Regenzeit?

Wir befragen das Internet… und nein, dieses allwissende informative Netz weiß, im

APRIL gibt es den wenigsten Regen auf Dominica?

Oje, wie oft regnet es denn dann in anderen Monaten? Wie gut, dass wir für heute eine Ausflugspause geplant haben, denn seit gestern Abend regnet es mal wieder anhaltend und viel. So vergeht der auch der verregnete Vormittag mit Ausschlafen, Blog vorbereiten und Internetrecherche. Mittags wagen wir uns mittels Dinghi von Bord, der Kühlschrank ist leer. All die leckeren Sachen, die wir noch auf der französischen Nachbarinsel Guadeloupe einkauft haben sind alle und wir müssen zum Supermarkt. Der nächst Große ist mit den Sammelbussen für 1,50 Euro für 2 Personen erreichbar, aber auch hier ist die Auswahl an Fleisch und Käse mager. Wir erstehen einen Käse Mozzarella-Art, einen Cheddar, ein paar merkwürdige Bratwürste, Salat und Bohnen. Ansonsten wird es die Tage wohl wieder nur vegetarisches Essen und zum Frühstück Marmelade geben.

Auf dem Rückweg erwischt uns der nächste Regenguß und wir flüchten zwangsweise ;-) unter das Dach eines der Local Bars. Um die Ecke ist die Busstation, von der wir gestern aus gestartet ist, unser gestriger Busfahrer bemerkt uns und fragt nach, wie unser Ausflug denn gewesen war. Natürlich sagen wir, wie sehr wir Dominica lieben, wie freundlich die Menschen in Pennville waren, aber dass wir leider nicht mal den Wasserfall gefunden haben. Kein Problem, meint er, macht die Tour nochmal und ich laß euch genau in der Nähe des Wasserfalls raus. Hab ich schon erwähnt, dass ich die Dominicaner liebe? Natürlich sind wir wieder mal die einzigen Weißen, die vor dem Regen Zuflucht gesucht haben. Um uns herum nasse Einheimische, die den Regenschauer abwarten und mit denen wir zusammen lachen, weil sie den Unterschlupf nur kletschnass erreichen. Wir haben viel Zeit, andere zu beobachten, die durch den Regen hüpfen oder gegenüber versuchen, Unterschlupf zu finden.

Wir haben mit der Einklarierung gleichzeitig ausklariert nach 14 Tage. Fürchte jedoch, 2 Wochen werden nicht reichen und die weiteren 2 Wochen (Roseau liegt ja noch vor uns) werden wir uns illegal hier aufhalten. Es ist einfach viel zu schön hier :-)

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Dominica – Pennville

Was einmal klappt, muss auch ein zweites Mal klappen, oder?

Unser nächstes Ziel heißt Pennville, liegt auch auf der Westseite und von dort scheinen ein/zwei Wanderwege durch den Regenwald abzugehen. Detailgenaue Karten sind weder in Papierform noch Digital zu erhalten. Sollte aber doch nicht soooo schwierig sein, den Waikitubuli National Trail zu finden und 1-3 km durch den Regenwald zu maschieren, oder? So machen wir uns wieder zur Busstation auf, eine andere diesmal, denn schließlich wollen wir auch wo anders hin. Der Busfahrer, der auf seine Fahrgäste wartet, ist mal wieder super freundlich und verwickelt uns gleich in ein Gespräch. Ausgestattet mit Wanderstiefel (Frank) und Wanderschuhen (ich) outen wir uns natürlich sofort. Leider ist unser Englisch nicht soooooo gut und ich versteh mal wieder nur die Hälfte von dem, was uns der Busfahrer erzählt… denn sonst wären wir ein paar Kilometer weiter ausgestiegen. Nun, so läßt er uns am Anfang der Stadt “Pennville” raus und ups… Penville liegt nicht wie wir dachten und wie Calisphe unten am Meer, sondern ist eine kleine Stadt oben am Berg, die sich ca. 3 Km lang am Berg hinab zieht. Alle 300 m ein Haus, alle 500 m 3 Häuser etc. – Super lustig! DSC_1963 DSC_1965 DSC_1966 DSC_1968Und die Menschen hier unheimlich freundlich. Kaum haben wir den Bus verlassen und erkunden die erste Straße, werden wir schon angesprochen, ob wir Hilfe brauchen oder nur “the nature and the view” genießen wollen. Auf dem Rückweg werden wir dann gefragt, ob die Aussicht uns gefallen hat. Wir finden den Eingang zum Regenwald nicht, laufen dafür die Straße weiter lang. Überall dort, wo wir Menschen an und in Häusern sehen, grüßen diese freundlich. Manomann, niemals wäre ich auf die Idee gekommen, aus meinem Schlafzimmerfenster schauend (einzigstes Fenster zur Straße hin) irgendwelche Spaziergänger (die es dort nun auch kaum gab) zu grüßen.

Nach 2 km Fußmarsch sehen wir eine geöffnete kleine Bar – von außen nur zu erkennen wegen der “Carib”-Werbung  (nun, wir haben zwar Wasser dabei, aber…), dsc_1967ein Blick inside…. keiner drin! Da ruft von der anderen Straßenseite eine alte Frau, ob wir was kaufen wollen? ja, ein Bierchen wäre gut! Sie macht sich auf zum Nachbarhaus und ruft den Nachbarn raus  *echt lustig, was* ! Dieser eilt über die Straße und wühlt in der Truhe nach zwei “Kubuli”, dem einheimischen Bier von Dominca.

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Würde mich echt mal interessieren, ob hier Abends der Bär steppt *lach*

 

Die Nachbarin nutzt den ansonsten ereignislosen Tag und leistet uns Gesellschaft. Höflich verwickelt man uns ins Gespräche wie woher, wohin, warum… anstrengend für uns, da deren Englischdialekt für uns recht unverständlich ist. Aber trotz allem, lieben wir es!

Weiter geht es die Straße lang, irgendwann gibt es tatsächlich ein Schild: Waterfall links lang 10 Min. Fußweg, Waitikubuli National Trail Berg runter rechts lang. Wir entscheiden uns für “links” und suchen den Wasserfall. Leider finden wir keine weiteren Schilder und der Weg führt immer weiter bergab. Meine geschädigte Lunge denkt nur an den Weg zurück bergauf und ich streike. Dann eben kein Wasserfall, aber bevor wir den Rückweg antreten, kommt der nächste Regenschauer runter. Was heißt “Schauer”? Also das Palmenblatt, unter das ich mich für die nächsten 20 Minuten rette, hält nicht unbedingt jeden Tropfen ab, verhindert aber das komplette Durchweichen :-) dsc_1975

Und so geht es tropfnass wieder bergauf. Wir haben die Nase voll und wollen den nächsten Bus erwischen. Der läßt auf sich warten und so müssen wir in der 2. Kneipe von Pennville eine Pause machen. Echt lustig hier, im ersten Raum ist eine Mini-Supermarkt (erhältlich Ketchup, Mehl, Schnapsflaschen und Gewürze), ein Raum weiter dann die Bar mit div. Rumflaschen *lach* und einem großen Kühlschrank mit B i e r, welches uns die Wartezeit auf dem Bus verkürzt.DSC_1977

Warten auf den Bus ! Und wiedermal mit ruiniterter Frisur!

Nach einer halben Stunde werden wir unsicher, ob denn da auch wirklich mal ein Bus kommt, aber die Wirtin paßt auf, ist auf Zack und stoppt lautstark den nächsten Bus für uns.

Glücklich sind wir 1 Stunde später wieder an Bord. Der Himmel öffnet seine Schleusen und wiedermal regnet es aus Eimern. Den Eingang zum Regenwald und auch den Wasserfall nicht gefunden, aber….. zufrieden und happy :-)

 

 

 

 

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Dominica – Calibishe

2 Tage lang Regengüsse gaben mir Gelegenheit, meine „Bibel“ ausgiebig zu studieren. Gemeint damit ist der Cruising Guide von Chris Doyle, in diesem Fall hier für das Gebiet „Leeward Islands“. Ein absolut unverzichtbarer Ratgeber in Sachen Navigation, Services, Regulations, Restaurants und Ausflüge an Land. Und von Letzterem gibt es gerade hier auf Dominica jede Menge. Viele Ausflüge kann man über die PAYS buchen und unternehmen. Die PAYS sind eine Vereinigung von Tourenanbietern, die hier in der Prince Rupert Bay auch sonstigen Service übernehmen und Hilfe in jeder Form anbieten. Man kann gewiß sein, wenn man eine der Touren über PAYS bucht, dass man diese dann mit einem kompetenten Guide macht. Auch wir haben ja letztes Jahr einen dieser tollen und informativen Ausflüge inkl. Flussfahrt, Wasserfall, Regenwaldtour und Obstplantage mit ihnen gemacht und ich kann dies nur jedem empfehlen, der zum ersten Mal nach Dominica kommt und nur wenige Tage bleibt.

Dieses Mal aber haben wir mehr Zeit und kennen uns inzwischen auch viel besser mit den Gegebenheiten z.B. mit dem Transportmöglichkeiten auf nicht französischen Inseln aus. Hier gibt es nämlich auch wieder diese tollen Maxitaxis oder auch Minibusse, mit denen man eigentlich die ganze Insel kennenlernen und auf eigene Faust erforschen kann. Als 1. Ziel habe ich (und ich sage mit Absicht „ich“, denn Frank schließt sich meinen Plänen nur mißtrauisch an ;-) ) CALIBISHE an der Westküste herausgesucht. Wie wir feststellen, hat Portsmouth (so heißt die Stadt, vor der wir hier liegen) mindestens 3 Busstationen, von denen die Busse in unterschiedliche Richtungen fahren. Man ist mal wieder super freundlich und gibt uns eine genaue Wegbeschreibung zur richtigen Busstation. So sitzen wir kurze Zeit später auch in einem vollbesetztem Bus und b r e t t e r n  von dannen.  Quer über die Insel von Ost nach West, auf einer kurvenreichen Straße ohne Randbefestigung mitten durch den Regenwald. Vorbei an riesigen Palmwäldern.  WAUH!!! Über eine ½ Stunde dauert die Fahrt, allein dafür lohnt sich der Ausflug schon (Kostenpunkt 5 EC bzw. 1,80 € pro Person). Vor fast jeder Kurve wird gehubt, damit eventueller Gegenverkehr auch weiß, das ihm da jemand entgegen brettert :-) .  An den Straßenrändern sehen wir Mitarbeiten vom „Grünflächenamt“ ;-)  , die die Seitenränder vom Grünzeug rasieren, damit der Wald nicht die Straße übernimmt.

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Am Ziel werden wir mit diesem Anblick belohnt.

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Calibishe ist wunderschön.

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Wir laufen die Straße lang und bewundern fantasievolle Häuser und wirklich nett angelegte Gärten und Vorgärten

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Garten bzw. Vorgarten

. Es gibt sogar Pensionen und Appartments, aber andere Touristen treffen wir nicht.  Auch hier ist der Strand natürlich und traumhaft. DSC01124 Frank hat sein Mißtrauen verloren ;-) , ist begeistert und lobt meine Recherche und Ausflugswahl. *Schweiss wisch weg* ;-) .

Aber nicht alle Häuser sehen so aus, es gibt auch noch die anderen:

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Natürlich gibt es auch hier die ein oder andere Localbar

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, aber Franks Wahl fällt auf diese,  da es ihm die niedlichen Hocker angetan haben

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Ausnahmsweise und weil es uns so gut hier gefällt, kehren wir zum Lunch ein. Unsere Wahl fällt auf das Rainbow Restaurant mit traumhaften Ausblick.dsc_1945  Die Küche ist französisch creolisch, das läßt nichts Gutes hoffen, kennen wir doch die Speisekarten und Telleransichten anderer Lokale dieser Art. (Hähnchenbollen mit weißem Reis an Salatgarnitur für 15 Euro etc.) Wir entscheiden uns für Panan, Frank mit Huhn, ich mit Fisch. Der Tag geht super weiter, denn nach 1 ½ Jahren Karibik ist das das beste Essen, was uns bisher vorgesetzt worden ist.

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Wahnsinnig lecker und eine Wiederholung wert

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Dominica hat allerdings auch ein Müll- und Schrottproblem. Scheinbar gibt es keine offiziellen Schrottplätze und so werden alte Autos werden einfach am Straßenrand abgestellt und dann wartet man ein paar Jahre, bis der Rost gesiegt hat und das Auto zerrieselt ist :-).  Oft gesellen sich noch 1 bis 2 weitere oder auch mal eine ausrangierte Waschmaschine dazu.

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Der örtliche Autowaschplatz!!!! Ist das nicht herrlich, dass man 2 EC mehr zahlen muss, wenn Auto besonders dreckig ? :-) :-)

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Also ehrlich gesagt, die Anlage zum Luftauffüllen ist stylischer und moderner als bei unseren deutschen Tankstellen, oder?

 

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Heute Hosenwasch- und trockenzeit *lach*

Wir waren jedenfalls begeistert von diesem Tag und hoffen, euch damit und mit den vielen Bilder nicht gelangweilt zu haben. Ein Feedback als Kommentar mit “Wauh” oder “Wahnsinn” oder “super schöne Bilder” etc. wäre jedenfalls willkommen.

Und morgen gehen die Ausflüg schon weiter….

 

 

 

 

 

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Local´s

“ihr geht ja immer gern zu den Locals”

Schrieb Birgit von unserem Schwesternschiff SY Rebell (auch eine Bavaria Ocean 38) die Tage per Mail *lach*

JA! RICHTIG! Jedes Einheimischenlokal ist uns lieber als eine Touribar! Wir stehen dazu :-) und hier auf Dominica hat man kaum eine andere Wahl :-). Sicher, die 2-3 Restaurants/Bars direkt am Strand, wo wir ankern, werden von Einheimischen nicht aufgesucht, sind aber trotzallem einfach und natürlich gehalten. Aber im Ort selber…. wir haben e x t r a  n u r für euch mal ein paar ausprobiert und bitte…. nicht das falsche Vorstellungen aufkommen, ja! Die Aufnahmen sind n i c h t  von einem Tag ;-)

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Auf diesem Teller wurde unser Sandwichs serviert! Da fragt man sich doch, wie zum Kuckuck die in die Karibik gekommen sind, oder?

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DSC_1858Aber ab und zu gibt es auch was Gesundes ;-)

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Es regnet nicht mehr…. so habe ich gute Hoffnung euch die Tage andere Bilder außer Kneipen zeigen zu können

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Dominica

Warum eigentlich gefällt uns Dominica so gut?

Dominica ist ursprünglich. Hier gibt es z.B. keine gestylten Touri-Restaurant und Cafe´s.

DSC_1854Tolles Bild, nicht wahr! Aber vorsichtig, laßt euch deshalb nicht zu der Vorstellung verleiten, Dominica wäre ein Traumkaribikinsel mit weißen palmenbesäumten Stränden und einsamen Buchten. Im Gegenteil, der Sand hier ist dunkelbraun und ungefegt. Hier scharren noch die Hühner im Sand am Strand *lach*.

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Strand mit Fischern bei der Arbeit im Hintergrund

Aber Dominica ist grün, f e t t  g r ü n ! Es gibt Regenwälder und Wanderwege. Z.B. den seit 2011 existireden Waitukubuli National Trail, der 180 Km lang ist und in Etappen bewandert bzw. bestiegen werden kann. Nun, 180 Km sind für unsere Seglerbeine zu lang, aber ich hoffe, wir werden zumindest die Gelegenheit haben, mal so 2-3 KM auf eigene Fast zu erforschen.

Und vieles läßt sich vielleicht am besten mittels Bildern näher bringen wie der örtliche Gemüseladen *lach* – ihr könnt erkennen, wie groß die Auswahl ist.

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Die Kanalisation Dominicas inkl. allgemeine Wasserzapfstelle

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Der örtliche Bäcker!!! Hier holt Frank morgens immer frische Mohnbrötchen und Croissants ! HiHiHiHi!!!!

 

 

 

 

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Okay, konnten die Bilder euch Dominica näher bringen?

Unternehmen konnten wir aber die Tage noch nicht viel, viel und andauernder Regen hat uns ausgebremst. Wir wollen mal nicht meckern, der Regenwald braucht natürlich auch Regen und so werden die geplanten Ausflüge eben verschoben.

Und jetzt werde ich mich erst mal wieder dem Brotbacken widmen, falls die Sache mit den “Mohnbrötchen” morgen früh wieder nicht klappt ;-)

 

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Ups… wie kommen wir denn hier hin?

Marie Galante war unser eigentliches Ziel. Marie Galante ist eine im Osten von Guadeloupe vorgelagerte Insel, die laut Beschreibung und div. Bilder sehenswert ist. Und da wir endlich mal was Neues sehen wollten….

Blöd ist nur, dass Marie G. im Osten liegt, denn aus Osten kommt auch der Wind. Mal direkt, mal von Süd-Ost, mal von Nord-Ost. Und nun sagen die Segelgurus, dass man, um dort hin zu kommen, erst mal von West-Guadeloupe (wo wir sind) zu den „Les Saintes“ im Süden segeln muss. Von dort dann wieder  18 Seemeilen rauf nach Norden die Ostküste lang quasi an der „Marie“ vorbei, um anschließend mit Süd-Ost-Kurs nach 16 Seemeilen das Endziel zu erreichen. Ist das irgendwie verständlich? Wahrschenlich nicht. Aber vielleicht hilft das Bild dabei, falls es jemanden interessiert:

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Die gestrichelten Linien sind die segelbaren Strecken laut Segelgurus ;-) Und wie man erkennen kann, eine direkte Linie nach Marie Galante gibt es nicht .

Nun, 16-18 Seemeilen bedeutet eine Mindestsegelzeit von 3-4 Stunden, wenn der Wind gut und aus der richtigen Richtung weht. Gegenan können auch 6-8 Stunden daraus werden.

Und so kämpfen wir uns am Ostermontag auf erst mal zu der Inselgruppe “Les Saintes”. Mal Wind, mal kein Wind. Heißt: Vorsegel hoch, Motor aus, 5 Minuten segeln, Wind weg, Vorsegel wieder einrollen, Motor wieder an. Das Spiel wiederholt sich mehrmals und steigert die Laune nicht gerade ;-)  . Auch das Wetter verschlechtert sich, es regnet, es stürmt und so kommen wir gegen 15.00 Uhr genervt an.  Die Inselgruppe ist vollgepackt mit Mooringbojen, ankern ist nur außerhalb der Mooringfelder in tiefem Wasser möglich. Da das Meer aufgewühlt und unruhig ist, wollen wir das mit dem Ankern gar nicht erst versuchen (zumal die Strecke, die mit dem Dinghi anschließend bei unruhigem Wasser zurück gelegt werden müßte, viel zu weit wäre) und begeben uns direkt ins  1. Mooringfeld. Die letzte freie Mooring schnappt uns ein Kat weg, doch im 2. Feld können wir noch freie weiße Bälle (so sind Moorings gekennzeichnet hier) entdecken. Wir geben Gas und um 15.15 liegen wir fest vertäut an einer der letzten 4 freien Moorings. Um 15.30 Uhr sind übrigens diese auch vergeben. Haben wir GLÜCK gehabt, dass wir nicht später angekommen sind!   :-)

Weniger Glück haben wir mit den Wetterbedingungen. Es bleibt regnerisch und stürmisch. Die Bucht ist schwelliger und unruhiger als Pigeon Island. So geschaukelt hat es zuletzt auf dem Atlantik. Da fällt selbst mir das Schlafen schwer. Les Saintes hat sich nicht groß verändert. Genau wie im letzten Jahr werden täglich hunderte Touris mittels Fähre morgens ausgeladen und nachmittags wieder eingesammelt. Um denen auszuweichen machen wir am nächsten Tag einen Spaziergang zur Nachbarbucht. Unterwegs öffnen sich die Schleusen, Unterstellmöglichkeiten gibt es keine und so werden wir auf dem Rückweg nass bis auf die Haut. Man trocknet aber relativ schnell wieder ;-) und da mir nicht nach Kochen war, entschieden wir uns für eine recht preiswerte Pizzeria. Kein Wunder, dass diese beim Vorbeigehen immer leer war, denn auch wenn man dort wohl Getränke kaufen kann, Pizza gibt es erst ab 19.00 Uhr Abends. Ziemlich spät für Leute, die Hunger haben! Es ist 17.30 Uhr und wir begeben uns erst mal zurück aufs Schiff und legen uns dort trocken. Punkt 18.55 Uhr stehen wir wieder vor der Pizzeria und staunen bzw. ärgern uns schwarz. Bis auf einen Tisch sind alle Tische besetzt und somit warten rund 25-30 Leute auf eine Pizza. Nein, nein, nein – so lange können wir unsere knurrenden Mägen nicht warten lassen und füllen diese gezwungener Maßen mit einem Hamburger vom Straßenrand (der übrigens letztes Jahr besser war).

Tagsüber hatten wir die neusten Wetterdaten abgerufen und siehe da… wir haben eben keinen guten Lauf. Der Wind dreht sich just zu der Zeit auf Nord-Ost, wenn wir am nächsten Morgen nach Nord-Ost müssen, um Marie Galante irgendwie am übernächsten Tag zu erreichen. Hieße also, gegenan stochern unter Motor. Eventuell mit nur 2-3 Knoten, da auch Gegenströmung. Ob Marie Galante wirklich so schön ist, dass wir uns das an tun müssen? Nein, entscheiden wir beide und klarieren aus.

Am nächsten Tag (nach einer weiteren unruhigen Nacht) segeln wir dort hin, wo der Wind uns mit über 5 Knoten hin treibt Richtung Süden und so fällt unser Anker gegen 12.00 Uhr vor meiner persönlich schönsten karibischen InselDSC01103

D O M I N I C A  :-)  :-) :-)

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Pigeon Island – Ostersonntag-Schnorcheln

Die kleine Insel Pigeon Island liegt gegenüber unserer Ankerbucht.

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Hier werden täglich ganz viele Schnorchler  und Taucher von den kommerziellen Anbietern ins Meer gekippt, was uns vermuten läßt, dass es dort tatsächlich Fisch zu sehen gibt unter Wasser :-) . Und da wir eh Ostern soweit nix vorhaben, machen wir uns mit Flossen und Brille mittels Dinghi auf, um die Unterwasserwelt zu erforschen. Vor der Insel liegen mehrere Mooringbojen, an denen nicht nur die Kommerziellen  festmachen dürfen (Ankern z.B. strengstens verboten).  Und tatsächlich hat sich der Ausflug gelohnt.  Fischschwärme, viele Papageienfische sowie haufenweise Taucher können wir von oben beobachten.

DSC01098Als wir zu unsere Dinghi zurück schnorcheln, hat an dieser Mooring ein weiteres Boot festgemacht. Ein Boot, das Taucher transportiert. Es liegt somit direkt neben unserem Dinghi und der Guide hat Mitleid mit mir. So darf ich über sein Tauchboot, dass man ja praktischerweise mittels Leiter erklimmen kann, in unser Dinghi steigen und muss mich nicht qualvoll und zur Belustigung anderer in unser Dinghi zurück hieven :-)

Den Ostersonntag-Nachmittag verbringen wir statt wie früher beim Familienkaffeetrinken dann bei Rumpunsch und Bierchen in der Strandbar. Auf jeden Fall bei wärmeren Temperaturen als bei euch zu Haus :-)

DSC01099Und dann noch ein schönes Abschiedsbild

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Toll, oder?

 

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Guadeloupe – Pigeon Island

Schon bei den Anfahrt müssen wir an die SY Tanamera denken ;-) , die hatte nämlich im letzten Jahr diese Bucht bereits nach 1 Nacht ganz früh morgens (noch vor unserem Aufstehen) fluchtartig wieder verlassen – wegen SCHWELL. Und so sehen wir schon von weitem, dass die Masten der dort ankernden Schiffe heftig  von links nach rechts schwenken. Nun, da müssen wir jetzt durch und kurze Zeit später schwanken auch wir von links nach rechts und wieder zurück. Wir sind hart im Nehmen und können trotzdem wunderbar schlafen, nur Flaschen, Töpfe, Gläser etc. können nicht mehr unbeaufsichtigt stehen gelassen werden :-) . Am nächsten Tag dreht der Wind, wir liegen und schwanken anders. Nämlich Bug rauf, Heck runter, Heck rauf, Bug runter. Am 3.Tag hat sich der Schwell verflüchtigt und wie liegen ruhig wie im Ententeich. Unsere Tage vergehen mit so langweiligen aber anstrengenden Sachen wie rumgammeln, schnorcheln (gibt viele Schildkröten hier), einkaufen (in 20. Minuten Fußweg ist ein Carrefour-Supermarkt und ein Leader Price (quasi ein Lidl) erreichbar) und dem ein oder anderen Bierchen an der Strandbar. Nur mit dem Wifi happert es hier arg, aber da ihr dass jetzt hier lesen konntet…  nun, wir haben endlich eine Wifi-Bar gefunden :-) , aber verpaßt habt ihr ja nix, wie hier zu lesen ist, oder? :-) :-) :-)

Wir wünschen euch jedenfalls schöne erholsame und arbeitsfreie Ostertage

 

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Guadeloupe – Deshaies

Zurück in Frankreich…

Nach 8 Stunden erreichen wir das etwas über 40 Seemeilen entfernte Deshaies. 2/3 der Fahrt mal wieder hart am Wind mit Welle schräg von der Seite, was mich dazu veranlaßte, nach 2 Stunden eine VOMEX einzuwerfen, um den Eimeralarm abzuwehren.

Kurz nach 16.00 Uhr starteten wir dann unser Ankermanöver, gegen 17.00 Uhr nach 3 erfolglosen Ankerversuchen und zerrütteten Skippernerven hielt dieser dann endlich beim 4 Mal. In Deshaies waren wir auch letztes Jahr schon mal und beide hatten wir eine gewisse Vorstellung und Erinnerung von der Bucht und der Stadt.  Unterschiedliche übrigens ;-) .  Als wir jedoch am nächsten Morgen mit dem Dinghi anlandeten, war schnell klar: ja, Deshaies kennen wir, hatte aber überhaupt nix mit unseren unterschiedlichen Erinnerungen zu tun. Das muss irgendwo anders gewesen sein.

Willkommen in Frankreich… zu merken an den Speisekarten ohne englische Übersetzung.  Das einzige, was wir deuten können, sind Gerichte mit „Poulet“. Aber selbst deren verschiedene Zubereitung entzieht sich uns mangels Französischkenntnisse. Kassenpersonal, Bedienungen und Verkäuferinnen können nicht eine Zahl in Englisch nennen und so fangen wir mal wieder an, uns mittels Zeichensprache zu verständigen :-) .

Willkommen in Frankreich….heißt aber auch, Baguette, Käse und Camembert – mit allem decken wir uns erst mal ordentlich ein.

Willkommen in Frankreich… einklarieren ist so easy wie nirgendwo anders. Man füllt das bekannte Formular am PC aus (inzwischen kann ich das schon auswendig) und drückt anschließend auf „drucken“. Der Mann hinter der Kasse kassiert 4 Euro, macht seinen Stempel drunter und schon hat man einklariert. Hier werden keine Pässe, Schiffspapiere oder Ausklarierungsbescheinigungen geprüft. Wir sind nicht nur in Frankreich, wir sind wohl auch wieder in Europa.

Aber mit Deshaies selber können wir nicht viel anfangen. Eine Straße mit Touristenboutiquen und –restaurants.  Hier wollen wir nicht bleiben und so fahren wir bereits am nächsten Tag 10 Seemeilen weiter nach Pigeon Island.

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Süsswasserduschen und Heimatgefühle

Seit Tagen gehen heftige Süßwasserduschen auf uns nieder. Meist halten diese nur so 10 Minuten an, aber die Tage war der Himmel so schwarz und der heftige Regen so lang, dass mir das Herz blutete wegen all der Verschwendung des kostbaren Süßwassers ;-) . Frank unterbrach erst mal den Abspülvorgangs des Frühstücksgeschirrs, stellte sich samt Duschgel nach draußen und duschte ausgiebig mit diesem herrlichen Süßwasser. Fand ich gut…. Habe mich dem sofort angeschlossen und meine Haare genossen die ausgiebige Süßwasserspülung ganz sicher. Muss lustig ausgesehen haben, wie wir beide das nackelig und schamponiert an Deck standen :-)  . Unser neues Sonnendeck hat, wenn die Seiten nicht runter gerollt sind, außerdem eine Regenrinnenfunktion. Das Wasser platscht in Sturzbächen nieder und so steh ich 1 Stunde lang mit div. Auffangbehältern im warmen Regen und sammel Wasser zum Wäsche waschen :-)  . Während ich mich anschließend dieser Aufgabe widme, schruppt Frank das Dinghi mit dem darin stehenden Regenwasser. Das nennt man doch mal einen gelungenen Vormittag. (Von wegen, wir machen hier den ganzen Tag nix…) DSC01084Heimatgefühle kamen heute Morgen beim Frühstück auf, als die „Osterschelde“ unter holländischer Flagge an uns vorbei zog. Schiffe dieser Art lagen ja in Lemmer zu Hauf, eines davon hier wieder zu treffen, verursachte „Weißte du noch…. Schön war´s“-Erinnerungs-Gefühle.DSC01090 Und morgen früh geht es ab nach Guadeloupe. Ca. 40 Seemeilen liegen vor uns und so werden wir unser nächstes Ziel etwas Nachmittags erreichen.

 

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