Außer Regen nix gewesen

Interessantes ist nicht passiert in der letzten Woche, viel geregnet hat es und das war gut so. An dem einzigen Tag ohne Regen hatten wir sage und schreibe 38 Grad im Schiff, so dass es weder im Schiff noch im Cockpit aushaltbar war. Bei einem Tag mit viel Regen pendelte sich die Temperatur im Schiff so bei 28 Grad ein 🙂 und oben war es angenehm aushaltbar. Heute hat es erst einmal (leider, leider) geregnet und schwups, im Schiff sind 31,5 Grad und die Suppe läuft, während ich hier tippe.

Die 14 Tage sind viel zu schnell vergangen, uns zu hetzen, sind wir gar nicht mehr gewohnt. Frank hat natürlich einiges von seiner To-Do-Liste abgearbeitet, vieles jedoch, vor allen Dingen die größeren Sachen wie Unterwasserschiff streichen, Geräteträger schweißen lassen und die neue Windmessanlage ganz oben auf dem Mast zu montieren, alle diese Tätigkeiten werden verschoben auf Januar/Februar, wenn wir endgültig auf die 2wishes zurück kehren.

Bis dahin wird dieser Blog schweigen, Berichte aus Krankenhäusern oder von Weihnachtsmarktbesuchen gehören hier nicht hin. Nächstes Jahr wird es weiter gehen, zuerst mit weiteren Arbeiten hier in Trinidad, dann mit einem längeren Aufenthalt auf unserer Liebingsinsel Grenada, wo wir Besuch erwarten. Und dann? Vielleicht kurz Martinique oder Bonaire! Und fürs 2. Halbjahr ist dann Kolumbien geplant, wo wir hoffentlich fit und gesund viele Landausflüge machen können, um diesen Blog auch wieder mit spannenden und interessanten Berichten füllen zu können.

Bis bald also, wir freuen uns darauf, bekannte und unbekannte Leser nächstes Jahr hier wieder begrüßen zu dürfen.

Anne und Frank Wunsch

Veröffentlicht unter Allgemein | 1 Kommentar

Ohne Moos nix los und ein supernetter Retter

Die Packung Saft ist natürlich alle, aber immer nur Wasser löscht einfach nicht den Durst. Inzwischen vergreifen wir uns schon an den übrig gebliebenen Apfelsaft-Trinkpäckchen meiner Enkelin. So geht das nicht. Wir müssen unbedingt einkaufen und so machen wir uns hoffnungsvoll auf zum besagten einzigen Geldautomaten. Extra erst Mittags, um irgendjemanden die Gelegenheit zu geben, den Automaten aufzufüllen oder zu reparieren oder….

Tja, schweißgebadet stehen wir wieder vor der verschlossenen Tür und sind ratlos. Ein Maxitaxi in die nächste Stadt kostet 5 Kracher pro Person, wir haben nur 3 in der Börse. Aber wir haben noch 3 Bustickets für den großen Public Bus, blöd nur, dass genau der vor 5 Minuten an uns vorbei gefahren ist und der nächste erst in 55 Minuten kommt. Fast eine Stunde in der Hitze rum stehen? Oder im Supermarkt auf der anderen Seite mit Visacard einkaufen? Während wir noch überlegen, kommt ein Einheimischer mit EC-Karte in der Hand, den wir gespannt beobachten. Vielleicht gibt es ja einen Trick, um die Tür zu öffnen. Aber nein, leider wohl nicht. Auch er steht leicht verärgert vor verschlossener Tür. Ich verwickle ihn in ein Gespräch, ob er einen weiteren Automaten in der Nähe kennt, da dieser schon seit Samstag verschlossen ist. No, nicht in der Nähe, erst in der nächsten Stadt. Da kämen wir mit den Maxitaxis hin. Die Idee hätten wir auch schon gehabt, nur hätten wir leider nicht mal mehr Geld für diese kleinen Busse. Wir hätten jetzt seit Samstag kein Geld mehr und hätten das ganze Wochenende nirgends wo hin gekonnt, fragt er mitleidig? Er gibt furchtbar bedauernde Worte von sich und läd uns ein, mit ihm zur nächsten Stadt zu fahren. Er würde uns auch wieder zurück bringen. Wir sind immer wieder verwundert und begeistert, wie freundlich die Menschen hier in der Karibik sind. Ohne genant zu sein, nehmen wir sein Angebot natürlich freudig an und obwohl wir nur 30 % von dem verstehen, was er auf der Fahrt so erzählt, wissen wir ein paar Minuten später, dass er seit 1 Jahr Rentner ist und vorher 31 Jahre bei der Coastgard als Hubschrauberpilot gearbeitet hat. Als er merkt, dass wir aus Germany sind, lacht er laut auf und zeigt uns auf seinem Handy das Bild seiner 3-jährigen Enkelin. Die nämlich sei in Germany geboren, weil sein Sohn bei der AirForce in Europa stationiert war. So verbringen wir wunderbar plaudernd und lachend die 10 Minuten Autofahrt bis zum nächsten Geldautomat, der auch gleich in der Nähe von einem großen Supermarkt ist. Eine Rückfahrt lehnen wir dankend ab, wir haben ja jetzt genügend Kracher, um eines der vielen kleinen Maxitaxis zu bezahlen. Trotzdem schreibt er uns seinen Namen und seine Handynummer auf ein Stück Papier, falls wir notfallmäßig oder einfach nur so irgendwo hin wollen, schließlich wäre er ja jetzt Rentner und hätte eh viel zu viel Zeit 🙂 . Unglaublich, oder?

Mit einer dicken Börse und vollgepackten Rucksäcken sind wir kurze Zeit später zurück am Schiff und freuen uns über dieses wunderbare lang in Erinnerung bleibende Erlebnis.

Veröffentlicht unter Allgemein | 1 Kommentar

Hitze, schweißnaße Körper und andere Widrigkeiten

Donnerstag

32 Grad im Schiff, 75 % Luftfeuchtigkeit, draußen blauer Himmel, nicht eine schattenspendende Wolke in Sicht und wir arbeiten unsere To-do-Liste ab! Korrektur: Frank arbeitet diese Liste ab, ich sitze oder liege daneben. Die Hitze und der Jetlag haben mich ausgeknockt. Zwischendurch schaffe ich es gerade mal, die Kochtöpfe vom Staub zu befreien. Währenddessen krümmt sich Frank in unserem Minibad vor dem Waschtisch zusammen, um das neue 2-Wege-Ventil einzubauen (welches ja nach meiner dämlichen Zewa-Wisch-Aktion seinen Deckel verloren hatte, ihr erinnert euch schwach?). Er schwitzt und flucht und flucht. Die hintere  Schraube will sich einfach nicht festziehen lassen. Aus einer 1-Stunden-Reparatur wird eine Tagesaktion, immer wieder unterbrochen von Schwächepausen. Mehrmals gebe ich den Rat, doch morgen ganz früh, wenn es noch nicht so heiß ist, einen neuen Versuch zu starten, aber der Mann bleibt stur. Die Schraube indes sitzt zum Sundowner noch immer nicht.

Freitag

Am nächsten (f r ü h e n) Morgen sagt er nach der Tasse Tee der Schraube erneut den Kampf an. Ich mache mich auf zum Sanitärgebäude und meine scherzhaft: Und wenn ich gleich wieder da bin, dann ist die Schraube fest, ja! Das Theater mach ich nicht noch einen Tag mit!  😉  10 Minuten später bin ich zurück und ???? Die Schraube sitzt tatsächlich fest. Einfach so! Man sollte vielleicht einfach öfter mal dumme Sprüche machen 🙂

Mir geht es besser und so plane ich einen Waschtag, schließlich ist auch unsere Bettwäsche von einer Staubschicht überzogen. Waschmarken gibt es im Marinabüro, das Büro ist jedoch zu. Merkwürdig! Na gut, vielleicht ist man gerade mal… 1 Stunde später ist das Büro immer noch zu und mir fällt auf, dass es auf dem sonst so betriebssamen Werftgelände merkwürdig ruhig ist. Ein Blick ins Netz bestätigt meine Befürchtung: Es ist mal wieder Feiertag! Nicht weiter schlimm, aber der Kühlschrank ist leer. Ohne Fleisch kann ich leben, aber ohne Tomaten, Gurken und was man sonst so an Frischem hier ergattern kann, echt blöd. Frank verbringt indes einen weiteren Tag vor und unter dem Waschtisch, um ein paar Schläuche auszutauschen.

Samstag

Nachmittags soll es endlich zum Einkaufen gehen, vorher jedoch müssen wir Nachschub von Trinidad-Dollars haben. Die gibt es, wenn man Glück hat, aus dem Geldautomaten. Wir haben kein Glück! Es gibt nur einen einzigen Automaten hier und der ist heute hinter verschlossenener Tür? Vielleicht kaputt, vielleicht leer – man weiß es nicht! Wir haben noch genau 140 Kracher in der Börse, also ca. 18 Euro. Nicht viel, wenn einem selbst Grundnahrungsmittel fehlen. Wir gehen erstmal nur mit dem Wichtigsten wie Tomaten, Gurken, Brot, Margarine statt Butter (spart 10 Kracher) etc. zur Kasse und uns bleiben nach dem Bezahlen noch ganze 45 TT-Dollar. Von denen investieren wir schnell noch 42 Kracher für einen Käse und eine Packung Saft. Es bleiben 3 winzige Kracher über und ich kann mich nicht erinnern, wann ich jemals nur 50 Cent im Portemonnaie hatte 😉 . Aus einem kühlen Bierchen in klimatierten Räumen wird das jedenfalls dieses Wochenende nix. Aber dafür fängt es an zu regnen, eine Wohltat! Ein Temperatursturz auf 28 Grad und die Sonne versteckt sich hinter einer dicken Wolkendecke. Von mir aus darf es die nächsten 10 Tage so bleiben 🙂

 

 

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Alles klar auf der 2wishes

Mein Gott ist das heiß hier!!!!!

Aber der Reihe nach: Nach 9,5 Stunden Flug mit Condor in der Bretterklasse fischte uns der Zoll in Tobago nach einem Blick auf unsere persönlich ausgefüllten Einreisepapiere raus.  Ist ja klar, wenn ja steht, Weiterreise nach Trinidad – Chaguaramas – Unterbringung nicht in einem Hotel, sondern auf einem Boot – da klingeln dem Zoll gleich die Ohren und man wittert ein Geschäft. Ob wir denn Ersatzteile fürs Boots einführen würden? Nun, leugnen wäre jetzt nicht mehr vorteilhaft und so dürfen wir den Inhalt unserer Reisetaschen zeigen. Mir ist ganz flau, während die Zollbeamtin Franks riesige Tasche durchwühlt. An dem zahlreichen Kleinkram wie neue Dichtungen, neue Klampe etc. ist sie nicht interessiert, nur ein elektronisches Raymarine Instrument sticht ihr ins Auge und sie will eine Rechnung dazu sehen. Haben wir aber nicht, jedenfalls keine Einzelrechnung, denn dieses gehört zu dem Gesamtpaket unserer neuen (teuren) Windmessanlage. Wo ist eigentlich diese neue Anlage? Warum hat sie die in Franks Reisetasche eigentlich nicht gefunden? Das ist doch ein großes Paket! Mir ist nicht nur flau jetzt, ich versteh vor lauter Aufregung nicht mal mehr, wie sie das übersehen kann. Jedenfalls rede ich mich bezüglich fehlender Rechnung raus und behaupte einfach mal, dass das Teil nur so 100 Euro kostet. Sie murrt, gibt sich aber zufrieden und will dann meine Reisetasche sehen. Ich bin erleichert, weiß ich doch, dass außer jede Menge Elektrokabel und viele neue kurze Hosen sowie T-Shirts meine Tasche clean ist und so stehen wir 1 Minute später erleichert vor dem Flughafengebäude und ich frage Frank, wo denn dieses riesige Paket mit der Windmessanlage in seiner Tasche ist und warum die Zollbeamtin das übersehen hat. Er lacht laut!!!! Nun, weil es nicht in meiner, sondern in deiner Reisetasche ist, meint er! Die hat nämlich einen doppelten Boden und eignet sich scheinbar hervorragend zum Schmuggeln. Richtig, jetzt fällt es mir auch wieder ein. Ich war so nervös, dass ich das glatt vergessen hatte. Vielleicht hab ich aber doch Alzheimer 🙂

Nach einer Nacht im Hotel geht es am nächsten Morgen weiter mit Caribean Airlines nach Trinidad. Auf den Bus vom Flughafen nach Port of Spain müssen wir nicht lange warten, jedoch fällt der 1.00 Uhr Bus von Port of Spain (Hauptstadt von Trinidad) nach Chaguaramas (dort sind alles Werften ansässig) ersatzlos aus und der 2.00 Uhr Bus hat 1/2 Stunde Verspätung. Dann noch viel Verkehr und so erklimmen wir erst um 16.00 Uhr die Leiter rauf zur 2wishes.

Auf den 1. Blick große Erleichterung: Die Batterien sind in Ordnung und die Polster zeigen keine neuen Schimmelbildungen. Dadurch, dass wir den Niedergang nicht mit der Plexiglastür sondern mit dem luftdurchlässigen Alugitter verschlossen hatten, war die 2wishes scheinbar gut belüftet. Der Nachteil allerdings ist, dass der Staub so freien Eintritt hatte und alles, auch innerhalb der Schränke, mit einer dicken Staubschicht übersät ist.

Ein Blick auf die Temperaturanzeige zeigt eine Innentemperatur von 32 Grad und nur eine Luftfeuchtigkeit von 45 %. Eine halbe Stunde später steigt diese auf 75 % an, n u r  durch unsere Anwesenheit und unseren damit zusammen hängenden Schweißaustritt 😉

Veröffentlicht unter Allgemein | 1 Kommentar

Urlaub vom Urlaub

Tja, so kann´s gehen! Da macht man plötzlich Urlaub vom Urlaub…

Die Ursachenfindung gesundheitlicher Probleme hat  den Zeitrahmen unseres diesjährigen 4-wöchigen Heimaturlaubs gesprengt und mehrmals mußten wir unseren Rückflug verschieben. Inzwischen hat jedoch die Behandlung begonnen und bevor im November eine Operation ansteht, möchten wir sicher sein, dass auf und in der 2wishes alles in Ordnung ist. Schließlich hatten wir sie im Juli nur auf eine 1-monatige Abwesenheit vorbereitet. Außerdem wird es grad kalt in Köln und so ein bißchen Sonne tanken vor dem bitteren Winter (den wir ja eigentlich in den nächsten 5 Jahren gar nicht mehr erleben wollten) kann unseren inzwischen weißen Körpern auch nicht schaden. So geht morgen unser Flug über Tobago nach Trinidad für einen 2-wöchigen Kurzurlaub…

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Immigration-Marathon

Nirgends müssen bei der Einreise so viele Formulare mit mehreren Kopien ausgefüllt werden wie hier in Trinidad. (Die Selben müssen bei der Ausreise übrigens nochmal ausgefüllt werden *grummel*) Das hatten wir ja aber am Donnerstag schon hinter uns, heute mußten wir mit mehreren Formularen (gegengezeichnet und mehrfach kopiert von der Werft Peake) wiedermal bei der Immigration und beim Custom vorsprechen. Schließlich wollen wir für ein paar Wochen Trinidad verlassen, unser Schiff aber zurück lassen. Nun wollen die hier natürlich sicher gehen, dass man 1. auch wieder zurück kommt und 2. dass das Schiff sicher irgendwo untergebracht ist. Wenn man sieht, wie viele verlassene und schrottreife Schiffe vor manch anderer Insel liegen, dann kann man Trinidad verstehen und den behördlichen Aufwand akzeptieren.

Allerdings ist die Immigration von Trinidad ungewöhnlich streng und, gut, ich will nicht sagen unfreundlich, aber eben sehr sehr offiziell. Die Offiziellen sitzen hinter Glasscheiben und im Wartebereich sitzt eine bewaffnete Soldatin hinter einem Schreibtisch, die den ganzen Tag Zeitung liest und böse guckt!!! Heute also gehen wir vorbei an einer vor der Tür stehenen jungen Dame meines Alters 😉 , die mit einem Top bekleidet vor der Tür steht. Noch denken wir uns dabei nix, erst 30 Sekunden später 🙂 . Kaum betreten wir den Wartebereich, blubbert die Soldatin los. Wir verstehen natürlich kein Wort. Sie wiederholt nochmal, allerdings nicht langsamer und auch nicht deutlicher. Wir zucken immer noch verständnislos die Schultern. Dann hat sie ein Einsehen, macht Handzeichen und uns geht ein Licht auf…. Wie immer bin ich ordentlich bekleidet, trage zwar kein Top, aber ein ärmeloses Oberteil (Oberteile mit Ärmel wurden schon vor 1 1/2 Jahren von mir in die untersten Verstauungsmöglichkeiten verbannt). Aber keine Chance!!! So durfte ich den Offiziellen mit unserem Belangen nicht unter die Augen tretten. Also standen wir kurze Zeit später vor der Tür bei der ebenso verbannten nur mit einem Top bekleideten Dame, deren Mann gerade alleine die Ausklarierungsformalitäten erledigte 🙂 . Einer Französin, die sehr gut Deutsch sprach und mit der sich Frank anschließend nett und lustig unterhielt, während ich im Warteraum in der Schlange stand. Hatte ich ihm doch kurzerhand sein Jeanshemd entrissen, mir selber übergeworfen und ihn „oben ohne“ zurück gelassen 🙂 .

Aber erfolgreich war ich trotzdem nicht. Die Offiziellen wollten nämlich nicht nur meine zahlreichen Papierchen sehen, nein, auch das Flugticket sollte ich vorzeigen. Das allerdings lag irgendwo an  Bord der 2wishes – 25 Minuten Fußweg entfernt. Also hab ich Frank wieder ordentlich bekleidet und wir haben uns unverrichterter Dinge wieder auf den Heimweg gemacht. Flugticket geschnappt, noch schnell ein Oberteil mit Ärmeln aus den Tiefen des Schiffes gesucht und wieder  zurück maschiert (wie war das eigentlich mit dem Beine hochlegen – gilt das eigentlich immer noch?). Pudelnass (der nächste fette Schauer war soeben über die Bucht gezogen) stehen wir um 12.15 Uhr wieder vor der Tür – Mittagspause bis 13.00 Uhr!!! Wir holen tief Luft und sprechen erstmal beim „Custom“ vor. 3 Stempel und 1 1/2 Minuten später ist da alles erledigt. Geht doch!

Um 13.04 Uhr sind auch die Offiziellen von der Immigration zufrieden. Mit meiner Bekleidung, den Formularen sowie dem Flugticket. Morgen dürfen wir nach Hause fliegen. Wir freuen uns auf Enkelkinder, Kinder, Verwandte und Freunde – der Blog allerdings wird nun erstmal für 4 Wochen schweigen.

Veröffentlicht unter Allgemein | 1 Kommentar

Trinidad zum II.

Die Überfahrt verlief ereignislos, meist unter Motor, aber zu unserem Erstaunen auch ein paar Stunden unter Segel. Kurz vor der Einfahrt nach Chaguaramas noch ein bzw. zwei Highlights, nämlich Delphinbegegnungen. 1 große Herde schwamm an uns vorbei, 1 kleiner spielte kurz danach mit unserem Schiff. Immer wieder schön! Was weniger schön war, ist der ganze (Plastik-)Müll, der an uns vorbei zog. 100er von Meter eine Plastikflasche oder -verpackung nach einander. Trinidad eben!

Um 8.00 Uhr morgens erreichten wir dann das Mooringfeld von Chaguaramas, wo es tatsächlich noch mehrere freie Moorings gab (die meisten Schiffe stehen eben schon an Land), so dass wir uns ein Anlegemanöver in der Marina sparen konnten und für eine Nacht an die Mooring gingen.

Dinghi zu Wasser gelassen und mittels Muskelkraft zum nächsten Anleger gepaddelt. 25 Min. Fußweg zum Custom and Immigration, um 11.00 Uhr waren wir bereits offiziell einklariert. Kurze Inspektion des örtlichen Supermarktes, anschließend den Papierkram mit der Boatyard Peake abgeklärt und Feierabend für den Rest des Tages.

Das Auskranen am nächsten Morgen pünktlich um 9.00 Uhr hat genau wie letztes Jahr sehr gut und kompetent geklappt. Die nächsten Tage lassen wir es langsam angehen (es ist mal wieder verdammt warm hier in Trinidad) und treffen ganz in Ruhe die Vorbereitungen für unseren Heimaturlaub.

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Grenada Yachtclub 7.00 Uhr

Weg ist er, der Don! Wieder Mal hat sich ein Tropical Storm nachts an uns vorbei geschlichen ohne unseren Schlaf zu stören. Mitgenommen hat er allerdings den ganzen Wind, so dass wir heute eine komplette Motorfahrt vor uns haben

Veröffentlicht unter Allgemein | 2 Kommentare

Grenada Yachtclub 18.00 Uhr

18.00 Uhr – die Ruhe vor dem Sturm? Es ist absolut w i n d s t i l l!!!                                       Es regnet nicht mal !!!

Die Vorbereitungen sind abgeschlossen. Alle warten auf die Dinge, die da kommen sollen…

Die Bar des Yachtclubs hat um 15.00 Uhr vorsorglich schon mal geschlossen und mal wieder alle Tische und Stühle weg geräumt. Noch ein Bierchen… ist nicht!  Der Supermarkt gegenüber hat seine Fensterfront mit Metalljalousinen verrammelt und davor Sandsäcke gelagert. Sandsäcke? Oh Mann, die hab ich das letzte Mal als Kind beim Campen in Holland gesehen. Die meinen das hier echt ernst, will man meinen!

2 Schiffe weiter liegt eine kanadische Hunter (schönes Schiff), war bisher verlassen und der Eigner traf heute morgen hier ein und wollte eigentlich 10 nette Tage hier verbringen. Don hat auch ihn völlig überrascht und er hat seinen 1. Urlaubstag mit Sturmvorbereitungen verbracht. Warum schreib ich das? Ach ja, er hat uns doch glatt gerade auf Deutsch angesprochen bzw. auf österreichisch (das ist nun mal ein großer Unterschied 😉 ) , jedenfalls lebt er als gebürtiger Österreicher bereits seit 30 Jahren in Kanada. Seid 4 Jahren liegt sein Schiff hier in Grenada und noch N I E hat es einen Tropical Storm gegeben. Dieses Jahr dann eben schon zwei.

Was bitte schön haben wir von der 2wishes eigentlich dieses Jahr verbrochen ?

So warten wir auf den Sturm, der, wenn er kommt, so gegen Mitternacht eintreffen wird. Also ich schlaf dann normaler Weise 🙂 .

Morgen früh ist er aber durchgezogen und wir verlassen gegen 8.00 Uhr dann endlich Grenada gen Trinidad… h o f f e n t l i c h

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Danke Rebell

Alles wiedermal auf Anfang….

Während ich gestern Nachmittag den letzten Blog hoch geladen habe, hat Frank noch mal das Wetter gecheckt, die neusten Wetterdaten von Wetterwelt heruntergeladen und auf der Seite des National Hurrikan Centers nach verdächtigen Warnungen Ausschau gehalten. Ich hingegen hatte gerade gestern mal diese Seite nicht überprüft und das neue orangefarbene „x“ hat Frank nicht für so wichtig gehalten, um es mir zu zeigen *grummel*.  Nun gut, das die Fahrt ungemütlich und regnerisch werden würde, dass hatten wir ja durch andere Wetterberichte bereits erfahren und so liefen die Auslaufvorbereitungen bedenkenlos weiter.

1 ½ Stunden später baut mein Tablet zufällig mal Verbindung auf zum Wifinetz des Yachtclubs und ich sehe zu meinem Erstaunen auf meinem letzten Blog einen Kommentar der SY Rebell, die vor dem Tropical Storm Don warnt. Ein Sturm? Wie? Was? Wo kommt denn der plötzlich her? Frank berichtet von dem orangen „x“, aus dem aber eigentlich erst mal ein Rotes hätte werden müssen und anschließend eine Depression (die bekomm ich aber bald 😉 ), bevor es  zu einem ordentlichen Sturm mutiert, der auch schon einen Namen bekommt.  Aber Don hat es scheinbar eilig, wir prüfen seinen vermutlichen Verlauf und überlegen, ob wir ihm noch ausweichen können, wenn wir morgen früh starten.  Wie die Erfahrung gezeigt hat, lösen sich manchmal ja solche Stürme einfach in Luft auf oder ändern die Richtung und so verschieben wir die Entscheidung auf heute  Morgen 6.00 Uhr.  Aber auch da ist immer noch nicht ganz klar, wie sein Verlauf sein wird.  Eventuell geht er über Barbados hinweg und wird Grenada streifen, aber nichts Genaues weiß man. Uns Hasenfüßen ist die Sache zu unklar, die Abfahrt wird um 24 Stunden verschoben und wir verschwinden wieder in der Koje.

2017-07-18 12 42 14Wir sind aber nicht die Einzigen, die von Don überrascht wurden. Mit meiner kanadischen Nachbarin habe ich mich gestern noch am frühen Abend vor der Dusche über unsere geplante Abfahrt unterhalten und deren Hilfe beim Ablegen angeboten bekommen. Kaum stecke ich jedoch heute Morgen um 9.00 den Kopf aus dem Schiff, da vergewissert sie sich atmenlos bei mir, dass wir doch hoffentlich nicht auslaufen und bedankt sich dafür vielmals. Thank you, thank you, I was sooo worry!!ÄH…. nun, auch wir danken für die Sorgen, die sich so mach einer um uns gemacht hat.

Danke also, vielen Dank an die Rebellen und Dank auch an Birte (obwohl, liebe Birte, deine Mail von 8.35 Uhr heute Morgen kam ein bißchen spät *lach*, da wären wir fast schon weg gewesen) . Passt ihr mal schön weiter auf uns auf, das beruhigt uns Segeldummies 😉

Wiedermal soll der Sturm um Mitternacht auf unserer Höhe sein, wir sind gespannt

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar