Alltag vor Bonaire

Ist natürlich nicht zu vergleichen mit Alltag vor Klein Curacao…

Hier liegt man in Reih und Glied die Promenade von Kralendijk lang an Mooringbojen – sieht ein bißchen aus wie an einer Perlenschnur.

dsc00704Wir hatten Glück, überhaupt noch eine frei Boje zu erwischen, als wir letzten Freitag hier ankamen und so liegen wir sehr zentral und nach vor Karels Bar mit seinem Dinghianleger. Damit sind wir zwar mitten im Geschehen, aber haben nur ganz kurze
Dinghistrecken, wenn es wiedermal heißt: Supermarkt oder Happy Hour.

Von Ruhe und Einsamkeit kann man hier aber nicht reden. Selbst Nachts ruht der Ort recht spät, entweder die Karaokemusik schallt noch lange zu uns rüber oder diverse Krafträder mit extra lauten Auspuffen heizen des Nachts hier die Straße lang.  Das hier jeden Morgen ein anderes Kreuzfahrtschiff anlegt, daran haben wir uns inzwischen gewöhnt. Scheint Hauptsaison für Kreuzfahrer zu sein 😉 – Aber der Anblick am Donnerstagmorgen hat uns doch etwas schockiert:

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Falls das nicht gleich auf Anhieb erkennbar ist…. das sind 2 Riesenpötte

 

 

 

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Und auch mal vom reizenden Hinterland aus fotografiert

Ich glaube nicht, dass die beiden Schiffe voll ausgebucht waren, aber nichts desto Trotz, die Hauptstraße von Kralendijk sowie die ansässigen Kneipen waren voll. Und das mit völlig schlecht gekleideten Menschen! Man kann sich das gar nicht vorstellen… also ich könnte auf keinem dieser Schiffe nicht mitreisen, da ich nicht so viele nicht zusammen passende billige Kleidungsstücke besitze. Weiße Tennissocken in ausgelatschten Turnschuhen zum trägerlosen Sommerfetzen war da noch harmlos.  Bin ich gehässig? Sorry!  Aber mein Bild vom gut situierten Kreuzfahrtpassagier ist völlig zerstört 😉

Seit Tagen ist der Himmel bedeckt und seit vorgestern Nacht regnet es dazu auch noch ständig. Die Straßen von Bonaire sind nur noch schwierig und mit viel Ausweichen passierbar wegen der vielen tiefen Pfützen bzw. Seen und der Schlammmassen  (außer die Hauptstraße natürlich, damit die alten Turnschuhe trocken bleiben 😉 ) .

Die beiden großen guten Supermärkte sind zu Fuß ca. 20-30 Min. entfernt und die letzten beiden Tage haben wir damit verbracht, einen großen Teil deren Lebensmittel zu uns an Bord zu transportieren.  Denn die nächsten 1-2 Wochen werden wir ohne Nahrungsnachschub auskommen müssen, da wir uns  morgen hier vom Acker machen werden und zwar ohne genau zu wissen, wo wir und wann wir irgendwo landen werden. Einen ersten Zwischenstopp machen wir nach ca. 60 Seemeilen auf Aves de Barlovento, einer Mangroveninsel, die zu Venezuela gehört. Dann scheinen   2-3 Tage Windstille auf uns zu zukommen, wir haben aber keine Lust, weiter hier vor Bonaire auf das richtige Wetterfenster zu warten (zumal die Mooring jede Nacht 10 Dollar kostet) .  Vielleicht steuern wir noch mal ein oder zwei einsame Insel von Los Roques an und dann schaun wir weiter.

Wir sind dann also erst mal weg, unterwegs und nicht erreichbar – das nächste Lebenszeichen von uns könnte eventuell also erst in 10-15 Tagen zu erwarten sein, also don´t worry!!!!

Und all unseren Lieben, Freunden und Bekannten wünschen wir schon mal eine entspannte schöne Adventszeit (auch wenn ich weiß, dass einige von euch in einem Job arbeiten, der eine ruhige Adventszeit ausschließt 😉  )

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