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nach 3,5 Wochen nasskaltem Deutschlandwetter sitze ich im Cockpit und geniese….türkisfarbenes Wasser um mich herum und oben hellblauer Himmel mit weißen Tupfen. Allerdings ist es verdammt windig hier, zumindest aber bläst es warm.

Ganz unbeschwert liegt die nächste Woche nicht vor mir. Heftigte Winde bis zu 37 Knoten, also Sturm, sind angesagt und machen ein Fortkommen von hier erstmal nicht möglich. Außerdem wurde ich mit der Nachricht empfangen, dass die Druckwasserpumpe abgeschaltet ist, weil mit unserem letzten Trinkwasser mal wieder der Motorraum geflutet und gespült worden ist. Die Suche nach der Quelle der Undichtigkeit blieb am nächsten Morgen erfolglos, also haben wir mal wieder den Warmwassertank abgekoppelt. Warmes Wasser gibt es hier vor Anker eh nur, wenn vorher der Motor gelaufen ist und wir sind ja eh keine Warmduscher mehr. Weitere Ursachenfindung wird nur bei Bedarf und Lust ausgeführt. Kann also dauern 🙂

Der Boden unsere Dinghis ist trotz mehrmaliger Abdichtung weiter undicht und muss jeden Tag aufgepumpt werden. Das nervt. Ein neuer Boden würde 400 Euro kosten + Transportkosten. Da das ganze Dinghi nur 900 gekostet hat, ist das keine Alternative. Was also tun? Doch so ein teures Hyperlon-Dinghi kaufen? Oder wieder ein Billigteil für 1 1/2 Jahre (Wenn man das hier überhaupt bekommt)? Oder erstmal noch ein halbes Jahr täglich aufpumpen und dann…?

Und wo geht denn jetzt die Reise weiter hin? Richtung Westen über Puerto Rico, schnell noch nach Jamaika und dann die Hurrikanzeit ab Juni in Kolumbien abwettern? Das wäre Franks Wunsch, weil 1. er aus diesem Teil der Karibik raus möchte und 2. er mir dann endlich im Juni im Kolumbien mein Geburtstagsgeschenk überreichen könnte. Was ihm daran nicht gefällt, ist, dass wir dann in der nächsten Saison wieder zurück Richtung Kuba und Mexiko müßten, weil ohne diese beiden Länder geh ich nicht durch den Panamakanal. Was aber auch hieße, wir müßten 2 Hurrikansaisons in Kolumbien absitzen. Gefällt uns beiden nicht.

Ich dagegen würde erstmal lieber zur Ruhe kommen, möchte Bekanntes und Gewohntes noch mal genießen, habe das Gefühl, Aufregung so gar nicht gebrauchen zu können und so kreisen unsere Gespräche über das für und wieder, glaube jedoch, dass ich nach Punkten vorne liege 😉

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