Roseau – Dominicas Hauptstadt

Endlich! Endlich eine Stadt, die das andersartige und nichteuropäische Gefühl vermittelt. Wie schon Mindelo auf den Kap Verden gefiel uns Roseau spontan. Und nachdem ja heute auch kein Kreuzfahrschiff am Pier lag, kam die Stadt, zumindest in den ersten 3 Straßenzügen rund um den Cruising-Anleger, viel ruhiger rüber. Die weiter entfernten Straßen waren voller, jedoch mit Einheimischen wie Schulkinder in ihren Uniformen, alte Marktfrauen, Rastamen´s, junge Dominicanerinnen mit mal mehr und mal weniger ausladenden Hinterteilen. Die Bürgersteige hier, sofern vorhanden, sind hoch und uneben. Laufen und in die Luft gucken ist nicht. Die Häuser sind bunt und unterschiedlich gut in Schuss.

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Vorbei an der Fischhalle, für die wir leider mal wieder zu spät dran waren, und vorbei an den Gemüse- und Obstständen

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1 EC Rum – Kiosk 🙂

sind wir über eine der zahlreichen Brücken gelaufen in einen anderen ruhigeren Stadtteil (nach der Devise: Anne mußte unbedingt noch um die Ecke gucken). Dort fanden wir zu Franks großer Freude so was wie einen Kiosk, der an der Aussenseite mit Rum für 1 EC (sprich East Caribien Dollar = 1 EC ca. 0,33 Cent) warb. Serviert in einem kleinen Plastikbecker ohne Eis, mußte natürlich getestet werden 🙂

Auf dem Weg zurück zur nächsten Brücke suchten wir ein Lokal, wo man nett sitzen konnte, um ein Bierchen gegen den furchtbaren Durst zischen zu können. Haben wir gefunden!!!! Nun, es gibt wenige Bars oder Kneipen, die in Erinnerung geblieben sind (wie z.B. der einheimische Biergarten in Bangkok unter einer 8-spurigen Autobahn), aber dieser wird bestimmt auch dazu gehören.

Von Außen hübsch gelegen unter einem riesigen Mangobaum, die Schilder versprachen Drinks, Eat und Relax,  dsc_0678

aber war das hier wirklich der Eingang?

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An der Vorderfront fegte ein Mann in Stoffhose und Hemd (also gut gekleidet) die Straße, bemerkte unsere fragenden Blicke und meinte, ja, ja – hier Drink, is okay, you are welcome. Na dann….

Schade, dass wir unsere eigenen Gesichter nicht gesehen haben, als wir durch das Tor den Biergarten erreichten! Jetzt war auch klar, warum man das Ambiente von der Straße durch die Büsche aus nicht erahnen konnte. Und hätte er man lieber statt der Straße den Hinterhof gefegt. Ein junges Mädchen brachte uns liebevoll (ironisch gemeint) eine Flasche Bier für mich und Rum für Frank. Eine ganze Flasche, dazu eine Flasche Wasser und ein Großpaket ??? an Plastikbechern zum Selbstbedienen 🙂

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Der komplette Biergarten-Schlauch war umrandet mit Spannplatten, um die Natur ja nicht nah an die Tische kommen zu lassen…

Und während wir noch laut vor uns hinlachten, kam der (straßenfegende) Besitzer und fragte, ob er ein Foto machen könnte von uns. Wir wären nämlich seine ersten Gäste und das Ganze ist eigentlich auch nicht als Biergarten geplant, sondern er würde PC`s, Tablet´s usw. reparieren und während die Leute darauf warten, könnten sie sich dort mit den ein oder anderen Rum die Zeit vertreiben! Wirklich nette Geschäftsidee! Wir haben uns noch lange unterhalten bzw. er hat geredet und wir haben versucht, ihn zu verstehen 🙂 Später gab er uns noch einen Stadtplan mit, erklärte den Weg zum großen Supermarkt, verabschiedete uns strahlend und wir stürzten uns glücklich grinsend wieder in das Getümmel auf der anderen Flußseite.

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örtliche Bäckerei

 

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Ein Kommentar zu Roseau – Dominicas Hauptstadt

  1. Barbara sagt:

    Scheint Ihr seid endlich angekommen! Genieśt es -wir freeuen uns für euch.

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