Tauchen vor Bonaire und Kleinbonaire

Schön ist, dass 2 m hinter unserem Schiff bereits ein Riff beginnt und wir somit unseren 1. Tauchgang nach 5 Jahren ganz bequem vom Heckausstieg beginnen konnten.  Vorher mußten wir jedoch noch in einer der hiesigen Tauchbasen unseren Nationalparkobolus in Höhe von 25 Dollar pro Person abgeben, wodurch wir jetzt ein ganzes Jahr hier rund um Bonaire und Klein Bonaire tauchen dürfen.

Am nächsten Tag sind wir mit dem Schiff rüber gefahren nach Klein Bonaire, haben dort an einer Tauchmooringboje festgemacht (bis 45 Fuß ist das für jeweils 2 Stunden erlaubt) , um uns dort für knapp 1 Stunde mit den hiesigen Fischen anzufreunden. Und in der Tat gibt es hier auf Bonaire tatsächlich jede Menge Fisch und Korallen, so das Tauchen richtig Spaß macht.

Weniger Spaß macht allerding der vorherige und nachherige Rödelaufwand. Zuerst mal müssen wir unser Dingi an unserer Mooringboje befestigen, damit wir, wenn wir wiederkommen, noch einen Mooringplatz haben. Denn inzwischen ist es voll hier und es gibt kaum noch frei Mooringbojen. Dann fährt man rüber nach Kleinbonaire (Gut, man könnte auch segeln, aber dafür sind wir zu faul) und versucht dort, eine der gelbenTauchbojen auf der geschützten Seite ohne viel Schwell und Wellen zu erwischen. Nach 1 bis 1 ½ Stunden ist man dann soweit, sich in die in den Jahren zu klein gewordenen Tauchanzüge zu zwängen (zumindest mir geht es so 😉  ) und versucht, die vollen schweren Tauchflaschen übers Mittelcockpit ans Heck zu transportieren. Jetzt noch Flossen, Schuhe, Taucherbrille und Blei und schon kann es schweißgebadet los gehen. Ist schon ganz schön schwierig, mit einer vollen Tauchflasche auf einem wackelnden Schiff die Balance zu halten 😉 .

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Der gelbe kleine Pfahl im Wasser ist die Boje, an der Tauchbote festmachen können

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Ja, ich gebe zu, hier ist es sehr nett, aber hier darf man eben nicht über Nacht bleiben bzw, immer nur 2-3 Stunden

Dann erfolgt aber ein herrlich entspannter Tauchgang mit dem Verlangen nach mehr…. Ist aber leider nicht, denn nun wird rückwärts gerödelt und die Tauchflaschen müssen erstmal wieder gefüllt werden.  Eine winzig kleine Feder am Gaszug des Kompressors ist durchgerostet, so dass man nun während des Füllvorgangs von jeweils 30 Minuten den Gaszug manuell festhalten muss. Sehr unentspannend und somit entfällt leider der gewünschte 2. Tauchgang. dsc00297

Zurück an unserer Mooringboje kämpfen wir mit unserem Dinghi um den Platz. Auch beim 2. Anlauf schaffe ich es nicht, die Leine durch die Öse zu bekommen, weil das Dinghi mich immer wegschupst und die Öse durch 2 Dinghileinen noch recht voll ist. Der Nachbar hat ein Einsehen und kommt uns mit seinem Dinghi zu Hilfe. Puh… geschafft!  Der Tag ist fast rum und eigentlich waren doch einfach nur 1 x tauchen ;-).

Jetzt schnell umziehen und dann ab mit dem Dinghi zu Marinabar – dort ist heute Hamburgertag und wir sind mit einigen deutschen Schiffen dort verabredet.  Und Morgen machen wir dann einen auf „ruhig“ und putzen zur Abwechslung mal das Schiff und so… 😉

 

 

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