Nebenbei erzählt

Nachdem wir unsere Freunde ja auf die 2 Stunden entfernte Insel St. Vincent zwecks Rückflug gebracht hatten, sind wir am nächsten Tag schnell wieder zurück nach Bequia. Hier in der Admiralitybucht liegt man wie im Ententeich, heimatliche Gefühle kommen auf. Ankern ist hier auf dem lockeren Sandboden so easy, dass man das stündlich nur so zum Spaß wiederholen könnte. Und noch etwas ist bereits letzte Woche krass aufgefallen. Auf unseren letzten Zielen St. Maarten, BVI`s oder den Grenadinen waren wir zu 90 % von Charterschiffen umgeben. Warum auch immer, hier ist das Verhältnis genau anders rum. Um uns herum liegen alles individuelle Eigner- bzw. Cruiserschiffe, ausgerüstet für die Langfahrt. Und viele davon liegen schon fast genau so lange hier wie wir und entwickeln somit wohl ebenso Heimatgefühle 🙂 Irgendwer hat uns auch unseren alten Ankerplatz freigehalten und so liegt hinter uns wieder die amerikanische SY Vomo, rechts ein österreichische alte Bavaria (wie kommt dieses Bergvolk eigentlich zum Segeln ?) und vor uns die kanadische Katharin. Ab und zu sieht man auch eine deutsche Yacht, aber das scheint ein sehr unruhiges Volk zu sein. Wenn man morgens zum Einkaufen dinghyt, eine deutsche Yacht sichtet und man denkt, da könnt man ja auf dem Rückweg mal anklopfen, dann hat sie mittags auf dem Rückweg schon wieder den Anker gehoben. Dies ist jetzt schon 3 x hier in der Bucht passiert, merkwürdiges Volk – wollen scheinbar ständig um die nächste Ecke gucken 😉 – Nun, aufgrund unsers Besuches hatten wir eh keine Zeit für neue Bekanntschaften, aber ab jetzt müssen wir eben schneller sein.

Heute Morgen kurz vor Abfahrt hat uns in der Young Island Cut – Bucht ein amerikanischer Bavariafahrer angesprochen. Die 15minütige Unterhaltung klappte erstaunlich gut und so konnten wir holprig unsere gegenseitigen Bavariaerfahrungen austauschen. Hat Spaß gemacht und unsere grammatikalischen Fehler störten nicht. Und außerdem ist es immer nett, wenn man zu hören bekommt, dass mein mageres Englisch immer noch besser als deren Deutsch ist 😉

Heute ist Sonntag, der Strand lebt und wimmelt von Einheimischen, die stundenlang im Schatten um die mit Eis und Getränke gefüllten großen Kühlboxen stehen, während die Kinder im Wasser aufweichen. Natürlich wird das alles auch von Musik beschallt , die aber nicht stört, sondern einfach von Lebensfreude zeugt. Heute ist auch hier, 1. Mai, Feiertag (Laborday)und vielleicht gilt auch hier, wie auf anderen karibischen Inseln die Regel: Wenn ein Feiertag auf einen Sonntag fällt, dann ist der nachfolgende Montag f r e i und Büros und Geschäfte bleiben geschlossen. Somit können wir morgen wahrscheinlich nicht ausklarieren und werden die heimatlichen Gefühle und bekannten Sichtnachbarn noch länger genießen.

Genug geplaudert für heute…..

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