Schreck im Morgengrauen

Gemeisam mit der Tanamera haben wir den Sonntag als Abfahrttag festgelegt.Freitag war uns zu früh und für Samstag war Wind angesagt. Okay, hat man ja schon mal gehört, dass man Wind braucht, wenn man ein Segelboot hat, aber bei 27-30 Knoten (also Windstärke 6-7)  da braucht man nicht ungedingt raus, zumal der Düseneffekt zwischen den Inseln noch dazu kommt.

So waren wir dann Freitag Abend zu einer äußert leckeren Lasange bei Birte und Wolfgang von der Tanamera eingeladen und noch beim Sundowner finden die Boote plötzlich an von Feinsten zu rollen und hörten auch nicht mehr auf. Dementsprechend ungemütlich war die Nacht. Da war es auf dem Atlantik ruhig gegen. So sind wir beide erst sehr spät bzw. in den frühen Morgenstunden eingeschlafen, um gegen 6.00 wieder hoch zu schrecken. Nicht nur innerhalb des Schlafraums war es laut (obwohl, wie kann es sein, da Frank ja gar nicht schnarcht….) Warum war das jetzt auch noch sooo laut draußen? Das Sonnensegel flatterte lautstark und wißt ihr eigentlich, wie laut Wind sein kann. Also nix wie hoch und Gegebenheiten prüfen. Ich war nicht die Einzigste, auf allen Booten um uns herum herrschte rege Betrieb- und Wachsamkeit. Das ein oder andere Boot oder Kat ging bereits auf Slip und Anker hoch. Man war mir mulmig und ich hoffte stark, dass unser Anker, der ja nun seit über einer Woche hielt, dem Wind standhalten würde. Sicherheitshalber hab ich aber schon mal den Motorschlüssel ins Zündschloß gesteckt, denn wenn, dann muss es schnell gehen. Und so saß ich da und während die 2wishes von einer Seite zur Anderen schwang, beobachtete ich den Abstand zu den anderen um uns herum liegenden Booten. Plötzlich seh ich Wolfgang hektisch winken und denke noch, warum ist mein Blickfeld auf die Tanamera denn irgendwie anders, da war plötzlich klar, der Anker hielt nicht und wir slippten durchs Ankerfeld. Ratz Fatz ging das! Motor an und ein energisches Klopfen auf die Schlafzimmerscheibe beförderte dann auch einen müden verschlafenen Skipper an Deck, der erstmal gar nicht wußte wie ihm geschah.

Und so steuerten wir ein paar Minuten mit noch weiteren Booten durchs Ankerfeld auf der Suche nach einem geeigneten großen Plätzchen, im Hinterkopf die bange Frage, was machen wir, wenn wir nichts finden oder der Anker wieder nicht hält. Graus! Aber warum sollen wir nicht mal Glück haben – 1. Ankerversuch und was sach ich euch: Der Anker hielt bzw. hält bis jetzt (19.00) Der Wind hat den ganzen Tag kaum nachgelassen und auch die Nacht bleibt stürmisch und so freuen wir uns auf eine weitere unruhige schlaflose Nacht.

Heute mal keine Bilder hier . Aber der ein oder andere erinnert sich vielleicht noch an unsere kürzliche Atlantiküberquerung. Ich hab da mal was vorbereitet, einfach den Link anklicken und Bilder gucken (sollte Dropbox ein Fenster aufmachen zwecks Registrierung, einfach weg-x-en und nicht beachten) Leider kann man die Bilder dort nicht beschriften, so dass ihr jetzt selber raus finden müßt, auf welchem ihr ein ausgebaumtes Segel und auf welchem ein toter Fisch zu sehen ist 🙂  – Sollte der Link nicht funktionieren, Beschwerden bitte per Kommentar- dann muss ich noch weiter üben

https://www.dropbox.com/sh/f5hneb1u6ba7t6z/AAASkFeQfkOFZKrTEL3LLn4Da?dl=0

 

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