Carriacou

Als uns vor Young Island Cut der amerikanische Bavariafahrer ansprach, kam im Verlaufe des Gesprächs heraus, dass es auf Carriacou einen deutschen Monteur names Uwe gibt, der einen so guten Ruf hat, dass es ständig gut gebucht ist. Einen guten Monteur, der auch noch Deutsch spricht… nix wie hin nach Carriacou, zumal wir ein kleines Problem mit der Kühlwasserentlüftung haben, die leckt.

Einklariert haben wir in Hillsborough, da sich in unserem veralteten Cruisingguide noch keine Notiz befand, dass dies jetzt auch in der Tyrrel Bay möglich ist. So lagen wir dort erst mal ganz ruhig für eine Nacht zusammen mit 5 anderen Schiffen in einer riesigen Bucht, um am nächsten Tag um die Ecke zur Tyrrel Bay zu fahren, vorbei an Sandy Island,einem weiteren Postkartenmotiv

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Laut Foto im Guide liegen in der Tyrrel Bay an die 100 Segelschiffe vor Anker und in der Tat, diesmal stimmte das Foto mit der Wirklichkeit überein. Aber da wir früh da waren, konnten wir uns noch einen ausreichend großen Ankerplatz in den vorderen Reihen erobern. Gott sei Dank auf schönem Sandboden, denn der Wind hatte aufgefrischt, so dass die 2wishes ordentlich an der Ankerkette zog. Nach einem kurzen Landspaziergang auf der einzigen Straße lang fragten wir uns, warum denn hier so viele Segler liegen. 3 ½ Bars und Restaurant, 2 mager und lediglich mit ein paar Grundnahrungsmittel ausgestattete Supermärkte und eine hübsch gestaltete Marina, die jedoch völlig leer war. Da war ja Hillsborough netter und interessanter gewesen.

Entweder, mir gefällt ein Ort/Insel/Bucht sofort oder eben nicht. Aber manchmal brauche ich auch ein paar Tage, bis mir was gefällt. Carriacou hatte vielleicht das Pech, dass wir nicht so viel Zeit hatten 😉 .

Am nächsten Tag machten wir uns auf um Uwe von Tool Meister zu suchen. Wir fanden jedoch leider nur seine Frau, die uns freundlich (in deutsch) aufklärte, das Uwe gerade in Martinique auf einem Trockendock sei und erst Ende nächste Woche zurück erwartet wurde. Schei… Aber sie verwies uns an Jörg, ihren Schwager, der nur 3 Häuser weiter wohnt und genauso kompetent wäre. Wir sollten einfach da mal klopfen. Gesagt, getan – Jörgs Frau war ebenso nett und zeigte uns das Schiff, indem ihr Mann gerade an dessen Motor werkelte. Also ab ins Dinghi und auf zu Jörg, der sich dann mühsam aus den Tiefen dieses Schiffes quälte (nicht jedes Schiff hat wie wir einen super gut zugänglichen Motorraum), um uns über die Reling hinweg technisch zu beraten. Super Service! Wir wissen jetzt, was und wo wir was bestellen müssen und können es selber austauschen.
Das machen wir jedoch erst auf Grenada und dort geht es morgen hin
Fotos über Carriacou gibt es übrigens keine, obwohl ich den Apparat ständig mitschleppe. Das sagt eigentlich schon alles.

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