Klein Curacao

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Klein Curacao bei der Anfahrt (von der häßlicheren Seite)

 

Der Skipper wußte bis vor dem Abfahrtsabend noch gar nix von meinem Plan, einen Kurzstopp vor Klein Curacao einzulegen und so muffelte er erst mal rum. Nachdem ich ihm jedoch ein paar Bilder im Netz gezeigt hab, gab er murrend nach. Um 13.30 Uhr ankern wir auf 5 m und legen 25 m Kette. Dazu kommt noch mal unsere Bootslänge von 12 m und als Frank am Heck zwecks Ankercheck anfängt zu schnorcheln, kann er ohne Probleme unseren fast 40 m entfernten Anker erkennen. So klar ist das Wasser hier!!!!  Kurze Zeit später ist er freudestrahlend wieder an Bord und meint, hier müssen wir ein paar Tage länger blieben. Aha… manchmal hab ich doch ganz gute Ideen scheinbar!

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Der Leuchtturm von Klein Curacao

Mit uns liegen lediglich ein weiteres privates Segelboot sowie 3 Tagesausflugsboote vor dem langen weißen Pulverstrand. Trotzdem bleibt das Gefühl des einsamen Karibikstrandes, da sich die Tagestouristen recht gut verteilen.  Die eine Gesellschaft bietet gleichzeitig neben dem Barbeque zum Lunch auch Strandliegen mit an, während der Katamaran rechts von uns nur eine einzige Kühltasche mit Getränken an Land schleppt. So ein Tagesausflug hierhin von Curacao soll ab 100 US-Dollar kosten (hörensagen).

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Kurze Zeit später spricht uns ein Schnorchler auf Deutsch an, ob mit unserem Heimathafen „Essen“ das kleine oder große Essen gemeint ist. Natürlich das „Große“! Er ist begeistert, denn seine Eltern kommen aus Essen und ob er ein Foto machen darf (hat eine Unterwasserkamera dabei). Er macht mit seinen Kindern Urlaub auf Curacao, der aber leider fast zu Ende ist. Nun, dafür ist er bestimmt 20 Jahre jünger wie wir – hat also alles Vor- und Nachteile. Jedenfalls berichtet er gutes über Curacao und seine Strände und beruhigt uns damit ein wenig, denn inzwischen haben wir leider viel Schlechtes von Curacao gehört, allerdings meist eben nur von Fahrtensegler.

Wir schnorcheln an Land, gehen den Strand auf und ab und genießen das Urlaubsfeeling der anderen. Verblüffend viele Weißlinge stellen sich ihre Liegen mitten in die pralle Sonne, bei einem 14-tägigen Urlaub muß man sich wohl sputen mit der Bräune.

Zwischen 15.00 und 16.00 Uhr werden alle wieder eingesammelt und zurück nach Curacao gebracht. Wir, der andere Segler sowie 2 Fischerboote bleiben zurück und genießen die Ruhe , Einsamkeit und Schönheit von Klein Curacao.

Da wir von dem Wochenende noch auf Curacao einklarieren wollen, können wir leider nicht noch eine Nacht bleiben und starten am nächsten Tag Mittags zu der ca. 14 Seemeilen entfernten Hauptinseln, wissen aber, hier kommen wir noch mal hin zurück!

 

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Bonaires 2. Chance

Ich hatte mir ja selber mal versprochen, jedem Ort, jeder Insel, jedem Land , jeder Bucht eine 2. Chance zu geben. Und so hat auch Bonaire in den letzten Tagen viel dazu gewonnen. Wenn wir damals hier Urlaub gemacht hätten… ja… es hätte uns gefallen, ganz sicher! Bonaire tut nur “touristisch” und zwar im Bereich der Küsten- und der dahinter liegenden Hauptstraße. Weiter dahinter sind die Bürgersteige auch hier nicht stolperfrei, sofern überhaupt vorhanden. Fast immer läuft man als Fußgänger auf unbefestigten mit Unkraut versehenden Seitenstreifen an der Straße lang.

Es gibt jede Menge chinesische Supermärkte, sowie auch die beiden großen holländischen Supermärkte “Warehouse” und “van den Tweel” – Letzterer gehört wohl zur Albert Heijn-Gruppe. Ein wahres Einkaufsparadies also. Allein die Obst- und Gemüseabteilung erinnert an Edeka oder Rewe, die Preise aber nicht, die liegen etwa im 3-fachen Bereich. Ein kleiner Brokolie kostet ca 1,60 Dollar, 1 Kilo Äpfel 6 Dollar und Nektarien  8 Dollar. Wir kaufen nicht mehr Kiloweise, sondern nur noch Stückweise :-) . Die Käseabteilung ist eine Wucht und die frischen Brötchen und Baquetts ein Traum nach monatelangem Pappbrot.

Vom touristischen Zentrum entfernt gibt es auch viele chinesische Restaurants/Bars. Nein, damit sind jetzt nicht die Restaurants gemeint, wie wir sie in Deutschland kennen. Hier gibt es 2-3 Tische, eine lange Theke mit Barhockern und eine große Kühltruhe gefüllt mit div. Biersorten. Es gibt eine Speisekarte, man kann Zigaretten, Bombons, Kaugummi und kleine Rumflaschen erstehen und durch ein Fenster findet der Außenverkauf statt. Quasi eine Klümbchen-Bude (wie man sie in NRW kennt) zusammen mit einer Imbisbude. Hier geht der Einheimische sein Bierchen trinken, denn im Gegensatz zu den Lokaliäten in der Vorderreihe kostet hier das 250ml-Fläschchen nur 1,50 statt 3,00, 4,00 oder auch 5,00 US-Dollar.

Nun sind wir scheinbar “speziell”, denn im Gegensatz zu anderen Touris lieben wir diese Art der Lokale mehr wie ein Cafe oder Restaurant an der Küstenstraße. So gehört ein Besuch zum Pflichtprogramm auf dem Rückweg von den 2-3 Km weit entfernten Supermärkten, schließlich muss der Flüssigkeitsverlust wieder aufgefüllt werden. Hier treffen wir keine anderen Segler, dafür aber Einheimische oder Hängengebliebene. So neulich einen Holländer, der vor 7 Jahren auf Wunsch seiner Frau hier hin ausgewandert ist. Die Frau ist inzwischen weg, er aber ist geblieben und erzählte uns viel Interessantes über das Arbeiten und Leben auf Bonaire. Mit den direkten Einheimischen kommt man meist nicht ins Gespräch, denn zum größten Teil spricht man hier “Papiamentu”, eine Sprache, die sich aus spanischen, portugiesischen und niederländischen Wörtern zusammen setzt. Da müssen wir leider passen.

Ein paar mal Tauchen waren wir auch noch, auch hier haben wir inzwischen eine gewisse Routine bei der Rödelei erreicht. Aber das Equipment ist wieder in diverse Staufächer verstaut, denn morgen geht es Richtung Curacao, wobei wir jedoch vielleicht noch einen kurzen Stopp vor Klein Curacao machen wollen, dessen traumhafter Strand wir uns anschauen wollen, bevor wir mit unserem nächsten Besuch einen Segeltörn dort hin machen.

 

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Kralendijk im Kreuzfahrtschiff-Ausnahmezustand

Ein Blick aus unseren Fenstern heute Morgen nach dem Aufstehen und uns schwahnte einiges…

dsc00308Ca. 20 Personen bestiegen kurze Zeit später einen Segelkatamaran, weitere 50 ein altes Piratensegelschiff.  dsc00336100-200 machen vielleicht einen Ausflug über die Insel. Übrig bliegen also ca. 1730 Passagiere, die den riesigen Ort „Kralendijk“ heute bevölkern werden. Kralendijk besteht aus einer Küstenstraße, einer Hauptstraße sowie 2-3 Nebenstraßen – alle ungefähr 500 m lang. Und so machten heute Geschäfte auf, die wir vorher noch überhaupt nie gesehen hatten bzw. wohl auch immer geschlossen waren.

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Normalerweise menschenleer und ohne Verkaufsstände vor den Läden

 

Der normale Bonaireurlauber geht ja schließlich tagsüber tauchen und nicht shoppen.Die Händer reiben sich die Hände und wirken heute nicht so verschlafen wie sonst.  Da Bonaire kein Luxus-Shopping-Mail am Anleger aufzuweisen hat, wurden dort heute Stände aufgebaut, an denen man sich mit Schmuck, Bildern, Seife oder Gewürzen eindecken kann.dsc00324

Die Gastronomie wirbt mit besonderen Bierpreisen (6 zu 5 im Eimer)  und mit „ Mojito To Go“ – aber es ist noch keine 12.00 Uhr und im Gegensatz zu den Kreuzfahrtpassagieren für uns noch zuuuu früh (schade!)

Natürlich rennen auch alle mit Fotoapparaten rum und fotografieren auf Teufel komm raus, vor allen Dingen auch das glasklare türkise Wasser.

Für uns eine heitere Abwechslung, denn auch wir fotografieren drauf los ;-)

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Uji, uji!!!! (Pfui, Anne)

 

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Tauchen vor Bonaire und Kleinbonaire

Schön ist, dass 2 m hinter unserem Schiff bereits ein Riff beginnt und wir somit unseren 1. Tauchgang nach 5 Jahren ganz bequem vom Heckausstieg beginnen konnten.  Vorher mußten wir jedoch noch in einer der hiesigen Tauchbasen unseren Nationalparkobolus in Höhe von 25 Dollar pro Person abgeben, wodurch wir jetzt ein ganzes Jahr hier rund um Bonaire und Klein Bonaire tauchen dürfen.

Am nächsten Tag sind wir mit dem Schiff rüber gefahren nach Klein Bonaire, haben dort an einer Tauchmooringboje festgemacht (bis 45 Fuß ist das für jeweils 2 Stunden erlaubt) , um uns dort für knapp 1 Stunde mit den hiesigen Fischen anzufreunden. Und in der Tat gibt es hier auf Bonaire tatsächlich jede Menge Fisch und Korallen, so das Tauchen richtig Spaß macht.

Weniger Spaß macht allerding der vorherige und nachherige Rödelaufwand. Zuerst mal müssen wir unser Dingi an unserer Mooringboje befestigen, damit wir, wenn wir wiederkommen, noch einen Mooringplatz haben. Denn inzwischen ist es voll hier und es gibt kaum noch frei Mooringbojen. Dann fährt man rüber nach Kleinbonaire (Gut, man könnte auch segeln, aber dafür sind wir zu faul) und versucht dort, eine der gelbenTauchbojen auf der geschützten Seite ohne viel Schwell und Wellen zu erwischen. Nach 1 bis 1 ½ Stunden ist man dann soweit, sich in die in den Jahren zu klein gewordenen Tauchanzüge zu zwängen (zumindest mir geht es so ;-)  ) und versucht, die vollen schweren Tauchflaschen übers Mittelcockpit ans Heck zu transportieren. Jetzt noch Flossen, Schuhe, Taucherbrille und Blei und schon kann es schweißgebadet los gehen. Ist schon ganz schön schwierig, mit einer vollen Tauchflasche auf einem wackelnden Schiff die Balance zu halten ;-) .

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Der gelbe kleine Pfahl im Wasser ist die Boje, an der Tauchbote festmachen können

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Ja, ich gebe zu, hier ist es sehr nett, aber hier darf man eben nicht über Nacht bleiben bzw, immer nur 2-3 Stunden

Dann erfolgt aber ein herrlich entspannter Tauchgang mit dem Verlangen nach mehr…. Ist aber leider nicht, denn nun wird rückwärts gerödelt und die Tauchflaschen müssen erstmal wieder gefüllt werden.  Eine winzig kleine Feder am Gaszug des Kompressors ist durchgerostet, so dass man nun während des Füllvorgangs von jeweils 30 Minuten den Gaszug manuell festhalten muss. Sehr unentspannend und somit entfällt leider der gewünschte 2. Tauchgang. dsc00297

Zurück an unserer Mooringboje kämpfen wir mit unserem Dinghi um den Platz. Auch beim 2. Anlauf schaffe ich es nicht, die Leine durch die Öse zu bekommen, weil das Dinghi mich immer wegschupst und die Öse durch 2 Dinghileinen noch recht voll ist. Der Nachbar hat ein Einsehen und kommt uns mit seinem Dinghi zu Hilfe. Puh… geschafft!  Der Tag ist fast rum und eigentlich waren doch einfach nur 1 x tauchen ;-).

Jetzt schnell umziehen und dann ab mit dem Dinghi zu Marinabar – dort ist heute Hamburgertag und wir sind mit einigen deutschen Schiffen dort verabredet.  Und Morgen machen wir dann einen auf „ruhig“ und putzen zur Abwechslung mal das Schiff und so… ;-)

 

 

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Bonaire

Der ein oder andere mag sich schon gewundert haben, warum immer noch kein (überschwänglicher) Blogeintrag über Bonaire von uns veröffentlicht wurde.

Nun, wir mußten uns erst mal mit Bonaire anfreunden.

„Traumurlaubsziel für Taucher“

Auch für uns vor ein paar Jahren, lange bevor wir zu Urlaubssegler und Langzeitsegler wurden. Warum wir diesen Traum vor Jahren nicht verwirklicht haben… ich weiß es gar nicht mehr genau, vielleicht kamen die Aussteigerpläne dazwischen und das damit verbundene Geld horten ;-) . Heute frage ich mich, ob uns ein (Tauch-)Urlaub hier damals gefallen hätte.  Wahrscheinlich schon, wenn man den Rest der Karibik nicht kennt, nicht so verwöhnt ist wie wir inzwischen und froh ist, 14 Tage ein anderes Feeling zu erleben.

Wir allerdings waren am 1. Tag entsetzt (Frank wollte schon weg, bevor wir überhaupt an der Mooring festlagen ;-) ), am 2. enttäuscht, ab dem 3. haben wir uns abgefunden und inzwischen haben wir uns eingewöhnt. Schließlich sind wir hier zum Tauchen und nicht der Landschaft, der europäischen Gastronomie oder der vielen Andenkenläden hier. Schöne Strände gibt es hier kaum, die Uferpromenade von Kralendijk, der Hauptstadt von Bonaire, ist betoniert. Die außerhalb am Meer liegenden Ferienhäuser sehen ganz nett aus, aber auch diese haben keinen Strand. Ins Meer kommt man nur per Leiter, Treppe oder Steg. Vor einigen Urlaubsresorts jedoch sieht man auch Strand und Strandliegen. Auf Bonaire ist „ankern“ absolut verboten. Man liegt in 2er Reihen an Moorings vor der Hauptstadt auf 3-5 m Tiefe. Und nur hier gibt es Moorings, so dass man nicht in andere Buchten ausweichen kann.

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Cayo de Aqua bzw. Becqueve

Und das ist mal ein Ankerplatz nach unserem Geschmack

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Von Cayo de Aqua hatten wir schon viel gelesen und gesehen im Netz – das wollten wir unbedingt noch mitnehmen, bevor wir uns auf den Weg nach Bonaire machen. Und so gingen wir vormittags bereits Anker hoch, machten winke, winke zu den noch eine weitere Nacht bleibenden anderen Schiffe und erreichten de Aqua bereits nach 1 Stunde Fahrt.  Wir kommen von Osten, aber meine Wenigkeit möchte erst mal die Westseite anschauen, nicht das man was verpasst oder so… ;-) . Es sieht auch schön aus, ist aber viel zu unruhig und zu rollig hier. Also wieder retour und wir steuern die Ostseite von de Aqua an. Jede Menge Untiefen liegen vor uns im verschieden türkisfarbenen Wasser.Da  ist mal wieder Eyeball-Navigation erforderlich. Mein Herz setzt aus, als wir nur noch 80 cm zwischen Korallenköpfen und Kiel haben. Die Schweißperlen auf Franks Stirn kommen diesmal nicht von der Hitze und so entscheiden wir zusammen: Nix wie weg hier! Die Hasenfüße drehen ab und fahren zurück. Besser Hasenfuß sein, als mit  einen aufgerissenen Plastik- Rumpf nicht einklariert in Venezuela  abzusaufen.

Auf der gegenüberliegenden Seite liegt Besqueve – sieht genauso herrlich aus und dort liegt bereits der belgisch/französische Einhandsegler, der heute Morgen 2 Stunden vor uns Carenero verlassen hat. Was der kann, dass sollte den Hasenfüssen doch auch gelingen. Also los… ich lasse meine Eyeball´s am Bug über die türkisfarbene Fläche gleiten, Frank behält den Tiefenmesser im Auge und bekommt bei  0,60 cm unterm Kiel einen mittleren Herzkasper . Aber hier sind keine Korallen zu sehen, nur weißer Sandboden und so gleiten wir über die letzte Untiefe hinweg, bevor wir auf 1,00 m noch weit vom Strand weg ankern.

Wie herrlich ist das hier, Dunkles Türkis, helles Türkis, mittleres Türkis, herrliches Türkis, fantastisches Türkis – ich kann mich gar nicht satt sehen.

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Becqueve… ob man das Insel nennen kann? Eigentlich ist es nur ein ca. 20 m breiter etwas begrünter Sandstreifen,

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Wir beschließen, noch 1 Tag länger zu bleiben und erst am Mittwoch nach Bonaire zu segeln. Und wenn ihr das hier liest, dann sind wir da und somit wieder in einer Free-Wifi-Zone angekommen

 

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Cayo Carenero

Mittags geht es weiter . Wir merken immer mehr, dass wir zu sehr Individualisten sind. Sich mit einem Boot abzusprechen über die Route, den nächsten Ankerplatz und die Ablegezeit ist schon schwierig. Mit 4 Booten….  Wir entscheiden nun mal gerne selber, wann und wohin wir gehen und so beschließen  wir, den nächsten Ankerplatz noch mitzumachen und uns dann von der Truppe zu trennen. Zumal die anderen noch  Aves de Barlovento  und Sotavento  ansteuern wollen, wofür unsere Vorräte nicht reichen. Essensmäßig könnte ich uns noch mehrere Tage durch bekommen, aber die Getränke neigen sich dem Ende zu und damit meine ich  nicht nur den inzwischen stark rationierten  Biervorrat ;-) sondern auch Säfte etc. – und nur Wasser trinken ist ssooooo furchtbar langweilig ;-)

So liegen wir nachmittags in einer zwischen zwei Mangroveninseln geschützten Lagune

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und werden alle zusammen von der Bella Ciao zum Snack eingeladen. Diese hatte nämlich auf der Fahrt einen kleinen Tunfisch geangelt, den es roh nach Sushiart  auf dem Trapez des Kats Bella Ciao gab.

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Wir haben viel gelernt in der Woche von der Bella Ciao, was navigieren in Gebieten wie diesen angeht, wo Untiefen nicht oder nicht da, wo sie wirklich sind, eingezeichnet sind. Wir danken Hilde und Frits für über eine Woche Führung, Hilfe (vor allen Dingen sprachlich), Weitergabe ihrer Kenntnisse und Erfahrungen und freuen uns auf ein Wiedersehen vor Bonaire oder Curacao.

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Ankerplatz Crasqui

Crasqui liegt nur 5 Seemeilen entfernt und so liegen  wir relativ schnell und früh an der Westseite vor einem Strand mit mehreren Hütten, von denen drei Restaurants sein sollen. Nur eines davon ist für uns als Restaurant/Cafe/Bar durch ein Schild erkennbar und wir werden beim näher kommen gefragt, ob wir was essen möchten. Nein, eigentlich nur einen Drink… Tja, Drink ist nicht, aber nachmittags würde man einkaufen fahren und gegen 18.00 Uhr könnte man dann wahrscheinlich eine Cuba Libre anbieten.  Und tatsächlich kommt man gegen 19.00 Uhr bei uns am Schiff vorbei, um Bescheid zu sagen, dass man nun Getränke servieren kann :-)  – schade, schade – leider ist es bereits fast dunkel und sehr windig bzw. schwellig, so können wir nicht mehr mit dem Dinghi an Land.

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Gegen 16.00 Uhr ist Schluss mit Einsamkeit, eine Armada von Motorbooten steuert die Insel von allen Seiten an, bilden Päckchen am Strand und dummerweise auch direkt hinter uns, so dass wir uns den Rest des Tages beobachtet fühlen

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Die Pelikane hocken sich  unbeeindruckt  auch überall nieder, sind wunderschön anzusehen, aber ihre Hinterlassenschaft….

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Ausflug nach Gran Roques

Juliana und Roberto treffen am Abend noch auf einen Taxibootfahrer und vereinbaren für den nächsten Tag einen Motorboottransport rüber nach Gran Roques. Karibisch pünktlich holt er die Crews von den einzelnen Schiffen eine halbe Stunde später als vereinbart ab ;-) und eine viertel Stunde später sind wir bereits auf der Nachbarinsel, der einzigen bewohnten Insel von Los Roques

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Der Ort ist wunder-, wunderschön und gepflegt. Autos gibt es keine (außer der Müllabfuhr, so hörten wir) Die Straßen sind aus Sand und es gibt ganz viele liebevoll gestaltete Pensionen und Hostels, mehr im spanischen als im karibischen Stil. Für einen Traumurlaub hier zahlt man in diesen Hostels inkl. Frühstück und Abendessen ab 90 US-Dollar pro Person aufwärts.

dsc00183 dsc00184 Nur leider können wir ihn nicht relaxt genießen, denn durch ein französisches Paar erfahren wir, dass die Immigration uns entdeckt hat und wir uns unauffällig und diskret verhalten (verstecken?) sollten, sofern wir nicht doch einklarieren wollten.  Und das wollen wir eigentlich alle 4 (Boote) nicht, denn die hiesige Nationalparkgebühr ist definitiv zu hoch. Nichts gegen Gebühren von 30/40/50 Dollar, aber 200 Dollar für einen Aufenthalt von vielleicht 5-7 Tagen, da verkrümeln wir uns lieber unauffällig in Seitenstraßen und erreichen so von hinten den einzigen Supermarkt. Wie befürchtet, ist auch der wie im restlichen Venezuela n i c h t  ausgestattet mit Tomaten, sonstigem Gemüse, Eiern, Reis oder (oh weh) Bier. Aber wir können an der Kasse Geld umtauschen, für 1 US-Dollar erhält man 800 Bolivar. Wir tauschen zusammen 20 Dollar um und zum ersten  Mal in unserem Leben(nun ja, zumindest, seid es keine Lire mehr gibt) halten wir anschließend Packen mit Geld in unseren Händen ;-)

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Das sind schlappe 10 US-Dollar

 

Zurück an Bord genießen wir später in der Strandbar einen total leckeren Caipi und nehmen noch ein Bad im seichten Wasser.

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Leider können wir beide Erlebnisse am nächsten Tag nicht wiederholen, denn zurück an Bord erfahren wir, dass, während wir drüben auf der Nachbarinsel war, die Coastguard bzw. die Immigration bei jedem unserer unbesetzten Schiffe war. Nur Frits haben sie angetroffen, der wollte ja nicht mit. Er konnte sich damit rausreden, dass er keine Papiere hätte, da seine Frau gerade mit samt allen Dokumenten drüben bei der Immigration war um einzuklarieren. Nun, die Sache wird uns zu heiß, die kommen bestimmt wieder und so beschließen wir, am nächsten Morgen früh auszulaufen und uns einen weiter entfernten Ankerplatz zu suchen.

 

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Los Roques – San Sebastopol und Cayo Francisquis

Um 11.00 Uhr am Vortag gehen wir Anker auf und morgens gegen 7.30 Uhr erreichen wir unseren     1. Ankerplatz auf Los Roques vor dem vorgelagerten Riff „San Sebastopol“

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Im Vordergrund die SY Bella Ciao

 

Hier lassen wir einfach den ganzen Tag die Seele baumeln, schnorcheln, schlafen und genießen ;-)

Am nächsten Tag geht es Mittags weiter und zwar Mittags, da da die Sonne am höchsten steht und man Untiefen besser erkennen kann. Eyeball-Navigation ist angesagt hier in dieser Gegend, da unsere elektronischen Seekarten nicht exakt und genau sind. Und so stehe ich vorne am Bug, sobald türkisfarbenes Wasser vor uns oder neben uns auftaucht und lasse meine Eyeball´s übers Wasser schweifen.

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Und hier hat jemand einen Strandausflug auf eine einsame Sandbank gebucht – Sonnenschirme und Kühltasche inklusive :-)

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Los Roques besteht aus 67 Inseln und erinnert ein wenig an die BVI´s, nur dass die Inseln hier alle flach sind, schätzungsweise höchstens 2-3 m hoch.

 

Nach 2 Stunden erreichen wir bereits Cayo Francisquis, scheinbar das Marbella von Los Roques, denn hier liegen die Motor-Dick-Schiffe der reichen Venezolaner dauerhaft mit dem Heck zum Strand und diese fliegen nur am Wochenende ein (so hörten wir jedenfalls).

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Wir ankern auf 7-9 m vor einer netten Landzunge, zu der täglich von Gran Roques aus die Touris inkl. Stühle, Sonnenschirm und Kühlbox für einen Tages-Strand-Ausflug abgesetzt werden.

dsc00161 Leider können wir unseren Anker beim Schnorcheln nicht finden, denn 1. Ist das Wasser voller Schwebeteilchen, also unklar und 2. besteht der Ankergrund hauptsächlich aus Seegras. Da ich trotzdem eine ruhige Nacht anstrebe, wird kurzerhand meine Tauchausrüstung aktiviert und so komme ich nach fast 5 Jahren endlich mal wieder zu einem (Kurz-)Tauchgang. Und oh Wunder, wie easy war das denn? Scheinbar ist es wie Fahrradfahren, man verlernt es nicht und so freu ich mich jetzt noch mehr auf die Tauchgänge in Bonaire.

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Fisch war übrigens nicht zu sehen, so dass ich mit 150 Bar in der Flasche wieder aufgetaucht bin. Das ich aber 50 Bar einfach verballert und weggeatmet habe auf diesen kurzen Unterwasserausflug…. Da muss ich wohl doch noch ein wenig an meiner Atemtechnik arbeiten.

 

 

 

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