Le Marin

Le Marin war unsere 1.Karibik-Anlaufstelle

Le Marin verursachte unseren 1. Karibik-Schock.

Am 05.01.2016 kamen wir nach 16 aufregenden und anstrengenden Tagen Atlantik voller Vorfreude um die Ecke hier in Martinique, sahen als Erstes vor St. Anne ca. 300 Schiffe (nun ja, vielleicht waren es auch nur 200, aber v i e l e  waren es ;-)  )vor Anker liegen und weitere 500 Schiffe vor Anker, an Moorings oder in der Marina hier in der riesigen Bucht von Le Marin. Meine/unsere Enttäuschung war damals riesengroß und wer diesen Blog schon damals gelesen hat, wird sich an unsere frustrierten Blogeinträge erinnern ;-) . So richtig schön ist es hier immer noch noch, aber heute sind wir abgeklärter und wissen die Vorteile zu schätzen. Wir sind dieses Jahr hier nur vor Anker gegangen, weil man sich so herrlich bequem verproviantieren kann. Der Supermarkt LeaderPrice verfügt über einen eigenen Dinghianleger, von dem aus man seine Waren (oder Paletten ;-) ) direkt vom Einkaufswagen ins Dinghi packen kann. Auch wußten wir vor 1 ½ Jahren das Warenangebot noch gar nicht zu schätzen, schließlich waren wir noch europaverwöhnt. Heute gehe ich mit strahlenden Augen durch den Laden, weiß gar nicht, welchen Käse ich zuerst kaufen soll und bin überrascht über das bezahlbare Obst- und Gemüseangebot. Ich sauge mich voll mit Melone, Apfelsinnen, Ananas bis Frank mich stoppt.  Ich könnt die Tage ja noch mal nachkaufen ;-) .  Einen Carrefour Supermarkt (französischer Edeka- oder Rewemarkt) gibt es zusätzlich noch gleich um die Ecke.

Nun sind wir schon über 1 Woche hier und da fragt man sich wohl, ob wir mit dem „Verproviantieren“ nicht mal langsam fertig wären, nicht wahr? Nun, unsere Art zu leben ist sehr, sehr zeitaufwendig ;-) .  Ständig wird man durch Feiertage oder Wochenenden ausgebremst *grrr*. Letzten Montag z.B. standen wir plötzlich vor verschlossenen Supermarkttüren, scheinbar gab es einen für uns unbekannten Feiertag. Auch die für diesen Tag vorgesehene Handwerkersuche gestaltete sich unbefriedigend, da auch hier überall die Rollläden runter waren. Auf dem Werftgelände fanden wir jedoch eine offene Motorreparaturwerkstatt, wo wir nach Rücksprache unseren Außenborder am nächsten Morgen um 8.00 Uhr zur Reparatur abgeben durften.  Das Getriebe ist so schwergängig, dass Frank inzwischen fast eine Sehnenscheidenentzündung hat. Hin unter Motor ist ja noch okay, dann 35 KG vom Dinghianleger zur Werkstatt schleppen und anschließend unter Ruder gegen Wind und Welle zurück. Macht echt Spaß! Um 15.00 Uhr wieder hin rudern, um zu erfahren, dass man nichts ausrichten konnte und uns den Rat gab, eine offizielle Yamaha-Werkstatt aufzusuchen.  In Martinique gibt es diese allerdings nur im Inland, verschieben wir dieses Problem also.  Und wenn ihr jetzt richtig mitgezählt habt:  2 Tage weg !!!!!

Dann brauchen wir einen Rigger, da eine unserer Salinge wackelt und Geräusche macht. Viele von euch werden sich jetzt fragen, was zum Kuckuck ein „Rigger“ ist und was eine Sailing.  Kurzerklärung: Das Rigg ist das Gesamtsystem aus Mast,  Baum,  Salinge sowie das Tauwerk (Wanten), das den Mast hält.  Und wenn da was nicht in Ordnung dran ist, dann kann das nicht gut sein und man braucht einen “Rigger”. Rigger also gesucht und auch gefunden, aber, aber…. Leider hat der Rigger erst nächten Mittwoch Zeit für uns und somit hängen wir eine weitere Woche in Le Marin fest bzw. dürfen wir Käse, Baguette und Obst noch ein bißchen länger genießen.

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Der Perser ist ab…

Kaum hatte ich den letzten Blogeintrag veröffentlicht, bekamen wir es wieder abgeschwartet.

O-Ton von Birte per Mail:

wieso schleppt Ihr denn Euren Perser noch mit Euch rum, und dann auch noch Langhaar? :-) Man(n) schrubbt das doch vorher runter. ;-)

Nun, wir sind eben auch nach nun fast 2 Jahren immer noch Segeldummies und lernfähig ;-) .  Man(n) konnte sich einfach nicht vorstellen, dass so ein bißchen Teppich soooo bremsen kann.

DCIM100MEDIADen Teppich da wieder runter zu schruppen, hat Frank 2 Tage seiner kostbaren Freizeit gekostet. Nun ja, nicht ganz, aber wenn man die ganze Rödelei vor und nach einem von 2 1-stündigen Tauchgängen inkl. Flaschen wieder füllen mitrechnet, dann ist man schon ordentlich beschäftigt und die Sonne geht hier in der Karibik schneller unter als man denkt :-)

Zwischendurch war aber auch noch Zeit, mit der Fähre rüber nach Fort de France zu fahren und einen auf Stadtbummel zu machen. Bei Digicel erwerben wir auch endlich wieder eine Prepaidkarte mit Datenvolumen, so dass wir nicht mehr auf die einzige Bar hier mit Wifi angewiesen sind. Highlight war der dort ansässige Bootsausstatter, der Unterwasseranstrichfarbe so günstig wie in DE verkauft. Aber trotzdem müssen wir erst mal eine Nacht drüber schlafen, ob wir oder ob wir nicht…

Um das Geld für die Fähre zu sparen, verlegen wir das Schiff ganz über die Bucht rüber, schließlich kann man dort direkt vor der Stadt ankern. Nun, andere können es! Wir nicht!!! Jedenfalls nicht sofort. Der Anker hielt erst nach dem 4. Versuch, kurz bevor der Skipper schon wieder die Flucht ergreifen und zurück in die gegenüberliegende Bucht ausreißen wollte. Aber was macht man nicht alles um ein paar Kröten zu sparen :-)

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Warum man 23 Stunden nach Martinique braucht….

35 Seemeilen liegen zwischen Dominica (Roseau) und St.Pierre auf Martinique.

Wenn man jetzt mal von einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 4-5 Seemeilen die Stunde ausgeht bei normalen Windverhältnissen (und so war er angekündigt, der Wind), dann hätten wir für die Strecke zwischen 7 und 9 Stunden gebraucht. Losgefahren sind wir gegen 8.00 Uhr (mußten vorher noch die Wassertanks auffüllen) und so sollten wir zwischen 3 und 5 Uhr Nachmittags ankommen. Um 19.00 Uhr wird es dunkel, so daß wir noch einen kleinen Puffer hatten. Eine Geschwindigkeit von nur 3 Knoten wäre nicht tragbar, in dem Fall müßten wir den Motor anwerfen. 1. um anzukommen und 2. ist es ätzend langsam ;-)

Wir verlassen also die Bucht von Roseau und setzen Segel. Die Geschwindigkeit pendelt zwischen 2 und 2,5 Knoten, die Laune sinkt. Wir nehmen den Motor dazu, fahren also Vollzeug plus Motorkraft – die Geschwindigkeit liegt zwischen 1,9 und 2,4 Knoten. Okay, sagen wir uns, wir haben ja einen Puffer von 2 Stunden und auf dem offenen Meer, wenn wir Dominica hinter uns liegen haben, dann gehts bestimmt los… Tja, vertan, vertan, sagte der Hahn und stieg von der Ente. Egal, ob nur mit Motor, nur mit Segeln oder beidem zusammen, der Kahn wurde einfach nicht schneller. Franks Theorie dazu: Gegenströmung, heftige Gegenströmung von 2-3 Knoten. Meine Theorie: dieser verdammte Teppich an unserem Unterwasserschiff bremst uns aus. Wahrscheinlich ist beides richtig, aber nach 4 Stunden ist klar, wir schaffen es niemals, die Bucht von St. Pierre im Hellen zu erreichen und im Dunkeln fahren wir nicht in Buchten rein. Was soll´s! Der Kühlschrank ist an Bord, die Betten auch. Fahren wir eben die Nacht durch (mit 2 Knoten *grausig*). 35 geteilt durch 2 = ca. 17 Stunden. 8.00 Uhr Abfahrt + 17 Stunden = wir würden St. Pierre gegen 12.00 Uhr nachts erreichen. Auch blöd, wäre ja schließlich immer noch dunkel und vor der Bucht hin und her zu kreuzen, auch nicht so dolle. Also lassen wir St. Pierre links liegen und fahren noch mal 15 Seemeilen weiter in die Bucht, die wir sonst als 2. angefahren hätten.  Muß ich euch das jetzt wieder vorrechnen? 15 geteilt durch 2 (ca.) usw.? :-) Nun, um 6.00 Uhr wird es hell, um 7.00 Uhr lagen wir sicher vor Anker in der Grande Anse d´Arlet Bay, um 7.30 Uhr lagen wir in der Koje. Wir haben FERTIG ! :-)

Gesamte Strecke “Fahrt durchs Wasser” waren nun 50 Seemeilen, unser Zähler “Fahrt über Grund” zeigte 95 Seemeilen an, also fast das Doppelte.

Hab ich schon mal erwähnt, das ich segeln sche… finde?

Hab ich schon mal erwähnt, das ich Martinique…? Psssttt!!! Ich sach besser nix! Aber Freunde werden wir niemals ;-)

Der einzige Grund, warum wir die Bucht Grande Anse d´Arlet angefahren haben, war, dass wir dort vor 1 1/2 Jahren mal eine Pizza gegessen haben, die absolut SPITZE war und nach so einer Nachtfahrt darf die Küche doch mal kalt bleiben. Wir gehen also Nachmittags an Land, wollen noch irgendwo ein nettes wohlverdientes Bierchen trinken und so gegen 16.30 Uhr dann die Pizzeria aufsuchen. Von den sagen wir mal 7-8 Bars/Restaurants dort sind überhaupt nur noch 3 in Betrieb bzw. offen und die schließen frühzeitig, wie wir feststellen mußten. Das mit der Pizza wurde jedenfalls nichts, da das Lokal zu dem Zeitpunkt bereits geschlossen hatte. Prima, echt prima! Also doch ab in die Küche ;-)

Am nächsten Morgen geht es in die Nachbarbucht, dort müssen wir einklarieren und der Kühlschrank muß gefüllt werden. Einklarieren klappt, der Kühlschrank bleibt leer, der Ort hat doch tatsächlich nicht mal einen Supermarkt. Und WIFI ist hier auch ein Fremdwort, das Wort gibt es wahrscheinlich in “französisch” gar nicht :-).  Echt anstrengend, dieses Martinique.

Und so brachen wir am nächsten Morgen wieder auf und liegen jetzt in einer netten Bucht mit 5 weiteren meist verlassenen Segelschiffen, aber mit Strand und Strandbar MIT WIFI (wie anhand dieses Blogeintrages zu merken ist) und vor allen Dingen mit SUPERMARKT, so dass wenigstens die vegetarische Küche gesichert ist ;-)

Hier werden wir (äh… Frank) mittels Tauchflasche versuchen, den Teppich von unserem Unterwasserschiff zu entfernen, das Schiff mal wieder zu putzen und uns ansonsten von unserem schwerem Leben zu erholen :-)

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Happy Birthday Verena

Das Schlimmste am Langfahrtsegeln ist das Segeln.

Das Zweitschlimmste ist, dass man bei Geburtstagen der Kinder und Enkelkinder, sowie auch an fetten tollen Geburtstagen von Freunden nicht dabei sein kann.

Und so waren wir traurig, das wir gestern nicht mit dir, liebe Verena, in das nächste Geburtstagsjahrzehnt rein feiern konnten und dir nur von hier aus ganz ganz liebe Grüße und Küsschen senden können.

Also hier noch mal:

Alles alles Liebe zu diesem besonderen Geburtstag

und wir hoffen, du verzeihst uns irgendwann *traurig guck*

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Trafalga Falls und die Water Bar

Natürlich kann man auch hier in dieser Gegend viele von Guides geführte Ausflüge machen. Aber für die Trafalga Falls braucht man ganz sicher keine Führung. Von der King Georg Street fahren regelmäßig Busse für 5 EC bis direkt vor den Eingang der Wasserfälle.  Dort bezahlt man dann 5 US-Dollar Eintritt (falls man nicht den Wochenpass für 12 Dollar hat) und 10 Minuten und ein paar Treppen später

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steht man vor den Trafalga Falls, die auf Fotos aber leider gar nicht so beindruckend rüber kommen, wie sie in Wirklichkeit sind.

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äh… blöd… müßt ihr eben den Kopf drehen

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Wir klettern noch ein bißchen über die Steine, aber ein Becken zum Schwimmen gibt es leider nicht. Und so machen wir uns wieder auf den Rückweg und laufen die Straße, die jetzt so schön zurück einfach bergab geht. Sind wir doch auf de Hinweg an so einer nett aussehenden Bar vorbei gekommen, die wir unbedingt kennen lernen wollen ;-)

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The Water Bar :-)

 

Und in der Tat ist diese spannender als die Wasserfälle, denn sie liegt direkt am Hang und scheinbar fließt das Wasser aus dem Berg direkt durch die Bar.

Der Wirt bereitet gerade den Lunch vor und säubert alles gründlich unter dem aus dem Berg kommenden Wasser (das jedoch erst noch durch einen Filter läuft). DSC01215Gegenüber steht dieses merkwürdige kleine Häuschen, indem ein Holzfeuer brennt, auf dem der Topf steht. DSC01218Gemüse rein und los geht das Köcheln.  Es duftet herrlich und ich nehme mir vor, morgen gibt es bei uns Gemüsesuppe :-)

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Interessante Blumenvase :-)

 

 

 

 

 

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Roseau

Wir liegen vor der Hauptstadt Dominica an einer Mooring. Der gesamte Bereich hier ist vollgepflastert mit Mooringbojen, da ist es schwierig, einen Ankerplatz zu finden. Zumal es 10 m vor der Küste noch fast 30 m tief ist. Und so liegen wir nun im Gegensatz zu Mero nicht mehr einsam, aber dafür sehr nah an der Küste

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Roseau ist wie gehabt… bunt, quirlig, caribisch natürlich und da Nachsaison zur Zeit auch cruisingshipfrei.

Wir machen einen Ausflug in den Botanischen Garten, der mitten in Roseau liegt (oder am Rand). Beeindruckende riesige Bäume DSC01187und endlos große Grünflächen. Beeindruckend dieses Bild:

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Der Hurrikan David brachte 1979 diesen Baum zum Einsturz und begrub einen Schulbus, der aber Gott sei Dank damals leer war. Bis heute sind die beiden nun unzertrennlich und eine Attraktion des Parks

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Die Natur erobert zurück….

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Markt in Roseaul, allerdings mit Einheitspreisen. Überall und Alles kostet 5 EC und handeln ist nicht, lieber schmeißen die es weg

 

 

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Mero

Zwischen der Prince Rupert Bay und Roseau liegt die kleine Stadt Mero, die sich laut Beschreibung im Doyle nett anhörte. Der Ankerplatz vor Mero liegt nicht besonders geschützt, aber wir hatten so gut wie keinen Wind, daher war es für eine Nacht egal.

Wir waren auch das einzige Schiff, das hier geankert hat, was dem Skipper anfangs Bauchschmerzen verursachte nach der Device: Wenn keiner ankert, dann kann man dort bestimmt gar nicht ankern. Man kann. Den jedoch im Doyle bezeichneten Ankergrund „SAND“ haben wir allerdings nicht gefunden, dafür einen dicken verfilzten Seegrasteppich. Aber oh Wunder, der Anker hielt gleich beim ersten Mal.

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Mero sollte wohl mal ein lauschiger kleiner Touristenort werden . Hat aber irgendwie nicht geklappt.

Die einzige Touri-Bar am Strand ist recht heruntergekommen und nimmt zum Ausgleich für keine Gäste dafür von seltenen Gästen fast das Doppelte für Getränke als anderswo. Das verdirbt dem Skipper natürlich die Laune und wir wechseln mal wieder zu den “Locals” ;-) Die vielen natürlichen Sonnenschirme am Strand sehen inzwischen auch ziemlich ramponiert aus.

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Fazit:  Nett als Zwischenstopp für eine Nacht, ansonsten….

 

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Die Luft ist raus…

Nicht bei uns, aber bei den anderen Langfahrtseglern…

Schon als wir vor 2 Wochen hier ankamen, fiel als 1. auf, dass viel weniger Schiffe in der Bucht lagen aus letztes Jahr im Februar. Und nun beobachten wir seit 2 Wochen spätnachmittags (Buchtkino), wer reinkommt und ankert bzw. an die Mooring geht. Es sind immer nur zwischen 3-4 Schiffe, die meisten davon sind am nächsten Morgen wieder weg! Völlig unverständlich! Die anderen bleiben wenigstens 2 Nächte und sind dann weg. So sind die verbliebenden 4 Bars hier am Strand auch recht verwaist und die P.A.Y.S. haben nicht mehr allzuviel zu tun. Das Saisonende naht – ab Anfang/Mitte Juni beginnt die Hurrikanzeit und man muss sich eigentlich vom Acker gemacht habe. Ist aber doch kein Grund, jetzt schon Dominica zu meiden, oder? Unsere Lieblingsbar vom letzten Jahr “Felix” macht nur noch sporadisch auf und so haben wir inzwischen zur Sandy´s Beach Bar gewechselt (wie auch Felix auch, wie wir feststellen ;-) , der hängt nämlich auch mit den Einheimischen hier rum, anstatt für 2 Gäste am Tag seine Bude aufzumachen… Recht hat er :-) ) , die so gutes Internet haben, dass man den ein oder anderen Film aus der Mediathek für ein ab und zu abwechslungsreiches Abendprogramm runter laden kann. Oder wie heute einen Blogeintrag einstellen kann. Wir haben zwar “Digicel-Internet” an Bord, aber das ist schwach und jeder Seitenaufbau d a u e r t.

Und außerdem ist es bei Sandy´s netter :-) . Der Rum mit Fruchtsaft schmeckt hervorragend und gerade jetzt singen ein paar Einheimische unter Gitarren-Begleitung karibische Musik. Was braucht man mehr ;-)

Gestern haben wir es auch nach 2 weiteren Regentagen geschafft, den Regenwald zu Fuß zu erreichen. Eigentlich wollten wir nur einen eingezeichneten Spaziergang aus meiner Bibel abwandern und plötzlich waren wir tatsächlich im Regenwald.

DSC01166 DSC01167 DSC01169 DSC01170Eingezeichnet bei Chris Doyle ist er als Rundweg, aber da die Wege in Dominica nicht gekennzeichnet sind, waren wir unsicher und froh unterwegs einen Einheimischen zu treffen, der…. tja, was tat er dort eigentlich? Er saß neben einer Blechhütte und bewachte scheinbar die Mangobäume oder so *lach*. Jedenfalls sprach ein ein super klares Schulenglisch und meinte, ja… der Weg führt unter anderem rauf zum Nationaltrail sowie auch über die Medical School zurück nach Portsmouth. ABER NICHT MIT UNSEREN SCHUHEN *lach*. Ja, wir glauben das unbesehen, denn eigentlich war ja nur ein kurzer Spaziergang und kein Marsch durch den Regenwald geplant gewesen. Zumal es ja 2 Tage geregnet hatte und auch die Wege im Regenwald dann matschig sind. Wir jedenfalls hatten das falsche Schuhwerk an und machten uns auf Anraten des netten Einheimischen besser auf den Rückweg.

Und Morgen gehören auch wir zu denen, die diese tolle Bucht hier verlassen, aber mit Dominica sind wir noch nicht fertig. Ein Zwischenstop und Rosesau, die Hauptstadt von Dominica liegen noch vor uns.

Jetzt aber werden wir noch ein bißchen relaxt einheimische Livemusik genießen :-)

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Regenzeit?

Wir befragen das Internet… und nein, dieses allwissende informative Netz weiß, im

APRIL gibt es den wenigsten Regen auf Dominica?

Oje, wie oft regnet es denn dann in anderen Monaten? Wie gut, dass wir für heute eine Ausflugspause geplant haben, denn seit gestern Abend regnet es mal wieder anhaltend und viel. So vergeht der auch der verregnete Vormittag mit Ausschlafen, Blog vorbereiten und Internetrecherche. Mittags wagen wir uns mittels Dinghi von Bord, der Kühlschrank ist leer. All die leckeren Sachen, die wir noch auf der französischen Nachbarinsel Guadeloupe einkauft haben sind alle und wir müssen zum Supermarkt. Der nächst Große ist mit den Sammelbussen für 1,50 Euro für 2 Personen erreichbar, aber auch hier ist die Auswahl an Fleisch und Käse mager. Wir erstehen einen Käse Mozzarella-Art, einen Cheddar, ein paar merkwürdige Bratwürste, Salat und Bohnen. Ansonsten wird es die Tage wohl wieder nur vegetarisches Essen und zum Frühstück Marmelade geben.

Auf dem Rückweg erwischt uns der nächste Regenguß und wir flüchten zwangsweise ;-) unter das Dach eines der Local Bars. Um die Ecke ist die Busstation, von der wir gestern aus gestartet ist, unser gestriger Busfahrer bemerkt uns und fragt nach, wie unser Ausflug denn gewesen war. Natürlich sagen wir, wie sehr wir Dominica lieben, wie freundlich die Menschen in Pennville waren, aber dass wir leider nicht mal den Wasserfall gefunden haben. Kein Problem, meint er, macht die Tour nochmal und ich laß euch genau in der Nähe des Wasserfalls raus. Hab ich schon erwähnt, dass ich die Dominicaner liebe? Natürlich sind wir wieder mal die einzigen Weißen, die vor dem Regen Zuflucht gesucht haben. Um uns herum nasse Einheimische, die den Regenschauer abwarten und mit denen wir zusammen lachen, weil sie den Unterschlupf nur kletschnass erreichen. Wir haben viel Zeit, andere zu beobachten, die durch den Regen hüpfen oder gegenüber versuchen, Unterschlupf zu finden.

Wir haben mit der Einklarierung gleichzeitig ausklariert nach 14 Tage. Fürchte jedoch, 2 Wochen werden nicht reichen und die weiteren 2 Wochen (Roseau liegt ja noch vor uns) werden wir uns illegal hier aufhalten. Es ist einfach viel zu schön hier :-)

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Dominica – Pennville

Was einmal klappt, muss auch ein zweites Mal klappen, oder?

Unser nächstes Ziel heißt Pennville, liegt auch auf der Westseite und von dort scheinen ein/zwei Wanderwege durch den Regenwald abzugehen. Detailgenaue Karten sind weder in Papierform noch Digital zu erhalten. Sollte aber doch nicht soooo schwierig sein, den Waikitubuli National Trail zu finden und 1-3 km durch den Regenwald zu maschieren, oder? So machen wir uns wieder zur Busstation auf, eine andere diesmal, denn schließlich wollen wir auch wo anders hin. Der Busfahrer, der auf seine Fahrgäste wartet, ist mal wieder super freundlich und verwickelt uns gleich in ein Gespräch. Ausgestattet mit Wanderstiefel (Frank) und Wanderschuhen (ich) outen wir uns natürlich sofort. Leider ist unser Englisch nicht soooooo gut und ich versteh mal wieder nur die Hälfte von dem, was uns der Busfahrer erzählt… denn sonst wären wir ein paar Kilometer weiter ausgestiegen. Nun, so läßt er uns am Anfang der Stadt “Pennville” raus und ups… Penville liegt nicht wie wir dachten und wie Calisphe unten am Meer, sondern ist eine kleine Stadt oben am Berg, die sich ca. 3 Km lang am Berg hinab zieht. Alle 300 m ein Haus, alle 500 m 3 Häuser etc. – Super lustig! DSC_1963 DSC_1965 DSC_1966 DSC_1968Und die Menschen hier unheimlich freundlich. Kaum haben wir den Bus verlassen und erkunden die erste Straße, werden wir schon angesprochen, ob wir Hilfe brauchen oder nur “the nature and the view” genießen wollen. Auf dem Rückweg werden wir dann gefragt, ob die Aussicht uns gefallen hat. Wir finden den Eingang zum Regenwald nicht, laufen dafür die Straße weiter lang. Überall dort, wo wir Menschen an und in Häusern sehen, grüßen diese freundlich. Manomann, niemals wäre ich auf die Idee gekommen, aus meinem Schlafzimmerfenster schauend (einzigstes Fenster zur Straße hin) irgendwelche Spaziergänger (die es dort nun auch kaum gab) zu grüßen.

Nach 2 km Fußmarsch sehen wir eine geöffnete kleine Bar – von außen nur zu erkennen wegen der “Carib”-Werbung  (nun, wir haben zwar Wasser dabei, aber…), dsc_1967ein Blick inside…. keiner drin! Da ruft von der anderen Straßenseite eine alte Frau, ob wir was kaufen wollen? ja, ein Bierchen wäre gut! Sie macht sich auf zum Nachbarhaus und ruft den Nachbarn raus  *echt lustig, was* ! Dieser eilt über die Straße und wühlt in der Truhe nach zwei “Kubuli”, dem einheimischen Bier von Dominca.

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Würde mich echt mal interessieren, ob hier Abends der Bär steppt *lach*

 

Die Nachbarin nutzt den ansonsten ereignislosen Tag und leistet uns Gesellschaft. Höflich verwickelt man uns ins Gespräche wie woher, wohin, warum… anstrengend für uns, da deren Englischdialekt für uns recht unverständlich ist. Aber trotz allem, lieben wir es!

Weiter geht es die Straße lang, irgendwann gibt es tatsächlich ein Schild: Waterfall links lang 10 Min. Fußweg, Waitikubuli National Trail Berg runter rechts lang. Wir entscheiden uns für “links” und suchen den Wasserfall. Leider finden wir keine weiteren Schilder und der Weg führt immer weiter bergab. Meine geschädigte Lunge denkt nur an den Weg zurück bergauf und ich streike. Dann eben kein Wasserfall, aber bevor wir den Rückweg antreten, kommt der nächste Regenschauer runter. Was heißt “Schauer”? Also das Palmenblatt, unter das ich mich für die nächsten 20 Minuten rette, hält nicht unbedingt jeden Tropfen ab, verhindert aber das komplette Durchweichen :-) dsc_1975

Und so geht es tropfnass wieder bergauf. Wir haben die Nase voll und wollen den nächsten Bus erwischen. Der läßt auf sich warten und so müssen wir in der 2. Kneipe von Pennville eine Pause machen. Echt lustig hier, im ersten Raum ist eine Mini-Supermarkt (erhältlich Ketchup, Mehl, Schnapsflaschen und Gewürze), ein Raum weiter dann die Bar mit div. Rumflaschen *lach* und einem großen Kühlschrank mit B i e r, welches uns die Wartezeit auf dem Bus verkürzt.DSC_1977

Warten auf den Bus ! Und wiedermal mit ruiniterter Frisur!

Nach einer halben Stunde werden wir unsicher, ob denn da auch wirklich mal ein Bus kommt, aber die Wirtin paßt auf, ist auf Zack und stoppt lautstark den nächsten Bus für uns.

Glücklich sind wir 1 Stunde später wieder an Bord. Der Himmel öffnet seine Schleusen und wiedermal regnet es aus Eimern. Den Eingang zum Regenwald und auch den Wasserfall nicht gefunden, aber….. zufrieden und happy :-)

 

 

 

 

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