Bequia

Auf den ca. 20 Seemeilen hier hin nach Bequia haben wir an dem letzten Segeltag unserer Gäste nochmal alles gegeben. Einen anständigen Segelwind, eine nicht zu verachtende Welle und eine große Delfinschule. Blöd nur, das die Kombination von allem Verena auf den Magen geschlagen war und sie statt der Delfine lieber ihren Eimer im Auge behielt. 2 Stunden später konnte sie jedoch wieder lachen und ihre Gesichtsfarbe kam statt weiß sonnengebräunt rüber, aber da hatten die Delfine leider schon längst wieder aufgehört, mit unserem Schiff zu spielen.

Gegen 14.00 Uhr liefen wir in die riesige Admiralitybucht vor Bequia ein, ankerten jedoch wie viele andere auch bereits vor dem Tony Gibbon Beach mit Dinghisteg, da unser Besuch in der benachbarten Lower Bay für die nächste Woche noch ein Apartment ohne schaukeln genießen darf.
Später stellten wir fest, dass ein Ankern in der Admiralitybucht eh kaum möglich ist, da diese vollgespickt mit Mooringbojen ist. Die allerdings werden zu 75 % gar nicht benutzt und an dem Rest hängen dauerliegende verlassene Schiffe. Kein Wunder, denn wozu braucht man auch eine Mooringboje, wenn man in Dinghientfernung zum Ort auf 3-5 m auf wunderbarem Sandboden ankern kann.

Am Abend genießen wir in der Lower Bay bei Keegans die Einladung unserer Freunde zu einem Barbecue mit div. Getränken, natürlich mal wieder quer durcheinander, was mich betrifft. So passierte am nächsten Tag auch nicht viel, zumal wir feststellen mußten, dass Bequia Sonntags quasi geschlossen ist. Wir können in dem einzig geöffneten Minisupermarkt noch ein paar Getränke organisieren und ziehen uns zwecks gemütlichen Abend zurück. Wir aufs Boot, die Bremer auf ihre Terrasse.

Montag bin ich wieder fit und so fahren wir zum Wasser tanken am örtlichen Yachtclub. Den man sich aber nicht wie einen Club in Europa vorstellen darf , am einzigen Steg liegt ein einzelnes Schiff. Wir gehen längsseits, füllen die Tanks und sind anschließend entsetzt über den Preis. Wir hatten doch nur Wasser getankt, nicht Diesel. 40 Euro hat uns der Spaß gekostet. Wir müssen uns einfach angewöhnen, vorher nachzufragen. Aber ohne Wassermacher hat man kaum eine Wahl und unsere Tanks waren nun mal leer, leer, leer. (Später hören wir, dass Wasser zur Zeit auch für die Einheimischen wahnsinnig teuer ist, da es seit 4 Monaten hier nicht mehr geregnet hat – nun gut…dann verzeihen wir mal den horrenden Preis)

Zurück an unserem Ankerplatz haben wir die Gästekabine wieder in eine Abstellkammer umgewandelt und mit den auf dem restlichen Schiff verteilten Utensilien wie neues Segel, Kanister, Drucker, Grill, Schlafsack und vieles mehr gefüllt. Anschließend 2 Maschinen Wäsche zur Laundry geschleppt, Baguette und gefrorenes Gehacktes bei „Doris Fresh Food“ entdeckt, div. Lebensmittel im örtlichen großen Supermarkt aufgestockt, herausgefunden, wo wir unsere Gasflasche füllen lassen können, ein Bierchen getrunken und dabei Mails abgerufen, Wäsche wieder abgeholt aus der Laundry und mit einem übervollen Dinghi zurück aufs Schiff! 16.30 Uhr – wir sind erledigt. Ich tippe schnell noch ein paar E-Mails vor, hau das Essen in die Auflaufform und schlafe später beim „Fernsehn“ ein.  🙂

 

Morgen machen wir wieder auf Langzeiturlauber, schleppen unsere Laptops übern Berg zum Tete-Apartment mit Free-Wifi, erledigen div. Bankgeschäfte und hoffen, dass die Sache mit dem „skypen“ klappt.

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