Pleiten, Pech und Pannen die so und so vielte

Wir wollen Anker auf gehen!

Da wir erst für Montag den Termin am Anlegesteg der Werft haben, wollen wir die Zeit bis dahin nutzen, mal was Neues kennen zu lernen. Die Prickly Bay und ich werden sowieso nie Freunde werden, außerdem ist der Schwell und somit das heftige Geschaukle ist dieses Jahr wirklich höchst unschön (ein Satz, über den sich Birte riesig freuen wird, unken wir doch ständig über ihr „Schwellgefühl 😉 ) , aber schauckeln können wir auch in anderen Buchten. Ein paar Sachen müssen noch erledigt werden, aber gegen 12.00 Uhr heißt es für uns und die Tanamera: Anker auf!

Bei der Tanamera geht das fix, nach kurzer Zeit richtet sich ihr Bug bereits dem offenen Meer zu, während ich noch an der Ankerwinsch stehe und fluche. Von vorne rein hatte ich Bammel, schließlich hatten wir aufgrund der Tiefe (für uns) außergewöhnlich viel Kette draußen und 50 m Kette mit unserer nicht ganz so starken Ankerwinsch rauf zuholen, naja…  Es geht auch gleich gut los, ich hole 4 m rauf, die Winsch dreht durch, Pause! Das wird so 3 mal wiederholt von mir , vorauf der Skipper fragt, ob ich nicht mal hinne machen kann *grummel* . Gefrustet lege ich die Fernbedienung nieder und forder ihn auf: Selbst ist der Mann!!! Während ich dann am Ruder stehe, müht sich Frank vorne ab und ist dabei tatsächlich erfolgreicher wie ich. Anfangs zumindest, bis sein Ausruf „wir hängen irgendwo fest“ kommt! Super, haben wir also wieder so eine Schei…Ereigniskarte   gezogen ?  Über Funk rufe ich die Tanamera zurück, vielleicht brauchen wir Hilfe. Inzwischen hat Frank die Kette weiter oben und meint, wir hätten uns einen 2. Anker eingefangen. Genug Müll liegt ja rum in manchen Ankerbuchten. Kurze Zeit später wissen wir, es ist kein Anker, aber

*S t a u n*

 

 

Unsere Ankerkette hatte sich mitten rein gefressen in das Ding

Inzwischen war die Tanamera auch auf Sichtweite zurück, wie gut, dass wir sie haben, wer sonst hätte diese Fotos machen können 🙂

Wir lassen bei Beiboot wieder zu Wasser und Frank kann die Ankerkette Gott sei Dank von dem mit scharfen Muscheln besetzte Ding befreien. Hoffen wir mal, dass sich die kleinen Schnittwunden, die er dabei davon trug, nicht entzünden.

Nach eine 1-stündigen Ritt durch die recht hohen Wellen erreichen wir die Clarkes Court Bay und oh Wunder, kein Schwell hier. Sanft schaukelt die 2wishes im Wasser und verspricht uns eine ruhige Nacht ohne festkrallen 🙂

 

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.