Curacao – Spanish Water

Nach der idyllischen Einsamkeit von Klein Curacao ist die Bucht „Spanish Water“ erst mal ein Schock.

Durch eine enge, aber ausreichend tiefe Zufahrt, entlang an einem schönen teuren Urlaubsresort  🙂 🙂 🙂 gelangt man in die Lagune Spanish Water, die sehr zerklüftet und ziemlich unüberschaubar ist. Zumal, wenn man wie wir keinen Cruising-Guide über Curacao hat. Wir irren also zuerst mal durch die diversen Ankerfelder auf der Suche nach dem ausreichenden Platz. Wir haben ja schließlich immer noch das Problem mit dem „dein Ankerbereich und mein Ankerbereich“. Nach 15 Minuten herum irren haben wir Glück, ein Kat geht Anker auf und wo der genug  Platz hat, da muss auch genug Platz für uns sein.

2 Stunden später wissen wir, der Anker hält und wir können uns mit dem Dinghi aufmachen, in dieser unübersichtlichen Bucht/Lagune den Dinghianleger zu finden, von wo aus wir den Kreisverkehr finden, an dem morgen früh der Bus nach Wilhelmstadt hält, damit wir innerhalb von 24 Stunden einklarieren müssen.

Prompt fahren wir erst mal in die falsche Richtung (wie wir später wissen) und sind innerhalb von 4 Minuten klatschnass. Mit einem Dinghi mit einem n u r  5PS-Motor gegen Wind und Welle zu fahren macht überhaupt keinen Spaß und hatten wir zuletzt in den BVI`s. Ist also Monate her und erzeugte keine glücklichen Gefühle in uns. Wir drehen also um und da uns Wind, Welle und Strömung jetzt eh in Richtung SY Bella Cia treibt, sagen wir auch kurz „Guten Tag“ zu Hilde und Frits, die 1 Stunde vor uns  von Bonaire aus angekommen sind. Hier bekommen wir auch den entscheidenden Tipp, den Dinghianleger im Fischereihafen anzusteuern , denn da ist der Kreisverkehr mit der Bushaltestelle.

Gesagt, getan – wir erkunden die Haltestelle und da der Tag noch jung ist, laufen wir 20-25 Minuten weiter zu dem berühmten Touristenstrand „Jan Thiel“ und sind erneuert geschockt! Liegen an Liegen, teure Strandbars und dafür aber kaum Sandstrand. Zubetonierter Strand und künstlich angelegte Seewasser-Swimmingpools, damit man überhaupt nett ins Wasser kann. Strandmäßig kommt hier kein Karibikfeeling auf und so langsam verstehe ich, warum alle soooo viel Geld ausgeben, um mal einen Tag am Strand von Klein Curacao zu verbringen.  Selbst wenn ich einen Fotoapparat dabei gehabt hätte, ich hätte wahrscheinlich keine Fotos gemacht vor lauter Entsetzen. Werde dies aber noch nachholen.

Ich hab das dumme Gefühl, Curacao braucht sogar noch eine 3. Chance

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