Und dann verloren sie die Nerven ;-)

Da waren wir am Dienstag dann endlich wieder mobil *glücklich guck*.   Abholen brauchte uns ja niemand mehr und so wollten wir uns mit Birte und Wolfgang am Dinghisteg treffen, zum Supermarkt laufen, am Grand Anse Strand nett einen Cocktail trinken und einen auf entspannten Urlaub machen.

*grimmig guck* Sicher, es war geplant, unseren Außenborder hier bei Yamaha abzugeben, damit die sich unser äußerst schwergängiges Getriebe mal anschauen. An eine Hau-Ruck-Aktion hatten wir dabei aber nicht gedacht. Jedenfalls hat Frank nur mit großer großer Mühe und Muskelkraft überhaupt einen Gang eingelegt bekommen und am Dinghisteg dann nur mit noch mehr Kraft wieder in den Leerlauf schalten können. Im Gegensatz zu einem Auto kann man so einen Motor nämlich nur im Leerlauf starten und somit wären wir fast dort nicht mehr weggekommen.  Yamaha liegt auf dem Weg und so vereinbarten wir für den nächsten Morgen gleich einen Termin bei denen, Abholung ab Steg (das Teil wiegt schließlich 36 KG, das schleppt man nicht so gerne  1 Km durch die Gegend).

Dasselbe Spiel wiederholte sich dann am nächsten Morgen, von wegen große Mühe und Muskelkraft, aber wir haben es geschafft, ohne vom Tanameradinghi hingeschleppt werden zu müssen.  Dafür aber durfte uns Birte dann kurz danach vom Steg einsammeln und zurück zur 2wishes bringen.  Nach dem Frühstück dann wieder Taxidienst. Birte holt mich ab, damit wir zwei in Ruhe in der Marinabar im Internet stöbern und unseren Whatsapp- und Blogverpflichtungen nachkommen können.  Die Männer bleiben derweil an Bord und sind fleißig. Was zumindest auf Wolfgang zutrifft, denn meinen hab ich eher im Verdacht, dass er sich 2 nette Ausruh-Stunden ohne Frau(en) gemacht hat.  Ich werde artig zurückgebracht und  1 Stunde später fährt dann Wolfgang vor, um uns in die andere Richtung zum Dinghisteg zu fahren, damit wir unseren doch wohl reparierten Motor auslösen können. Leider hat die Werkstatt aber noch gar nicht mit uns gerechnet, dass man als Ankerer ohne Dinghimotor recht aufgeschmissen ist , können die wahrscheinlich auch gar nicht nachvollziehen. Ob überhaupt schon was an unserem Motor gemacht wurde, ist nicht erkennbar, jedenfalls sollen wir am nächsten Nachmittag noch mal wiederkommen.

Und das ist der Zeitpunkt, wo zumindest

Wolfgang die Nerven verliert.

Mit ihrem Zweitdinghi konnten sie uns ja leider nicht aushelfen, da keins vorhanden, aber jetzt bekommen wir Tanameras Lieblingsmotor geliehen, einen alten 2-PS-Zweitakter. Nicht schnell, aber unverwüstlich *auch so einen haben will* , sind somit seit dem wieder alleine mobil  und die Tanameras können ohne Zeitabsprachen auch wieder eigene Wege gehen.

Auch für uns gestaltet sich die Wartezeit seit dem entspannter, denn man glaubt es kaum, auch am nächsten Nachmittag ist der Motor noch nicht fertig. Eine äußerst muffige Angestellte erklärt uns: morgen früh – 9.00 Uhr!!!  Ich (Langschläferin) frage leise, ob es auch etwas später sein kann, aber oh oh oh…. 9.00 Uhr bekomme ich nochmals vor den Latz geknallt. Vorsichtig schleichen wir uns von dannen….

Am nächsten Morgen dann finden wir uns pünktlich um 8.58 Uhr ein, einen Guten-Morgen-Gruß von der Reparaturannahmedame ist nicht drin, aber man nimmt uns wenigstens wahr und schickt uns mit einem Werkstattschein zum Bezahlen. 100 US-Dollar und  30 Minuten später ist auch ein Auto bereit, uns samt Motor zum Dinghisteg zu fahren. Der Motor wird noch mit Hilfe des Fahrers an unserem Dinghi befestigt und dann

Verlier ich die Nerven

Und das ist gar nicht mehr lustig.

Der Motor springt nicht an, ½ Stunde versuchen wir alles, zwischendurch mit Hilfe von 2 Amerikanern, die ihren Senf dazu tun 😉 .  Wir laufen zurück zur Werkstatt und bekommen die Aussage, man hätte ja nix am Motor sondern nur am Getriebe gemacht. Das man dazu den Motor auseinander nehmen muss, ist der schlechtgelaunten Schnecke wahrscheinlich nicht bekannt.  Ich werde leicht pampig und man verspricht, den Monteur um 11.30 Uhr zum Steg zu schicken, damit er mal nachschaut. In den nächsten 1 ½ Stunden bekommt Frank meinen Frust ab. Ich heule, ich fluche, ich bin stockesauer und will s o f o r t  einen neuen Motor.  Bis 12.00 Uhr erscheint natürlich kein Monteur und wir montieren wieder Tanameras 2-Takter. Unser kommt erstmal wieder an die Reling und darf sich über Nacht ausruhen. Wir wissen ja eigentlich, dass er es nicht mag, auf die Seite gelegt zu werden. Wir nutzen den Nachmittag und suchen die beiden ansässigen Bootsausstatter auf wegen eines neuen Motors.

Am nächsten Tag läuft er wieder, aber das Getriebe läßt sich genauso schlecht schalten wie früher. Frank´s Handgelenke tun nach der Schaltung weh und ich bekomme da gar nix gerührt.  Es bleibt dabei, ein neuer 2-Takter muss her – wir ha´ms ja !!!!

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Ein Kommentar zu Und dann verloren sie die Nerven ;-)

  1. Christian Wiese sagt:

    Ach Mensch Anne, da verliere ich ja schon beim Lesen die Nerven :(. Jetzt bekommt der letzte, hinterfragte Ausruf auch einen tieferen Sinn. Dicker Aufmunterungskuss von Miri, die gerade neben mir sitzt während die Hasentochter nach durchzechter Nacht ausschlafen darf :). Aber was soll’s. Ihr habt’s ja …

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