Oh Wunder…

Oh Wunder… Budget Marine Grenada hat sich tatsächlich heute per Mail zurück     gemeldet 🙂

Und oh Wunder II …. angeblich haben die alle für uns in Frage kommenden 3 Light-Dinghys on stock, wenn das tatsächlich stimmt, dann haben wir jetzt das Problem der „Entscheidung“

Wir werden also sehen, dass wir so schnell wie möglich nach Grenada kommen, um deren Aussage auf den Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Derweil hat Frank die aufgeplatzte Naht unseres Dinghys mit irgendeiner merkwürdigen weißen Matschepampe geklebt und scheinbar hat es die Luft für ein paar Stunden gehalten. So können wir eventuell in Grenada zumindest vom Ankerplatz an den Strand p a d d e l n und von dort aus die Straße zum ATM, zum Supermarkt und zur Einklarierung erreichen, sollte die Tanamera aufgehalten werden und sich verspäten 😉 – Die haben uns nämlich ihr Dinghy als Taxidinghy angeboten, wir hoffen jedoch, es nicht allzu lange zweckentfremden zu müssen.

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Wir sind geliefert…

Unser Dinghy ist g e p l a t z t !!!

Vorgestern noch frisch aufgepumpt und beim örtlichen Supermarkt einen größeren Einkauf damit gestartet, anschließend seitlich der 2wishes geparkt und gestern Mittag dann  -oh Schreck – die Luft ist weg!  7 Monate ohne Salzwasserkontakt war trotz Abdeckung zu viel für unser Billigdinghy. Auf einer Länge von 30 cm ist eine Naht auf, da wird auch Franks Versuch, dies zu kleben, nicht viel helfen.

Aber ohne Dinghy kein ankern und keine Mooring, weder hier noch in Grenada. So hatten wir uns das nicht gedacht. Spaßeshalber schreiben wir die Tanamera an, ob die uns nicht ihr Zweitdinghy leihen können, einen Zweitmotor fahren die beiden ja schließlich auch spazieren. Mir fällt gerade auf, die haben da gar nicht drauf reagiert 😉

Dabei hatten wir unser neues Dinghy schon im Auge, wir wußten welches, wir wußten wann und wir wußten wo – aber eben nicht hier in Trinidad.

Als Wolfgang liest, was wir uns ausgesucht haben (ein schönes Caribe C8X mit Staubox vorne und festem Fiberglasboden), rutscht er fast von der Cockpitbank und ebenso Frank, als er die Antwort der Tanamera auf unsere Auswahl liest. Im Klartext ungefähr:  „Ob wir sie noch alle hätten und wie wir denn ein 70 KG Dinghy in der Südsee an Land ziehen wollen ?“  70KG ? Wie 70 KG? Unser bisheriges Dinghy wog nur ca. 28-30 KG und das abends samt 35 KG Motor nach oben zu ziehen war schon nicht einfach. 70 KG?  Wir sind ein Rentnerschiff und kein Buddy-Building-Center. Und noch viel wichtiger – 70 KG hinten an unseren Geräteträger?  Da können wir den Schweißer ja monatlich kommen lassen. Von der Südsee wollen wir da noch gar nicht mal sprechen….  Auf jeden Fall „Dank an die Tanamera“ , dass sie uns auf diesen von uns völlig übersehenen wichtigen Punkt hat aufmerksam gemacht.

Viel recherchieren ist nicht mehr, wir sind müde vom Tageswerk und der Tatort wartet. Dafür waren wir dann heute äußerst aktiv. Aber wie das so ist, wenn man schnell was braucht, dann ist es ganz sicher nicht das, was man eigentlich haben will. Die Light-Version von Caribe mit Aluminiumboden statt Fiberglas wäre genau das Richtige für uns, wir mailen Island Water World in Grenada an und fragen, ob sie es lagermäßig da haben. Großes Kompliment an IWW, im Gegensatz zu Budget Grenada und St. Maarten anworten diese sofort. Haben unser Wunschdinghy aber leider nicht an Lager und nach Bestellung von uns würde die Lieferzeit ca. 6-8 Wochen dauern. Super, ich sach ja, wir sind geliefert !!! Man bietet uns ein Aruba an, auch eine Light-Version, allerdings mit Fiberglasboden und somit 42 Kg schwer. Aruba wäre jetzt nicht so unsere 1. Wahl und so begeben wir uns erstmal persönlich zu dem hier ansässigen Budget-Laden (Bootsausstatter), der eine Menge Dinghys an der Decke hängen hat. Leider aber nur welche ab 2,90 m und die bekommen wir nicht ans Heck. Die Verständigung mit dem Verkäufer ist schwierig, er vergißt immer bereits nach 10 Sekunden, ein langsames, klares und deutliches Englisch zu sprechen. Lange Rede, kurzer Sinn – obwohl er anfangs meinte, man hätte kein 2,70er Dinghy on stock, findet er plötzlich doch eins im PC. Könnte in 5 Tagen geliefert werden (so lange brauchen die hier, um den passenden Container zu öffnen und das Teil raus zu holen *grummel*).  Erstmal sind wir froh, wollen aber noch kurz überlegen, denn, das Teil und auch alle anderen AB-Dinghys, die dort an der Decke hängen, haben einen weiß angestrichenen Aluminiumboden. Die neuen Light-Dinghys im Katalog jedoch sind alle „unpainted“ und das muss Gründe haben. Im Vorfeld hatte uns die Tanamera auch darauf aufmerksam gemacht, dass sie nämlich von vielen gehört hat, die damit schlechte Erfahrung gemacht haben. Man hat nämlich die Schläuche auf den lackierten Alu-Boden geklebt und wenn jetzt  die Farbe abblättert (was auf jeden Fall passieren wird in Salzwassergebieten 😉 ), dann… ups … ist auch dieses Dinghy undicht. Wollen wir 3000 Euro ausgeben und haben in 3 Jahren wieder das gleiche Problem?  Nein, wollen wir eigentlich nicht. Aber wollen wir ein 42KG-Dinghy von Aruba, dass nicht nur 12 KG schwerer ist als unser jetziges und dann auch noch hübsch-häßlich in grau-orange ? (Äh… hier spricht mal wieder die Frau in mir und nicht die praktische Seglerin *schnief*) Wir sind ratlos und haben die Entscheidung erstmal vertagt. Und vielleicht meldet sich Budget Grenada oder St. Maarten ja oh Wunder morgen bei uns….

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Der Wind, der Wind…

Was interessiert mich der Wind? Nach diesem Langzeit-Deutschland-Aufenthalt sowie diesem endlos an Land stehen hatte ich doch glatt vergessen, dass es für uns Segler sowas wie „Wind- und Wettervorhersagen“ gibt, die unser Leben bestimmen. Zumal wir hier in Trinidad an Land wie in Abrahams Schoß liegen, bisherige Windstärke zwischen 8-13 Knoten, ab und zu mal ein bißchen Regen und über jede Böe freute man sich. Dem Gejammer anderer Segler auf den über uns liegenden karibischen Inseln von wegen zu viel Wind haben wir wenig Bedeutung beigemessen und so hatte ich locker unseren Abfahrttermin Richtung Grenada auf Montag Nachmittag festgelegt.

Naja, ich muss wohl wieder erst neu angelernt werden. Es gibt nämlich tatsächlich sowas wie Wetter- und Windvorhersagen, wir zahlen da sogar Geld für, also sollten wir sie auch nutzen und vor allen Dingen auch auf sie hören. Der heftige Wind, der seit Wochen über die Karibik  fegt, hat sich inzwischen weiter südlich verlagert und würde uns bei der Überfahrt Anfang der Woche auf dem offenen Meer Windstärke 7 servieren. Bei 8 spricht man von Sturm und wir sind seit 7 Monaten nicht mehr gesegelt. Das brauchen wir nicht und so sitzen wir hier fest, haben allerdings auch v i e l  mehr Zeit zum P u t z e n 😉 .  Vor Donnerstag wird uns Trinidad nicht gehen lassen und auch der Termin ist noch ungewiß. Aber wir schaukeln zumindest schon mal 🙂

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Wir schwimmen wieder

Aber leider hat es diesmal nicht ohne Probleme geklappt, wie sollte es auch anders sein nach 7 Monaten…

Pünktlich um 11.00 Uhr werden wir verladen

Schick sieht sie aus so frisch poliert und unten rum fett angepinselt

Here we go…

So, da schwimmt sie wieder, aber…

Wir werden an Bord gehievt und sollen als 1. schnell prüfen, ob irgendwo Wasser eindringt, aber die 2wishes ist dicht.

Dann startet Frank den Motor und hört erstmal nix, kein Wunder, der Travellift ist noch genau über uns und dessen Motor übertönt alles. Ich begebe mich wieder nach unten, öffne den Motorraum und… ?  H ö r e  n i x! Das ist nicht schön! Es folgen weitere Versuche, alles was man hört, ist ein winziges Schnurren, aber der Motor schweigt! Puh, das ist….  über den Krach des Travellifts geben wir einen der 4 Jungs, die unser Schiff mittels Leinen in der Mitte halten Zeichen, dass wir Probleme mit der Maschine haben. Einer gibt uns zu verstehen, don´t worry, der Fahrer vom Travellift kennt sich aus und kommt zu uns an Bord. Echt jetzt, das ist ja toll! Wahrscheinlich ist es auch nicht das erste Mal, dass ein Schiff sich weigert, das trockene Land zu verlassen.

Der Chef des Travellifts hat auch wirklich Ahnung, merkt man gleich. Verschiedenes wird probiert und getestet, aber es reicht nicht. Der Anlasser muss ausgebaut und gereinigt werden, dann würde es klappen. Er will kurz den Mechaniker anrufen, der kommt dann hurtig vorbei und kümmert sich. Wir haben Glück im Unglück, es ist Lunchtime und bis 1.30 Uhr gibt es keine neuen Kranungen und wir sind nicht im Weg. Ein erneuertes Auskrahnen mit anschließenden neuen Befestigungsstelzen liegt bei ca. 400 Dollar. Äußerst unschön.

Und tatsächlich kommt der Mechaniker hurtig, allerdings ohne ein einziges Werkzeug in der Hand *stutzig guck*. Er schaut, wackelt dort, zieht da und vermittelt einen wenig komponenten Eindruck. Dann sagt er, er müsse den Anlasser ausbauen und reinigen. Hallo?  Habe ich das nicht gerade schon mal gehört? Reden die nicht miteinander? Ich zeige auf die Uhr und meine hurry up. Er schleicht von dannen und holt erstmal sein Werkzeug. Wir sind also einen Schritt weiter, inzwischen ist es 12.30 Uhr, in einer halben Stunde ist die Lunchtime beendet. Aber 20 Minuten später ist er zurück mit unserem gereinigten Anlasser, 12.54 Uhr ist das Ding wieder eingbaut, 12.55 Uhr läuft die Maschine. Erleichert und glücklich schauen wir dem Ende der Lunchtime entgegen, damit die Leinen gelöst werden können.

Als ich frage, ob ich die Rechnung hierfür im Büro zahlen soll, meint der Mechaniker, dass es ein Privatjob gewesen wäre und er mit 100 Kracher einverstanden ist. Er guckt glücklich, wir auch, denn 100 TT-Kracher sind umgerechnet 12,50 Euro. Das wir aus der Nummer so preiswert und schnell raus kommen, hätten wir um 11.30 Uhr noch nicht gedacht. Und so liegen wir 10 Minuten später in der Marina am Seitensteg und schaukeln zufrieden vor uns hin.

Nur eins ist noch blöd

Das ist jetzt unsere tägliche aufs „Wasser-guck-Aussicht“ und so haben wir keinen Grund mehr, diese netten Publikbänke mit angrenzendem Supermarkt aufzusuchen 😉

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Gefunden!!! Die perfekten Mittel gegen Stockflecken und Dreck

Keine Ahnung, wie andere Schiffe Stockflecken vermeiden. Uns/mir gelingt das so gar nicht. Sei es, weil man sich mit einem schweißnassen T-Shirt oder gar „ohne“ anlehnt oder des Nachts die Fenster nicht schnell genug zu bekommen hat, weil es mal wieder regnet, Oder man sich zu lange ohne ordentliche Belüftung in der Heimat aufgehalten hat,  oder, oder….   Und so waren unsere Polster im Salon und Schlafzimmer nach 5 Jahren trotz Tücher zum Abdecken schmuddelig und vor allen Dingen stockfleckig. Die Dinger haben zwar Reißverschlüsse, man könnte sie daher auch abziehen und in die Waschmaschine stecken, aber 1. weiß ich nicht, ob ich die je wieder richtig aufgezogen bekommen und 2. was viel entscheidender ist, nach 20 Jahren sind die Reisverschlüsse m o r s c h!!! Man braucht sie nur anfassen, da fallen sie ab und auseinander. Also, bitte bitte nicht berühren.

Und so recherchiere ich seit bestimmt 1 Jahr im Internet und div. Blogs nach Lösungen. „Frag Mutti“ ist so eine Hausmittel-Seite mit vielen Tipps, z.B. Kukident Zahnreiniger. Hab ich ausprobiert – funktioniert nicht. Die aus Deutschland mitgeschleppten Mittelchen von DM wie Polsterreinger und Schimmel-EX – alle Quatsch. Und über „Isopropylalkohol“ gemäß einem Tipp anderer Segler haben sich unsere Stockflecken nur gefreut und entschieden, länger zu bleiben, falls es davon noch Nachschub gibt.

Und dann fiel kürzlich mein Blick im Supermarkt auf „Bleach 5 + 1“ und eine Erinnerung tauchte auf. In der Marina in Grenada letztes Jahr hatten wir für  1 Woche kanadische Nachbarn, die nur die Marina aufgesucht hatten zum Putzen. Echt, die Frau hat 7 Tage lang geputzt und geschruppt. Bimini, Sprayhood, Teppiche, Persenings und was man sonst alles so in 7 Tage schafft. Jedenfalls hat sie mich damit angesteckt und ich habe es ihr gleich getan, allerdings mit viel weniger Erfolg, worauf sie mir eben „Bleach“ empfahl. Bleach gleich „bleichen“ – nun, das kam mir zu gefährlich vor und ich habe damals das Putzen besser eingestellt 😉

Und so stand ich da im Supermarkt und dachte: Egal! Entweder meine schönen hellen beigen Gardinen überleben das Bleichen und die Stockflecken verschwinden daraus oder ich muss eben Neue nähen lassen. Aber mit schwarz getupften Gardinen wollte ich nicht länger zusammen leben. Und oh Wunder, einsprühen, einwirken lassen und dann ab in die Waschmaschine und seid dem haben wir wieder beige Gardinen ohne Tupfen *strahl*.

Der Skipper war jedoch völlig fassungslos über mein Handeln. Das ganze Schiff ist dreckig, die To-Do-Liste ist ellenlag, der Geräteträger muss geschweißt werden (war noch vor der Mitchell-Aktion), aber wir haben saubere Gardinen. Da ist er nicht drüber weg gekommen und hat es mir tagelang vorgehalten.  MÄNNER EBEN!!! Ich jedoch hab seid dem ruhiger geschlafen 😉

Das löste aber noch nicht das Problem meiner speckigen Sitzkissen mit Stockflecken. Das zuletzt aus DE von DM mitgebrachte „Vanish Gold“ für wie neu aussehende Textilien *fetter Lacher* habe ich sofort nach dem 1. Gebrauch im Müll versenkt. Putzen ist schon nicht schön, aber auf unnütz Putzen steh ich so gar nicht.

Und dann hab ich wutentbrannt und völlig gefrustet eines der Kissen nach oben geschleppt, den Wasserschlauch drauf gehalten und es erstmal ertränkt. Bleach 5+1 ordentlich drauf gesprüht (Achtung!!! Farbecht sollte der Stoff schon sein – ein farbiges T-Shirt z.B. verträgt keinen „Bleach“) und mit einem Schwamm geschruppt. Abgespült und wow… das sieht ja schon mal gut aus. Sogar ein großer Teil der Stockflecken war plötzlich weg und auf  die letzten Hartnäckigen wurde das noch schnell im Vorbeigehen beim SVB erstandene Sprühmittel Schimmel- und Stockflecken-Ex gesprüht. 1 Minute einwirken lassen und man konnte dabei zusehen, wie die Stockflecken verschwanden. Abspülen – fertig – sauber !!!!  (Davon brauch ich mehr)

Und wenn die Dinger trocken sind, dann strahlen sie einem entgegen und ich muss mich beherrschen, sie nicht immer glücklich zu streicheln *bescheuert, ich weiß*

Daher sieht unser Deck fortan so aus:

Jeden Tag viele neue saubere hübsch-häßliche Kissen, die in der Sonne trocknen *strahl*

Wie gesagt, tolle und spannende Dinge erleben wir hier, nicht wahr! Ich kann das Blog schreiben aber auch einstellen bis es wieder Nettes zu berichten gibt 😉

 

 

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Auf´s Wasser gucken

Ist unsere (fast) tägliche Lieblingsbeschäftigung 🙂 🙂 🙂

Anfang letzten Jahres habe ich mich dabei erwischt, dass ich anfing, über das ganze Wasser um mich herum zu stöhnen. Immer das Gleiche! Mal maritimes Blau, mal türkises Blau, blau, blau, blau…. wie langweilig!!!  STOP! Ich habe mich nicht nur dabei erwischt, sondern auch gleich heftig mit mir selber geschimpft. Furchtbar, diese Übersättigung.

Jetzt, nach fast einem halben Jahr Deutschlandaufenthalt und einem Landliegeplatz ohne Meerblick gibt es für uns nichts schöneres, als „auf´s Wasser gucken“. Meist begeben wir uns dazu am Spätnachmittag zur Nachbarwerft, die einen großen Anleger für Wassertaxis und Motorboote hat, die ihre Gäste hier ein- und aussteigen lassen. Hat den Vorteil, dass man, während man auf´s Wasser guckt, auch noch interessante Anlegemanöver etc. beobachten kann. Auf diesem Anleger gibt es nämlich nicht nur 2 überdachte Public-Bänke, sondern angrenzend auch noch eine kleinen Supermarkt mit gekühltem Bier 🙂 🙂 Und nach einem harten heißen 6-Stunden-Arbeitstag tut das bitter nötig 😉

Zu spät darf man auch nicht kommen, denn wir sind wahrlich nicht die einzigen Segler, die hier auf preiswerte Art ihren Flüssigkeitshaushalt auffüllen und äh… bestimmt eigentlich auch nur auf´s Wasser gucken wollen 😉

Übrigens, es ist gleich 16.00 Uhr – gehe jetzt duschen und dann *freudig guck*

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Ein Licht am Ende des Tunnels

Okay, es ist keine 100-Watt-Birne (gibt es die überhaupt noch?) die mir da entgegen leuchtet, aber ganz sicher ist es so eine kleine LED-Leuchte 🙂

Nachdem wir 2,5 Tage lang sämtliche 12 Kabel (12? Wie konnten die sich in der kurzen Zeit eigentlich vermehren?) wieder durch das enge verchromte Rohr und teilweise durch ein weiteres noch kleineres Rohr auf die andere Seite des Schiffes gefummelt und alle Geräte elektrisch wieder angeschlossen hatten, bekamen der Außerborder sowie der Generator noch eine Do-it-your-self-Inspektion inkl. Ölwechsel. 3 Tage rum!!!! (Insiderwitz: Das d a u e r t…)

Dann konnte sich Frank endlich den schönen Dingen zuwenden, nämlich Schiff polieren von außen. Er liebt es, wenn es in der Sonne glitzert. Hält zwar nicht lange, aber…. wenn er Spaß dran hat 🙂 .  2 Tage rum!

Die meisten Punkte unserer To-Do-Liste sind abgearbeitet, das Unterwasserschiff ist schon abgeschliffen (1 Tag rum), muss also nur noch neu gestrichen werden. Aber der Karneval wirft uns zurück. Montag und Dienstag läuft hier g a r  n i x  und Mittwoch will Frank noch nicht zurück ins Wasser, nicht das die Jungs noch unter Alkoholeinfluß stehen 😉 Und so haben wir einen „Launch-Termin“ (also rein ins Wasser kranen) für Donnerstag vereinbart. Anschließend geht es noch für 3-4 Tage in die Marina, um das Schiff endgültig sauber zu bekommen und wir hoffen, dass wir Montag Abend dann gen Grenada ablegen können.

Sauber machen ist ja mein Hauptthema und ich bin völlig gefrustet. Habe z.B. die Tage das Cockpit richtig schön sauber geschrubbt und teilweise sogar poliert um dann am nächsten Morgen feststellen zu müssen, dass die Kinder dort bereits wieder einen Eimer Sand ausgeschüttet hattet. Kinder? Welche Kinder? Und so zieht sich der Faden „Staub und Dreck“ auch im Schiff fort. Staubwischen? Lohnt sich überhaupt nicht und deshalb benötigen wir noch die 3-4 Tage Marina, um endlich Klar-Schiff machen zu können.

So ein Arbeitstag bei 35 Grad hat übrigens ca. 6 Stunden, von denen auch ich inzwischen 5 Stunden mithalte und nur noch kleine 10-Minuten-Päuschen zwischendurch mache. Anfangen tut er gegen 10.00 Uhr nach dem Frühstück und gegen 16.00 Uhr wird dann langsam die Dusche in Betracht gezogen. Anschließend gehen wir „auf´s Wasser gucken“ , um 18.30 wird gekocht, um 19.00 gibt es in der Mediathek die Tagesschau mit dem anschließenden Film und um 21.00 Uhr liegen wir beide völlig erschöpft in der Koje.

Wann also sollen wir interessante Dinge erleben und auch noch Zeit finden für Blogeinträge?

 

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West Coast Fabricators/Welders

So heißt die Firma, Inhaber Mitchell Roberts, die unseren Geräteträger hier an Bord schweißen soll. Und tatsächlich erscheint Mitchell zum vereinbarten Termin am Montag Morgen überpünktlich und wackelt aber bedenklich mit dem Kopf. Er verspricht wieder zu kommen „after lunch“ und uns seinen Preis zu nennen. Und am nächsten Morgen würde man dann auch sofort mit den Arbeiten beginnen.

Nun ist „after lunch“ ein recht dehnbarer Begriff, after lunch könnte ja auch kurz vor dinner sein, nicht wahr? Aber auch kurz vor Dinner läßt sich Mitchell nicht mehr blicken. Mir schwant Böses, denn auch am nächsten Morgen läßt sich niemand sehen, um mit den Arbeiten zu beginnen.  So machen wir uns gegen 11.30 Uhr (die Firma öffnet scheinbar immer erst um 11.00 Uhr ?!?) auf den Weg um nachzufragen. Mitchell ist nicht da, ist gerade irgendwo auf einem Boot, aber wir haben Glück, er taucht kurze Zeit später auf. Wie soll es anders sein, er hatte  vergessen, dass er bereits einen anderen Termin gestern Nachmittag hatte. Ja, ja, ja!!! Mir egal, ich will einen Preis und einen Anfangstermin. Beides bekomme ich, Preis ist okay und er will am nächsten Morgen um 10.00 Uhr kommen (soll ich das glauben? ) und Maß nehmen für die zusätzlichen Verstrebungen, die er vorab in der Werkstatt bauen will. Donnerstag dann um 9.00 Uhr sollen die Schweißarbeiten beginnen. Ich soll mich derweil noch um den Gasinspektor kümmern, der unsere Gasleitung prüfen muss, bevor die Schweißarbeiten beginnen können. Mach ich, mach ich alles. Hauptsache, es geht los.

Vorher jedoch mußte noch unseren Außenborder entfernt werden, denn auch die andere Seite muss neu geschweißt und verstärkt werden, denn so ein Außenborder reißt im Laufe der Zeit ganz schön an der Reling.  Eigentlich ist es eine ganz leichte Übung, die wir schließlich normalerweise 1 x täglich machen, wenn wir im Wasser liegen. Nun hängt der Außenborder aber bereits seit Juli 2017 an der gleichen Stelle und zeigt uns beleidigt den Stinkefinger. Die Verschraubungen lassen sich einfach nicht lösen. Wieder ist Frank auf ganzer Linie gefordert, da Muskelkraft alleine nicht ausreicht.

Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt

Eine Stunde lang bearbeitet er die Schrauben mit dem Gummihammer. Stückchen für Stückchen bewegen sie sich millimetermäßig.

Geschafft! Ätsch!

Mittwoch Morgen 10.00 Uhr :  kein Mitchell !!!! Grrrrr!!!!  11.00 Uhr: kein Mitchell !!!! Der Gasinspektor allerdings taucht zwischenzeitlich auf und kündigt sein Kommen für den nächsten Morgen an, damit Mitchell pünktlich loslegen kann. Frank wird langsam muffig, aber gegen 11.30 kommt der erlösende Ausruf: Mitchell fährt vor und nimmt Maß! Ich glaubs kaum!

Und jetzt wird richtig spannend: kommt er morgen oder nicht?

Und tatsächlich, für karibische Verhältnisse überpünktlich fährt Mitchell mit einem Gehilfen gegen 9.30 Uhr vor. Der Gasinspektor wird verständigt, kommt an Bord, füllt ein Formular aus, welches er uns aushändigt, ohne auch nur annähernd die

Mitchell im Denkprozess, bevor er loslegt 🙂

Gasleitungen geprüft zu haben, wünscht uns gutes Gelingen und ist wieder weg ! Kostet schlappe 70 Euro !!!

Es ist windig heute, daher erfolgen die Schweißarbeiten hinter einem provisorischem Zelt

2 1/2 Stunden später ist alles fertig geschweißt inkl. der zusätzlichen Ecken zur Stabilisierung und es muss nur noch poliert werden. Wir sind super zufrieden, da wackelt nix mehr, da bewegt sich nix mehr. Eine sehr gute Lösung, die Mitschell da vorgeschlagen hatte. Der Mann versteht seinen Job!

Linke Seite

Rechte Seite (Außenborderseite)

 

vorher

Wir sind also völlig zufriedenmit den Arbeiten und auch mit dem Preis/Leistungsverhältnis und können die Firma West Coast Fabricators/Welders aufrichtig weiter empfehlen!

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Zuhause

Jetzt sind wir schon 14 Tage wieder „Zuhause“ und ich habe eigentlich immer noch keine Lust, diesen Blog zu füllen. Das mag daran liegen, dass zwar was passiert, jedoch eben nix Positives.

grün gesprenkelte Sprayhood

Madam „2wishes“ ist total verdreckt von innen und von außen. Das Deck ist nicht mehr eierschalfarbend sondern moccabraun.  Die Sprayhood ist voller Grünspan und die Leinen sind schwarz und speckig. Letztere hätten wir besser reinnehmen müssen… beim nächsten Mal sind wir schlauer, aber ein nächstes Mal über diesen langen Zeitraum möchten wir gar nicht erleben.

Frank stürzt sich gleich auf seine To-Do-Liste und erneuert die nächsten 4 Tage einige Teakfugen des Cockpits. Ich dagegen lege mich mit einer heftigen Infektion für ein paar Tage nieder und stelle nicht nur das Putzen sondern auch das „Essen“ ein. Auch wenn ich diesbezüglich von Freunden und Familie viel Schimpfe bekommen habe von wegen Putz-Übertreibungen, ich glaube eher, diese Klimaanlage in dem Zimmer auf Tobago war der Übertäter.

Letzten Donnerstag dann haben wir uns (ich noch auf wackeligen Füßen 🙂 ) aufgemacht zur Tardieu-Marine. Dort soll der uns als Schweißer empfohlene Mitchell zu finden sind, der hoffentlich unser Hauptproblem der gebrochenen Schweißnaht an unserem Geräteträger beheben kann.  Mitchell ist groß, stämmig, hat Dreadlocks und ist quasi ein Kerl von einem Mann 😉 *schnurrr* und sympathisch ist er auch noch. Die Woche hat er keine Zeit mehr, aber nächste Woche sei kein Problem. Kommt am Montag um 9.00 zum Schauen und Preisnennung und könnte dann gleich Dienstag loslegen. So mögen wir das!!! Und uns gibt das 5 Tage Zeit, die ganzen Kabel für Solar, Antennen und Windgenerator aus eben diesem Rohr des Geräteträgers raus zu holen. Frank meinte zwar, er würde damit am Sonntagabend beginnen, hielt das aber für einen Scherz *grummel*

Wir starten die Aktion am nächsten Morgen….

und

beenden diese nach 2 1/2 Tagen am Samstag Mittag !!!!!!!!!!!

Donnerstag: Die ersten Kabel werden von den Solarplatten gelöst. Ich sitze in Schonhaltung geistesabwesend im Cockpit und bekomme somit erst mal gar nicht mit, dass die ersten 3 Kabel mit offenem Ende im Geräteträgerrohr verschwinden, aber am anderen Ende nicht rauskommen. Frank zieht derweil am 4. Kabel und ich eile zu Hilfe. Zugleich werde ich angebrüllt, ich weiß bis heute nicht wieso. Jedenfalls verschwindet auch dieses Kabel im Nirwana des Rohrs auf Nimmerwiedersehen und der Chef verwandelt sich in ein HB-Männchen. Und zwar in ein Lautstarkes! Ich höre tobende Wörter wie „Aufgeben, verkaufen, kein Bock mehr, nicht nötig haben, das sei kein Ruhestand“ usw. usw. Die armen Schleiferjungs vom gegenüberliegenden Schiff stellen das Schleifen ein und starren offenen Mundes zu uns herüber. Naja, da sie einen Mundschutz tragen, kann ich die offenen Münder nicht so richtig sehen, aber aussehen tun sie so 😉 .  Der Chef läuft hin und her, rauf und runter, zieht, wackelt, drückt, flucht – nichts bewegt sich. Die Kabel haben auf stur geschaltet und wollen nicht raus. Irgendwie haben die sich da drinnen total verhaddert und dabei warten noch 6 weitere Kabel darauf, sich durch dieses beengte Rohr ziehen zu lassen.  Wir vertagen auf den nächsten Tag.

Freitag: Der Chef hat sich beruhigt und probiert die über Nacht entstandenen Ideen aus. Wir sprühen Kriechöl in die winzige Öffnung, kaufen flexible dünne Rohre und stochern von oben und unten in dem Rohr rum. Wir ziehen mit Gewalt, aber nix rührt sich. Ich hab inzwischen vergessen, was wir alles probiert haben, aber der Tag endet ergebnislos.

Samstag: 10 Kabel laufen durch dieses Rohr und die müssen sich ineinander verwuselt haben. Frank wird zwangsweise mutig. Wir bauen den Windgenerator ab und kappen die schönen praktischen Stecker. Ganz vorsichtig ziehen wir an dem ersten dieser 3 Kabel und wauh… es flutscht durchs Rohr und kommt tatsächlich am anderen Ende raus. Wenn das jetzt noch 2 mal klappt, dann haben die steckengebliebenden Kabel vielleicht mehr Platz, um sich selber zu entwirren. Und tatsächlich, mit dem 3. Kabel  rutscht das Kabelgewirr förmlich aus dem Rohr. Verklebtes und verrutschtes Isolierband sowie festgepappte Klebemasse waren die Übeltäter. Samstag Mittag nach 2 1/2 Tagen ziehen wir die letzten 3 Antennenkabel durchs Rohr – einfach so. Die Anspannung fällt von uns am und wir sitzen einfach nur so da. Morgen ist Sonntag – Ruhetag! Und das nehmen wir diesmal ernst!

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Außer Regen nix gewesen

Interessantes ist nicht passiert in der letzten Woche, viel geregnet hat es und das war gut so. An dem einzigen Tag ohne Regen hatten wir sage und schreibe 38 Grad im Schiff, so dass es weder im Schiff noch im Cockpit aushaltbar war. Bei einem Tag mit viel Regen pendelte sich die Temperatur im Schiff so bei 28 Grad ein 🙂 und oben war es angenehm aushaltbar. Heute hat es erst einmal (leider, leider) geregnet und schwups, im Schiff sind 31,5 Grad und die Suppe läuft, während ich hier tippe.

Die 14 Tage sind viel zu schnell vergangen, uns zu hetzen, sind wir gar nicht mehr gewohnt. Frank hat natürlich einiges von seiner To-Do-Liste abgearbeitet, vieles jedoch, vor allen Dingen die größeren Sachen wie Unterwasserschiff streichen, Geräteträger schweißen lassen und die neue Windmessanlage ganz oben auf dem Mast zu montieren, alle diese Tätigkeiten werden verschoben auf Januar/Februar, wenn wir endgültig auf die 2wishes zurück kehren.

Bis dahin wird dieser Blog schweigen, Berichte aus Krankenhäusern oder von Weihnachtsmarktbesuchen gehören hier nicht hin. Nächstes Jahr wird es weiter gehen, zuerst mit weiteren Arbeiten hier in Trinidad, dann mit einem längeren Aufenthalt auf unserer Liebingsinsel Grenada, wo wir Besuch erwarten. Und dann? Vielleicht kurz Martinique oder Bonaire! Und fürs 2. Halbjahr ist dann Kolumbien geplant, wo wir hoffentlich fit und gesund viele Landausflüge machen können, um diesen Blog auch wieder mit spannenden und interessanten Berichten füllen zu können.

Bis bald also, wir freuen uns darauf, bekannte und unbekannte Leser nächstes Jahr hier wieder begrüßen zu dürfen.

Anne und Frank Wunsch

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