Angsthafen Enkhuizen

Hunde wittern ja bekanntlich die Angst des Menschen, dann könnte es ungemütlich werden. Gut, mit Hunden hab ich keine Probleme, aber der Yachthafen Enkhuizen braucht nur zu ahnen, dass ich mich ihm nähere und schon schickt er irgendwelche Widrigkeiten. So veranlasste er gestern, dass der Wind nicht wie vorhergesagt erst ab 14.00 Uhr auf Stärke 5 auffrischte, nein, es ging bereits um 11.00 Uhr los, kaum das wir Medemblik verlassen hatten. Beim Segeln habe ich mit dieser Stärke sowie seinen für mich noch ungewohnten Wellen keine Probleme, aber mir graute vor dem Anlegen am Meldesteiger und anschließend in die Box in meinem Angsthafen Compagnieshaven. Dort ist bisher jedesmal was schief gegangen. Ablegende Yachten, wenn wir anlegen wollen, hoher Gegenverkehr, weil immer gut frequentiert, zuviel Wind beim Ablegen, eingequetschte Finger und ein schimpfender Skipper, weil ich zu langsam bin 😉 und und und.
So kam es dann auch, dass mich der Skipper 15 Min. vor Einfahrt fragte, ob wir besser zurück fahren sollen – scheinbar gefiel ihm die kalkweiße Gesichtsfarbe seiner Anlegehilfe überhaupt nicht. Wir entschieden dann aber, doch in den Hafen einzufahren, um uns die Bedingungen dort erstmal anzusehen. Und man glaubt es kaum, der Windgott hatte so viel Mitleid mit mir, dass er für eine halbe Stunde den Wind einschlafen lies. Und so stand ich kurze Zeit später am Meldesteiger, hab mit dem Hafenmeister gequatscht und unser Schiff lediglich mit der Leine in der Hand festgehalten, ohne es festzumachen. Wir bekamen einen wunderschönen Platz am neuen Steg mit toller Aussicht zugeteilt, wo wir ganz easy anlegt haben. Kurze Zeit später frischte der Wind wieder auf. Danke, danke lieber Windgott !!!!

aussicht

 

 

gelbe ente

Begrüßungskomitee – ich liebe gelb 🙂 – auch bei kleinen Entchen

 

Kurze nette Zwischenepisode:

Kaum hatten wir ja den TransOcean-Stander (Flagge) gehießt, wurden wir von einem vorbei fahrenden Segler bereits gegrüßt mit den Worten: schönen Stander habt ihr da (aha.. selbst am Ijsselmeer scheint man diese Flagge zu kennen). Und in Medemblik sprachen uns dann kurz vor dem Ablegen Norbert und Ingrid deswegen an. Die beiden haben ihre Weltumsegelung schon hinter sich, ab 1996 waren sie 7 Jahre unterwegs und erkunden jetzt mittels Wohnmobil ihr altes Revier am Ijsselmeer. War ein interessantes Gespräch auch über die Vorteile eines elektrischen Autopiloten statt Windfahnensteuerung sowie Armateurfunk und Pactor. Ich fand es jedenfalls ganz witzig, dass man nur aufgrund einer Fahne so nett ins Gespräch kommen kann.

Heute dann war Frank fällig! Nichts konnte mich mehr davon abhalten, das 1. Frühstück in der Sonne an Deck zu servieren. Wurde auch Zeit, schließlich haben wir schon Mitte Mai.

Seit 2 Stunden liegen wir übrigens in Hindeloopen, Liegeplatz 300 oder 301 – das ist noch nicht ganz klar 😉 – also liebe Gäste, ihr könnt kommen 🙂

Wir freuen uns schrecklich auf euch und dieser Blog wird für ein paar Tage stillgelegt.

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3 Kommentare zu Angsthafen Enkhuizen

  1. Die Bremer sagt:

    Schön, das Ihr schon da seit!!!
    Habe heute mit dem Auto gekämpft. Aber bis dato alles drin. ( was euch betrifft)
    Wir werden eine sehr gute Straßenlage haben, den Rest nehme ich zwischen die Beine.
    So war es früher beim Zelten immer oder ?
    Stellt den Sekt kalt, unser ist warm. DANKE.
    Wir kommen!!!!!!!!!
    bis morgen
    Verena

  2. renate sagt:

    Das hört sich alles so toll an…und man kann euch nur Glück wünschen..
    eure Vorfreude ist aus allen Berichten zu lesen….apropos Kleiderordnung …
    Verena bitte ein sehr maritimes kleines Schwarzes…freu mich drauf..
    mein Köfferchen ist gepackt mit dem kl Schwarzen, und nun auf nach Hindeloopen……….

  3. Barbara sagt:

    Viel spass bei der Feier! Sicherlich werden auch ein paar Tränen fließen. Hoffentlich kriegen wir nach der Zwangspause auch ein paar Bilder und einen exklusiven Bericht geliefert.

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