ab 30.08.15 – Madeira

So, die letzten 4 Tage haben wir Madeira mit den Public Bussen, einem Leihwagen und zu Fuß erkundet (obwohl man Letzteres vernachlässigen kann).

Der Public Bus 113 fährt direkt hier vor der Marina bzw. dem Hotel ab und bringt einen über Canical zum zweitgrößten Ort (laut Wikipedia) Machico sowie nach Funchal.

Montag haben wir dann erstmal Machico besucht. Dort gibt es 2 große Supermärkte, die uns geholfen haben, unseren Kühlschrank wieder zu füllen, aber sonst nix. Sicher, ein paar Lokale und ein paar Geschäftchen, aber eben keine Atmosphäre.

Dienstag hat uns der Bus dann nach Funchal gebracht, da er jedoch an jeder Mülltonne hält (geklauter Spruch von Elke von der SY Naja), braucht er bis Funchal  90 Minuten. Was aber nicht weiter schlimm ist, man will ja auch was von der Insel sehen.  Das Schönste an Funchal ist die Markthalle oder auf portugisiesch „Mercado dos Lavradores“ (hört sich doch schöner an, oder?), in der man Blumen, Obst (normales und ausgefallenes wie z.B. Maracuja-Bananen ) sowie frischen Fisch kaufen kann.

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Das schwarze bzw. weiße Lange rechts ist kein Aal, nein, es ist ein schwarzer Degenfisch, eine Spezialität hier auf Madeira. Dieser lebt in 200 bis 1700 m Tiefe im Nordatlantik zwischen den Bermudas, Neufundland, den Orkney-Inseln und Madeira .

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Auch führt eine Seilbahn rauf zum „Monte“, dessen Besuch ein kleinen „Muss“ für jeden Funchalbesucher ist. Da aber dieser „Monte“ leider von einer dicken Wolke verdeckt war und somit eh keine Aussicht von oben zu genießen war, haben wir die gesparten 30 Euro in ein Mittagessen investiert. Schließlich hatte ich vorher gelesen, dass es ein Nationalgericht hier gibt, nämlich Schweinefleisch in Weißwein und Knoblauch mariniert. Das hört sich doch gut an, oder? Nach einem Blick auf die Speisekarte stellte ich fest, dass es auch schwarzen Degenfisch (siehe Bild oben) in Weißwein und Knoblauch mariniert gibt und bin mit dieser Wahl dann auf Nummer sicher gegangen. Mit Schweinefleisch kann ja auch manchmal Nacken oder sowas ähnlich Fettes gemeint sein! Brrrr!! Frank jedoch hat das Schweinefleisch gewählt und anschließend kund getan, dass er n i e             w i e d e r ein Nationalgericht bestellen wird, egal, was immer ich auch im Netz dazu lese. Und ich kann ihn verstehen, das Schweinefleisch stellte sich nämlich als gekochtes fettes eisbeinmäßiges Fleisch süß-sauer heraus, denn anscheinend hatte man es dazu auch noch mit Essig und nicht mit Wein mariniert. Man, hatte ich ein Glück!

Natürlich haben wir uns auch die (volle) Marina von Funchal angesehen und beide befunden, dass wir in der Quinta do Lorde doch sehr sehr ruhig und gut liegen. Ne, so mitten in der Hauptstadt an der Promenade – das müssen wir nicht haben.

Für Mittwoch und Donnerstag hatten wir dann einen Leihwagen bestellt. Die Marina Quinta do Lorde bietet hier einen super Service, denn sie arbeitet mit einer Leihwagenfirma aus Funchal zusammen, die uns den Wagen hier vor Ort morgens unkompliziert geliefert und übergeben hat (und das, ohne uns noch unnütze Versicherungen aufzuschwatzen).

Am ersten Tag sind wir dann die komplette Nordküste entlang über Serpentinen rauf und runter sowie durch mindestens 100 Tunnel über Santana, Sao Vicente nach Porto Moniz gefahren.

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Man könnte auch in Österreich sein, wenn… ja wenn da nicht die andere Seite wäre

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und da ist sie: die andere Seite 🙂

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Und diese Aussicht gibt es ständig hier. Man kann sich gar nicht satt sehen!

 

 

 

 

 

Die Hauptattraktion von Porto Moniz sind zweifellos seine von bizarren Lavafelsen umgebenen Naturschwimmbecken.

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Ups… das ist ja wirklich ganz hübsch, hatten wir uns aber anders vorgestellt!

Aber ein paar Minuten später haben wir dann doch noch die Richtigen gefunden 🙂

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Donnerstag dann haben wir zuerst die Westküste mit den netten kleinen Orten Câmara de Lobos sowie Ribeira Brava abgefahren.

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Hier endlich mal ein echtes ursprüngliches einheimisches Dach sowie…

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…die dazu gehörige D a c h t e r r a s s e 🙂

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anschließend sind wir vorbei an Bananenplantagen, durch Wälder und über Serpentinen  rauf auf das auf 1500 m hoch gelegene Hochplateaus „Paul de Serra“. Und wiedermal hatte ich das Gefühl, irgendwo in Österreich oder Südtirol unterwegs zu einer Alm zu sein, zumal dann auch noch Warnschilder „Achtung Kühe“ auftauchten.

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Ich denke, das die Madeiraner stolz auf dieses große gerade Plateau sind, da es die einzigste Stelle auf Madeira ist, an der man länger als 1 Minute eben laufen kann. Frank meinte, wer hier geboren wird, der kommt schon mit einer Schrägstellung der Füße zu Welt. Aber da sie den Flughafen nicht oben auf dem Berg bauen wollten, es aber keine andere gerade Stelle auf dieser Insel gibt, hat man einfach die Landebahn auf Stelzen ans Ufer gebaut. Und das sieht dann so aus:

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Ladebahn: oben drauf

Heute (Freitag) ist ausruhen angesagt, was soviel heißt wie: Frank repariert was und Anne hat Haushaltstag 🙂 (und darf endlich mal wieder einen Blogeintrag schreiben). Heute Abend machen wir dann mal wieder in Kontaktpflege, denn Wolfgang und Birte von der SY Tanamera kommen auf ein (oder zwei) Glas vorbei. Samstag treffen wir in Funchal einen früheren Arbeitskollegen von Frank, der zufällig gerade Urlaub auf Madeira macht und Sonntag verlegen wir das Schiff nochmal in die Bucht nebenan und ankern dort für 1 oder 2 Nächte. Diese Bucht „Baia d ´Abra“ war einfach zu schön und wir möchten nochmal vom Boot aus baden gehen. Anschließend sind wir 2 Tage und Nächte unterwegs bzw. Out of Range Richtung Lanzarote (falls ihr uns vermißt 🙂 )

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4 Kommentare zu ab 30.08.15 – Madeira

  1. Die Bremer sagt:

    Nah endlich, es passiert wieder was. Ihr hattet auch genug Urlaub von uns oder.
    Kein Block, kein Zeichen, nur out of Range, so geht es nicht.
    Was Ihr unbedingt probieren müsst, ist der Degenfisch mit Banane, ein TRAUM.
    Hört sich komisch an, ist aber SUPER. Bitte ein Versuch.
    Die Insel ist doch wunderschön oder ( natürlich nicht unbedingt eine Badeziel )
    Es ist schön, wieder was von Euch zu hören

  2. De Fischer un sin Fru sagt:

    Hallo ihr Beiden,
    wir sind auch immer noch da und freuen uns daß es Euch so gut geht.
    Eine kleine Frage habe ich noch.
    Frank, wie sieht es aus mit deinem Anglerglück?
    Hast du schon etwas tolles gefangen? Zeit und Gelegenheit waren doch schon
    genug da oder wars du als Petrijünger noch nicht erfolgreich?
    Macht weiter so
    De Fischer un sin Fru

    • Frank sagt:

      Schön das ihr uns immer noch treu seid. Natürlich habe ich bei der letzten Fahrt nach Madeira die Angel ausgeworfen.
      Noch ohne Erfog. Die Fische wußten wohl davon noch nichts. Muß sich noch rumsprechen. Mein erster Fang wird sicher kund getan.
      Ihr werdet es erfahren. Bin aber noch skeptisch bzgl. meiner Anglerkünste.
      Das wird …. Viele Grüße

  3. Die Bremer sagt:

    P.S. den Degenfisch habe ich im Hafen von Funchal gegessen, da gibt /gab es sehr preiswerte Fischlokale. Probiert es .

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