Le Marin

Le Marin war unsere 1.Karibik-Anlaufstelle

Le Marin verursachte unseren 1. Karibik-Schock.

Am 05.01.2016 kamen wir nach 16 aufregenden und anstrengenden Tagen Atlantik voller Vorfreude um die Ecke hier in Martinique, sahen als Erstes vor St. Anne ca. 300 Schiffe (nun ja, vielleicht waren es auch nur 200, aber v i e l e  waren es 😉  )vor Anker liegen und weitere 500 Schiffe vor Anker, an Moorings oder in der Marina hier in der riesigen Bucht von Le Marin. Meine/unsere Enttäuschung war damals riesengroß und wer diesen Blog schon damals gelesen hat, wird sich an unsere frustrierten Blogeinträge erinnern 😉 . So richtig schön ist es hier immer noch noch, aber heute sind wir abgeklärter und wissen die Vorteile zu schätzen. Wir sind dieses Jahr hier nur vor Anker gegangen, weil man sich so herrlich bequem verproviantieren kann. Der Supermarkt LeaderPrice verfügt über einen eigenen Dinghianleger, von dem aus man seine Waren (oder Paletten 😉 ) direkt vom Einkaufswagen ins Dinghi packen kann. Auch wußten wir vor 1 ½ Jahren das Warenangebot noch gar nicht zu schätzen, schließlich waren wir noch europaverwöhnt. Heute gehe ich mit strahlenden Augen durch den Laden, weiß gar nicht, welchen Käse ich zuerst kaufen soll und bin überrascht über das bezahlbare Obst- und Gemüseangebot. Ich sauge mich voll mit Melone, Apfelsinnen, Ananas bis Frank mich stoppt.  Ich könnt die Tage ja noch mal nachkaufen 😉 .  Einen Carrefour Supermarkt (französischer Edeka- oder Rewemarkt) gibt es zusätzlich noch gleich um die Ecke.

Nun sind wir schon über 1 Woche hier und da fragt man sich wohl, ob wir mit dem „Verproviantieren“ nicht mal langsam fertig wären, nicht wahr? Nun, unsere Art zu leben ist sehr, sehr zeitaufwendig 😉 .  Ständig wird man durch Feiertage oder Wochenenden ausgebremst *grrr*. Letzten Montag z.B. standen wir plötzlich vor verschlossenen Supermarkttüren, scheinbar gab es einen für uns unbekannten Feiertag. Auch die für diesen Tag vorgesehene Handwerkersuche gestaltete sich unbefriedigend, da auch hier überall die Rollläden runter waren. Auf dem Werftgelände fanden wir jedoch eine offene Motorreparaturwerkstatt, wo wir nach Rücksprache unseren Außenborder am nächsten Morgen um 8.00 Uhr zur Reparatur abgeben durften.  Das Getriebe ist so schwergängig, dass Frank inzwischen fast eine Sehnenscheidenentzündung hat. Hin unter Motor ist ja noch okay, dann 35 KG vom Dinghianleger zur Werkstatt schleppen und anschließend unter Ruder gegen Wind und Welle zurück. Macht echt Spaß! Um 15.00 Uhr wieder hin rudern, um zu erfahren, dass man nichts ausrichten konnte und uns den Rat gab, eine offizielle Yamaha-Werkstatt aufzusuchen.  In Martinique gibt es diese allerdings nur im Inland, verschieben wir dieses Problem also.  Und wenn ihr jetzt richtig mitgezählt habt:  2 Tage weg !!!!!

Dann brauchen wir einen Rigger, da eine unserer Salinge wackelt und Geräusche macht. Viele von euch werden sich jetzt fragen, was zum Kuckuck ein „Rigger“ ist und was eine Sailing.  Kurzerklärung: Das Rigg ist das Gesamtsystem aus Mast,  Baum,  Salinge sowie das Tauwerk (Wanten), das den Mast hält.  Und wenn da was nicht in Ordnung dran ist, dann kann das nicht gut sein und man braucht einen „Rigger“. Rigger also gesucht und auch gefunden, aber, aber…. Leider hat der Rigger erst nächten Mittwoch Zeit für uns und somit hängen wir eine weitere Woche in Le Marin fest bzw. dürfen wir Käse, Baguette und Obst noch ein bißchen länger genießen.

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Ein Kommentar zu Le Marin

  1. Sandra sagt:

    Hallo Anne, schau mal hier, da kommen noch welche 🙂 LG Sandra

    http://www.ferienzeitweb.de/Frankreich/Feiertage/2017.html

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