Urlaub 2012 – Die Hasenfüße waren tanken!!!

Beaufort 1 – das ist man gar keine Windstärke zum Segeln… aber zum Tanken ideal!

Mit dem Auto fährt man mal eben von der Straße ab, hält auf 4 Rädern mal eben an, Rüssel rein und knapp 100 Euro und 3 Minuten später ist man wieder auf “sicherern” Straßen unterwegs.

Mit dem Schiff muss man sich erstmal in fremde Gebiete vorwagen und sich die Augen ausgucken nach der Tankstelle, die ja auch keine Tankstelle, sondern mehr oder weniger nur eine vereinzelte Tanksäule ist. Das über dieser Tanksäule groß ESSO steht kann man vor Aufregung ja auch mal übersehen. Netterweise haben uns andere Segler beim Anlegen geholfen – wohl nicht so ganz uneigennützig, denn bestimmt haben wir uns durch ein unbeholfenes wackeliges Anlegemanöver als Anfänger geoutet und die Angst um´s eigene Schiff hat angespornt.Wir waren jedoch äußerst dankbar für jede hilfreiche Hand und werden uns  das restliche Seglerleben lang bei Anderen mit unsere Hilfe revanchieren.

Puh!!  Ganz schön heftig, was!

 

Ist auch keine Tankstelle, sondern eine „Bunkerstation“

Da uns dies noch nicht Aufregung genug war, haben wir ein weiteres Anlegemanöver gestartet, um noch in Ruhe einen Kaffee und ein kleines Bierchen an Land zu geniesen, und wieder hatten wir Glück… Eine helfende Hand an Land sprang hinzu und nahm mir (Anne-Häsin) die Leinen ab, um sie fachmännisch um die Poller zu legen, wozu Anne-Häsin mal wieder nicht fähig war. DA BESTEHT NOCH GANZ VIEL ÜBUNGSBEDARF!

Gestern hatten wir übrigens noch ein Wettererlebnis. Laut Hafenmeister sollte der Wind gegen 18.00 Uhr stark auffrischen. Gegen 15.oo Uhr schlief der Wind jedoch plötzlich völlig ein (vorher wehte er mit 4 Beaufort ganz ordentlich aus Richtung OST). Und promt dachte Anne-Häsin darüber nach, dass man ja eigentlich die Windstille und die viele freie Zeit nutzen könnte, um doch noch tanken zu fahren.

Gut, dass diese Gedanken nicht mal laut ausgesprochen wurden, denn gegen 17.00 Uhr frischte der Wind innerhalb von 30 Sekunden (echt jetzt – 30 Sek.) von 0 auf Beaufort 5 auf und kam auch aus der völlig entgegen gesetzten Richtung. Sprachlos beobachteten wir dieses Phänomen und überprüften unsere Leinen.

18.00 Uhr – Beaufort 6

18.30 Uhr – Beaufort 7 und ein Halberg Rassy Einhandsegler versucht ein Anlegemanöver. Das war Aktion-Hafenkino der unschönen Art. Die Yacht wurde an eine ganz ungünstige Stelle gedrückt und hatte keine Chance mehr, alleine von dort weg zu kommen. Mithilfe von Frank, dem Hafenmeister und ein/zwei anderen Helfern (viele sind wir hier grad nicht im Hafen) wurde diese Yacht dann später mit Handkraft an einen einigermaßen sicheren Steg gezogen. Leider verletzte sich er Eigner bei dieser Aktion so stark an der Hand, dass er anschließend gleich mit einem Krankenwagen abtransportiert wurde. Heute läuft er mit einem eingegipsten linken Arm rum und der Törn als Einhandsegler ist erstmal beendet. Schade für ihn.

Unsere Hakuna Matata übte sich noch bis 20.00 Uhr als Rodeo-Pferd und bockte in die Leinen und dann war der Spuk plötzlich genauso schnell wieder vorbei wie er aufgetaucht war.

Für heute ist Schluß und morgen kommt Rolf….

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