Sandy Island mit Mooringkino

Völlig egal, wie die Wetter- und Windbedingungen sind. In allen Bereichen unseres Schiffes herrscht Chaos und unsere Nerven liegen etwas blank. Und so steuern wir die schräg gegenüber liegende Insel „Sandy Island“ doch an. Dort darf man nicht ankern, sondern muss sich eine Mooringboje schnappen. Nach unseren letzten Ankererfahrungen kommt uns das nur recht und egal, was das Ding kostet, wir haben es uns verdient.  Moorings zu angeln, ist aber nicht einfach. Meist steht der Skipper am Ruder und versucht, den Mooringball passgenau anzusteuern, obwohl er ihn meist zuletzt gar nicht mehr sieht. Vorne am Bug steht das niedere Crewmitglied, in einer Hand einen Bootshaken, der als verlängerter Arm gilt, in der anderen Hand das Ende einer Leine, die durch die Öse am Mooringball oder an der Mooringleine gefädelt werden muss. Aber erst mal muss man, wie in diesen Fall, mit dem Bootshaken die Leine angeln und an Bord hochziehen. Der Skipper muss gleichzeitig das Gas wegnehmen, damit man nicht vorbei rauscht. Wenn man dann die Mooringleine geangelt hat, stellt man fest, dass man blöderweise nur 2 Hände hat. Definitiv zu wenig, daher fliegt in dem Moment meistens der Bootshaken gedankenlos auf das Deck, damit man rasch die Festmacherleine einfädeln und an der Klampe festmachen kann. Das führt zu erbosten Ausrufen von Seiten des Skippers, der Angst hat, demnächst wieder einen neuen Bootshaken kaufen zu müssen, weil dieser über Bord gegangen ist.  Dem niederen Crewmitglied ist das gerade schei..egal, es ist stolz und glücklich, alles erfolgreich erledigt zu haben.

Wir beseitigen das Chaos auf und unter Deck und genießen anschließend entspannt und erschöpft die herrliche Aussicht. Dann beginnt das Mooringkino. Hafen- und Ankerkino haben wir ja des Öfteren, heute mal was Neues. Nacheinander im 5 Minutenrhythmus kommen 5 weitere Schiffe rein und wir genießen deren Manöver. Fast überall das gleiche Bild, er am Ruder, sie steht vorne mit dem Bootshaken. Klappt es beim 1 x oder wer braucht einen 2. Anlauf. Und überall seh ich irgendwann den Bootshaken an Deck fliegen 😉 😉 😉  Nur ein Skipper traut seinem niederen Crewmitglied nicht zu, die Mooringleine zu schnappen, sondern überläßt ihr das Ruder. Aber auch dafür sind ihre Erfahrungen nicht gut genug, denn entweder ist sie zu weit weg oder stoppt zu früh auf. Er hingegen rennt vor und zurück, dreht eine neue Runde um die Boje und das Spiel fängt von vorne an. Erst beim 4 x klappts. Dank an alle 5 Boote für eine halbe Stunde interessante Abwechslung!

Zu Sandy Island: eigentlich nur ein Sandfleck im Wasser mit Palmen drauf. Traumhaft schön! Und natürlich Naturschutzgebiet. Dementsprechend lohnt sich auch das Schnorcheln, kurz vor dem Ufer gibt es riesige Fischschwärme mit winzig kleinen Fischen in verschiedenen Größen.  Aber seht selber:

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