Dominica – Pennville

Was einmal klappt, muss auch ein zweites Mal klappen, oder?

Unser nächstes Ziel heißt Pennville, liegt auch auf der Westseite und von dort scheinen ein/zwei Wanderwege durch den Regenwald abzugehen. Detailgenaue Karten sind weder in Papierform noch Digital zu erhalten. Sollte aber doch nicht soooo schwierig sein, den Waikitubuli National Trail zu finden und 1-3 km durch den Regenwald zu maschieren, oder? So machen wir uns wieder zur Busstation auf, eine andere diesmal, denn schließlich wollen wir auch wo anders hin. Der Busfahrer, der auf seine Fahrgäste wartet, ist mal wieder super freundlich und verwickelt uns gleich in ein Gespräch. Ausgestattet mit Wanderstiefel (Frank) und Wanderschuhen (ich) outen wir uns natürlich sofort. Leider ist unser Englisch nicht soooooo gut und ich versteh mal wieder nur die Hälfte von dem, was uns der Busfahrer erzählt… denn sonst wären wir ein paar Kilometer weiter ausgestiegen. Nun, so läßt er uns am Anfang der Stadt „Pennville“ raus und ups… Penville liegt nicht wie wir dachten und wie Calisphe unten am Meer, sondern ist eine kleine Stadt oben am Berg, die sich ca. 3 Km lang am Berg hinab zieht. Alle 300 m ein Haus, alle 500 m 3 Häuser etc. – Super lustig! DSC_1963 DSC_1965 DSC_1966 DSC_1968Und die Menschen hier unheimlich freundlich. Kaum haben wir den Bus verlassen und erkunden die erste Straße, werden wir schon angesprochen, ob wir Hilfe brauchen oder nur „the nature and the view“ genießen wollen. Auf dem Rückweg werden wir dann gefragt, ob die Aussicht uns gefallen hat. Wir finden den Eingang zum Regenwald nicht, laufen dafür die Straße weiter lang. Überall dort, wo wir Menschen an und in Häusern sehen, grüßen diese freundlich. Manomann, niemals wäre ich auf die Idee gekommen, aus meinem Schlafzimmerfenster schauend (einzigstes Fenster zur Straße hin) irgendwelche Spaziergänger (die es dort nun auch kaum gab) zu grüßen.

Nach 2 km Fußmarsch sehen wir eine geöffnete kleine Bar – von außen nur zu erkennen wegen der „Carib“-Werbung  (nun, wir haben zwar Wasser dabei, aber…), dsc_1967ein Blick inside…. keiner drin! Da ruft von der anderen Straßenseite eine alte Frau, ob wir was kaufen wollen? ja, ein Bierchen wäre gut! Sie macht sich auf zum Nachbarhaus und ruft den Nachbarn raus  *echt lustig, was* ! Dieser eilt über die Straße und wühlt in der Truhe nach zwei „Kubuli“, dem einheimischen Bier von Dominca.

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Würde mich echt mal interessieren, ob hier Abends der Bär steppt *lach*

 

Die Nachbarin nutzt den ansonsten ereignislosen Tag und leistet uns Gesellschaft. Höflich verwickelt man uns ins Gespräche wie woher, wohin, warum… anstrengend für uns, da deren Englischdialekt für uns recht unverständlich ist. Aber trotz allem, lieben wir es!

Weiter geht es die Straße lang, irgendwann gibt es tatsächlich ein Schild: Waterfall links lang 10 Min. Fußweg, Waitikubuli National Trail Berg runter rechts lang. Wir entscheiden uns für „links“ und suchen den Wasserfall. Leider finden wir keine weiteren Schilder und der Weg führt immer weiter bergab. Meine geschädigte Lunge denkt nur an den Weg zurück bergauf und ich streike. Dann eben kein Wasserfall, aber bevor wir den Rückweg antreten, kommt der nächste Regenschauer runter. Was heißt „Schauer“? Also das Palmenblatt, unter das ich mich für die nächsten 20 Minuten rette, hält nicht unbedingt jeden Tropfen ab, verhindert aber das komplette Durchweichen 🙂 dsc_1975

Und so geht es tropfnass wieder bergauf. Wir haben die Nase voll und wollen den nächsten Bus erwischen. Der läßt auf sich warten und so müssen wir in der 2. Kneipe von Pennville eine Pause machen. Echt lustig hier, im ersten Raum ist eine Mini-Supermarkt (erhältlich Ketchup, Mehl, Schnapsflaschen und Gewürze), ein Raum weiter dann die Bar mit div. Rumflaschen *lach* und einem großen Kühlschrank mit B i e r, welches uns die Wartezeit auf dem Bus verkürzt.DSC_1977

Warten auf den Bus ! Und wiedermal mit ruiniterter Frisur!

Nach einer halben Stunde werden wir unsicher, ob denn da auch wirklich mal ein Bus kommt, aber die Wirtin paßt auf, ist auf Zack und stoppt lautstark den nächsten Bus für uns.

Glücklich sind wir 1 Stunde später wieder an Bord. Der Himmel öffnet seine Schleusen und wiedermal regnet es aus Eimern. Den Eingang zum Regenwald und auch den Wasserfall nicht gefunden, aber….. zufrieden und happy 🙂

 

 

 

 

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