Zusammengefasst: Ich muss hier weg…

Bzw. ich wollt ja eigentlich n i e hier hin. Im Vorbeifahren Richtung Norden ein oder zwei Stopps – okay, aber sonst… und warum? Weil die hier eben französisch sprechen und ich/wir nicht ein Wort (gut… außer Merci vielleicht) Das fing ja mit dem Funkverkehr schon an, wo mich der Mann am anderen Ende mit ganzen zwei Wörtern abspeiste (keep slowly) während er ja auf Französisch minutenlang plauderte. Dies setzte sich beim Verlassen der Marina fort, als wir per Funk um Hilfe beim Ablegen baten, da wir die Leine von der Mooringboje nicht alleine lösen konnten. Wieder bekam ich zwei Wörter gesagt, nämlich „Stand by“ mmmhhhmm… wie war das gemeint? Da er mich weder nach der Steg-Nr. noch nach der Liegeplatznr. fragte, ging ich von „stand by“ am Funk aus, da er vielleicht gerade busy war. Nach 20 Min. rief ich dann nochmal durch, dass wir immer noch auf „stand by“ seien und was denn nun passieren würde. Es kam eine 6-Wörtrige etwas barsche Antwort, wobei ich aber nur die letzten Beiden verstand, nämlich „stand by“ Darauf hin bekam ich einen Lachkrampf sowie einen dicken Hals, jedoch kamen weitere 3 Minuten später 2 nette Jungs, die uns von der Mooringboje befreiten. Ich frage mich, wo das Problem lag, uns 4 weitere Wörter wie z.B. „there is coming someone“ zu gönnen.

Warum wir trotzdem hier gelandet sind? Weil St.Lucia uns wegen zu hoher Kriminalität ausgeredet wurde und es hier eben ganz viele verschiedene Servicefirmen gibt, falls was kaputt ist (wie z.B. unsere Kühlwasserpumpe, die undicht ist und div. andere Kleinigkeiten ).

Heute dann haben wir versucht, mobiles Internet zu bekommen. Es gibt 2 große Anbieter hier, Digicel und Orange – beides sieht man als Werbung an diversen Geschäften oder auch in Cafes. Dumm nur, dass von 10 französischen Verkäufern/innen einer 4 Wörter Englisch kann (no Wifi, only Telefon), ein weiterer ganze 10 Wörter und die restlichen 8 uns in französisch voll texteten . Wir waren dankbar für die 14 englischen Wörter, die uns aber leider nicht weiter gebracht haben. Jedenfalls war unsere Suche nach mobilem Internet erfolglos (und auf Grund unserer mangelnden Französischkenntnisse wissen wir nicht mal, warum) und so werden wir notgedrungen morgen ein Cafe aufsuchen müssen. Das ist jetzt nicht sooo schlimm, aber eben unbefriedigend, zumal die Akkuleistung meines Laptops nicht ausreichen wird. Auf jeden Fall bin ich aufgrund dieser heutigen Erfahrung ganz schlecht drauf, wie man wahrscheinlich auch raus lesen kann.

Was ist sonst noch passiert? Nun, Mittwoch war Stress angesagt. Nach einem 11-stündigen Schlaf hat Frank diverse Reparaturen ausgeführt. Wie z.B. die Angelleine aus dem Windgenerator befreit, die dieser bei unserem 3. Angelversuch eingefangen hatte und er dadurch seinen Betrieb einstellte – das Thema „angeln“ werde ich so schnell nicht mehr ansprechen. Die Batterieladung mittels Strom funktionierte auch nicht, was nicht zur guten Laune des Skippers und auch nicht zur Harmonie auf dem Schiff beitrug. Ich hab derweil die 16-tägige Schweinerei im Inneren des Schiffes beseitigt- Abends waren wir dann noch zu teuer und zu schlecht essen, wobei, wie sollte es auch anders sein, die Speisekarte n u r auf französisch war. Wir waren ja nun schon in vielen Ländern in Urlaub, aber noch niemals hatten wir Probleme, uns auf englisch zu verständigen.

Ansonsten liegen wir inzwischen nett vor Anker, aber auch diese Aktion war von viel Stress begleitet. War ja klar, dass es uns nicht einfach fallen wird, einen geeignet großen Ankerplatz inmitten von 500 anderen Schiffen zu finden, der auch noch die richtige Tiefe hatte. Beim 1. Mal hielt der Anker nicht, beim 2. Mal waren wir zu nah an einem anderen Schiff und erst der 3. Ankerplatz war uns recht bzw. schien uns sicher. Wobei die Ungeduld des Skippers, wenn`s nicht sofort klappt, nicht angenehm zu ertragen ist. Einen geeigneten Ankerplatz herzaubern kann ich nun mal auch nicht.

So, genug gejammert und gejault. Morgen wird das hier gepostet und übermorgen verlassen wir diese überfüllte Bucht und versuchen, eine nettere Kleine zu finden mit mehr karibischem Flair. Dann geht´s uns/mir vielleicht besser und ich kann Schönes und Positives posten

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4 Antworten zu Zusammengefasst: Ich muss hier weg…

  1. Die Bremer sagt:

    Hallo Ihr Zwei,
    schön von euch zu hören.
    Ja, die Franzosen, waren schon immer ein eigenartiges Volk. Wir haben mit denen auch keine guten Erfahrungen gemacht. Die wollen kein Englisch, haben es wohl auch heute noch nicht nötig.
    Kopf hoch, kann nur noch besser werden.
    liebe Grüße

  2. Elke B. sagt:

    Hallo Anne, heute ist der 11. Aus Berlin kommen herzliche Grüsse und Glückwünsche. Hoffentlich gibt der Kapitän heute einen festlichen Empfang (macht man wohl so auf Schiffen zu besonderen Anlässen – habe ich gehört). Und Deine Mutter denkt auch ganz sehr an diesen Tag, selbstgebackenen Kuchen haben wir keinen, aber anstossen können wir heute abend. Alles Liebe aus Berlin von Renate und Elke.

  3. Traumschwiegersohn sagt:

    Hallo Traumschwiegermutter,

    auch von mir alles Gute und einen dicken Drück zum 50sten. Ich hoffe, alles war heute zu 100% voll und ganz in Deinem Sinne chillig und traumhaft. Einschließlich dem Grummel natürlich 😉 …

    Lasst die Eismaschine glühen

    Dein Traumschwiegersohn

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