Es geht tatsächlich voran – toi,toi,toi

Unter dieser Sonnenabdeckung wird gearbeitet, natuerlich besser also ohne, aber immer noch ein harter Job!

Es geht tatsächlich voran! Wie versprochen ist das Teakdeck am nächsten Tag komplett entfernt und bis Samstag Mittag war das Deck abgeschliffen und gereinigt.

Offiziell arbeiten die Jungs nur bis Samstag Mittag und duerfen dann das Wochenende genießen. So stören wir nach 12.00 Uhr auch niemanden, als wir mittels Wasserschlauch mal wieder versuchen, die undichte Stelle auf unserem Deck zu finden. Schließlich hatten wir große Hoffnung auf eine Lösung gehabt, wenn das Teakdeck erstmal entfernt ist. So plätschern wir eine halbe Stunde mit Wasser rum, unter Deck bleibt alles trocken.

Während wir frustriert drein schauen, steht plötzlich ein Amerikaner vor unserem Schiff, stellt sich als Marina Eigner Richard Monstein vor und verspricht uns, nach der Lunchzeit jemand zwecks weiterer Suche vorbei zu schicken. Und tatsächlich erscheint kurze Zeit später Daniel (zum Uebersetzen) mit einem Mitarbeiter, der sich unser Problem unter Deck anschaut. Er pfeift weitere Leute herbei (obwohl ja offiziell gar nicht mehr gearbeitet wird) und so tummeln sich zeitweise 5 Leute oben und unter Deck herum. Viele Stellen werden vermutet, in viele Stellen wird Wasser reingespritzt, unter Deck bleibt alles trocken.

Nach einer Stunde plötzlich plätschert es unter Deck in den dafuer vorgesehenen Behälter in unserem Kuechenschrank und das sogar ordentlich. Die Stelle ist gefunden und am nächsten Tag entschuldige ich mich bei allen fuer meinen spontanen Ausspruch „I don´t believe it“. Niemals, wirklich niemals hätten wir die Undichtigkeit dort vermutet oder gesucht.

Das ist unser Teak-Relling-Rand, die obere schwarze Verfugung ist nicht mehr ganz dicht und unter dem Holz muss es ein Loch oder einen Riss im GFK geben. Morgen kommt ein Tischler und entfernt einen Teil dieses Teakrandes und dann sehen wir weiter…

Persönlich haben wir uns schon bei Herrn Monstein fuer seinen promten Einsatz bedankt und wiederholen dies hiermit gerne noch einmal

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Werft-Trouble

Wie sollte es auch anders sein? Haben wir wirklich erwartet, dass alles wie von alleine läuft? Nein, eigentlich nicht! Aber schön wäre es gewesen 😉

Dienstag letzte Woche sollten die Arbeiten ja beginnen, erstaunlicherweise ging es tatsächlich schon am Mittwoch los. Zwar erst nach der Lunchtime, aber immerhin. Dumm nur, dass es dabei blieb. Durch die Security Camera, auf der unser Schiff gut erkennbar ist sowie am Arbeitsfortschritt festzustellen, wurde auf der 2wishes immer nur nachmittags gearbeitet und das auch nur von EINEM MANN. Dieser pickerte mit einem kleinen Stemmeisen und einem Hammer ein paar Stunden unser altes Teak vom Deck. Bei der Besichtigung am Freitag wird klar, wenn das in dem Tempo so weiter geht, dann pickert der noch 2 Wochen so rum. So wird das also nix, in 4 Wochen fliegen wir nach Deutschland. Bis dahin muss die Arbeit fertig sein. So nehmen wir uns vor, am nächsten Tag ein ernstes Wort mit dem fuer uns zuständigen englisch sprechenden Yardmaster Marco zu sprechen.

Beim Anlegen am Dinghi-Dock vor unserem Bungalow kommen wir mit unseren Nachbarn ins Gespräch. Auch sie haben ihr Schiff in der RAM liegen und berichten, dass Marco den Job hingeschmissen hat und nicht mehr dort arbeitet. Es läuft mal wieder bei uns …. *grummel*

Montag Nachmittag : Das gewohnte Bild, der einzelne Arbeiter pickt an unserm Teakdeck rum. Blöd ist, er pickt das Teak von einem Bagskistendeckel. Das war gar nicht vereinbart. Wir wollten nur das Laufdeck erneuern. So was passiert, wenn der Einzige, der Bescheid weiß, nicht mehr da ist. Frank schnappt sich ein Stemmeisen und legt selber mit Hand an. Unter Deck zeigt die Temperaturanzeige 48 Grad an, oben an Deck in der Sonne sind es bei leichtem Wind vielleicht nur 45 Grad. Kreislaufversagen nach 15 Minuten, war klar, oder?

Noch ist es fuer uns nur ein Geruecht, dass es keinen Marco mehr gibt bei der RAM und ich begebe mich frustriert ins Office. Dort arbeiten 3-4 Frauen, keine davon spricht Englisch. Und es gibt „Daniel“, ein junger Mann, der ein gebrochenes manchmal schwer verständliches Englisch spricht. Aber immerhin. Er macht scheinbar dort die Vertretung fuer Karen, der das Office normalerweise untersteht, coronabedingt und wahrscheinlich vorbelastet aber seit Monaten/Jahren im Homeoffice ist.

Ich frage also nach Daniel! Daniel wäre heute nicht da!

Ich frage nach Marco! „No possible“

Ich frage nach jemand englisch Sprechendem! “ No possible“

Ich verliere die Contenance

und zurueck am Bungalow hämmere ich wutentbrand ein Mail an Karen in den PC, dass mit der Auftragserteilung eines Angebotes ueber 5000 Dollar nicht gemeint war, dass mein fast 70-jähriger Ehemann selber Hand anlegen muss. Ein einwöchiger Frust fließt mit in den Text und zeigt am nächsten Tag tatsächlich Wirkung. Sie entschuldigt sich vielmals, es wäre nicht die uebliche Arbeitsweise der RAM, sie wuerde Ruecksprache mit ihrer Crew halten und sich wieder melden. Bis Mittags hören wir nichts mehr und machen uns auf zur 2 wishes. Frank möchte diesmal unter Sonnenschutz noch ein bißchen rumpickern, muss ja weiter gehen. Groll!!!

Ich begebe mich derweil wieder ins Buero und frage nach Daniel. Es ist 14.30 Uhr! Daniel wäre zum Lunch! Mein Blutdruck steigt sprunghaft!

In dem kleinen Laden hier auf dem Gelände kaufe ich kaltes Wasser fuer die beiden auf dem Schiff arbeitenden Männer (nämlich meinem Mann und dem jungen Eduardo) . Als ich zurueck komme, wieselt Daniel um Frank herum 😉 – na, da haben sich ja zwei gut englisch sprechende Guys gefunden 🙂 . Mein Blutdruck sinkt wieder und Daniel bekundet, dass ab dem nächsten Tag 3 (in Worten „drei“ 😉 ) Männer auf dem Deck arbeiten wuerden und das restlich Teak damit morgen komplett entfernt ist. Wow! Da hat der Besen von Karen aber gut gefegt!!!!

Am nächsten Tag kommt sogar noch ein Mail vom Eigner der RAM Marina, der auch verspricht, dass der 1. Abschnitt „Teak entfernen“ spätestens in einem Tag erledigt ist. Karen hat scheinbar einen Rund-Um-Schlag ausgefuehrt 😉

Noch ist nicht aller Tage Abend, aber ein wenig zuversichtlicher sind wir wieder

Vielleicht hat der ein oder andere es gemerkt, auch mit diesem Blog habe ich mir ein wenig den Frust von der Seele getippt 😉

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Unglaublich !!!

Am Dienstag, den 3.5. war Arbeitsbeginn zugesagt und heute 4.5. ist tatsächlich was passiert. Wow!!!! Ehrlich gesagt, ich glaube nicht, dass das so weiter geht, aber…. 😉 wir werden berichten

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L a n d l e b e n

Es ist soweit!

Sehr professionell wird die 2wishes von der RAM Marina aus dem Wasser gehoben und nur 200 m entfernt auf dem Trockenen geparkt.

Hier wartet sie nun auf die versprochenen Arbeiter, die sie vom Teakdeck befreien wollen

Nächste Woche sollen die Arbeiten los gehen, wir sind gespannt, ob RAM sich an seine Zusage hält. In den nächsten Tagen jedoch kümmern wir uns noch um das ein oder andere, diverse Leinen müssen entfernt werden, die Fender gesichert werden und auch innen mssen noch ein paar Arbeiten erledigt werden. Aber länger als 1-2 Stunden täglich schaffen wir nicht! Von unten gibt der Beton Hitze ab, von oben knallt die Sonne erbarmungslos aufs Deck.

Bei dieser Temperatur macht unser Kreislauf bereits nach 10 Minuten schlapp und so ist es kein Wunder, dass wir täglich nur mal auf ein Stündchen vorbeischauen und das richtige Arbeiten demnächst Leuten überlassen, die 1. jünger sind und 2. an diese Temperaturen gewöhnt sind.

Wir dagegen üben „Bungalow-Leben“ , denn schließlich ist das unser Plan für die nächsten 5 Jahre. Wir haben bei der Punta Bonita Marina einen der 3 bezaubernden Wasserbungalows gemietet und genießen hier die schattigeren Temperaturen.

Riesig ist die Küche nicht, aber es ist eine richtige Küche! Hurra! Es gibt einen riesigen Kühlschrank mit Gefrierfach. Damit haben wir endlich wieder Eiswürfel, denn leider hat das Gemeinschaftsgeschenk unserer Freunde von vor 7 Jahren, die wunderbare Eiswürfelmaschine, vor kurzem den Geist aufgegeben und läßt sich auch nicht wiederbeleben *traurig guck* . Und dann kann ich nach 7 Jahren endlich mal wieder (Fleisch-)Vorräte einfrieren und kann mit das „Einkochen“ sparen. Wir haben nun einen Wasserkocher, einen TOASTER und auch eine Microwelle!!!!! Toll ! Was ich allerdings mit Letzterer machen soll, weiß ich gar nicht mehr. Erinnerungslücken???


Alles wunderbar, was uns allerdings jetzt schon fehlt, ist das Leben auf dem Wasser – einfach mal vom Boot ins Meer springen – man kann eben nicht alles haben!

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Fleißig waren wir…

Die ersten 2 Wochen hier waren unentspannt. Da demnächst an unserem Schiff größere Arbeiten fällig sind, mußten diverse Termine zwecks Angebotserstellung gemacht werden . Auch die Möglichkeiten, das Schiff ab Juni fuer 6 Monate an Land stellen zu müssen, mußten ebenso geklärt werden. Die unterwegs in Roatan getroffene SY Eden hatte uns ja bereits die RAM Marina empfohlen, da diese vor 2 Jahren dort die gleichen Arbeiten zu ihrer vollsten Zufriedenheit ausgeführt haben lassen. Ein großer Pluspunkt und da die Nanajuana Marina/Werft ein doppelt so hohes Angebt abgegeben hat, fiel die Entscheidung leicht und unser Schiff wird am 28.4. in der RAM rausgeholt und an Land geparkt.

Jetzt mußte aber noch eine Unterkunft mit Küche fuer die Zeit der Arbeiten gefunden werden, denn kein Mensch kann aufgebockt an Land auf einem Schiff leben, während das Teakdeck entfernt wird und der Untergrund abgeschiffen werden muss.

Ein Anfrage in der entsprechenden Facebook-Gruppe brachte eine 90%iges Empfehlung: „Marina Punta Bonita“ gleich hinter der großen Brücke. Lovis, der Eigentümer, zeigte uns stolz seine 3 unterschiedich großen wunderschönen Holzbungalows mit Terrasse (Fotos demnächst) und richtiger Küche. Letzteres unglaublich wichtig, denn 4 Wochen lang essen gehen verträgt weder unser Portemonnaie noch unser Magen und so lange dauern die Arbeiten auf unserem Boot mindestens . Lovis gutes Angebot, erst 4 Wochen Marina, dann 4 Wochen Bungalow haben wir gerne angenmmen und liegen somit jetzt fest an einem Seitensteg.

Hier können wir in Ruhe mit Wasser pantschen, Schränke ausmisten und diverse Vorbereitungen fuer einen Verkauf treffen.

Sanitäranlagen und Aufenthaltsbereich liebevoll in der eigenen Werkstatt aus Holz hergerichtet, sogar die Stege sind mit Blumen dekoriert

Einziger Nachteil: Es gibt keine Landanbindung! Das heißt, um in die Stadt Fronteras zu kommen, brauchen wir immer das Dinghi . Mal eben zu Fuß auf ein Bierchen ist nicht und ich fürchte, der fuer Senioren täglich empfohlene 8 Km Spaziergang kann auf diese Weise auch nicht ausgeführt werden 😥

Und über die verrückte, laute, volle Stadt Fronteras beim Nächsten mal mehr…

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Rio Dulce flussaufwärts

Vielleicht am Anfang zum besseren Verständis:

Der mittlere Teil zeigt den 1. und 2. Teil unserer Strecke
1 Teilstrecke von Livingston zum 1. Ankerplatz

Gut ausgeschlafen verlassen wir Livingston und begeben uns zur Einfahrt in den Rio Dulce.

Hier ist er voraus, der Eingang zum Rio

Schon nach ganz kurzer Zeit wissen wir, die Entscheidung, gestern nicht mehr weiter zu fahren, war absolut richtig. Flussaufwärts kommen wir wegen der Gegenströmung nur mit 2,5 Knoten anfangs vorwärts, wir hätten also den 1. Ankerplatz niemals im Hellen erreicht. So aber genießen wir eine langsame Fahrt, leider mit dem Pech eines zugezogenen Himmels. Die nachfolgenden Bilder kommen daher etwas finster rueber

Nach 3 Stunden verlassen wir den engeren Teil und laufen in den „El Golfete“ ein. In der Gringo Bay finden wir einen wunderschönen einsamen ruhigen Ankerplatz und genießen den Rest des Tages. Das Wasser hier ist anders, sauber, aber milchig und undurchsichtig. Dafuer stellen wir jedoch beim ersten Bad fest, es ist tatsächlich noch wärmer als die karibische See 🙂

Ankerplatz vor einem wunderschönen, jedoch z.Zt. unbewohntem Anwesen

Ich hätte noch 1,2 Tage bleiben können, aber der Skipper ist nervös. Will endlich ankommen und die Vorbereitungen fuer unseren längeren Aufenthalt hier im Rio Dulce zu klären. So durchqueren wir den El Golfete, der wie ein riesiger See rueber kommt und liegen 3 Stunden später vor der RAM und der Nanajuana Marina vor Anker. Ab morgen heißt es neu entdecken, um Angebote kuemmern und die nächsten 2-3 Monate planen.

Landschaftlich war die Fahrt durch den Rio wunderschön, auch wenn es durch den bedeckten Himmel leider fotomäßig nicht so rueber kommt….

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Über die Sandbank vor Livingston

Wir sind überhaupt nicht aufgeregt 😳

ca. 10 Seemeilen sind es von der Tres Punta Bucht bis zum Anfang der „Barre“ (Sandbank), 2 – 2,5 Stunden brauchen wir für diese Strecke und so gehen wir gegen 9.00 Uhr Anker auf Richtung Livingston. Eine Meldung auf unserem Handy irritiert. Wir hätten jetzt nordamerikanische Inlands-Sommerzeit und somit erst 8.00 Uhr! Was ist uns denn da wieder entgangen? Hat Guatemala etwa eine andere Zeitzone wie Honduras? Dann wären wir eine Stunde zu früh an der Sandbank und hätten nicht genug Wasser unterm Kiel. Panik! Wir haben keine Netzverbindung und können somit die Zeit nicht überprüfen. So versuchen wir mehrmals den Einklarierungsagenten Raoul Morales per Funk zu erreichen. Keine Antwort! Sehr schlechter Service!!! Ihr merkt also: Entspannung ist anders 😉

11.00 Uhr (Honduras-Zeit und wahrscheinlich auch Guatemala Zeit 😉 )

Wir stehen vor der Sandbank, 11.20 Uhr ist absolutes Hochwasser! 10 Minuten wartet Frank noch mit angezogenen Zügeln, dann läßt er locker und wir rollen auf die Barre zu . 11.11 Uhr – wir stecken fest 😯

Angeblich sollen hier immer Schiffe lauern, die einem behilflich seinen möchten (gegen Cash natürlich) und einen über die Sandbank ziehen. Hier ist heute weit und breit kein Schiff zu sehen!!! Wir warten! Vielleicht kommt ja jemand! Aber nix tut sich! So wird der Captain mutig und gibt einfach mal ein bißchen Gas. Und tatsächlich, ganz langsam bewegt sich die 2wishes durch den Schlamm und ist kurze Zeit später so frei, dass sie die restlichen 1,5 Seemeilen mit 0,0 bis 0,1 m unterm Kiel bis Livingston zurück legt, ohne noch mal stecken zu bleiben! Wir haben es geschafft, ganz alleine! Ankern vor Livingston mit 0,6 m unterm Kiel. Boorrr!! Da ist jetzt richtig Platz unterm Kiel 😀

Wieder versuchen wir den Agenten über Funk zu erreichen! Keine Antwort! So begeben wir uns an Land. Am Public Dock will man auf unser Dinghi aufpassen, natürlich gegen ein kleines Trinkgeld. Das Angebot nehmen wir gerne an, schließlich können wir unserer Versicherung nicht schon wieder den Diebstahl eines Motors, diesmal sogar mit Dinghi, verklickern 😉 . Ein anderer Boy bringt uns zum Büro des Einklarierungsagenten Raul, wo völliges Unverständnis herrscht, dass man nicht über den Funkverkehr Kanal 16 erreichbar war! Hahaha!! Aber gerade wäre Lunch-Time und alle Offiziellen somit „out of order“ 😉 Aber dann, dann würde man kommen …..

Und tatsächlich, um 14.30 Uhr kommt eine Lancha mit 8 Personen an Bord. Nur 2 davon arbeiten, heißt, sie notieren Diverses aus unseren Schiffspapieren, Passports und Impfausweisen (Einreise bei vollständiger Impfung ohne zusätzlichen Test zur Zeit möglich). 15 Minuten später und 250 Dollar ärmer sind alle wieder weg und der Neffe des Einklarierungsagenten Raoul will uns unsere Einklarierungsbestätigung gegen 15.30 Uhr zum Public Dock bringen. Wir bestellen ihn gleich um in das daneben liegende kleine Restaurant, wo wir das erste Local Beer testen. Das schmeckt uns so gut, dass wir gleich noch ein Zweites bestellen 😉 und uns entschließen, doch nicht mehr sofort weiter zu fahren. Die erste Strecke durch den Rio Dulce soll landschaftlich sooo schön sein, dass es schade wäre, dort im Eiltempo vorbei zu rauschen. Zwar sind es nur ca. 5-7 Seemeilen bis zum 1. Ankerplatz, bei Vollgas also nur ca. 1,5 Stunden, aber trotzdem kämen wir nur ganz knapp vor Einbruch der Dunkelheit an. So entspannen wir uns, genießen noch eine Pizza, sichern Dinghi und Dinghimotor mehrfach und verbringen eine ruhige Nacht vor Livingston

Und morgen geht es dann ganz entspannt den Fluss rauf….

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Von Utila nach Livingston in Guatemala

Montag Morgen ganz früh 😉 um 8.00 Uhr sind wir schon aus den Federn (obwohl, wir haben ja keine Federn mehr, nur noch leichte Baumwolllaken) . Wir wollen ausklarieren, die restlichen hondurianischen Kracher ausgeben und gegen Mittag Anker auf gehen. So sitzen wir mit einem Kaffee im Cockpit und wundern uns. Wieso ist das heute so ruhig? KEIN Wind, KEIN Schwell, Sonne pur! Schön ist es hier! Sollen wir vielleicht doch bleiben? Eine Stunde überlegen wir hin und her. Doch erst morgen? Aber morgen ist kein Wind mehr angesagt für unterwegs. Jeder möchte eigentlich, das der Andere die Entscheidung trifft.

Um 9.00 Uhr haben wir fertig überlegt und verlassen das Schiff zwecks Ausklarierung. Punkt 13.00 Uhr geht der Anker hoch. Bye, bye Utila! Fast sofort können wir Segel setzen und mit ganz bequemen Wind von hinten und blauem Himmel rauschen wir mit 6-7 Knoten (das ist viel für unser Schiff) gen Guatemala. So schön kann segeln sein. Und vielleicht ist das ja auch unsere letzte Fahrt, dann hatten wir uns genau dieses Segelwetter verdient 🙂 .

Wie angekündigt, schläft der Wind morgens um 6.00 Uhr ein und wir werfen die Maschine an. 13.00 Uhr – der Anker fällt in der von Livingston gegenüber liegenden Bucht „Tres Puntas“, groß und mit 3-4 m relativ flach, aber wunderschön! Wir sind auch nicht alleine, 3-4 Boote sind bereits dort. Entweder sind sie vormittags aus dem Rio Dulce gekommen und warten auf Weiterfahrt oder wollen morgen wie wir bei Hochwasser über die Sandbank zum Einklarieren.

Vielleicht unser letztes Ankern in Salzwasser 😥

Und morgen wirds spannend! Um 11.20 Uhr ist Springflut und über der Sandbank vor Livingston sollen 51 cm mehr Wasser stehen. Und genau die brauchen wir auch, um nicht stecken zu bleiben….

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Bay Islands – Utila – 2. Versuch

Wir sind übrigens wieder komplett 🙂 – relativ pünktlich wurde unser neuer Außenborder nach 1 Woche geliefert. Und da solche Diebstähle in Roatan , so wie wir hörten, sehr oft vorkommen, ist unser Neuer jetzt immer 3-fach gesichert 😉

Auf den Bay Islands bekommt man nur ein 90Tage-Touristen-Visum. Da wir jedoch noch mal nach Utila wollen und nicht gleich in den Rio Dulce in Guatemala, verlängern wir dieses Visa in der Hauptstadt Coxen Hole. Nach 6 Stunden und 40 Dollar weniger dürfen wir weitere 30 Tage bleiben. Aber wo? über Roatan wird in den nächsten Tagen ein heftiger Sturm ziehen. Zwar kommt der Wind aus Ost, aber mit 30-35 Knoten liegt man auch hier in West End nicht sehr angenehm , sondern eher beschis….

Also doch nach Utila und einen 2. Versuch starten. Nun sind wir ja noch immer keine „paranoiden“ Ankerer! Das heißt, wir drehen nicht durch, wenn vor oder neben uns jemand wagt zu ankern, aber durch unsere negativen letzten Erfahrungen hier in Utila mit dem schlechten Ankergrund ist ein starkes Unwohlsein geblieben. Mit Magengrummeln kommen wir an und wir wählen einen Ankerplatz weit draußen in der Bucht. Hier lag damals ein Schiff völlig unberührt von starken Winden und Wellen und das musste einen Grund haben. Und tatsächlich hält der Anker beim 1. Mal, tief tief hat er sich eingegraben. Aber ob er auch dort bleiben wird? 2 Tage haben wir noch ruhiges Wetter, dann erreichen uns die Sturmausläufer mit 25 Knoten aus Ost. Bis 23.30 Uhr halten wir Wache, der Anker hält, der Wind läßt nach und wir können einigermaßen beruhigt schlafen. Tagsüber läßt der Wind nach, aber Nachts hält er immer länger an. Bis morgens klappert und rauscht es! Tiefschlaf geht anders!

Dann erfahren wir, dass die Insel Utila ab letzter Woche ein Ankergeld von 40 Dollar die Woche bzw. 200 Dollar für einen Monat kassiert. WOFüR? Wir (die Segler) würden nur unseren Müll dalassen und kein Geld in die Infrastruktur! Komisch, wir gehen jeden 2. Tag essen, haben diverse Drinks an Land genossen und auch die Supermärkte und Gemüseläden nicht ignoriert! Die Seglergemeinschaft ist in Aufregung, viele laufen Utila gar nicht mehr erst an, andere gehen Anker auf! Gut, wenn man hier anständige Moorings für einen sicheren Halt auslegen würde, okay! Haben wir in Roatan ja auch ohne murren gezahlt. Aber für nix?

Und dann dreht der Wind nächste Woche auch noch auf West. Man liegt jetzt schon nicht ruhig hier, bei West Wind wird die Situation hier noch ungemütlicher und ob der Anker dann noch hält.

Utila ist wirklich ganz nett, gerne wären wir noch 10 Tage länger geblieben, aber so….

Am Mittwoch ist die nächste High Tide (Hochwasser) , die brauchen wir, um über die Sandbank am Eingang zum Rio Dulce zu kommen. So werden wir morgen ausklarieren und uns von den Bay Islands verabschieden. Vielleicht , aber nur vielleicht kommen wir nächstes Jahr wieder..

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Und weg war er….

2 Tage kommen wir wegen schlechtem Wetter nicht von Bord, aber dann endlich wieder blauer Himmel, nix wie an Land…. dazu erforderlich ein Dinghi, vorzugsweise mit Motor, denn Langstreckenpaddeln in unserm Alter macht nicht mehr viel Spaß.

Unser Dinghi samt Motor hängt am Heck der 2wishes , hochgezogen an 2 Davids, wo es mit mehreren Leinen befestigt ist. Wer jetzt gut aufgepaßt hat, der findet den Fehler auf dem nachfolgenden Bild 😉

UND???? Fehler gefunden???

Frank hat in Natura jedenfalls länger gebraucht. Bevor sein Ausruf „ach du Schei..“ kam, hat er erst diverse Leinen gelöst, um unser Dinghi herab lassen zu können und sich dann erst gewundert. Seit 6,5 Jahren ziehen wir jeden Abend unser Dinghi (im Gegensatz zu vielen anderen Seglern) hoch, um einen Diebstahl zu vermeiden. Denn… siehe oben… ohne Dinghi kein Landgang 😥

Wir waren die ganze Zeit an Bord, wir schlafen mit dem Kopf Richtung Dinghi, wie zum Kuckuck haben die es fertig gebracht, völlig geräuschlos das Schloss zu knacken, mit dem der Motor zusätzlich gesichert war, die Benzinleitung zu kappen, von unten die Verschraubung zu lösen und dann u e b e r Kopf einen 30 kg schweren Motor zu demontieren und lautlos zu verschwinden?????????????????????

Nicht nur wir sind fassungslos, auch der herbei gerufende Marine Park Ranger. Meine größte Angst: wo bekomm ich bloß auf dieser kleinen Insel einen neuen Motor her?

Die Tifricat liegt neben uns und ist uns in den nächsten Tagen mit diversen Abholdiensten eine große Hilfe. Mit dem Taxi geht es am nächsten Tag nach French Harbor, dort gibt es das Ministerium de Public, wo unter anderem auch ein Polizeibeamter sitzt, der solche Diebstahlanzeigen aufnimmt. Großes Problem dabei, man kann eine Anzeige nur mit einer spanisch sprechenden Person aufnehmen. Aber woher nehmen? Eigentlich könnten wir auf eine Anzeige verzichten. Niemals wird hier auf der Insel jemand diesen Motor suchen oder finden 😉 , aber wir brauchen eine Aktennummer fuer die Versicherung, denn Gott sei Dank stellen wir fest, dass unser Dinghi samt Motor diebstahlversichert ist. Nach einer Stunde hin und her und diversen sprachlichen Mißverständnissen haben Glück, großes Glück. Eine junge Einheimische möchte ebenso eine Anzeige aufgeben und nimmt sich vorher eine 3/4 Stunde Zeit, um für uns zu übersetzen. Danke, danke, danke!!!!

Eine weitere Stunde später haben wir dann tatsächlich auch einen neuen Motor geordert, da dieser vom Festland kommt, muessen wir uns aber noch ein paar Tage gedulden und weiterhin den Fährdienst der Tifricat in Anspruch nehmen.

Aber… der erste Schock ist überwunden und die Tränen versiegt! Und wenn man an die Situation in der Ukraine denkt, dann war das Jammern und Heulen auf hohem Niveau – sorry dafür!

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