Tag 2 nach Bonaire

Ich bin so furchtbar müde und kann mich zu nichts aufraffen. Einfach dasitzen, lesen und darauf hoffen, das der Tag vorbei geht. Jeder von uns hat nur so 1 ½ Stunden Schlaf erwischen können in der Nacht, wir müssen uns erst an den neuen Rhythmus gewöhnen. Eigentlich sollte es ja auf der Überfahrt die Rinderrouladen aus der Dose mit Kartoffeln sowie dem ebenso seit 3 Jahren in der Bilge schlummernden Rotkohl geben.  Frank guckt mich an wie Auto und fragt, ob ich noch ganz dicht bin? Wie ich denn auf einem 2-Platten-Herd 3 Töpfe unter Kontrolle bringen will bei dem Seegang. Da hat er leider Recht, einer ist schon kaum zu bändigen. Und allein schon, was man anschließend alles spülen muss. Und dann auch noch ….  Wir essen unterwegs aus einem „Napf“ (Teller bleiben einfach nicht stehen auf dem Tisch *grummel*) , den Napf hält man am mit einer Hand am seitlichen Griff fest, mit der Anderen schaufelt man den Inhalt entweder mit einem Löffel oder Gabel hinein und muss auch dabei versuchen, den Napf in Balance zu halten. So, und wenn ich mir jetzt Kartoffeln, Roulade und Rotkohl alles zusammen in diesem Napf vorstelle!!!!  Grrrr, Baaahhh!  Ne, ne… okay es gibt Erbsensuppe aus der Dose, die muss schließlich auch weg. Viel Schlaf bekommen wir noch immer nicht. Jeder von uns schafft gerade mal so 2 Stunden und die nicht mal am Stück. Am nächsten Morgen haben wir weitere 128 Seemeilen hinter uns gebracht.

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