Viel passiert eigentlich nicht

Aber warum hab ich dann keine Zeit zum Tippen ???

Nun, die Tage verfliegen einfach so , ohne das wir Langeweile bekommen. Und im nach hinein weiß ich gar nicht, was wir täglich so treiben 😉

In den Tagen vor Silvester haben wir uns zu einer Entscheidung bezüglich Bimini (Sonnendach) ja oder nein durchgerungen.  Auf der holländischen Seite der Segelmacher, auf der Französischen der Gestängehersteller. Mit diversen Lösungsvorschlägen für die Problematik „Mittelcockpit“ wurden wir von beiden hin- und her geschickt. Gefallen hat uns keine Idee und der Preis erst recht nicht. Aber trotzdem werden wir demnächst nicht in der Sonne braten, denn inzwischen haben wir uns zu einer anderen Lösung entschlossen.  So war Ernst von Tropical Sail auch Freitag vor Silvester zum Ausmessen noch an Bord und 1. Anprobe soll bereits nach einer Woche stattfinden. Mehr dazu also demnächst.

Silvester durfte ich dann für ein 3-Gänge-Menü meine Küche einsauen, zum Kaffee gab es vorher jedoch noch auf der Tanamera leckeren Käsekuchen anlässlich Birtes Geburtstag. Echt blödes Datum  für diesen Jahrestag 🙂 .  Gemeinsam entschlossen wir uns, den Übergang zum nächsten Jahr ruhig mit einem Kartenspiel an Bord abzuwarten, anstatt mit den anderen deutschen Crews an Land zu gehen.  Und richtig, dort war nichts los. Irgendwie feiern die Silvester hier anders oder auch gar nicht. Auch das Feuerwerk um Mitternacht fand nur professionell von 2 bis 4 Hotels statt, private Knallerei gab es gar nicht und die Stadt Marigot lies sich auch nichts anmerken. Aber von Bord aus hatten wir einen tollen Überblick über alle Feuerwerke, sogar die 2 auf der Nachbarinsel  Anguilla waren super schön anzusehen.  Am Neujahrstag (äh…wir hängen ein bißchen durch) legte  Marigot dann los. Ab mittags bis spät Abends spielte eine Liveband nach der anderen. Gegen 17.30 Uhr verloren wir die Nerven und machten uns mit dem Dinghi auf, die Stimmung zu überprüfen. Und siehe da, auf dem großen Platz vor der Liveband tummelten sich tatsächlich ca. 10 Personen.  Da kam nun auch nicht so die Stimmung auf bei uns und so zogen wir uns mit einem noch schnell erstandenen Baguette zurück an Bord. Im Dinghi begegnet uns auf dem Rückweg ein großes flaches Schiff, welches am Außenkai der Marina festmacht und Frank meint, da wären scheinbar lauter Raketen drauf. Ich halte das für einen Scherz und schenke dem Kahn keine weitere Bedeutung. Bis 21.00 Uhr – wir wussten nicht, ob wir Angst um unser Schiff haben oder es einfach nur relaxt genießen sollten. Dieser Kahn war nur ca. 150 m von uns entfernt und war tatsächlich voll beladen mit Raketen. So nah waren wir noch nie an einem Feuerwerk, quasi waren wir genau darunter. Die Tanamera lag nur 30-40 m vor uns und versank zwischenzeitlich im Goldregen. Es war bombastisch!!!! Am nächsten Tag war „putzen“ auf den Schiffen um uns herum angesagt. Nun, unsere Bavaria ist da schmerzfrei… ich fand, es war alles sauber und nur die paar Pappstücke hab ich diskret über Bord gehen lassen 🙂

Montag haben Birte und ich dann einen auf „Frauentag“ gemacht, sind nach dem Frühstück los und waren kurz vorm Dunkel werden zurück – leicht schicker und heiser, aber dafür mit vielen neuen Kleidungsstücken versehen.

Zur Auflockerung zwischendurch mal ein paar Fotos vom Nachbarhund, der mit seinem Frauchen schnorcheln geht und anschließend tatsächlich die Badeleiter alleine wieder hochsteigt.  Selber früher „Frauchen“ gewesen erstaunt mich das um so mehr !  😉

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Dienstag mal wieder „einkaufen“ und nachmittags mit dem Bus zur Nachbarbucht „Grand Case“, welche das Gastronomiecenter von Marigot ist.  Brauche ich doch für die nächste Woche noch eine anständige ansprechende Lokalität, welche hier in der französischen Hauptstadt nicht zu finden ist. Grand Case hat uns gefallen, dort herrscht Urlaubsfeeling und ab und zu brauchen wir so was. Ja, ja… ihr denkt jetzt wahrscheinlich:  was soll das, die haben doch immer Urlaub! Ist aber nicht so, wir leben nur anderswo. Hier in der Marigotbucht z.B. gibt es keine Strände mit Liegen, keine Cocktailbars am Strand usw.  Dort jedenfalls gibt es viele viele Restaurants, teure edel Aussehende, aber auch Preiswerte, viele mit direktem Meerblick und endlich, endlich mal Speisekarten, auf denen was anderes steht wie Curry Chicken oder Stew Chicken. So ist der kommende Mittwoch gerettet und ich muss nur noch meine Kleiderschränke nach der für solche Lokale passenden Kleidung durchforsten. Aber Ami´s sind da ja auch völlig schmerzfrei….  also, was soll`s

Mittwoch dann haben wir nach dem Frühstück unser Großsegel runter geholt, da dieses zwecks Naht nachnähen zum Segelmacher muss. Runter geht schnell, aber wie dann sooooo v i e l  starres Tuch zusammen falten auf so einem winzigen Segelschiff. Puh… 2 Stunden später hatten wir das Teil chaotisch gefaltet im Segelsack völlig verschwitzt verstaut. Ab ins Dinghi und ½ Stunde rüber zur holländischen Seite zum Segelmacher (ja, auch hier auf der französischen Seite gibt es e i n e n Segelmacher, aber der ist ja sooooo furchtbar b u s y!!!).  Noch ein durstlöschendes Bier in der angrenzenden Lagoonies Bar, wieder zurück, ½ Stunde ruhen und dann ab zu der neuen Bar, die von 6-7 Happy Hour anbietet. Das gibt es hier auf der franz. Seite eigentlich gar nicht und muss gefördert werden. Dort treffen wir auch die anderen deutschen Crews, die beim Fördern helfen wollen 😉 . Der Rumpunsch ist heute umsonst und wird als Willkommensdrink serviert.  Nach  1 ½ Stunden zahlen wir 1,25 Euro (also so kann der nicht überleben) für 1 zusätzliches Bier und machen uns erschöpft vom Tageswerk auf den Weg nach H a u s e 😉

Donnerstag ist noch mal Phillipsburg angesagt, in den dortigen Duty Free Läden gibt es tatsächlich Rum und Gin zu Schnapperpreisen und wir müssen noch bunkern für schlechte Zeiten 😉  1/3 der dortigen Geschäfte sind Juweliere, die diverse Klunker auch scheinbar „duty free“ anbieten und versuchen, dich mit Lockangeboten und free drinks in ihre Geschäfte zu ziehen.  Pech für die, das ich mehr auf „Dauerlottersegelleben“ stehe als auf Brilli´s 😉 . Heute liegt aber nur ein e i n z i g e s Cruisingschiff am Pier. Welch ein Unterschied zum letzen Mal. Die Promenade ist quasi menschenleer. Am Strand stehen die Liegen über einander gestapelt. Die Vermieter lottern im Schatten dahinter und versuchen den Tag rum zu bekommen. Restaurants und Bars sind erschreckend leer, man freut sich über jeden mickrigen Gast.

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Seit 5 Uhr sind wir zurück, seit 6 Uhr tippe ich und jetzt mach ich mal Feierabend….

 

 

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