteres sehr gutes kleines Restaurant namens Blue House mit dem Standardpreis von 6 Dollar für div. Menu´s  inkl. einem Softdrink.

Das Beste ist jedoch der Gemüsewagen, der täglich um 10.00 Uhr und von 16-18 Uhr auf dem Parkplatz steht. Hier gibt es so ziemlich alles an frischem Gemüse, was das Land hergibt. Zusätzlich Obst, EIER, Baguettes und in div. Kühlboxen sogar Fisch, Chicken oder ab und zu auch Camerones.

Kann man es noch bequemer haben? Wozu also noch nach Sabanitas fahren? Nun, auch hier braucht man Dollars zum Bezahlen und der nächste ATM ist tatsächlich weit weit weg Die Busse fahren nicht regelmäßig, mal liegt nur 1 Stunde dazwischen, mal 2 oder 3  Stunden. Wir wählen den Bus um 9.30 Uhr,  sind aber 15 Minuten eher da, denn… er kann auch mal eher kommen, wird uns erzählt, sicher ist die Zeitangabe nicht. Unser Bus kommt um 10.00 Uhr 🙄 und so hatten wir ausreichend Gelegenheit, eine riesige Ameisenstraße zu beobachten *gähn*

Traumhaft schön sind sie, die „diablos rojos“ (rote Teufel)

Relativ schnell sind wir tatsächlich in Sabanitas, eine quirlige verkehrsreiche Stadt. Dort erkunden wir die beiden großen Supermärkte und einen Baumarkt, füllen unsere Portemonnaies mit Dollars auf und unsere Rucksäcke mit Leckereien, die es in Linton nicht gibt (Gummibärchen, Snickers und WEINTRAUBEN 😉 )

Für den Rückweg wählen wir den Bus um 15.30 Uhr! Aber Obacht! Um 15.30 fährt der in Colon los, wann der vor dem Rey Supermarkt in Sabanitas ankommt, kann man nur raten. Der Bus nach Portobello fährt alle ½ Stunde, aber der nach La Guaria leider nur ca. alle 2 Stunden (oder so). Jetzt bloß nicht den Bus verpassen, der nächste fährt erst um 17.30 in Colon los. Ein Bus nach dem anderen hält. Nervosität kommt auf, es ist fast 16.00 Uhr, eigentlich müsste er jetzt kommen. Den Bus, der gerade vor unserer Nase hält, den möchten wir gar nicht nehmen, der ist bereits brechend voll. Und La Guaria steht auch nicht dran! Aber da sehe ich plötzlich den Busfahrer winken und richtig, jetzt erkenn ich ihn  auch. Es ist der Gleiche, der uns hin gebracht hatte. Wie nett von ihm 🙂 Wir sichern uns noch mal kurz ab, ob er wirklich bis Puerto Linto fährt und dann drängelten wir uns rein, im wahrsten Sinn des Wortes. Beide haben wir prall gefüllte Rucksäcke auf und in jeder Hand einen Beutel. So ein Einkaufstag muss sich schließlich lohnen. Ist jedoch eine sehr unpraktische Situation in einem Bus, wo sogar der Mittelgang vollgepreßt mit Leuten ist. Jedes Mal, wenn einer aussteigt, müssen wir aus- und wieder einsteigen, um anschließend wieder krampfhaft zu versuchen Halt zu finden. Nach 1 ½ Stunden sind wir wieder an der Marina, es ist 17.30 Uhr – solange haben wir noch nie zum Einkaufen gebraucht – jetzt ein kühles Sixpack an der Tanke – so schön kann das Langfahrtseglerleben sein 😉

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Social Life in der Linton Bay

Social Life trifft uns in geballter Form, kaum dass wir in der Marina angelegt hatten. Schon bei der 1 Nacht am Ankerplatz waren uns die vielen deutschsprachigen Länderflaggen aufgefallen um uns herum. In der Marina selber liegt sogar ein Schiff mit, man glaubt es kaum, dem selben Heimathafen wie unseres. Somit wird „Essen“ bald zu einer Langzeitseglerhochburg, denn es ist damit bereits das 3. Schiff hier in der Gegend mit diesem besonders für Segelboote geeigneten Heimathafen (liegt ja auch sooo günstig für´s Segeln 😉 )

Birgit und Robert sind vor 8 Jahren hier hängen geblieben. Ihr Segelboot schwimmt noch immer in der Bucht von Portobello und wartet darauf, endlich untergehen zu dürfen.

Und so sieht ein Schiff nach 8 Jahren ohne Streicheleinheiten oder echten Arbeitseinsatz aus

Ups… da hat dann der Anker mal nicht gehalten

Wohnen die Beiden doch schon lange, lange an Land. Birgit betreibt an der Straße von Portobello nach Puerto Lindo ein tolles Restaurant/Pizzeria  (Don Quijote – sehr zu empfehlen), unter anderem mit deutschen Spezialitäten wie Bratwurst etc. . Roger arbeitet hier beim Segelmacher und fährt uns, Fritz, Gitti und den Schweizer Mirco Samstag Abend zum Restaurant und auch wieder zurück. Toller Service. Dort lernen wir zwei weitere schweiz-/österreichische Segelpaare kennen und wir haben einen super schönen langen Abend .

Leider leider jedoch können wir kaum Bekanntschaften vertiefen und wahrscheinlich sind wir in 2-4 Wochen hier mutterseelenallein 👿 – Aufbruchstimmung herrscht hier in Panama. Die Regenzeit ist bald vorbei und bevor die Christmastrades einsetzen, machen sich einige auf den Weg nach Kolumbien (heul) oder Richtung Norden nach Mexiko/Jamaika/Kuba etc. . Andere wollen noch dieses Jahr durch den Kanal, um die 100% Verteuerung zu umgehen.

Und so mußten wir uns unteranderem schon von den Österreichern Fitz und Gitty verabschieden. Das ist ganz besondern schade, denn man trifft nicht oft Menschen, wo man bereits nach einer halben Stunde weiß: „das paßt“ .

Die SY Pico mit Andreas und Sandra steht an Land und das bereits seit Monaten. Die beiden hatten im Frühjahr ihren Mast verloren und haben sich monatelang mit der Versicherung gezankt. Es gibt also noch Schlimmeres! Ich schrei jetzt mal nicht „hier“, sondern klopfe auf „HOLZ“.  Nun, der Mast ist jedenfalls vorgestern endlich geliefert worden und man hofft, auch zu denen zu gehören, die dieses Jahr noch durch den Kanal dürfen.

Das letzte deutschsprachige Schiff hatten wir auf Kuba getroffen und so ist dies hier für uns so ungewohnt, dass wir uns teilweise bereits gestreßt fühlen. Aber da müssen wir jetzt durch 😉 😉 😉  Is ja nich mehr lang…. 😛  und vielleicht komme ich dann auch wieder dazu, zeitnahe Blogs zu schreiben 🙂

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Begutachtet

Schnell ist sie, unsere Versicherung. Montagmittag übersenden wir unsere Schadensmeldung mit einer vorläufigen Kostenaufstellung per Mail. In Deutschland ist da schon lange Feierabend, aber trotzdem meldet sich der beauftragte Gutachter bereits am  Dienstag Abend bei uns, ob er Mittwoch vorbei kommen kann. Ups, gut das wir dieses Mail Mittwochmorgen schon sehen bzw. lesen und so wird das nix mit einer Shoppingtour nach Sabanitas, wir erwarten Eric Bauhaus gegen Mittag.

Die meisten Segler, die Panama bereits besegelt haben, stutzen jetzt bei diesem Namen. Und ja, richtig, es ist der Eric Bauhaus, der das für diese Gegend wichtigste Buch, nämlich „The Panama Cruising Guide“ heraus gebracht hat, sprich: meine neuste BIBEL 😉 Manch einer mag sich erinnern… diverse Untiefen in Bocas haben wir damit bereits erfolgreich umschifft und hohe Diskrepanzen zur Plotternavigation festgestellt. So hat sich inzwischen ja sogar der Skipper meiner Meinung angeschlossen: „nicht ohne meine Bauhaus“ 😉

Fast 3 Stunden testen wir alle Geräte zusammen. An unserer Schalttafel sind div. kleine Lampen implodiert/explodiert – ein deutliches Zeichen für Spannungsschäden durch Blitz. Unsere Lichtmaschine scheint inzwischen wieder zu laden, jedoch unregelmäßig. Ev. ist nur der Regler defekt. Ob unsere Batterien defekt sind oder nur die Batterieanzeige – nichts Genaues weiß man! Dies lassen wir Freitag noch durch einen Batteriefachmann prüfen.

Und jetzt heißt es erst mal wieder: a b w a r t e n !!!

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Und die Befürchtung hat sich bewahrheitet

Kaum haben wir in der Linton Bay Marina angelegt treffen wir auf Knut und Susanne von der SY Shogun. Zuletzt in Grenada getroffen und die nächsten 4-5 Stunden werden wir mit unglaublich vielem Input versorgt. Da prasselte so viel Nützliches auf uns ein, dass kann sich kein Mensch merken. Sofort wird auch unsere Vermutung bestätigt,  dass der Blitz in unserer unmittelbaren Nähe am Freitag unsere Schäden verursacht hat. Wir bekommen Guido empfohlen, der hier eine kleine Werkstatt betreibt. Guido ist Deutscher, Österreicher oder Schweizer. Ich weiß es grad nicht, auf jeden Fall spricht er Deutsch und erweist sich somit für uns mal wieder als Glücksfall. Auch er bestätigt klar und deutlich unseren Verdacht des Spannungsschadens aufgrund des nahen Blitzes und gibt uns Tipps für den weiteren Kontakt mit unserer Versicherung. Und da wir bei Pantaenius versichert sind, bräuchten wir uns über die Begleichung auch gar keine Sorgen machen. Sein Wort in Gottes Ohr!

Nun stellte Frank seit 3 Tagen eine Liste zusammen mit all den Geräten, die nicht mehr funktionieren. Eine richtige Sisyphusarbeit 🙄  Bei manchen Geräten weiß man es gar nicht so richtig, an andere denkt man nicht. So scheint auch unser Drucker defekt zu sein, wie wir heute erst festgestellt haben. Unsere Navigationsgeräte sind von Raymarine und somit untereinander vernetzt. Wenn eines nicht mehr geht, gehen die anderen auch nicht mehr. Unsere Geräte sind ca. 6 Jahre alt, wenn man heute z.B. einen neuen Plotter einbaut (bzw. einbauen muss), dann paßt das vorhandene Radar, selbst wenn es noch funktioniert, nicht mehr dazu. Und so wird die Liste, die wir nächste Woche an unsere Versicherung schicken müssen, immer höher und höher. Auf jeden Fall werden die erst mal einen Gutachter schicken, ohne das Okay der Versicherung dürfen wir nicht mal anfangen zu reparieren. Erst nach dem Okay dürfen wir bestellen, auch Liefervorgang wird sich hinziehen und dann muss das alles auch noch wieder eingebaut werden. Ich sach ma so: Frohe Weihnachten in der Linton Bay 😉

Aber wir liegen hier ganz gut, die Versorgungslage ist scheinbar gesichert und vor allen Dingen kommt man vor lauter „social life“ kaum zum Arbeiten 🙂  – mehr dazu dann im nächsten Blog

 

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Nach Hause will…

Blöd nur, dass ich kein „Hause“ mehr habe! Jedenfalls keines mehr in Deutschland! Aber „unser Hause“ schleppen wir ja mit rum bzw. schleppt uns mit rum 😉  und dieses stimmt uns gerade überhaupt nicht mehr glücklich.

An dieser Stelle sollte eigentlich ein netter Blogeintrag über Portobello stehen, ein netter kleiner Ort, in dessen Bucht wir seit Mittwoch vor Anker liegen. Da steht mir aber nicht der Sinn nach, denn Murphys Gesetz ist ziemlich lang *grrr*

Es ist Freitagabend, wir entspannen bei einem netten Film, als plötzlich ein unangenehmes Warngeräusch ertönt. Erst vermute ich den Film als Ursache, aber schnell ist klar, es würde nicht zur Handlung passen. Unser Batterieanzeiger ist der Urheber, denn die Amperezahl ist unter das Mindestmaß gerutscht und zeigt von 440 nur noch 80 Ampere an. Panik kommt bei Frank auf, eine Tiefenentladung der Batterien ist schädlich und zerstört diese auf Dauer. Wo zum Kuckuck ist der Strom hin?  Heute Mittag hatten wir noch über 300 Ampere.  1.-Sofort-Maßnahme in dem Fall: Motor an zwecks Batterieaufladung! Nur, dass keine Aufladung stattfindet. Null! Lichtmaschine defekt?   Gut, dass wir noch unseren kleinen Benzingenerator haben, bis 0.30 Uhr überwachen wir die Aufladung und bei 200 Ampere wagen wir bei ausgeschaltetem Kühlschrank ins Bett zu gehen. Vorher rätseln wir jedoch über den Zusammenhang, auf der einen Seite viel zu viel Strom verbraucht zu haben (was in 4,5 Jahren noch nieeee passiert ist) und auf der Anderen, warum gleichzeitig die Lichtmaschine defekt ist. Da passt was nicht, aber eine Lösung finden wir gedanklich nicht.

Unsere Abfahrt zur Linton Bay am nächsten Morgen verschieben wir, aber sämtliche Reparatur- und Suchmaßnahmen bleiben jedoch erfolglos. Wir setzen unsere Hoffnung auf Franaisco, der ab Montag in der Linton Bay Marina zu finden ist nach seiner eigenen Aussage und hoffen, er kennt jemanden, der die Lichtmaschine überprüfen oder sogar auch reparieren kann.

Nächster Abfahrttermin Samstagmorgen! Wir sind bereit, schalten die Navigationsinstrumente ein und ich hab bereits die Ankerwinschbedienung in der Hand, als Frank alles abbricht. Bereits beim Einschalten der Instrumente kommt die Sicherung, die läßt sich aber durch irgendeine Maßnahme überreden (welche, weiß ich nicht mehr 😉  ) , die Geräte haben wieder Strom, zeigen aber keine Daten an. Überall nur „Striche“ – kein Wind, kein Tiefmesser, keine Autopilot – der Plotter funktioniert nur mit viel meckern und ohne manch erforderliche Daten. Wir sind fassungslos! Hatten wir nicht gestern noch rumgejuxt, was denn als nächstes kaputt gehen könnte? Darauf sind wir jedenfalls nicht gekommen. Nach Hause will !!! Oder nach Asien!!! Egal, Hauptsache so nicht weiter machen müssen.

Auch dieser Tag vergeht mit Fehlersuche. Frank überprüft alles, die Geräte sind miteinander kombiniert, wir trennen sie, verlegen neue Leitungen, aber Frank verzweifelt. Die einzige Möglichkeit ist jetzt noch, dass der „Wandler“ defekt ist und den könnten wir ev. über Raymarine in Panamacity bekommen.

Ganz ganz langsam schleicht sich ein Verdacht in unsere Überlegungen ein… da war doch am Freitagnachmittag dieses heftige Gewitter mit einem sehr sehr lauten Blitz/Donner in unserer unmittelbaren Nähe…. ????? Gewitter gehören hier vor der Küste Panamas zur Tagesordnung. Kaum ein Tag vergeht ohne.  Ganz sicher hatten wir keinen Blitzeinschlag in unserem Mast, aber kann ein Blitz in der Nähe denn auch Schäden verursachen?  Wir würden gerne das Internet befragen, haben aber gerade kein Internet und so werden wir uns Montagmorgen erstmal ohne Geräte in die 3 Stunden entfernte Bucht von Puerto Linton begeben. Ohne Tiefenmesser grausig, jedoch hat der größte Teil dieser Bucht eine Ankertiefe von 11-13 m, ist also ziemlich gefahrlos, jedoch trotzdem nervenaufreibend. Dann sehen wir weiter… mir schwant jedoch bereits, dass unsere geplante Weiterfahrt nach Kolumbien sich irgendwie arg verzögern wird 👿

 

(äh… und bevor ihr uns jetzt Tipps via Mail, Whatsapp oder Kommentare gebt… ich bin mal wieder nicht zeitnah und inzwischen steht bereits fest, auch ein Blitz in unmittelbarer Nähe kann Spannungsstörungen verursachen und empfindliche Geräte zerstören.
Also ist genau das passiert und unser Aufenthalt hier wird sich deutlich verlängern 😥 )

 

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