Eine weitere Facharbeiter-Anekdote: Wir kaufen eine neue Ankerkette

Der Kauf einer neuen Ankerkette ist schon seit Wochen geplant. Unsere Alte hat den langen Landaufenthalt in Trinidad nicht gut vertragen und ist stark verrostet.  Außerdem haben wir in den letzten Wochen noch nicht genug Geld ausgegeben 😉 Man kann aber schlecht eine Ankerkette erneuern, wenn man vor Anker liegt und so bietet sich in der Prickley Bay bei Spice Island Marine Service das seitliche Anlegen am Houl-Out Becken hierfür perfekt an, zumal der Bootsausstatter „Budget“ sein Geschäft direkt angrenzend hat.  Wir verlegen uns also am Sonntag (der Motor sprang übrigens problemlos an) in die Prickley Bay,  Montag bezahlen wir 220 feet (also ca. 67 m) neue Kette  und vereinbaren für Dienstag die Lieferung zwischen 9 und 10 Uhr.

Um 8.00 am nächsten Tag machen wir seitlich vom Auskranbecken fest, frühstücken in Ruhe und holen unsere alte Kette aus dem Ankerkasten. Dann ist warten angesagt. Kurz vor 10 schleicht der Verkaufsangestellte ran und berichtet uns, dass er wohl einen Fehler gemacht hat.  Der Lagerbestand unserer 8mm Kette betrug laut Computer 400 feet. Nun weiß eigentlich jedes Kind, das man Computerbeständen nicht trauen kann – in Europa zumindest, hier wohl nicht. Und so macht es sich der Verkäufer einfach, er zieht 180 Fuß Kette aus dem Fass und schneidet die dann ab. 400 – 180 = bleiben 220 übrig !!! Die Rechnung stimmt sogar, wahrscheinlich sogar mit dem Taschenrechner nachgerechnet, blöd nur, dass anschließend im Fass nur noch so 20 Fuß waren, anstatt 220. Wie blöd kann man sein?  Mit 200 Fuß hätten wir eventuell noch leben können, aber  180 sind uns definitiv zu wenig. Wir überlegen kurz, treten dann aber vom Kauf zurück und bekommen auch anstandslos unser Geld zurück. Aber der Liegeplatz neben dem Auskranbecken ist auch nicht umsonst und so fahren wir mit dem Publicbus schnell mal nach Island Water World (ein weiterer Bootsausstatter) in der Hoffnung, dass dieser uns zumindest am nächsten Tag beliefern kann. Ein super Service, 2 Stunden später liefert uns IWW eine neue Ankerkette in der tatsächlich r i c h t i g e n  Länge!  Geht doch!

 

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Und wiedermal behält der Skipper (leider) recht

mit seinem Mißtrauen gegenüber den einheimischen Facharbeitern.

Doch erst mal erwartet uns der Monteur am Dienstag pünktlich am Dinghisteg und baut schnurstracks unseren Anlasser aus. Vor Ort wird soweit nichts geprüft oder nach einer eventuellen anderen Ursache gesucht. Gut, man hätte wahrscheinlich auch nichts feststellen können, schließlich springt der Motor ganz brav jeden Tag an, aber…. Eine viertel Stunde später wird der Monteur bereits wieder samt unserem Anlasser von uns zurück zum Dinghisteg gebracht.

Am nächsten Morgen sammeln wir dann gleich 2 Monteure am Steg ein, der eine baut den Anlasser ein, der andere steht prüfend daneben. Letzterer jedoch prüft zumindest unsere Starterbatterie. Der Anlasser wäre geprüft und gereinigt worden, einen Fehler oder eine Ursache hätte man aber nicht feststellen können.  Wir starten den Motor, der Motor springt an! Aber nun geht er nicht wieder aus! Zumindest nicht mittels Zündschlüssel, nur noch über den Notausschaltknopf. Das Spiel wiederholt sich mehrmals und so knöpfen sich die Monteure mit vereinten Kräften unser Zündschloss vor. Beide scheinen ratlos und telefonieren mehrmals mit ihrem Meister. Man kommt überein, das Zündschloss auszubauen, mitzunehmen und am nächsten Tag geprüft und gereinigt wieder einzubauen. Das kommt mir bekannt vor!  Nun, wir haben keine andere Wahl.

Donnerstagmittag liefern wir unseren Besuch am Flughafen ab und auf dem Rückweg sprechen wir bei der Werkstatt vor. Zuerst haben die dort Angst, dass wir nicht gewillt sind, die Rechnung für die Überprüfung des Anlassers zu bezahlen. Dies können wir ihnen aber schnell ausreden, wir haben genau diesen Auftrag erteilt und stehen auch dafür gerade. Der Meister selber kommt ins Büro und erklärt ausführlich, das und wie man das Zündschloss gereinigt hat und dass man Salzablagerungen dort gefunden hätte.  Ein Neues wäre nötig,  aber auf Grenada wäre das aber zurzeit nicht lieferbar und so sollten wir uns eiligst in Martinique eines beschaffen. Für mich technisch völlig Unversierte hörte sich das alles sehr logisch und kompetent an. Frank neben mir runzelt jedoch bereits die Stirn. Wir bezahlen für diese Leistung nochmal 30 Euro, können das Schloss jedoch nicht mitnehmen und selber einbauen, da der Monteur es über die Insel spazieren fährt. Diesen laden wir dann after lunch am bekannten Dinghisteg ein, fahren zum Schiff, er baut das Schloss wieder ein, der Motor springt an, a b e r  e r g e h t  n i c h t   a u s.  Wir geben erst mal auf und verfrachten den“Fachmann“ zurück zum Dinghisteg. Hauptsache, der Motor geht an!  Ausmachen können wir ihn ja auch über den Notschalter, zumindest bis wir in Martinique sind.

Aber Frank läßt das Problem nicht schlafen und so kontrolliert er am nächsten Tag die Verkabelung des Anlassers. Und siehe da:

Ein Kabel ist überhaupt nicht angeschlossen. 

Nachdem das eine Kabel auch korrekt angeschlossen ist, was glaubt ihr nun?

Geht der Motor aus oder nicht ?????

Ich bin sicher, ihr könnt die Frage korrekt beantworten!

Ärgerlich und unbefriedigend ist leider, dass Frank mit seinem Misstrauen leider mal wieder recht behalten hat und auch, dass wir nun noch immer nicht wissen, warum der Motor an dem Tag letzte Woche partout nicht anspringen wollte.

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Dies und das – Urlaubsgeplänkel

Nachdem wir sicher umgeankert sowie gefrühstückt hatten, machten wir uns auf, die im Doyle Cruising Guide angepriesene Fachwerkstatt für diverse Motoren zu suchen. Nach unseren Erfahrungen mit Fachwerkstatten bezüglich unseres Außenborders sind wir äußerst misstrauisch, aber die Firma Anro Agencies mit ihren freundlichen und kompetent wirkenden Mitarbeitern und Meister kommt sehr vertrauenswürdig rüber. So vereinbaren wir für Dienstagmorgen nach Ostern einen Termin, wo wir den Monteur dann vom Dinghisteg abholen sollen.

Uns bleibt nichts anderes übrig, als weiter sicher vor St. George zu ankern. Natürlich hätten wir die Bucht auch wechseln können, aber was, wenn dann der Motor in der nächsten Bucht nicht startet,  wir irgendwo festhängen und den Termin Dienstag verpassen.

So gestaltet sich die restliche Ferienwoche für unsere Gäste langweiliger als geplant. Nix mit von einer Bucht zur anderen, alle Pläne unserseits müssen wir aufgeben. Und so verbringen die meisten Tage auf dem doch sehr schönen Grand Anse Strand, der gerade über Ostern auch von Kreuzfahrer verschont bleibt und daher nicht mit hunderten von Liegen verschandelt wird.

Zwischendurch fahren wir zur Abwechslung mal mit dem Bus Nr. 5 nach Gouyave. Ein schöner natürlicher Ort, aber die Fahrt mit dem Bus hin und zurück hält Linda für lebensgefährlich und möchte lieber auf künftige Busfahrten verzichten 😉 – Ist halt Gewohnheitssache 🙂

Der Ort ist wirklich ganz nett , entspricht aber nicht so Miris Freitzeitgestaltungsvorstellung. Aber wie sollte es bei uns auch anders sein, wir führen sie zumindest in die einheimische Gastronomie ein.

Genau hinschauen, noch gibt es hier kein Bier sondern Apfelsaft 🙂

Im Verlauf des Urlaubs stellen wir immer wieder fest, Miri liebt Barhocker – das muss sie von ihrem Opa geerbt haben 🙂

Kleine Regenpause

Zum festen Bestandteil eines Tages am Strand gehört der Besuch von Esther’s Bar im Craft und Spice Center am Grand Anse Beach .  Der Opa bekommt sein Bierchen, wir Ladys genießen den ein oder anderen leckeren Cocktail und Miri verlässt diese Location nicht mehr ohne ihren Banana-Smoothie.

Am letzten Tag bekommt Miri dann dort noch ihre neue karibische Frisur geflochten und Esther kauft ihr zum Abschied noch ein „Grenada“-T-Shirt und div. Andenkenkleinkram. Irgendwas sagt mir, dass wir scheinbar einen Haufen East Caribean Dollar da gelassen haben in den letzten Wochen 😉  – aber wir haben es gerne gemacht, Esther ist immer gut gelaunt, freundlich und die Preise stimmen. Hier macht es einfach Spaß, den ein oder anderen oder auch mehrere Cocktails zu trinken 🙂

Aber jeder Urlaub geht einmal zu Ende, Miri freut sich auf ihre Kindergartenfreunde und wir auf´s ausschlafen 😉  – viele lieben Dank, dass ihr den langen Weg auf euch genommen habt, um uns hier zu besuchen !!!!

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Mein/Unser allergrößter Albtraum

Die Pleiten-, Pech- und Pannenserie ist immer noch nicht vorbei !

Das, von dem wir immer gehofft hatten, dass es n i e m a l s passiert, ist eingetroffen.

Und dann passiert es ausgerechnet, während meine Tochter mit meiner kleinen Enkelin an Bord ist. Vielleicht hat aber gerade das mich zur „Ruhe“ gezwungen!

Der Jet-Leg ist überwunden, wir wollen für unsere Gästen ein bißchen Abwechslung ins Ankerleben bringen und gehen Nachmittags Anker auf, um in die in der Nähe liegenden Dragon Bay zu wechseln. Von dort aus kann man mittels Dinghi in die Nachbarbucht und dort den Underwater Skupture Park beschnorcheln. Für die Strecke braucht man eigentlich nur ca. 40-60 Minuten, also eine Zeitspanne, für die wir eigentlich faulen Segler nicht extra die Segel rausholen würden. Aber der Wind kommt so günstig von schräg hinten, dass i c h die Idee habe, meiner Tochter eine nette ruhige Segelstunde zu gönnen. Eine ganz blöde saudumme IDEE!!!

30 Minuten später laufen wir auf die Dragon Bay zu und wollen die Segeln reinholen.     Wir starten den Motor und

N I C H T S  P A S S I E R T

Ein zweiter und dritter Versuch – mein Alptraum beginnt –  der Motor rührt sich nicht !

Jetzt ganz ruhig bleiben….  was ist zu tun? Hilfe rufen und sich abschleppen lassen? Aber noch sind wir nicht manovierunfähig, schließlich haben wir Segel und noch wichtiger: Wind! Wir beratschlagen kurz, denn ein bißchen haben wir Glück im Unglück. Auch die Strecke zurück können wir segeln und die Bucht vor St. George ist 1. riesengroß,  2. ziemlich leer und 3. kennen wir uns dort gut aus. Und selbst wenn wir vor dem Grand Anse Strand ankern, was nicht erlaubt ist, völlig egal in dem Moment. Wir wenden also und zurück geht es gegen die Strömung mit nur 2 Knoten. Nicht schlimm, verlängert jedoch die Rückkehr und ziemlich schnell ist klar, wir werden es nicht mehr im Hellen zurück schaffen. Unseren 3-jährigen Gast setzten wir vors Tablet, wo es die nächsten Stunden mittels Kinderserien ruhig gestellt wird und rechteckige Augen bekommt 😉

Ankern unter Segeln, auch etwas, was wir noch nie gemacht haben und wir auch eigentlich nie machen wollten *knatsch*. Dazu brauchen wir Platz, denn schließlich müssen wir eventuell mittels Wenden anderen vor Anker liegenden Schiffen ausweichen können. Die Dämmerung setzt ein, der Wind wird schwächer und wir müssen uns mit mehreren Wenden dem Ankerplatz nähern. Das Problem dabei ist, dass man durch manche Wenden quasi fast wieder rückwärts fährt und so zieht sich die Strecke ins Unendliche. Ein weiteres Problem ist die weiße Fläche unter uns, die wir scheinbar nicht überwinden können. Nun ja, weiß ist die Fläche nur auf unserem Plotter und weiße Flächen  bedeuten „tiefes Wasser“ – hier zwischen 16 und 30 Meter, zum Ankern für uns viel viel zu tief. Wir müssen näher ans Land. Linda und ich stehen vorne am Bug und versuchen mittels Taschenlampen (und stärkeren Lampen) die genauen Position der vor Anker liegenden Schiffe auszumachen, denn nicht alle haben Ankerlicht gesetzt. Hinten am Ruder stöhnt der Skipper, der Wind ist inzwischen zu schwach und bringt uns nicht näher an Land. Da habe ich die glorreiche Idee (Schulter klopf selber – andere tun es ja nicht 😉  ), die 2wishes mittels unseres Dinghis näher an Land zu ziehen. Gesagt, getan! Frank steigt ins Dinghi, ich steh vorne am Bug, leuchte und habe die Ankerwinschbedienung in der Hand, um eventuell sofort loslegen zu können. Linda steht derweil am Ruder, Miri sitzt immer noch friedlich vor dem Tablet.

Und dann passieren 2 Sachen gleichzeitig. Der Wind frischt auf, bläst in unser bis dahin schlabberiges Vorsegel und nun zieht nicht Frank mittels Dinghi unser Schiff, sondern eher andersrum. Und im Cockpit ruft unserer 3-jährige „ich muss Pippi“ !!!! ÄH!!! Und wenn eine 3-jährige Pippi anmeldet, dann ist sofortige Alarmstufe angesagt. Nur blöd, das keiner gerade springen kann. Ich versuche, Frank samt Dinghi zu retten und Linda versucht, das Boot so zu steuern, dass wir nicht wieder zurück getrieben werden oder ev. andere Boote rammen. Die Böe läßt nach, wir sortieren uns neu. Frank kommt zurück an Bord, Miri geht aufs Klo 😉 und wird anschließend weiter mit Popkorn, Chips und Tablet ruhig gestellt . Wir atmen noch mal durch!  Inzwischen ist es übrigens schon sehr lange stockdunkel, aber immer noch sind wir laut Plotter über diesem blöden weißen Fleck mit einer Tiefe von 18 m.

Der Wind schläft wieder ein, neuer Versuch! Frank steigt ins Dinghi, es fehlt nicht viel, vielleicht 100-200 m. Und diesmal klappt es, das Segel haben wir nämlich vorher eingeholt, damit uns keine weitere Böe behindert. Nach ein paar Minuten sind wir auf 5 m und der Anker geht runter. Der Abstand zu den anderen Booten ist ausreichend, schließlich sind wir am Ende des Ankerfeldes. Den Anker einfahren geht natürlich nicht ohne Motor, Frank zieht die 2wishes mittels Dinghi ein bißchen zurück und ich habe auch das Gefühl, der Anker hält. Aber mit 30 m Kette auf 5 m ohne Wind hält allein die auf dem Boden liegende Kette unser Schiff.

Es ist 20.30 Uhr inzwischen, wir können es kaum glauben, wir haben es geschafft. Das Kind wird vom Tablet getrennt und zur Ruhe gebettet. Das Abendessen fällt aus, aber völlig fertig und gleichzeitig wahnsinnig erleichter wird dieses durch div. Ankerbierchen und Ähnlichem ersetzt.

Übrigens, wir haben unterwegs noch mindestens 20 x versucht, den Motor zu starten….

Am nächsten Morgen ein neuer Versuch: Und als wenn nie was gewesen wäre, der Motor springt an. Unglaublich! Frank schnorchelt nach dem Anker und stellt fest, der ist nicht eingegraben, er hält nur an 2 Steinen. Aber wir haben ja wieder „M o t o r “ !!!! 🙂 :- ) 🙂 Wir verlegen uns an eine andere Stelle und der Motor wird erst wieder aus gemacht, nachdem wir sicher durch schnorcheln etc. sind, dass der Anker halten wird. Vorläufig gehen wir hier nicht mehr mehr…..  die Suche nach einer Servicewerkstatt beginnt (es ist übrigens 1 Tag vor Ostern)

Auch wenn ich jetzt, nach über 1 Woche über dieses Erlebnis ein wenig „lustig“ schreiben kann, es war alles andere als lustig, wir hatten großes Muffensausen und ganz, ganz viel Glück.

 

 

 

 

 

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Die Seven Sister Waterfalls (mit einer 3,5 – Jährigen)

Die Seven Sisters Waterfalls sind nicht wie z.B. die Annandale Falls mit einem Haps vom Parkplatz aus zu erreichen. Der Weg dorthin führt über Stock und Stein, Wurzeln und Treppen und dauert laut Angabe div. Reiseführer ca. 30-60 Minuten, je nachdem, wie fit bzw. wie alt man ist 😉

Wir wagen diesen Weg mit unserer 3,5 jährigen Enkelin und hoffen, dass ihr der Weg dorthin so spannend erscheint, dass sie ihn ohne murren läuft.  Kurz bevor wir in den Bus Nr. 6 steigen, regnet es noch mal 30 Minuten heftig. Zwar scheint anschließend wieder die Sonne, der Weg jedoch ist dadurch teilweise sehr moderich und rutschig. Am Eingang zahlen wir jeder 5 EC (also ca. 1,80 €) und bekommen dicke Spazierstöcke aus Bambus in die Hand gedrückt. Ob wir die wirklich brauchen? Nun, die werden schon wissen, warum!  Die ersten 800 m der Strecke sind so was Ähnliches wie asphaltiert, also langweilig, also knatscht das Kind bereits nach 100 m und will auf den Arm. Das fängt ja gut an! Mit ein bisschen Überredungskunst schaffen wir es dann, Miri bis zu dem interessanteren Teil der Strecke zu locken und siehe da, sie läuft, sie klettert über Steine, hops Stufen runter, überwindet Wurzeln und Ähnliches und murrt nicht einmal. 1 Stunde lang geht es bergab und mir graut bereits vor dem anstrengenderen Rückweg.

Der Wasserfall ist wirklich nett, aber der Zugang zum davor gelegenen Wasserbecken zwecks schwimmen ist für ein Kleinkind kaum machbar. Aber unsere Aufenthaltsdauer dort reichte sowieso gerade für 1 oder 2 Fotos

und wurde dann stark abgekürzt, denn kaum waren wir in der Nähe des Wasser, wurden wir (jedenfalls meine Tochter und ich) regelrecht von Mücken aufgefressen.  Und da unsere Miri so überhaupt nicht auf Kleintiere und Insekten steht, wollte sie ganz schnell wieder weg und ihre Mutter retten 🙂

Dann geht über eine 1 Stunde wieder bergauf… Puh… Die Oma keucht ganz ordentlich, aber Miri hält durch.

Nur bei den letzten beiden Stufenstrecken streikt sie und läßt sich von Mama tragen.  Aber gut, wir sind sehr sehr stolz auf sie und zur Belohnung gibt es anschließend ein fettes Eis (nachdem sie aber zuvor bei der Rückfahrt im Bus völlig erschöpft ein nettes Schläfchen gehalten hat)

 

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Ich fürchte

die nächsten 14 Tage gibt es keine neuen Blogeinträge, weil….

Miri ist da!   Miri ist 3 und beschäftigt Mama, Oma und Opa aufgrund des Jetlegs ab 5.00 Uhr morgens. Der Jetleg wird sich hoffentlich !!!! bald legen und uns 2 Stunden mehr Schlaf die Nacht spendieren, aber fürs tippen wird kaum Zeit bleiben.

Also… bis in ca. 2 Wochen

 

Veröffentlicht unter Allgemein | 1 Kommentar

Tagesausflug über Grenada

Zusammen mit den Tanameras, Wolfgang und Claudia von der Hei-Jo sowie den Amerikanern Ann und Bob von der Balou buchen wir einen geführten Tagesausflug, um von Grenada mehr kennen zu lernen als die ein oder andere Bucht. Wer jetzt einen begeisterten und schönen Bericht erwartet, sollte besser die Tage mal den Blog der Tanamera lesen “  sytanamera.jimdo.com/unsere-reise/karibik-iii-2017-18 “ . Für die anderen Crews war es bestimmt nett und sehenswert, für uns war vieles langweilig, hatten wir Grenada und viele seiner Sehenswürdigkeiten ja vor 2 Jahren schon privat mittels der vielen kleinen Busse, die ja quer über die Insel alle Strecken abfahren, kennen gelernt.

Die Hauptstadt St. George von oben

Neu für uns war der Annandale Wasserfall, aber gut, da haben wir schon Schönere gesehen.

Der braune Tümpel darunter lud jedenfalls nicht zum Baden ein und die beiden jungen Männer, die wagemutig??? von oben in den Selben sprangen, um dafür eine Geldspende aus uns heraus zu locken, machten den Ort nicht schöner. Schön war der kleine 10 Minuten Weg durch die Botanic, auf dem uns unser Guide viel über diverse Sträucher, Bäume und Blumen erzählte.

Am Grand Etang dann durften wir die angefütterten Mona-Affen bewundern und belachen.

 

 

 

Unterwegs hielt Cutty (unser Guide) oft am Wegesrand an, plückte Unkraut vom Straßenrand, dass sich als Lemongras herausstellte oder reichte uns diverse Blätter zum dran Schnuppern in den Wagen. Lorbeer, Minze und…. sorry, echt blöd, aber das Meiste davon hab ich schon wieder vergessen. Wir lernen Kakaopflanzen zu unterscheiden und das die Muskatnuss wunderhübsch ist, bis sie getrocknet im Gewürzschrank liegt. Wir fahren vobei an Bäumen mit leider noch unreifen Mangos, Brotfrüchten, Avocados. Die Ananas scheint auch noch nicht soweit zu sein, im Supermarkt findet man sie jedenfalls noch nicht. Von einem kleinen Baum schappt Cutty ein Stück Rinde ab und siehe da, es ist herrlich duftender Zimt. Wirklich erstaunlich, was hier alles wächst.

Ein Highlight ist die Besichtigung der Schokoladenfabrik

Hier werden die Kakaobohnen von Hand verlesen. Die Guten in den Eimer darunter, die Schlechten in den Sack daneben

Und hier werden die fertigen Schokoladen tatsächlich einzeln noch handverpackt – auf dem Bild leider nicht erkennbar.

 

Die hier hergestellte und jeweils von Hand verpackte Schokolade wird nicht exportiert, man kann sie nur hier auf Grenada kaufen. Ein sehr interessanter und informativer Besuch über die Herstellung von Schokolade und/oder Trinkkakao.

Nach einem gemeinsamen Lunch besuchen wir noch die älteste Rumfabrik Grenadas von 1785 , die River Antoine Estate Rum Distillery.  Immer sehenswert, aber als wir diese vor 2 Jahren privat aufsuchten, waren wir die einzigsten Besucher (Nachsaison eben). Dementsprechend war auch die Atmosphäre rund um diese noch in Betrieb stehende Fabrik viel „natürlicher“. Diesmal jedoch werden Herden von Menschen durch die Anlage geführt und es herrscht Parkplatzchaos.

Zurück geht es die nächsten 2 Stunden an der Ostküste lang. Unterwegs pflückt Cutty noch leckere Sternfrucht für uns. Die jedenfalls ist reif, aber warum findet man sie nicht im Supermarkt? Lohnt sich der Anbau nicht? Mir fällt diese Frage erst am nächsten Tag ein, mein Kopf ist inzwischen zu voll mit Informationen über Früchte, Bäume, Pflanzen und Gemüse. Da paßt nix mehr rein und wir sind froh, gegen 17.00 Uhr wieder zu Hause zu sein.

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Wir haben wieder Wind

Naja, richtigen Wind haben wir natürlich die ganze Zeit, mal mehr, mal weniger, meistens zur Zeit zu viel.

Aber jetzt können wir ihn, dank Wolfgang, auch wieder messen. Fast 5 Stunden hing er oben bei uns im Mast, demontierte die alte Anlage (meist mittels Hammer und roher Gewalt) und installierte eine Neue. Wir standen in der Zeit nur unten r u m und warteten darauf, dass Wolfgang den Eimer runter ließ, damit wir ihn mit den passenden Werkzeugen, Stricken, Kabeln, Scheren, Sonnenschutzmittel, Wasser etc. jeweils füllen konnten, damit oben die Arbeit weiter ging.

Gegen 17.00 Uhr gab es auch für Wolfgang endlich ein Feierabend-Bierchen. Nach einem Sprung unter die schöne, aber kalte Unisex-Dusche der Werft ging es noch schnell rüber auf die andere Seite zur Marina, die bis 18.00 Uhr Happy Hour anbietet.   Mag es an der Anspannung gelegen haben, an zu viel Sonne oder unserem hohen Alter, wir jedenfalls sind völlig erledigt op des eigentlichen Nichtstuns und recht früh in der Koje.

Aber noch haben wir keinen Wind bzw. können wir ihn nicht messen. Der nächste Tag vergeht damit, das neue von oben kommende Kabel unten auf verschiedene Art an das Raymarinegerät anzuschließen. ABER…  Nada! Auch am Abend zeigt das Gerät noch immer keine Windgeschwindigkeit bzw. -richtung an. Die Laune de Skippers ist auf dem Tiefpunkt.

Eine weitere Nacht mit „grübeln“ vergeht und nach dem Frühstück nimmt „Mann“ sich die Bedienungsanleitung, fängt an zu lesen, drückt 2 Tasten und schau an:  WIR HABEN WIND 🙂

(Männer und Bedienungsanleitungen…. ein Thema für sich 😉 )

Und hier dann nochmal in schriftlicher Form unseren besonderen Dank an Wolfgang 🙂 

 

 

 

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Happy Birthday, Captain

 

Nach dem Frühstück kommen die Tanameras auf ein Glas Sekt vorbei und bringen äußert fantasievolle Männergeschenke mit. Amerikanes Bier, eingemachten Gulasch aus amerikanischen Angus-Rindern (mmmhhhh – da darf ich was von abbekommen 🙂 ) sowie, immer gern gesehen, Schokolade.

Am späten Nachmittag treffen wir uns dann und laufen die Straße runter zu „Nimrods Rum Shop“ mit angrenzendem Restaurant. Bier und Rumpunsch holt man sich selber im Shop und die Küche nebenan wird extra für uns aufgemacht. Wir sind und bleiben trotz Samstagabend die einzigen Gäste. Eine Speisekarte gibt es nicht, zur Auswahl stehen Hamburger, Fishburger oder Fischfilet mit Reis oder Pommes. Wir entscheiden uns für letzteres, schließlich ist das ja ein Geburtstagsessen 😉 . Die Einrichtung ist originell, zusammen gewürfelte Tische und Stühle, die Küche ist um einen Baum herum gebaut. Herrliches Ambiente!

Auf dem Rückweg kommen wir dann am „Little Dipper“ vorbei, dem schmallst geschnittenen Restaurant Grenadas und nehmen noch einen Absacker. Am Nachbartisch wird gerade Lobster serviert, es riecht fantastisch. Spontan beschliessen wir, dass die Küchen auf beiden Schiffen am Sonntag kalt bleiben und wir die günstigen Preise inkl. nettes einheimisches einfaches Ambiente ausnutzen müssen.

In der Whisper Cove Bar spendieren Wolfgang und Birte noch einen letzten Drink, puh… der Rumpunsch hier wird natürlich netter serviert, hat aber auch mehr Umdrehungen und gibt mir für diesen Abend den Rest. Wer hat hier eigentlich Geburtstag gehabt?

Veröffentlicht unter Allgemein | 2 Kommentare

Clarkes Court Bay

Eine Bucht nach unserem Geschmack – nicht so voll, landschaftlich wunderschön.

Vom Dinghianleger bei der Whisper Cove Marina geht es steil (echt steil) nach oben zur Straße (gute Übung für mich) und von da aus geht es vorbei an wunderschönen Häusern und vielen einheimischen Bars bzw. Restaurants, wo vor sich Abends die einheimischen männlichen jungen Männer treffen. Wir halten Ausschau nach der richtigen Gastronomie für morgen und werden auch fündig.

Und manchmal sagen Bilder mehr wie Worte.

Ausnahmsweise mal gut getroffen 🙂

Der örtliche Supermarkt

Ups – Ein äußerst originell gebauter Einstellplatz 😉

Aber Vorsicht bei Aussteigen (hier ist Linksverkehr) – zuviel Bier oder Rumpunsch könnte hier gefährlich sein nach dem Parken 😉

Veröffentlicht unter Allgemein | 1 Kommentar