Ein 8-Stunden-Ritt nach Antigua

Noch vor 1 Jahr fand ich gerade die Segeltage anderer Langfahrtsegler von einer Insel zu Anderen besonders spannend, während man mir aber ab und zu zurück schrieb, dass doch gerade diese Tage schrecklich langweilig seien gegenüber Landtagen. Heute kann ich es verstehen und empfinde genauso.

Ein 3-4 Stunden-Törn ist ja noch ganz nett, aber 8 Stunden mit Wind und Welle von der Seite ist unschön. Bereits nach 1 Stunde schielte ich mit einem Auge Richtung „Eimer“ und lesen im Cruising-Guide oder schmökern mit den Kindl ging überhaupt nicht, denn dann hätte ich mit 2 Augen straight gen Eimer geschaut. Somit hab ich quasi 6 von 8 Stunden still rum gelegen und mich gelangweilt.

Dann endlich kam Antigua in Sicht und die See wurde ruhiger. Rein in die Falmouth-Bucht und einen geeigneten Ankerplatz finden. Automatisch sind wir wieder in der Nähe der Tanamera gelandet, die uns unterwegs überholt hatte und mit dem Ankern schon fertig war. Auf dem Sandboden hielt unser Anker sofort beim ersten Mal in herrlich türkisfarbenem Wasser vor einem netten Strand.

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Schnorchelnd den Anker zu finden, ist Frank wegen der schlechten Sicht nicht gelungen und so hat er abgedreht Richtung Strand, um in der dortigen Strandbar erst mal die Preise zu studieren. Er meinte, die hätten ihn ein bisschen blöd angeschaut, wie er so mit tropfnasser Badehose und Taucherbrille in der Hand so da stand und sich erkundigte, ob die Preise in US$ oder EC$ angegeben sind. 🙂

 

Auf einer anderen Seite können wir auf 2 Marinas schauen, in die wir uns überhaupt nicht trauen würden. Sind denn die Fender von den Schiffen, die dort liegen, größer als unser Böötchen. 🙂

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Am geilsten fand ich hier den Mini-Balkon für 2 🙂

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Inkl. Hubschrauber, noch eingepackt

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Bei der recht aufwendigen Einklarierung am nächsten Morgen in der sind wir dann 50 US$ losgeworden, dafür dürfen wir aber auch 3 Tage hier ankern und unseren Müll los werden. Antigua selber ist wohl wunderschön und verfügt über so viele tolle Ankerplätze, dass man hier gut 14 Tage täglich einen neuen Ankerplatz anfahren kann, ohne das es eine Wiederholung gibt. Soviel Zeit haben wir aber leider nicht und so werden wir Mittwoch Richtung Jolly Harbuor (in die Nähe der Hauptstadt St.John´s) gehen, um anschließend ein paar Tage vor der Insel „ Barbuda“ zu liegen. Barbuda ist im Gegensatz zu den anderen karibischen Inseln ganz ganz flach und verfügt über kilometerlange Sandstrände. Laut Cruising-Guide ist es der Himmel auf Erden und den können wir uns nicht entgehen lassen.

 

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11 Antworten zu Ein 8-Stunden-Ritt nach Antigua

  1. Die Bremer sagt:

    Ach, habt ihr jetzt Stress ???????????
    Ja, weil——- die Bremer sind bald im Anmarsch!!!!!!!

  2. Die Bremer sagt:

    Moin Anne
    Ja dass sind schon Schiffe
    Gruß Harald

    PS Dass ist kein Balkon,sondern die Nock

  3. Hasentochter sagt:

    Na das nenn ich doch endlich mal karibische Aussichten auf die Bucht! So hatte ich mir das vorgestellt! Die Blickrichtung gen Marinas würde ich einfach ignorieren, wer will schon auf so riesigen Schiffen mit vermutlich zahlreichem Dienstpersonal leben?

  4. renate sagt:

    Stress ? Soviel Zeit haben wir nicht ?? Muss ich lachen ?
    Hubschrauber an Bord ? Wie sieht den der Besitzer dazu aus ?????
    Gruss

  5. Die Bremer sagt:

    Moin Anne
    Wir machen jetzt mal Schiffbau für Anfänger
    Die Nock ist ein kleiner Fahrstand für den Kapitän,damit er beim Anlegen an der Bordwand entlang schauen kann um sein „Boot“sicher Anzulegen.
    Das zum Thema Balkon
    Gruß Harald

  6. Andreas Schneider sagt:

    Hallo Frank,

    herzlichen Glückwunsch nachträglich zum 64.

    Alles Gute und viel Erfolg und Spaß

    Andreas

  7. Birgit Morgenroth sagt:

    Ja dann viel Spaß im karibischen Himmel.
    Liebe Grüße Birgit

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