Übrigens: D a n k e

D  A  N  K  E

an alle,  Familie oder Freunde, die mich nach meinem letzten doch sehr depressiven Blogeintrag moralisch unterstützt bzw. Mut zugesprochen haben, sei es per langem Kommentar, per WhatsApp, persönlich oder auf die äußerst originelle Art meines früheren Arbeitskollegen und seiner Frau.

Ehrlich, ich möchte auch mal so nette Ideen haben. Eure Lutscher und Bärchen werden mir jedenfalls noch lange in Erinnerung bleiben 🙂

 

Während ich ja vor 3 Wochen dann völlig urlaubsreif  😉 meinen Andersrum-Urlaub angetreten haben, also nett Freunde und Familie getroffen, mich ausgiebig an Spargel und Erdbeeren genüsslich getan habe sowie das Enkelkind gespaßt und geherzt habe, durfte Frank sich hier auf der für andere traumhaften Karibik-Urlaubs-Insel Martinique weiterhin mit Reparaturen sowie Ersatzteil- und Handwerkersuche rumschlagen. Und vielleicht sollte ich so etwas öfter mal machen, denn dann bekommt „Mann“ auch was geschafft 🙂 . So bin ich doch sehr stolz auf ihn, denn schließlich gab es ja zusätzlich erhebliche Sprachprobleme, denn weder er noch die hiesigen Franzosen sprechen ja ein einigermaßen annehmbares Englisch 😉

Äußerst pünktlich und zuverlässig wurde durch die Firma Caraibe Marine unsere fehlende Sprayhoodscheibe mit Plexiglas ersetzt. War keine einfache Geschichte, hat auch einen ganzen Arbeitstag gedauert und war dafür mit 320 Euro doch recht preiswert. Unsere verbogene Relingstange wurde abgeschnitten und ein neues Stück angeschweißt, so perfekt, dass keine Schweißnaht zu sehen ist. Dann war auch ein Monteur der hier ansässigen Volvo-Werkstatt „Inboard Diesel Service“ an Bord wegen unserer Anlasserprobleme. Bereits im Vorfeld war klar, dass er eigentlich nix finden kann, wenn der Motor ohne Probleme anspringt und das tut er ja seit Wochen wieder. Trotzdem hat er zusammen mit Frank den Anlasser überprüft, die Kabelverbindungen sowie auch das Zündschloß. Jedoch, wenn es unten am Anlasser „klickt“, dann kann es nicht das Zündschloß sein. Der Anlasser selber, das dazugehörige Magnetventil sowie alle Kabelverbindungen sehen gut aus. Die Anschaffung eines neuen Anlassers für 1800 Euro hält auch der Monteur für absoluten Quatsch, er zeigt indes Frank eine andere Möglichkeit, den Motor zu starten, sollte es mal wieder Probleme geben. Also quasi wie beim Auto die Möglichkeit des Fremdstartens. Für uns eine große Beruhigung und für diesen Service wird uns nicht mal eine Rechnung gestellt.  Vielen Dank dafür!

Unsere Furlex-Rollfockanlage reparierte Frank selber. Der fehlende Bolzen aber musste angefertigt werden vom hiesigen Rigger. 4 x muss Frank diesen aufsuchen, bis er 1. den richtigen Ansprechpartner findet, der ihn mittels Hand und Fuß und ein paar gegenseitigen Brocken Englisch versteht sowie 2. das Miniteil angefertigt war. Das nur, wenn ihr euch fragt, was Frank denn eigentlich die ganze Zeit so getan hat 😉

Unser Kühlschrank schaltet sich jetzt nachts zwecks energiesparen automatisch ab und an, so dass man beim nächtlichen Toilettengang sein Gehirn nicht mehr einschalten muss, um des Nachts den Kühlschrank wieder zu aktivieren. Sehr entspannend 🙂 .

Die Decksbeleuchtung geht auch wieder und unsere Bilge hat eine neue Pumpe bekommen. Mit weiteren Erfolgsreparaturen will euch gar nicht langweilen und sollte alles gut gehen, dann werden wir Freitag den Steg hier verlassen und uns noch für ein paar Tage in eine nettere kleine Bucht verlegen. Strand, Strandbar und klares Wasser zum Baden – auch der Skipper hat ein paar Tage Urlaub verdient.

Und dann… nun, es sieht gut aus. Der Skipper ist einigermaßen zufrieden mit sich, dem Schiff bzw. dessen Reparaturstand und wenn jetzt nix DICKES mehr nachkommt, werden wir uns wohl demnächst doch auf den Weg nach Kolumbien machen über die ABC-Inseln.

Also Daumendrücken und dranbleiben 😉

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Ankertrouble und noch mehr

Montag Mittag… wir kommen gerade vom Einklarieren zurück, da fährt die Coastguard bei uns vorbei und fordert uns sowie 20-30 andere Schiffe auf, diesen unseren Ankerplatz zu räumen und weiter nach hinten zu verlegen. Wir liegen nämlich mitten in einer betonten Fahrrinne. Nicht absichtlich natürlich, die Betonung ist auf den Seekarten und im Cruising Guide nicht eingezeichnet und die Tonnen selber sind, sobald erstmal das ein oder andere Schiff davor liegt, nicht mehr zu sehen. Und wenn 20 Schiffe auf einmal Anker auf gehen und sich auf nun doch sehr beengtem Raum einen neuen Platz suchen, dann ist Stress angesagt. Für uns jedenfalls, wir brauchen immer noch viel Platz und Ruhe zum Ankern. Und so weichen wir aus auf die andere Seite der Bucht, dort gibt es jedoch eine Menge Untiefen (Flachwasser) oder das Wasser ist gleich 17 m tief (für uns zum Ankern zu tief). Irgendwann haben wir dann aber eine 8 m Stelle erwischt und liegen erstmal sicher. Nur 3 andere Boote leisten uns hier Gesellschaft.  Wenn das nächste Woche passiert wäre, wenn ich in DE und Frank alleine vor Anker ist, das wäre eine Katastrophe geworden. Es gibt bestimmt eine Menge Einhandsegler und wir bewundern jedesmal die Anker- oder Schnapp-eine-Mooring-Aktionen dieser Segler, die alles alleine machen müssen bzw. sogar können 😉 , aber Frank ist nun mal kein Einhandsegler, ihm fehlt die Erfahrung dazu und Lust hat er da auch nicht drauf. Wir stehen also ein wenig unter Schock und bedenken die Situation neu. Selbst wenn wir die Tage einen Ankerplatz finden, der nicht mehr so weit draußen ist, was ist, wenn irgendwas die Ankerplatzruhe stört. Ich persönlich hätte Frank ja lieber in der 20 Seemeilen entfernten kleinen Bucht Anse A L´ane geparkt, wo meist nur 5-8 Schiffe liegen. Sandstrand, div. Strandbars, ein Supermarkt und eine Fähre, die ihn zur Abwechslung rüber nach Fort de France fahren könnte. Aber Frank will nicht so recht und will es noch überdenken.

1 Tag später hat sich die Sache mit dem „überdenken“ erledigt. Wir sitzen abends unten, da knallt es plötzlich. Als wenn eine Tür heftigst zuschlägt. Blöd nur, dass wir keine Tür haben, die 1. so laut zuschlagen könnte und 2. sind alle noch brav offen. Wir werfen prüfend einen Blick ins dunkle Cockpit, es ist nichts zu erkennen und so widmen wir uns weiter unserem Entertainmentprogramm unter Deck. Am nächsten Morgen läßt sich Frank im Cockpit zum Frühstück nieder und ach zu SCHEIßE…. er hat die Ursache des lauten Knalls gefunden. Eine Glasscheibe unserer festen Sprayhood ist komplett geplatzt, gut, es ist Sicherheitsglas wie bei den Frontscheiben von Autos, aber so kann das natürlich nicht bleiben. Was haben wir eigentlich verbrochen? Selbst ich habe langsam keine Lust mehr und bin kurz vor dem Aufgeben. So eine gemütliche Couch mit einem Fernseher davor hat doch auch was, oder? Enkelkind bespassen,  Babysitten und den ein oder anderen Langzeiturlaub in Asien ohne kostspielige Reparaturprobleme – so langsam freunde ich mich damit an.

Und jetzt jemanden im französischen Martinique zu finden, wo man mit Englisch gar nicht oder nur schlecht zurecht kommt, der Glas repariert…. und das alles kurz vor meinem Abflug nach Deutschland…. ich glaub, ich will die Strandhütte in Asien wirklich!!!!

Jedenfalls ist damit die Entscheidung von Franks Verbleib gefallen. So eine Scheibe kann, wenn überhaupt, ab besten erneuert werden, wenn man fest in einer Marina liegt und so buchen wir einen Liegeplatz an einem Schwimmsteg vor der hier ansässigen Bootswerft Carenantilles, der deutlich günstiger ist, als die große Marina hier vor Ort.

Zwischenzeitlich fällt mir ein Sack mit Müll ins Wasser und während ich mich schnell auf dem Boot bewege, um den Bootshaken zu holen, stolper ich und falle in Richtung der gesprengten Sprayhoodscheibe. Super!  Die Scheibe zerplatzt endgültig und die klitzekleinen Scherben verteilen sich im kompletten Cockpit sowie auf dem Laufdeck. Blutend stehe ich auf dem Vordeck, heule und will einfach nicht mehr, während Frank(der davon erst gar nichts mitbekommen hat) mit dem Dinghi dem Müllsack hinterher fährt. Couch und thailändischer Strandbungalow…. ich komme!

Am Freitag verlegten wir uns dann in die Marina und wie soll es anders sein? Nach Jahren geht zum ersten Mal mal wieder ein Anlegemanöver schief. Starker Wind, eine Böe sowie mein Unvermögen, die Leine durch die vorderer Mooringboje beim rückwärts vorbeifahren zu ziehen, drückt unser Schiff auf das Nachbarboot. Seine vordere rote Positionsleuchte verhackt sich mit unserer Reling und reißt ab. Unsere Reling verbiegt sich dabei – eine weitere Reparatur ist fällig. Ich sach jetzt nicht, wohin ich mich wieder wünsche…

Morgen kommt eine Firma, die mit Plexiglas arbeitet und wir hoffen, dass die unsere Scheibe ersetzen können. Denn jemanden zu finden, der das mit Glas macht… hier vor Ort im Marinagebiet gibt es niemanden.

Dienstag geht jedenfalls erstmal mein Flug nach Deutschland und die weitere Organisation mit den Reparaturwerkstätten muss ich leider erstmal Frank überlassen.

(Übrigens, bereits einen Tag später liegen wieder Boote vor Anker in der betonnten Fahrrinne 😉 und freuen bzw. wundern sich über den tollen freien Ankerplatz)

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Baguette, Camembert und Rotwein

heißt: wir sind in Martinique 🙂 Teilweise konnten wir die Strecke hierher sogar segeln, was ich jedoch recht nervenaufreibend empfand, schließlich wußte man ja nun nicht, ob der Motor anspringt, wenn er gebraucht wird. So bin ich dann um 20.00 Uhr in die Freiwache gegangen, habe mich zum Schlafen hingelegt und konnte natürlich nicht einschlafen. Eine halbe Stunde später der erlösende Ruf von Frank, der Wind war mit der Landabdeckung vor St. Lucia eingeschlafen und er warf den Motor (erfolgreich 🙂 ) an. Was für ein beruhigendes Gefühl…. und so konnte ich dann auch sanft entschlummern. Morgens um 6.00 liegen wir bereits kurz vor Martinique, aber Wind und Strömung haben wir nun genau auf die Nase, teilweise laufen wir unter Motor nur noch unter 1 Knoten (gefühlsmäßig rückwärts). Und so erreichen wir völlig gefrustet die Bucht Le Marin erst gegen 12.00 Uhr mittags. Aber wir erwischen einen guten Ankerplatz zwischen all den anderen 100 Booten, 1 Stunde Ankerwache und dann ab zum Supermarkt. Wir müssen uns stark bremsen, um den Einkaufswagen nicht zu überfüllen. Willkommen in Europa… im Kühlregal liegen an die 20 verschiedene Sorten Camemberts sowie viele weitere Sorten Käse. Es gibt Salami, Fleischwurst und Schinken. Bezahlbares Gemüse sowie Obst. ES GIBT SOGAR BEZAHLBARE NEKTARINEN 🙂 – mir läuft das Wasser im Mund zusammen.

Eine Stunde später schlemmen wir wie „Gott in Frankreich“ mit Baguette und Rotwein

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Step by step

Oder doch mehr eine Abschiedstour?

Nach Martinique sind es über 150 Seemeilen, je nachdem wie schnell man unterwegs ist, ist das eine Strecke von 1 ½ bis 2 Tagen und da haben wir eigentlich keinen Bock drauf. Noch haben wir Zeit und so nehmen wir uns vor, diese 150 Seemeilen in kleinen und größeren Etappen hinter uns zu bringen.

So schnappen wir uns nach 35 Seemeilen gegen 15.00 Uhr am Sonntag die letzte Mooring vor Sandy Island, einem Sandstreifen mitten im Wasser mit Palmen und caribischem Gestrüpp drauf.  Wir schnorcheln eine ½ Stunde hin, ½ zurück, nichts hat sich verändert, seit wir letztes Mal hier waren 😉 . Schöne Fotos will ich am nächsten Tag machen, leider ist der Himmel morgens stark bedeckt und so gibt es hier nicht noch mal die gleichen Fotos wie letztes Jahr 😉 .

Am nächsten Morgen lösen wir uns von der Boje und nach 7 Seemeilen und knapp 1 ½ Stunden ankern wir in der Chathmanbay, welche schon zu den Grenadinen gehört. Hier wurde uns die Shark Attack Bar wärmstens ans Herz gelegt, eben weil der Rumpunsch super sein soll.  Wir stellen fest, auch hier haben wir vor genau 2 Jahren bereits mal geankert, damals mit unserem Bremer Besuch. Erinnerungen kommen auf.

Die Shark Attack Bar – Ein Ort nach unserem Geschmack, leider jedoch unbesetzt. Mr. Shark Attack glänzt durch Abwesenheit, so müssen wir den Rumpunsch in der Nachbarbar trinken

Unser Nachbarboot – voll besetzt 😉

Recht witzig – Unsere Rumpunschbar – im Vordergrund in pink der Grill, im Hintergrund das WC in hellbraun 🙂

Schwellig ist die Bucht nicht, aber unser Schiff kreist ständig um den Anker in ganzen Runden und nicht nur hin und her. So etwas hatten wir noch nie. Frank schnorchelt noch mal nach dem Anker und da ihm die Kette in Zusammenhang mit einem Stein nicht gefällt, bittet er mich,  kurz unter Motor zurück zu setzen. Gesagt, getan!!!! NEIN!!! Der Motor startet nämlich mal wieder nicht. Gut, wir liegen sicher vor Anker, es kann soweit nichts passieren, trotzdem ist unsere Laune im Keller und die Unsicherheit auf der weiteren Fahrt nach Martinique wird bleiben.  Definitiv wissen wir jetzt, die Reparatur bzw. Reinigung des Anlassers sowie des Zündschlosses auf Grenada hat nix gebracht.  Beim 5. Versuch sowie am nächsten Morgen springt der Motor auch wieder einwandfrei an.

Nächster Stopp „Canouan“ – 9 Seemeilen und 2 Stunden entfernt.

Ich liebe diesen bunten schönen Ort – die meisten Häuser haben intensive kräftige Farben, blau, rot, gelb, grün – alles leuchtet einem entgegen

Hier waren wir vorher bereits 3 x – ich sach ja, doch mehr eine Abschiedstour 😉  – obwohl wir eventuell segeln könnten, trauen wir uns nicht und bringen die Strecke unter Motor hinter uns. Für 2 Stunden Segeln das Risiko eingehen, dass der Motor nicht anspringt – nein, danke. Wir genießen die Ruhe vor Canouan und hier hat der Skipper endlich die Zeit (schließlich ist er Rentner), sein Geburtstagsgeschenk von März 2017 auszuprobieren.

Es geht ihm saugut – nur die Klingel fehlt noch, die er betätigen kann, wenn das Bier alle ist 😉

Nachmittags dann ein Spaziergang durch den hübschen bunten Ort,  wir kehren in 1-2 wohlbekannten einheimischen Bars ein und wollen eigentlich irgendwo was essen. Aber die Preise sind in den letzten 2 Jahren gestiegen, vielleicht weil  die Buchten hier in den Grenadinen voller (mit Segelschiffen) sind als früher. Mag sein, dass es daran liegt, das Dominica und St. Maarten noch immer schwer beschädigt sind von den letzten beiden Hurrikan und viele Charterer in die Grenadinen ausweichen.  Wir erstehen einen kleinen Weißkohl für 3,50 € und so steh ich kurze Zeit später wieder in der Pantry und koche (da gibt es natürlich kein Bild von).

Am nächsten Morgen springt der Motor beim 3 x an. Schweiß wisch weg! Wir wollen heute 40 Seemeilen weit kommen, nach Chateaubelair , der letzten Ankerbucht von St. Vincent. Hier hat es uns damals so unheimlich gut gefallen und eigentlich wollen wir auch segeln, die Windrichtung stimmt jedenfalls. Aber kaum sind wir aus der Bucht raus, haben wir das Gefühl, im Schleudergang einer Waschmaschine zu sein. Wo zum Kuckuck kommen die Wellenbrecher her? Von vorne, von der Seite – die 2wishes wird furchtbar durchgeschüttelt und wir mit ihr. Bei dem Seegang ein Schiff steuern ohne eventuell auf den Motor zurück greifen zu können – no! Wir sind dafür nicht mutig genug. Zwar beruhigt sich das Meer nach einer Stunde, aber unsere Windmessanlage zeigt über 30 Knoten an. ÄH….. davon war vor 3 Tagen noch nichts zu lesen im Netz und seit dem waren wir nicht mehr im Internet. Fehler, Fehler, Fehler! Wir kürzen unseren Tagestrip ab, laufen nach 20 Seemeilen (gut 3,5 Stunden) Bequia an. Auch hier ist es voller als vor 2 Jahren, aber wir sind früh dran und finden einen guten Ankerplatz. Tief gräbt sich unser Anker in den Sandboden ein,  türkisfarbenes klares Wasser um uns herum, herrlich! So schön hatten wir es gar nicht in Erinnerung. Hinter uns liegt ein kanadisches Schiff mit dem wunderschönen Namen „Endless Summer“ – ein Schiffsname, der uns aus der Seele spricht – genau deshalb sind wir hier auf der Barfussroute. Wir fühlen uns sauwohl 🙂

Der kurz danach runter geladene Wetterbericht verspricht auch für den nächsten Tag Windstärke 6-7 und Wellen über 2,50 m. Und so genießen wir einen weiteren Ruhetag hier in Bequia und frischen Erinnerungen auf.  Eben doch eine Abschiedstour!!! Wir bereuen die 2 Tage hier nicht. Bequia ist bunt und schön und gerne würden wir länger bleiben. Aber eigentlich sind wir illegal hier, haben nicht einklariert und außerdem, wir müssen voran machen…

Morgen geht es dann aber weiter und zwar in einem Rutsch nach Martinique bzw. ev. nur bis St. Lucia in die Rodney Bay – das entscheiden wir unterwegs – aber es wird eine Nachtfahrt werden, nicht  so schön, müssen wir durch – schließlich müssen wir ja auch irgendwann mal ankommen.

 

 

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Eine weitere Facharbeiter-Anekdote: Wir kaufen eine neue Ankerkette

Der Kauf einer neuen Ankerkette ist schon seit Wochen geplant. Unsere Alte hat den langen Landaufenthalt in Trinidad nicht gut vertragen und ist stark verrostet.  Außerdem haben wir in den letzten Wochen noch nicht genug Geld ausgegeben 😉 Man kann aber schlecht eine Ankerkette erneuern, wenn man vor Anker liegt und so bietet sich in der Prickley Bay bei Spice Island Marine Service das seitliche Anlegen am Houl-Out Becken hierfür perfekt an, zumal der Bootsausstatter „Budget“ sein Geschäft direkt angrenzend hat.  Wir verlegen uns also am Sonntag (der Motor sprang übrigens problemlos an) in die Prickley Bay,  Montag bezahlen wir 220 feet (also ca. 67 m) neue Kette  und vereinbaren für Dienstag die Lieferung zwischen 9 und 10 Uhr.

Um 8.00 am nächsten Tag machen wir seitlich vom Auskranbecken fest, frühstücken in Ruhe und holen unsere alte Kette aus dem Ankerkasten. Dann ist warten angesagt. Kurz vor 10 schleicht der Verkaufsangestellte ran und berichtet uns, dass er wohl einen Fehler gemacht hat.  Der Lagerbestand unserer 8mm Kette betrug laut Computer 400 feet. Nun weiß eigentlich jedes Kind, das man Computerbeständen nicht trauen kann – in Europa zumindest, hier wohl nicht. Und so macht es sich der Verkäufer einfach, er zieht 180 Fuß Kette aus dem Fass und schneidet die dann ab. 400 – 180 = bleiben 220 übrig !!! Die Rechnung stimmt sogar, wahrscheinlich sogar mit dem Taschenrechner nachgerechnet, blöd nur, dass anschließend im Fass nur noch so 20 Fuß waren, anstatt 220. Wie blöd kann man sein?  Mit 200 Fuß hätten wir eventuell noch leben können, aber  180 sind uns definitiv zu wenig. Wir überlegen kurz, treten dann aber vom Kauf zurück und bekommen auch anstandslos unser Geld zurück. Aber der Liegeplatz neben dem Auskranbecken ist auch nicht umsonst und so fahren wir mit dem Publicbus schnell mal nach Island Water World (ein weiterer Bootsausstatter) in der Hoffnung, dass dieser uns zumindest am nächsten Tag beliefern kann. Ein super Service, 2 Stunden später liefert uns IWW eine neue Ankerkette in der tatsächlich r i c h t i g e n  Länge!  Geht doch!

 

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Und wiedermal behält der Skipper (leider) recht

mit seinem Mißtrauen gegenüber den einheimischen Facharbeitern.

Doch erst mal erwartet uns der Monteur am Dienstag pünktlich am Dinghisteg und baut schnurstracks unseren Anlasser aus. Vor Ort wird soweit nichts geprüft oder nach einer eventuellen anderen Ursache gesucht. Gut, man hätte wahrscheinlich auch nichts feststellen können, schließlich springt der Motor ganz brav jeden Tag an, aber…. Eine viertel Stunde später wird der Monteur bereits wieder samt unserem Anlasser von uns zurück zum Dinghisteg gebracht.

Am nächsten Morgen sammeln wir dann gleich 2 Monteure am Steg ein, der eine baut den Anlasser ein, der andere steht prüfend daneben. Letzterer jedoch prüft zumindest unsere Starterbatterie. Der Anlasser wäre geprüft und gereinigt worden, einen Fehler oder eine Ursache hätte man aber nicht feststellen können.  Wir starten den Motor, der Motor springt an! Aber nun geht er nicht wieder aus! Zumindest nicht mittels Zündschlüssel, nur noch über den Notausschaltknopf. Das Spiel wiederholt sich mehrmals und so knöpfen sich die Monteure mit vereinten Kräften unser Zündschloss vor. Beide scheinen ratlos und telefonieren mehrmals mit ihrem Meister. Man kommt überein, das Zündschloss auszubauen, mitzunehmen und am nächsten Tag geprüft und gereinigt wieder einzubauen. Das kommt mir bekannt vor!  Nun, wir haben keine andere Wahl.

Donnerstagmittag liefern wir unseren Besuch am Flughafen ab und auf dem Rückweg sprechen wir bei der Werkstatt vor. Zuerst haben die dort Angst, dass wir nicht gewillt sind, die Rechnung für die Überprüfung des Anlassers zu bezahlen. Dies können wir ihnen aber schnell ausreden, wir haben genau diesen Auftrag erteilt und stehen auch dafür gerade. Der Meister selber kommt ins Büro und erklärt ausführlich, das und wie man das Zündschloss gereinigt hat und dass man Salzablagerungen dort gefunden hätte.  Ein Neues wäre nötig,  aber auf Grenada wäre das aber zurzeit nicht lieferbar und so sollten wir uns eiligst in Martinique eines beschaffen. Für mich technisch völlig Unversierte hörte sich das alles sehr logisch und kompetent an. Frank neben mir runzelt jedoch bereits die Stirn. Wir bezahlen für diese Leistung nochmal 30 Euro, können das Schloss jedoch nicht mitnehmen und selber einbauen, da der Monteur es über die Insel spazieren fährt. Diesen laden wir dann after lunch am bekannten Dinghisteg ein, fahren zum Schiff, er baut das Schloss wieder ein, der Motor springt an, a b e r  e r g e h t  n i c h t   a u s.  Wir geben erst mal auf und verfrachten den“Fachmann“ zurück zum Dinghisteg. Hauptsache, der Motor geht an!  Ausmachen können wir ihn ja auch über den Notschalter, zumindest bis wir in Martinique sind.

Aber Frank läßt das Problem nicht schlafen und so kontrolliert er am nächsten Tag die Verkabelung des Anlassers. Und siehe da:

Ein Kabel ist überhaupt nicht angeschlossen. 

Nachdem das eine Kabel auch korrekt angeschlossen ist, was glaubt ihr nun?

Geht der Motor aus oder nicht ?????

Ich bin sicher, ihr könnt die Frage korrekt beantworten!

Ärgerlich und unbefriedigend ist leider, dass Frank mit seinem Misstrauen leider mal wieder recht behalten hat und auch, dass wir nun noch immer nicht wissen, warum der Motor an dem Tag letzte Woche partout nicht anspringen wollte.

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Dies und das – Urlaubsgeplänkel

Nachdem wir sicher umgeankert sowie gefrühstückt hatten, machten wir uns auf, die im Doyle Cruising Guide angepriesene Fachwerkstatt für diverse Motoren zu suchen. Nach unseren Erfahrungen mit Fachwerkstatten bezüglich unseres Außenborders sind wir äußerst misstrauisch, aber die Firma Anro Agencies mit ihren freundlichen und kompetent wirkenden Mitarbeitern und Meister kommt sehr vertrauenswürdig rüber. So vereinbaren wir für Dienstagmorgen nach Ostern einen Termin, wo wir den Monteur dann vom Dinghisteg abholen sollen.

Uns bleibt nichts anderes übrig, als weiter sicher vor St. George zu ankern. Natürlich hätten wir die Bucht auch wechseln können, aber was, wenn dann der Motor in der nächsten Bucht nicht startet,  wir irgendwo festhängen und den Termin Dienstag verpassen.

So gestaltet sich die restliche Ferienwoche für unsere Gäste langweiliger als geplant. Nix mit von einer Bucht zur anderen, alle Pläne unserseits müssen wir aufgeben. Und so verbringen die meisten Tage auf dem doch sehr schönen Grand Anse Strand, der gerade über Ostern auch von Kreuzfahrer verschont bleibt und daher nicht mit hunderten von Liegen verschandelt wird.

Zwischendurch fahren wir zur Abwechslung mal mit dem Bus Nr. 5 nach Gouyave. Ein schöner natürlicher Ort, aber die Fahrt mit dem Bus hin und zurück hält Linda für lebensgefährlich und möchte lieber auf künftige Busfahrten verzichten 😉 – Ist halt Gewohnheitssache 🙂

Der Ort ist wirklich ganz nett , entspricht aber nicht so Miris Freitzeitgestaltungsvorstellung. Aber wie sollte es bei uns auch anders sein, wir führen sie zumindest in die einheimische Gastronomie ein.

Genau hinschauen, noch gibt es hier kein Bier sondern Apfelsaft 🙂

Im Verlauf des Urlaubs stellen wir immer wieder fest, Miri liebt Barhocker – das muss sie von ihrem Opa geerbt haben 🙂

Kleine Regenpause

Zum festen Bestandteil eines Tages am Strand gehört der Besuch von Esther’s Bar im Craft und Spice Center am Grand Anse Beach .  Der Opa bekommt sein Bierchen, wir Ladys genießen den ein oder anderen leckeren Cocktail und Miri verlässt diese Location nicht mehr ohne ihren Banana-Smoothie.

Am letzten Tag bekommt Miri dann dort noch ihre neue karibische Frisur geflochten und Esther kauft ihr zum Abschied noch ein „Grenada“-T-Shirt und div. Andenkenkleinkram. Irgendwas sagt mir, dass wir scheinbar einen Haufen East Caribean Dollar da gelassen haben in den letzten Wochen 😉  – aber wir haben es gerne gemacht, Esther ist immer gut gelaunt, freundlich und die Preise stimmen. Hier macht es einfach Spaß, den ein oder anderen oder auch mehrere Cocktails zu trinken 🙂

Aber jeder Urlaub geht einmal zu Ende, Miri freut sich auf ihre Kindergartenfreunde und wir auf´s ausschlafen 😉  – viele lieben Dank, dass ihr den langen Weg auf euch genommen habt, um uns hier zu besuchen !!!!

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Mein/Unser allergrößter Albtraum

Die Pleiten-, Pech- und Pannenserie ist immer noch nicht vorbei !

Das, von dem wir immer gehofft hatten, dass es n i e m a l s passiert, ist eingetroffen.

Und dann passiert es ausgerechnet, während meine Tochter mit meiner kleinen Enkelin an Bord ist. Vielleicht hat aber gerade das mich zur „Ruhe“ gezwungen!

Der Jet-Leg ist überwunden, wir wollen für unsere Gästen ein bißchen Abwechslung ins Ankerleben bringen und gehen Nachmittags Anker auf, um in die in der Nähe liegenden Dragon Bay zu wechseln. Von dort aus kann man mittels Dinghi in die Nachbarbucht und dort den Underwater Skupture Park beschnorcheln. Für die Strecke braucht man eigentlich nur ca. 40-60 Minuten, also eine Zeitspanne, für die wir eigentlich faulen Segler nicht extra die Segel rausholen würden. Aber der Wind kommt so günstig von schräg hinten, dass i c h die Idee habe, meiner Tochter eine nette ruhige Segelstunde zu gönnen. Eine ganz blöde saudumme IDEE!!!

30 Minuten später laufen wir auf die Dragon Bay zu und wollen die Segeln reinholen.     Wir starten den Motor und

N I C H T S  P A S S I E R T

Ein zweiter und dritter Versuch – mein Alptraum beginnt –  der Motor rührt sich nicht !

Jetzt ganz ruhig bleiben….  was ist zu tun? Hilfe rufen und sich abschleppen lassen? Aber noch sind wir nicht manovierunfähig, schließlich haben wir Segel und noch wichtiger: Wind! Wir beratschlagen kurz, denn ein bißchen haben wir Glück im Unglück. Auch die Strecke zurück können wir segeln und die Bucht vor St. George ist 1. riesengroß,  2. ziemlich leer und 3. kennen wir uns dort gut aus. Und selbst wenn wir vor dem Grand Anse Strand ankern, was nicht erlaubt ist, völlig egal in dem Moment. Wir wenden also und zurück geht es gegen die Strömung mit nur 2 Knoten. Nicht schlimm, verlängert jedoch die Rückkehr und ziemlich schnell ist klar, wir werden es nicht mehr im Hellen zurück schaffen. Unseren 3-jährigen Gast setzten wir vors Tablet, wo es die nächsten Stunden mittels Kinderserien ruhig gestellt wird und rechteckige Augen bekommt 😉

Ankern unter Segeln, auch etwas, was wir noch nie gemacht haben und wir auch eigentlich nie machen wollten *knatsch*. Dazu brauchen wir Platz, denn schließlich müssen wir eventuell mittels Wenden anderen vor Anker liegenden Schiffen ausweichen können. Die Dämmerung setzt ein, der Wind wird schwächer und wir müssen uns mit mehreren Wenden dem Ankerplatz nähern. Das Problem dabei ist, dass man durch manche Wenden quasi fast wieder rückwärts fährt und so zieht sich die Strecke ins Unendliche. Ein weiteres Problem ist die weiße Fläche unter uns, die wir scheinbar nicht überwinden können. Nun ja, weiß ist die Fläche nur auf unserem Plotter und weiße Flächen  bedeuten „tiefes Wasser“ – hier zwischen 16 und 30 Meter, zum Ankern für uns viel viel zu tief. Wir müssen näher ans Land. Linda und ich stehen vorne am Bug und versuchen mittels Taschenlampen (und stärkeren Lampen) die genauen Position der vor Anker liegenden Schiffe auszumachen, denn nicht alle haben Ankerlicht gesetzt. Hinten am Ruder stöhnt der Skipper, der Wind ist inzwischen zu schwach und bringt uns nicht näher an Land. Da habe ich die glorreiche Idee (Schulter klopf selber – andere tun es ja nicht 😉  ), die 2wishes mittels unseres Dinghis näher an Land zu ziehen. Gesagt, getan! Frank steigt ins Dinghi, ich steh vorne am Bug, leuchte und habe die Ankerwinschbedienung in der Hand, um eventuell sofort loslegen zu können. Linda steht derweil am Ruder, Miri sitzt immer noch friedlich vor dem Tablet.

Und dann passieren 2 Sachen gleichzeitig. Der Wind frischt auf, bläst in unser bis dahin schlabberiges Vorsegel und nun zieht nicht Frank mittels Dinghi unser Schiff, sondern eher andersrum. Und im Cockpit ruft unserer 3-jährige „ich muss Pippi“ !!!! ÄH!!! Und wenn eine 3-jährige Pippi anmeldet, dann ist sofortige Alarmstufe angesagt. Nur blöd, das keiner gerade springen kann. Ich versuche, Frank samt Dinghi zu retten und Linda versucht, das Boot so zu steuern, dass wir nicht wieder zurück getrieben werden oder ev. andere Boote rammen. Die Böe läßt nach, wir sortieren uns neu. Frank kommt zurück an Bord, Miri geht aufs Klo 😉 und wird anschließend weiter mit Popkorn, Chips und Tablet ruhig gestellt . Wir atmen noch mal durch!  Inzwischen ist es übrigens schon sehr lange stockdunkel, aber immer noch sind wir laut Plotter über diesem blöden weißen Fleck mit einer Tiefe von 18 m.

Der Wind schläft wieder ein, neuer Versuch! Frank steigt ins Dinghi, es fehlt nicht viel, vielleicht 100-200 m. Und diesmal klappt es, das Segel haben wir nämlich vorher eingeholt, damit uns keine weitere Böe behindert. Nach ein paar Minuten sind wir auf 5 m und der Anker geht runter. Der Abstand zu den anderen Booten ist ausreichend, schließlich sind wir am Ende des Ankerfeldes. Den Anker einfahren geht natürlich nicht ohne Motor, Frank zieht die 2wishes mittels Dinghi ein bißchen zurück und ich habe auch das Gefühl, der Anker hält. Aber mit 30 m Kette auf 5 m ohne Wind hält allein die auf dem Boden liegende Kette unser Schiff.

Es ist 20.30 Uhr inzwischen, wir können es kaum glauben, wir haben es geschafft. Das Kind wird vom Tablet getrennt und zur Ruhe gebettet. Das Abendessen fällt aus, aber völlig fertig und gleichzeitig wahnsinnig erleichter wird dieses durch div. Ankerbierchen und Ähnlichem ersetzt.

Übrigens, wir haben unterwegs noch mindestens 20 x versucht, den Motor zu starten….

Am nächsten Morgen ein neuer Versuch: Und als wenn nie was gewesen wäre, der Motor springt an. Unglaublich! Frank schnorchelt nach dem Anker und stellt fest, der ist nicht eingegraben, er hält nur an 2 Steinen. Aber wir haben ja wieder „M o t o r “ !!!! 🙂 :- ) 🙂 Wir verlegen uns an eine andere Stelle und der Motor wird erst wieder aus gemacht, nachdem wir sicher durch schnorcheln etc. sind, dass der Anker halten wird. Vorläufig gehen wir hier nicht mehr mehr…..  die Suche nach einer Servicewerkstatt beginnt (es ist übrigens 1 Tag vor Ostern)

Auch wenn ich jetzt, nach über 1 Woche über dieses Erlebnis ein wenig „lustig“ schreiben kann, es war alles andere als lustig, wir hatten großes Muffensausen und ganz, ganz viel Glück.

 

 

 

 

 

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Die Seven Sister Waterfalls (mit einer 3,5 – Jährigen)

Die Seven Sisters Waterfalls sind nicht wie z.B. die Annandale Falls mit einem Haps vom Parkplatz aus zu erreichen. Der Weg dorthin führt über Stock und Stein, Wurzeln und Treppen und dauert laut Angabe div. Reiseführer ca. 30-60 Minuten, je nachdem, wie fit bzw. wie alt man ist 😉

Wir wagen diesen Weg mit unserer 3,5 jährigen Enkelin und hoffen, dass ihr der Weg dorthin so spannend erscheint, dass sie ihn ohne murren läuft.  Kurz bevor wir in den Bus Nr. 6 steigen, regnet es noch mal 30 Minuten heftig. Zwar scheint anschließend wieder die Sonne, der Weg jedoch ist dadurch teilweise sehr moderich und rutschig. Am Eingang zahlen wir jeder 5 EC (also ca. 1,80 €) und bekommen dicke Spazierstöcke aus Bambus in die Hand gedrückt. Ob wir die wirklich brauchen? Nun, die werden schon wissen, warum!  Die ersten 800 m der Strecke sind so was Ähnliches wie asphaltiert, also langweilig, also knatscht das Kind bereits nach 100 m und will auf den Arm. Das fängt ja gut an! Mit ein bisschen Überredungskunst schaffen wir es dann, Miri bis zu dem interessanteren Teil der Strecke zu locken und siehe da, sie läuft, sie klettert über Steine, hops Stufen runter, überwindet Wurzeln und Ähnliches und murrt nicht einmal. 1 Stunde lang geht es bergab und mir graut bereits vor dem anstrengenderen Rückweg.

Der Wasserfall ist wirklich nett, aber der Zugang zum davor gelegenen Wasserbecken zwecks schwimmen ist für ein Kleinkind kaum machbar. Aber unsere Aufenthaltsdauer dort reichte sowieso gerade für 1 oder 2 Fotos

und wurde dann stark abgekürzt, denn kaum waren wir in der Nähe des Wasser, wurden wir (jedenfalls meine Tochter und ich) regelrecht von Mücken aufgefressen.  Und da unsere Miri so überhaupt nicht auf Kleintiere und Insekten steht, wollte sie ganz schnell wieder weg und ihre Mutter retten 🙂

Dann geht über eine 1 Stunde wieder bergauf… Puh… Die Oma keucht ganz ordentlich, aber Miri hält durch.

Nur bei den letzten beiden Stufenstrecken streikt sie und läßt sich von Mama tragen.  Aber gut, wir sind sehr sehr stolz auf sie und zur Belohnung gibt es anschließend ein fettes Eis (nachdem sie aber zuvor bei der Rückfahrt im Bus völlig erschöpft ein nettes Schläfchen gehalten hat)

 

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Ich fürchte

die nächsten 14 Tage gibt es keine neuen Blogeinträge, weil….

Miri ist da!   Miri ist 3 und beschäftigt Mama, Oma und Opa aufgrund des Jetlegs ab 5.00 Uhr morgens. Der Jetleg wird sich hoffentlich !!!! bald legen und uns 2 Stunden mehr Schlaf die Nacht spendieren, aber fürs tippen wird kaum Zeit bleiben.

Also… bis in ca. 2 Wochen

 

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