Prickly Bay´s 2. Chance

Wir machen uns am auf, erst mal die linke Seite der Bucht zu erkunden. Außerdem brauchen wir einen ATM (Bankautomat), unser Bares geht zur Neige. Am Dinghisteg liegt das „Timre“, ein Restaurant der gehobenen Klasse (so kommt es jedenfalls rüber), aber mit nettem angrenzenden schattigem Biergarten. Gleich dahinter ist die Spice Island Marina, eine Werft, deren großes Freigelände schon proppe voll ist mit aufgebockten Schiffen, die hier die Hurrikansaison abwettern werden. Wir laufen zu Hauptstraße und finden sofort Mc Intryre Bros., der Autos verkauft, verleiht und was für uns wichtig ist, auch Yamaha Außenborder verkauft und repariert. Hier hoffen wir fündig zu werden, weil wir vor ein paar Wochen eine Arretierungsstange verloren haben. Frank zeigt dem hilfsbereiten Mitarbeiter vor der Theke gemäß unserem Yamahaserviceheft, was wir brauchen und dieser schickt die Dame hinter der Theke in das riesige einsehbare Lager. Wahnsinn hier! Hoffnungvoll blicken wir ihr hinterher und tatsächlich kommt sie 5 Minuten später zurück mit 2 dieser Stangen in verschiedenen Stärken. Das Problem ist, dass es hier in der Karibik und in den USA nur 2-Takt-Motoren gibt, die in Deutschland (wahrscheinlich aber im ganzen EU-Raum) verboten sind. So haben wir einen 4-Takt-Motor und die Artikelnummern stimmen scheinbar eben nicht überein. Was nun? Welche Größe passt nun? Weitere 10 Minuten versucht die Dame, im Computer die richtige Nr. für uns zu finden. Wir fragen, ob wir umtauschen können, falls… unser Dinghi liegt ja nur 5-10 Gehminuten entfernt. Da bietet der Mitarbeiter an, Frank mal eben mit dem Auto zum Dinghisteg zu fahren, um die richtige Stange vor Ort heraus zu finden. Was für ein Service !!! Die richtige Stange wird auch gleich am Motor gelassen. So viel freundlichen Service für ein 15 Euro-Ersatzteil – das haben wir lange nicht erlebt.

Wir gehen noch ein Stückchen die Hauptstraße lang, aber ein ATM ist nirgends zu finden. Die ganze Gegend wirkt wie ein Industriegebiet. Also zurück zum Dinghi und quer über die Bucht zur anderen Seite, wo die Marina liegt mit angrenzender großer Bar bzw. Restaurant und einem Mini-Supermarkt ohne Fleischverkauf. Hier liegen ca. 200 Schiffe, hier muss man doch an Bargeld kommen können. Negativ! Wir laufen in der sengenden Mittagshitze die Hauptstraße einmal nach rechts und dann nach links ab. Wir sehen wunderschöne Häuser bzw. Villen, zum Strand hin zwei teure Urlaubsresorts, aber kein ATM, keine weiteren Bars, keine Restaurants, kein Leben – wie war das mit dem ersten Eindruck? Unser Bargeld reicht noch für eine Happy Hour Time an der Marinabar und morgen werde wir dann wohl mit dem Bus nach Grand Anse fahren müssen. Zum Einkaufen und zum Geld abheben. Hier ist jedenfalls tote Hose! Keine Stadt, keine Altstadt, keine Läden – warum sind die anderen alle hier? Wir geben noch nicht auf, vielleicht finden wir es ja morgen raus 😉

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Ein Kommentar zu Prickly Bay´s 2. Chance

  1. Birgit Morgenroth sagt:

    Test!!! Tolle Berichte und tolle Bilder!!!

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