Willemstad mit Pietermaai District und Netto Bar

Nachdem am Donnerstag ja wegen Regen erstmal die Arbeiten an Deck vormittags stillstanden, hatten wir die Hoffnung, dass zumindest die unter anderem bestreikten Energiewerke uns Mittags wieder mit Strom versorgen. War leider nix! Erst um 20.00 Uhr gingen auf der kompletten Insel die Lampen wieder an. So passierte an Deck auch nachmittags nix und wir fuhren mit dem Dinghi quer über die Spanish-Water-Bucht, um gegenüber zu schnorcheln.  Anschließend beobachteten wir das Treiben der Einheimischen am Public Strand. Na, da hatten aber eine Menge Leute den wegen des Großstreiks zusätzlichen freien Tag sinnvoll genutzt 🙂

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Alle Wettervorhersagen verkündeten für die nächsten Tage: k e i n  R e g e n!!!! Und so freuten wir uns, dass es Freitag morgen endlich weiter gehen soll.

7.45 Uhr – gerade möchte ich mich erheben und das anstrengende Tagwerk beginnen, da spüre ich, wie meine Beine nass werden. Nein, nein, nein – das sind bestimmt nur ein paar Tropfen, hoffe ich. Die Hoffnung stirbt 30 Sekunden später – es klatsch nur so von oben für genau 3,5 Minuten, genug, um das Deck komplett unter Wasser zu setzten.  Schnell schreibe ich eine Mail an Pedro, damit er sich gar nicht erst auf den Weg macht, denn der Schauer ist bestimmt nur örtlich. Er antwortet postwendend, dass er bereits unterwegs zu uns war aber wieder kehrt gemacht hat. Und da er Nachmittags einen Arzttermin hat, würde er heute nicht mehr kommen, sondern statt dessen morgen am Samstag einen neuen Versuch starten.

Wir sind frustriert! Was machen wir denn jetzt bloß mit dem langen freien Tag?  Kurzentschlossen fahren wir nach Willemstad, einfach nur mal so zum Bummeln. Bisher waren wir immer nur dort, um Dinge wie Zoll und Immigration zu erledigen. Oder Werften und Handwerker zu suchen. Oder um alle Geldautomaten zu prüfen, ob einer davon US-Dollar ausspuckt zusätzlich zum caribischen Gulden, denn Pedro müssen wir in bar in Dollar bezahlen. Damit hatten wir nämlich die letzten Male zugebracht.

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Kurze leckere Eiskaffee-Erholungspause

 

Zuerst möchte ich in den zum Teil neu und frisch renovierten Pietermaai-Distrikt, ein altes Kolonialviertel. Der Skipper murrt anfangs, er hätte keine Laufschuhe an, aber kurze Zeit später ist auch er begeistert. Neben völlig baufälligen Ruinen stehen nett und wunderschön hergerichtete Häuser in verschiedenen Farben, pastell bis kräftig.

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Die meisten der bisher renovierten Häuser sind zu Hotels oder Restaurant geworden, für Privathäuser ist die Renovierung bestimmt zu kostenintensiv. Bei manchen Bauruinen kann man sich eine Wiederherstellung überhaupt nicht mehr vorstellen.

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Hier haben wir uns noch über die Säulen gewundert…..

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aber wenn man sie renoviert sieht, versteht man deren Sinn 😉

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Auch finden wir hier äußerst witzige und angesagte Kneipen, zu schade, dass wir uns immer nur tagsüber hier aufhalten.

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Eine der angesgtesten Bars Curacaos, das „Mundo Bizzaro“ – ganz toller Einrichtungsstil

dsc00435Weiter geht rüber in den Stadtteil Otrobanda – dazu muss man über die Queen Emma Bridge, eine Pontoonbrücke über die St. Anna Bay. Diesmal jedoch macht die Brücke gerade Platz für ein winzig kleines Boot und so nutzen wir das kostenlose Fährschiff.

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Curacao ist so stolz auf seine schöne Vorzeigepromenade, sie ist sogar….

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…auf jedem Nummernschild zu sehen 🙂

Während der Stadtteil Punda sehr edel touristisch ist mit diversen teuren Läden findet man auf der anderen Seite eine Geschäftsstraße mit Billigläden, die alle, wirklich alle ds gleiche Sortiment führen. Koffer, Reisetaschen und Billigklamotten.

Das einzig wirklich schöne hier ist die alte „Netto Bar“ – die älteste Bar Curacaos. Geöffnet 1954 und bis zum 87. Lebensjahr stand der Besitzer Ernesto I. Koster noch selber hinter der Theke. dsc00472 dsc00474

Die Spezialität ist Ròm Bèrdè (Papiamento for Green Rum), den kann Frank natürlich nicht ungetestet lassen. Was soll ich sagen… er freut sich schon auf den nächsten Besuch dieser Bar 🙂  – Nach 2 Testdurchläufen stoppe ich ihn und zurück geht es mit Bus und Dinghi zur 2wishes. Unterwegs schleppen wir noch ein liegengebliebenes Dinghi ab, wie wissen schließlich, wie schwer paddeln ist.

Und wen sehen wir, als wir uns unserem Schiff nähern?  Einen äußerst fleißigen Pedro, dem das schöne Wetter keine Ruhe gelassen hat. Er ist fleißig am Werk und spritzt neue schwarze Matschepampe in die Teakfugen. Wie gut, dass er inzwischen einen Schlüssel hat und selbstständig und unbeaufsichtig arbeiten kann 🙂

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