Weymouth/Portland oder besser gesagt: 1. Mooring-Erfolg

Haha! Abends schrieb Franks Tochter eine SMS: Wo seid ihr denn? Sieht aus, als wenn ihr mitten im Meer stecken geblieben seid!

 
Tja, nicht so ganz, aber am Rand davon! Eigentlich wollten wir Weymouth anlaufen, denn die haben vor dem Hafen am Pier Liegeplätze zum Übernachten. Wollten mal wieder die Bordkasse entlasten, denn den vollen Marinapreis zu zahlen, wenn man um 19.00 Uhr ankommt und bereits um 6.30 Uhr wieder los will, dass macht keinen Spass bei den Preisen hier. Aber… Mist, als wir dort ankamen, lagen die bereits in 4er-Päckchen dort und auf ein 5. Rad am Wagen hatten wir so gar keine Lust. Also doch 1,5 Seemeilen weiter zur nächsten Marina. Um diese anzulaufen muss man durch eine riesige geschützte Bucht fahren und während Frank steuerte, ich unten navigierte, da fielen mir die merkwürdigen Symbole auf meiner Navionics Karte auf. Ah…. Die stehen für Mooringbojen!!!! Ein Blick nach draußen und siehe da, da liegen tatsächlich am Rand ganz viele Schiffe, auch in unserer Größe. Die Tiefe stimmt auch, also nix wie los, wir probieren das einfach mal.
War gar nicht so einfach, so eine Mooringboje (für Nichtsegler: das sind fest im Meeresboden verankerte Bojen mit Leine und Kette dran, an denen man ein Schiff befestigen kann – statt ankern) zu erwischen, zumal ich gar nicht wußte, was ich nun eigentlich erwischen muss. Eine (Unterwasser-)Leine oder doch den kleinen Ball mit Haken dran? Ist auch nicht einfach, so vom Boot aus. An der 1. war die 2wishes vorbei, bevor ich überhaupt richtig zielen konnte. An der 2. war gar nix dran, keine Leine, keine kleine Hakenboje. Aber jetzt… die 3. muss klappen. Scheinbar ist unsere Aktion nicht unbeobachtet geblieben, denn wir bekamen Hilfe von einem freundlichen Taxi-Boot-Fahrer (so was gibt’s hier, damit kann man sich dann vom Mooringplatz an Land fahren lassen). Jedenfalls angelte dieser nette Mann für mich die kleine Boje und warf sie mir zu. Und nu? Wie festmachen? Erst mal die Leine irgendwo drum, damit das Teil nicht wieder abhauen kann. Aber, warum war denn unser Boot das einzigste, was um die Boje rum tanzte? Fernglas raus und nachgesehen, wie die anderen Boote es gemacht haben. Ah… da ist weiter unten noch eine dicke Kette dran und die muss hoch und festgemacht werden. Okay, gemacht und 2wishes hörte auf zu tanzen.

 
Soll ich euch was sagen? S c h ö n w a r ´s! Traumhaft! Kein Reihenhausfeeling wie in der Marina, keine Nachbarn, deren Gespräche man mithört, keine Passanten, die neidisch gucken. R u h e !  Nur Wasser um uns herum – ein Vorgeschmack auf späteres Ankern. Das wird uns gefallen! Schade nur, dass wir am nächsten Morgen früh weiter mußten.

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20.00 Uhr – Mooringfeld im Hintergrund – soooo schön!

 

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Unsere 1. Mooring-Boje 🙂

 

 

 

 

 

 

Wieder lagen 45 Seemeilen vor uns bis Brixham. Kein Welle, aber eben auch kein Wind. Hat den Vorteil, dass man nicht mit 3 Knoten segelt, sondern mit 6-7 Knoten seinem Ziel entgegen brettern kann und so waren wir um 15.00 Uhr schon in der Marina. Wir sind inzwischen auch nicht mehr so kaputt nach langen Touren. Das liegt eventuell daran, dass sich die Bedingungen geändert haben oder wir können inzwischen unterwegs locker lassen und entspannen. Jedenfalls schaffe ich fast immer ein Buch am Tag. Wenn das so weitergeht, dann ist mein Kindle leer, sollten wir es je bis zur Karibik schaffen.

Hier noch ein paar schöne Bilder von unterwegs (für Leute, die gern Bilder gucken 🙂 )

In der Ausfahrt vom Golf von Solent:

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Links „The Needles“ von See aus und

 

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und rechts ein altes Fort

 

 

 

 

 

 

 

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Immer noch nicht viel wärmer unterwegs

 

 

 

 

 

 

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Ententeich! Und wir waren für Stunden das einzigste Schiff

 

 

 

 

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Die Duschkabinen werden immer schöner hier. Runddusche, Rund-Waschbecken, Fön, Kosmetiktücher, UP-Spülkasten – kann zu Hause auch nicht schöner sein

 

 

 

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Mein 1. Cream Tea 🙂 – Lecker, diese Scones – damit muss ich mindestens noch 2-3 x meine Figur schädigen, solange wir in England sind 🙂

 

 

 

 

 

 

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Von einem freundlichen Hundeliebhaber von seinem Balkon runter gelassener Wassernapf – na, hoffentlich können die englischen Katzen hier l e s e n 🙂

 

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5 Kommentare zu Weymouth/Portland oder besser gesagt: 1. Mooring-Erfolg

  1. renate sagt:

    Hallo…neidisch bich…weiterSpass und nette Erlebnisse

  2. Anne sagt:

    Hi Mama, schön mir dir wenigstens hierüber Kontakt zu haben. Meine Mails an dich bleiben ja unbeantwortet. Heute neue Mail geschrieben – schau doch mal richtig nach, ja

  3. Birgit Morgenroth sagt:

    Hi, ihr Abenteurer,wie immer interresante Fotos. Besonders gefällt mir the Needles, Frank in seiner dicken Jacke und du bei Cream Tea und Scones und ach auch sehr nett der blaue Trinkeimer.Ich lese , das es euch viel Spaß macht und genau so soll eure Reise weitergehn. Warte gespannt auf neue Bilder und Geschichten bei gutem Segelwetter.
    Bis ganz bald ihr Lieben eure Birgit

  4. AKKA sagt:

    … ach, wie mich das freut, dass Euch das Reihenhausfeeling nicht abgeht!
    Viel, viel Spaß auf Eurer Reise!

    Andrea /SV AKKA

    • Anne sagt:

      *Lach* Ja, in der Tat, freu mich schon aufs 1. ankern oder die nächste Mooring. Zur Zeit liegen wir im überfüllten Hafen in Falmouth im Päckchen und zusätzlich direkt am Ausgang. Also steigen Leute über unser Boot und alle anderen berth-holder laufen am Steg an uns vorbei. Ist so, als ob man an einer Einkaufsstraße z.B. frühstückt. Ganz witzig, aber auf Dauer…

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