Jetzt haben wir sie auch

Die Ausgangssperre!!!

Seit Freitag lagen wir vor Anker, unsere Obst- und Gemüsevorräte wollten wir am Montag und auch am Dienstag wieder auffrischen, bevor wir Richtung Bocas del Toro segeln wollten. Aber weder Montag noch Dienstag war Charlie, unser Gemüsemann zu der gewohnten Uhrzeit zwischen 4-6 anzutreffen. Auch der Pizzawagen, der seit Monaten immer Dienstags Nachmittags uns mit Pizza beglückte, glänzte durch Abwesenheit. Irgendwas stimmte nicht, es wurde wirklich Zeit, von hier wegzukommen. Später in Portobelo hörten wir dann, dass es längst eine Ausgangssperre von 5 bis 5 gab, was das Nichterscheinen unseres wichtigsten Versorgungsautos erklärte. Ein Aushang am schwarzen Brett der Marina wäre vielleicht angebracht gewesen, um uns Segler darüber zu informieren.

Wir jedenfalls machten uns Mittwoch auf, erstmal in die Bucht vor Portobelo (nächster größerer Ort, halbstündige Busfahrt entfernt). Erstens wollen wir unsere neu eingebaute Elektronik testen und zweitens hat dieser Ort 4 Supermärkte in chinesischer Hand. 3 Stunden später fällt unser Anker direkt vor der Stadt, es ist 1 Uhr Mittags und es ist verdächtig ruhig. Am Anleger gegenüber liegen die gewerblich genutzten kleinen Motorboote an Land, kein Mensch ist zu sehen. Auf der darüber liegenden Straße fahren kaum Autos und was mich noch mehr beunruhigt, auch keine Busse. Und die fahren eigentlich regelmäßig alle halbe Stunde Richtung Sabanitas und Colon. Irgendwas stimmt hier nicht.

Aber erstmal hatten wir zu tun. Unser neuer Autopilot funktionierte nicht und die Ursache wird gesucht, so ist es dann schon kurz nach 17 Uhr, als wir uns mit dem Dinghi zum Einkaufen begeben. Es gibt einen guten kostenlosen Dinghisteg bei der Pizzeria mit einem sehr netten Besitzer, den wir noch von unserem Aufenthalt hier letztes Jahr kennen. Francesco telefoniert, begrüßt uns jedoch kurz und meint, er würde uns über Passport und letzte Nummer aufklären, wenn wir zurück sind! Äh..? mmhhnn? Nun, wir gehen erst mal los, kaum haben wir die Hauptstraße erreicht, kommt uns dummerweise gleich ein Polizeiwagen entgegen. Dieser bremst, stoppt und mir schwant Böses. Ein Polizist steigt aus und bellt mir ein „Passport“ entgegen. Ich verziehe verzeihend das Gesicht und deute in Richtung Boot. Er auch 👿 – heißt: es sagt keinen Ton, nur sein ausgestreckter Arm weist uns den Weg zurück! Super gelaufen! Wir trotteln also zurück und Francesco hat sein Telefonat beendet. Ja, ja – seit heute gäbe es neue Regeln! Das Ausgehverbot vom 5 bis 5 hat sich erledigt, man darf überhaupt nicht mehr raus! Nur noch 1 Stunde am Tag für dringende Einkäufe oder med. Versorgung. Und das alles nicht ungeordnet wie es einem selber paßt, nein – je nach der letzten Paßnummer darf man z.B., wenn dies eine 3 ist, um 3 Uhr Nachmittags einkaufen für 1 Stunde. Ich habe allerdings die A-Karte gezogen 😥 , bei mir ist es die 7, darf also nur morgens um 7 Uhr an Land. Wer mich kennt, weiß, das ist ein Unding. Um die Zeit schlafe ich gewöhnlich noch tief und fest 😛 – Frank hat mehr Glück bzw. Pech! Er ist schon über 65, da spielt die Passnummer keine Rolle mehr, er darf (bzw. muss jetzt immer alleine  😉  ) zwischen 11-1 einkaufen. Alte Leute brauchen eben Zeit zum shoppen 😉

Und ich muss sagen, nachdem er mich ja seit fast 5 Jahren immer brav begleitet hat, ist er der Sache sehr gut gewachsen und bringt brav alles mit, was auf dem Zettel steht. Und manchmal sogar mehr, wenn er nämlich sieht, dass vor ihm die Kunden Mehl und Reis hamstern, dann bricht die alte Ost-Mentalität wieder durch und schwups, füllt auch er sein Einkaufkörbchen rasch mit Mehl, Reis und was man sonst so noch brauchen könnte 😉

Unser geplanter Aufenthalt hier vor Portobelo von 2 Nächten wird sich auch mal wieder verlängern. Inzwischen bin ich wieder fit und gesund, habe es aber dann doch noch geschafft, den Skipper anzustecken. Der darf jetzt nichts anderes, als die Beine hoch zu legen (bis auf 1 Stunde alle 2 Tage 😉  ) und wieder gesund werden. Macht nix, wir liegen gut und sicher und müssen auch keinen Bus mehr benutzen, um überhaupt zu einem Supermarkt zu kommen. Hauptsache, die Versorgungslage bleibt gut. Eier z.B. sind schon aus und der Bierverkauf ist auch mal wieder verboten 🙁

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Panama reagiert schneller

Seit Donnerstag sind wir zurück auf der 2wishes – während in Deutschland noch gezaudert wird, werden hier bereits die Grenzen geschlossen. Einige Bekannte sind noch auf Landreise und dürfen nicht mehr zurück. Wir hatten sooooo viel Schwein ! Am Sonntag die Nachricht, die Tanke verkauft kein Bier mehr! Äh…. Was hat der Verkauf von Bier mit Corona zu tun? Na gut, auf den Schock gehen wir erstmal zum Clubhouse und trinken dort erst mal was Kühles. Da ist man verständnisvoller, drückt uns 2 Dosen in die Hand und macht uns darauf aufmerksam, dass wir diese nicht dort trinken dürfen, sondern heimlich zu uns an Bord bringen sollen. Wir fragen warum, die Antwort ist: Hat der Präsident so gesagt….  Man reicht uns ein dreiseitiges Pamphlet , leider in Spanisch und so weit reichen meine Duolingokenntnisse nicht. Unsere Vorräte, egal ob Flüssige oder gekühlte Milchprodukte wie Käse etc. sind alle. Was ist, wenn wir eine Ausgangssperre bekommen? Panik kommt auf und so machen wir uns Montag rasch auf nach Sabanitas für einen Großeinkauf.

Das Einkaufszentrum 4Alto haben wir sooo leer noch nie erlebt, auch die Busse hin und zurück waren noch nie so leer. Die Panamesen sind vorsichtiger oder folgsamer? In den großen Bekleidungsgeschäften laufen keine Kunden rum, einige kleinere Geschäfte haben geschlossen. Freie Parkplätze sind auch kein Problem. Die Supermärkte haben nicht mehr einen Ein- sowie einen Ausgang. Der Eingang ist versperrt, der Ausgang hat zusätzliche Spannplatten bekommen. Wird ein Run erwartet? Noch ist jedenfalls alles in ausreichender Menge vorhanden, selbst Klopapier 😉

Unser nächstes Ziel, die San Blas Inseln, sind für jeglichen touristischen Verkehr gesperrt. Wer drin ist, darf nicht raus und rein darf man erst recht nicht mehr. Das kann man verstehen. Diese Gegend mit über 300 oft unbewohnten Inseln wird von den Kunas selbstständig verwaltet und auch bewohnt. Die medizinische Versorgung ist ganz ganz minimal, das Virus darf hier auf keinen Fall reingebracht werden. Wir sind unsicher, was wir noch dürfen und was nicht. Auf Facebook oder untereinander werden verschiedene Aussagen getroffen. Darf man mit dem Schiff noch nach Bocas z.B. ?  Wir wollen jedenfalls raus aus der Marina, langsam müssen wir mal wieder sparsamer leben und ein Bad im Meer vom Schiff aus wäre auch mal wieder eine Abwechslung nach über 5 Monaten. Beim Bezahlen der letzten Rechnung im Marina Office hören wir, ja, wir dürften nach Bocas, wir wären ja schon lang genug im Land. Das ist ja schon mal positiv, unseren Aufenthalt in Guatemala verschweige ich erst mal. Außerdem bin ich mit meiner Erkältung sowie noch nicht segelfähig, wir gehen erst mal vor Anker zum auskurieren und hoffen, in ein paar Tagen immer noch Richtung Bocas segeln zu dürfen.

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Und wir durften wieder rein…

Im Nachhinein hatten wir echt Glück. In Guatemala war von Coronakrise nicht viel zu spüren, jedoch am Flughafen traf man bereits eine Menge Leute mit Mundschutz. Bei der Passkontrolle in Panama dann hatten auch alle Beamten einen Mundschutz sowie Handschuhe. Ein Blick in unseren mit zahlreichen Stempel gefüllten Pass lies den mundgeschützen Beamten fragen, ob wir denn in China oder Italien gewesen wären. Nun, in den letzten 5 Jahren nicht! Wir dürfen einreisen 🙂 – haben wir das an dem Tag noch belächelt, so lachen wir ein paar Tage später nicht mehr. 4-5 Tage später machte Panama seine Grenzen dicht. Egal, ob du einen bereits gebuchten Rückflug nach DE von Panama City aus nachweisen konntest oder ein Schiff in einer Marina liegen hast. Nichts geht mehr, nur noch Residenzen dürfen einreisen.

Wir feiern des Skippers Geburtstag in Panama City noch mit seinem geliebten Ale und einem netten Abendessen, aber am nächsten Tag wache ich krank mit heftiger Schnupfnase auf. Wir schaffen es noch, einige uns vorgenommene Sachen zu erledigen, dann macht auch der Skipper schlapp. So läuft der Abend anders als geplant und wir verbringen ihn im Hotelzimmer. 14 Tage haben wir den kühleren Temperaturen in Guatemala getrotzt, jetzt machen unsere Körper schlapp.  Wie gut, dass ich bei der gestrigen Einreise noch keine so fette Schnupfnase hatte, wer weiß…

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Antigua

Guatemalas ehemalige Hauptstadt. Ein Ort von seltener Schönheit, immenser historischer Bedeutung und lebendiger Kultur, ein Muss auf jeder Reise durch Gutatemala. So sagt mein Reiseführer und diesmal gebe ich ihm wieder recht.

1773 wurde die Stadt durch ein verherrendes Erdbeben zerstört und der Regierungssitz nach Guatemala City verlegt. Die Stadt wurde nur langsam wieder aufgebaut und hat dabei ihren ursprünglichen Charakter erhalten. Am Wochenende besuchen viele Einheimische von außerhalb die Stadt und genießen die Atmosphäre sowie die zahlreichen Bars und Restaurants. Wir haben Wochenende und  dementsprechend voll ist Antigua. Und trotzdem kommt sie nicht abzockemäßig und übertouristisch rüber. Nein, man fühlt sich wohl. Viele kleine Gassen sind menschenleer.

Wir fühlen uns wohl und auch unsere Unterkunft ist ein Glücksfall. Die Casa Elena liegt etwas außerhalb, zum Zentrum läuft man 15 Minuten, aber dafür liegt sie ruhig und das amerikanische weit gereiste Ehepaar versorgt einen mit vielen Tipps und einem super abwechslungsreichem tollen Frühstück.  Das nur so als Tipp nebenbei 😉

 

3 Tage durchstreifen wir die Altstadt und am Montag nehmen wir natürlich auch den           M a r k t mit, wir haben ja davon noch nicht genug gesehen 😉 . Dieser ist r i e s i g, teilweise überdacht, man muss sich das wie ein deutsches mehrgeschoßiges Einkaufszentrum vorstellen. Kleine Käfterchen sind abgeteilt, dort werden entweder nur Jeans oder nur Pullover oder nur Hundefutter verkauft. Draußen in der Freifläche gibt es auch 1-Dollar-Stände 😉 sowie riesige Obststände. Mir läuft das Wasser im Mund zusammen. Warum gibt es das nicht in Panama? Zwar fliegen wir morgen zurück, aber dennoch kann ich nichts mitnehmen *heul*

Blumenkohl, es gibt Blumenkohl und ich kann nix mitnehmen *heul*

Mangos über Mangos, in allen Größen und Formen. Länglich und runde, kleine und dicke – ein Paradies

Abends jedoch sind wir zurück in der Casa. Nicht, weil man im Dunkeln Angst auf den Straßen Antiguas haben muss, sondern weil es einfach zu kalt ist. Unsere Sommerklamotten passen einfach nicht zu den kühlen Abendtemperaturen und so sind wir froh, wenn mir morgen wieder ins warme, heiße Panama zurück dürfen.

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La ropa de mujeres y niñas

Ich muss doch mal mit meinem hart erlernten Duolingo-Spanisch ein bißchen angeben 😉

Durch die nachfolgenden Bilder ist eine Übersetzung eigentlich nicht nötig, dennoch hier „Die Kleidung der Frauen und Mädchen“ (Die meisten Bilder wurden heimlich gemacht, daher sind manche leider ein wenig unscharf)

Als eines der schönsten Dinge in Guatemala empfand ich die traditionelle Kleidung der Frauen, die aber nicht für uns Touris extra getragen wird. Bereits auf unseren langen Busfahrten durchs Landesinnere ist uns diese Kleidung aufgefallen. Egal, ob die Frauen einkaufen, putzen, kochen oder auf dem Feld arbeiten – Jeans, T-Shirts oder andere normale Kleidung sieht man auf den Dörfern überhaupt nicht. Gut, in den größeren Städten da sieht man des Öfteren auch die uns gewohnte Kleidung, aber meist sind auch die kleineren und auch die größeren Mädchen traditionell bekleidet.

Es gibt jedoch unterschiedliche Kleidung, in den ländlicheren Gebieten im Landesinneren wie z.B. in Lanquin, tragen die Damen und Mädels lange bunte Röcke und darüber ein luftiges netzartiges farblich passendes Oberteil.

Am Lago de Atitlan oder Antigua trugen die Frauen keine richtigen Röcke, sondern breite Schals, die um die Hüften gewickelt wurden und mit einem separaten dünnerem Schal festgebunden wurden. Praktische Teile! Die wachsen förmlich mit J – Die Oberbekleidung war hier nicht luftig netzförmig, sondern den niedrigeren Temperaturen angepaßt.

Wunderhübsch, die drei Mädels hatten viel Freude daran, sich fotografieren zu lassen

Aber überall wunderschön und bunt 🙂 Ich war fast versucht, mir auch so ein Teil zu kaufen, aber der Chef hat mich Gott sei Dank zurück gehalten 😉

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Chichicastenango

Von Tälern umgeben und Bergen, die den Horizont zerschneiden, scheint Chichi zuweilen in Raum und Zeit gefangen und vom Rest Guatemalas völlig isoliert. So sagt mein Reiseführer! Nun, mag stimmen, aber nur, wenn nicht gerade Donnerstag oder Sonntag ist. Denn an diesen Tagen findet der größte Markt der ganzen Gegend hier statt und Händler und Reisebusse voller Touristen strömen in die Stadt. Klar, wir auch 😉

Dieser Markt ist wirklich riesig und findet in den kleinen Gassen in der Innenstadt statt. Anfangs bin ich geschockt, denn an den Ständen gibt es die gleichen Klamotten zu kaufen wie in Pana. Aber tapfer kämpfen wir uns weiter durchs Gedränge und dann endlich finden wir die Stände, wo die Einheimischen ihre Eimer, die landestypische Kleidung und auch ihr lebendes Geflügel kaufen.

Die zur Zeit gültige Mode am Lago

Diese Hühner haben noch Glück und gehen von Arm zu Arm im Falle eines Verkaufs, andere sitzen in Körben mit Netzen drauf

Hier werden täglich hunderte von Mais-Tortillas gebacken

Am Rande des Marktes landen wir plötzlich auf der „Friseurstraße“ – heißt, hinter jedem 2. offenen Eingang lauert ein Figaro – meist jung und mit dem aktuellen kunstvoll rasierten Kurzhaarschnitt. Frank schleicht vorbei an all diesen Läden, nach dem 15. denkt er:  eigentlich müßte er ja… und eigentlich braucht er auch eine Rasur (aus Platzgründen liegt der Rasierer im Boot) , aber nein, er traut sich nicht. Nach weiteren 10 Friseuren winkt ihm einer zu – ein älteres vertrauenerweckendes Exemplar und dem Himmel sei Dank, er traut sich. Er bekommt die Rund-um-weg-Versorgung und 30 Minuten bekomme ich einen gepflegten Skipper zurück, der nicht ein Haar mehr an der falschen Stelle oder falschen Länge hat 🙂

 

 

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Panajachel und der Lago de Atitlan

Panajachel ist einer der Hauptorte am Lago, der gerade auch von oben gesehen, wunderschön ist mit seinen 3 Vulkanen im Hintergrund.

Panajachel selber ist… ja, wie soll ich es sagen: Nein, hat mir sooo gar nicht gefallen, was nicht an den zahlreichen Touristen liegt, die diesen Ort als Ausgangsbasis für eine Seerundfahrt bzw. den Besuch der anderen am See liegenden Orte nutzen. Das Problem ist, jeder will hier was vom Touristenkuchen abhaben und so besteht die einspurige Touristenstraße aus Klamottenläden, Klamottenläden, Klamottenläden, Klamottenläden, Restaurant, Klamottenläden, Klamottenläden, Restaurant, Kla…  es gibt bestimmt an die 100 Klamottenläden, und alle verkaufen in etwa das gleiche. Dazwischen jede Menge Tourenanbieter, während auf der Schotterstraße Autos, Motorräder und TukTuks an den Fußgängertouristen vorbeidonnern.

Wir buchen eine Schiffstour zu 3 Orten, die zu 4 Orten fand leider aus Mangel an interessierten Touris nicht statt, was schade war, da gerade der Ort raus fiel, der am Nettesten auch von anderen beschrieben wurde. Nun gut, auch das war ein Fehler, man hätte besser diese Städte einzeln besuchen sollen. So hatten wir in jedem Ort 1 Stunde Aufenthalt, was manchmal zu viel und meist zu wenig war. Im 1. Ort San Juan gab es wieder viele Klamottenläden, die zwar einen anderen Stil verkauften als in Pana, jedoch auch wieder alle das gleiche. Ansonsten wußten  gab es nicht viel zu sehen, so waren wir nach 30 Minuten wieder am Anleger und warteten darauf, die nächste Stadt San Pedro besuchen zu können. Hier war 1 Stunde zu wenig. San Pedro ist die Party- und Backpackerstadt laut meinem Reiseführer, Kneipe an Kneipe, aber die Zeit reichte nicht für einen ausgiebigen Lunch-Besuch. In Santiago de Atitlan, der größten Stadt, hatten wir dann aber 1 ½ Stunden Zeit und für uns war es die schönste Stadt, da es nur wenig Touristenfangrestaurants am Anleger gab. Freitags ist Markt in Santiago und wir hatten Freitag! Ein Glückfall – dieser Markt ist absolut authentisch   – hier kauft nicht der Tourist, hier kauft der Santiagoar 😉 bzw. die Einwohner aus den umliegenden Ortschaften. Hätte man das vorher gewußt, man hätte sich den Markt in Chichi sparen können

 

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Der lange Weg nach Panajachel

Panajachel heißt unser nächster Ort und liegt am malerischen Lago de Atitlan, einem Vulkansee.  Viele Ortsnamen sind endlos lang und werden sogar von den Einheimischen abgekürzt, wie z.B. Chichicastenango in Chichi und Quetzaltenango in Xela. So heißt unser nächster hoffentlich interessanter Stop eben nur „Pana“.  11-12 Stunden soll die Fahrt dauern, um 8.45 Uhr ist das Gepäck verladen und verschnürt auf dem Dach und es geht los. Kurze Zeit später werden wir bereits ausgebremst. Die Straße rauf nach Coban ist wegen Bauarbeiten für 1 Stunde gesperrt. Grrrr! Die 1. Pause machen wir in Coban bei McDonald – ein Fest für all die Backpacker 😉

Nun denkt man, die Straße hinter Coban wird besser, also betoniert oder so und ab geht die Post mit 88 KmH – Mitnichten! 2 Stunden lang quält sich unser Shuttlebus über staubige Sand/Schotterstraßen. Durch tiefe Schlaglöcher schaukeln wir die Berge rauf und runter. Kein Mensch hat mir vorher gesagt, dass ganz Guatemala aus Bergen besteht 😯 . Das Grünzeug am Wegesrand ist nicht grün, sondern erdfarbengrau, so staubig ist es. Die Fenster bleiben zu

Vielleicht ist das auch deshalb hier im Bus verboten 😉 – Erkennbar?

und meine Blase hält hoffentlich durch bis zum nächsten Stop!

12 Stunden sind nicht sooo langweilig wie ein Langstreckenflug (der meist erheblich kürzer ist 😉  ) , aber auch hier gibt es unterwegs unendlich viel zu sehen. Um 20.30 Uhr – fest 12 Stunden später erreichen wir Pana, einchecken, schnell noch ein Kühles und dann ab in die Heia – nix ist anstrengender, als 12 Stunden nur dasitzen 🙂

 

 

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Semuc Champey

Warum fährt man eigentlich 9-12 Stunden mit dem Bus mitten durch Guatemala?  Nun, eben um eines der schönsten Orte Guatemals zu sehen: SEMUC CHAMPEY 🙂 Das absolute Highlight!

Von Lanquin ist es noch mal 11 Km entfernt und ist nur über eine ganz schlecht ausgebaute Straße erreichbar, so das die Shuttlebusse noch mal ungefähr 30 Minuten brauchen.

Ein typisches Shuttleauto – man wird auf der Ladefläche transportiert, eben wie auch die Einheimischen

Die Tour kann man unserer Meinung nach wirklich ohne Guide machen, der Weg hinauf zum Aussichtspunkt sowie wieder runter auf der anderen Seite zu den Pools ist nicht zu verfehlen. Außerdem haben Guides normalerweise ein Tempo drauf, welches wir nicht mithalten können und schon gar nicht bergauf 😉

Noch gehts ein kurzes Stück geradeaus nach dem Eingang, aber dann…

Ha!!! Das mach ich doch mit links 🙂

Am Anfang der steil nach oben gegenden Strecke treffen wir auf eine Gruppe deutscher junger Backpacker, denen wir natürlich den Vortritt lassen. 30 Minuten?  Nun, das schaffen die bestimmt, ich ganz sicher n i c h t !!!!  Wir sind beide so fertig während des Aufstiegs, dass leider fast all unsere gemachten Bilder verwackelt sind. Nach 1 1/4 Stunde haben wir es geschafft, wir sind oben! Ich mit triefend nassen verschwitzen Haaren, aber geschafft 🙂 Oben treffen wir die Backpackergruppe wieder, die so nett sind zu sagen, sie seien auch gerade erst angekommen *hahahaha* – aber danke!

Wofür das alles?  D a f ü r:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Oben gibt es nicht nur diese herrliche Aussicht, nein, idealerweise auch einen Obststand. Nach 3 fertig geschnittener Mango (seit Monaten nicht mehr gehabt) geht es auf der anderen Seite wieder runter

700 m Höhenunterschied wird angezeigt – 30 Minuten – egal, runter ist auch anstrengend, aber lange nicht so schweißtreibend wie hoch. Und außerdem erwarten uns unten div. kühle Naturpools 🙂

 

Um 15.00 Uhr sind wir zurück im Hostel , völlig ausgepowert und freuen uns auf morgen. 11-12 Stunden Busfahrt nach Panajachel stehen an! S c h ö n , einfach nur dasitzen 😉

Für mich das landschaftlich gesehen eines der schönste Orte, für das sich alle Mühe lohnte und jede Busstunde wert war 🙂 🙂 🙂

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Lanquin

Erholung ist angesagt! Aber nicht nur wegen der gestrigen überaus anstrengenden Busreise 😉 sondern mehr, weil das Wetter morgen noch besser wird. Heute haben wir bereits eine heiter bis wolkig Wetterlage bei 25 Grad, aber ab morgen soll es 30° mit strahlend blauem Himmel geben, was sich besser anbieten wird, um in einem kalten Fluß zu baden.

So genießen wir erstmal eine Ruhetag und machen einen Spaziergang im völlig untouritischen Ort Lanquin. Kleiner hab ich ihn mir vorgestellt, aber er ist recht weitläufig. Läden gibt es eigentlich nicht, nur so kleine Kioske für Getränke und Chips. Der täglichen Einkauf wie Schuhe, Klamotten oder Lebensmittel wird auf dem Markt erledigt. Außerhalb liegen einige Hostels, im Ort zwei Restaurants, die auf Touristen eingestellt sind, aber die Backpacker werden wahrscheinlich alle in ihren Hostels versorgt, so wie wir ja auch.

Typischer Einheimischentransport

Frank schaut schon wieder sehnsuchtsvoll  und bewundernd auf die Berge. Zum 70. doch nach Südtirol? Bevor die Rollatorzeit anfängt ? 😉

Abends machen wir noch eine Höhenwanderung in den Grutas de Lanquin mit Fledermauswatching! Es ist eine Gruppenbesichtung und der Guide ist recht schnell unterwegs auf und ab. Puh! Das ist nicht unser Tempo und so sind wir froh, unsere morgige Tour nach Semuc Champey alleine gestalten zu können.

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