Cartagena Tag 1

Der Spaß fing bereits mit der Taxifahrt zum Terminal de Transportes am frühen Morgen an. Wir erwischten mal wieder einen spaßigen und gesprächigen Taxifahrer. Mit seinen 15 Wörtern „englisch“ natürlich gemischt mit ganz vielen Spanischen unterhielt er uns die ganzen 20-25 Minuten Fahrtzeit und freute sich dabei wie ein Schneekönig. Natürlich kann ich hier nicht alles wiedergeben, das würde den heutigen Blog sprengen, aber unter anderem wissen wir jetzt, dass auch Kolumbien ein Einwandererproblem hat. Ujii, Ujii – 1 Million, nein inzwischen sogar 2 Millionen (oh Gott oh Gott – O-Ton Taxifahrer) Venezulaner sind bereits im Land und wenn man eine Chica mit eine Thermoskanne am Straßenrand sieht, die damit Kaffee verkauft, dann ist das mit Sicherheit eine Venezualerin. Und davon gibt es in der Tat wirklich sehr sehr viele!!!

Nun gut, der Taxifahrer ist besorgt, ob wir denn am Busbahnhof ohne Spanischkenntnisse zurecht kommen und würde uns am liebsten direkt bei einem Bus absetzen. Das aber lassen die Leute am Busbahnhof nicht zu – kein Zutritt für Taxis. Er muss uns am Eingang absetzen, organisiert aber einen Wachhund für uns, der den Auftrag bekommt, uns schnurstracks zu einem Bus nach Cartagena zu bringen. Wofür habe ich nun tagelang im Internet recherchiert, was für Busfirmen es gibt, welche am Besten sind, wie man ein Ticket kauft etc. etc. etc. – alles umsonst 😉 – Wir haben nicht mal Gelegenheit, uns auf dem Bahnhof und seinen vielen Busschaltern umzusehen, 2 Minuten später stehen wir vor einem Collectivo (Van), haben ein Busticket in der Hand (ohne Schalter) und konnten uns einen guten Sitzplatz aussuchen, da wir fast die Ersten waren. Frank murrt etwas, wollte er doch einen großen komportablen Autobus. Naja, sage ich, du hättest ja mal versuchen können, aus der Nummer rauszukommen 😉 . Tatsächlich ist der Bus eine halbe Stunde später auch voll, fast alles Einheimische, nur 1 weiteres Touristenpaar muss irgendwie auch eingefangen worden sein. So geht es bereits um 8.00 Uhr los und wir erreichen Cartagena gegen 12.30 Uhr. (Kostenpunkt: 9 Euro pro Perso für eine 4,5 Stunden-Fahrt) Der Busbahnhof liegt weit draußen und wir brauchen fast eine 3/4 Stunde mit dem Taxi zu unserem Hotel – Kostenpunkt 7 Euro – dafür kannste in DE kaum in ein Taxi einsteigen 😉

Wir checken in unserem Hotel Villa Colonial ein, welches in einer ruhigen Seitenstraße im Stadteil Getsemani liegt. Getsemani liegt unmittelbar neben der Altstadt, die somit fußläufig in Minuten zu erreichen ist und dazu im preiswerten Backpackerbudget liegt, was Gastronomie und Hotelpreise angeht. Dazu gehören inzwischen übrigens auch die „Flashpacker“ !!!! Noch nie gehört das Wort? Nun, ich glaube, wir sind Flashpacker 🙂

Auszug aus dem Netz, denn besser könnte ich es auch nicht beschreiben: Flashpacker sind Komfort-Abenteurer, die mit dem Rucksack die Welt entdecken und dabei das Reisen genießen wollen – das heißt lieber mal ein Upgrade nehmen, als im Zehnmannschlafsaal oder 24-Stunden-Holzklassebus zu leiden.“ Das sagt Sascha Tegtmeier, Autor des Buchs „Ich nehm dann mal das Upgrade!“ Tegtmeier weiter: „Flashpacker bewahren sich trotz des komfortableren Reisestils den Pioniergeist. Sie suchen ausgezeichnete Restaurants, abgelegene Landschaften und Kontakt zu Einheimischen gleichermaßen. Flashpacker wollen eben beides: Schamane und Klimaanlage. Flashpacker wissen: Der Geruch von Freiheit muss nicht mit dem Gestank von alten Socken einhergehen. Freiheit kann auch nach frischen Blumen in der Premium-Unterkunft duften.“

🙂 🙂 🙂 so in etwa paßt´s – obwohl die meisten Flashpacker zwischen 25 und 40 sind – aber vielleicht wird ja für unsereins auch noch ein Name erfunden 😉

Für 16.00 Uhr am Nachmittag haben wir eine Free-Guide-Altstadtführung gebucht, dafür muss man sich bei einem der vielen Anbieter im Netz vorher anmelden und bekommt anschließend eine Bestätigungsmail mit Treffpunkthinweisen! Wie gesagt, diese Führungen sind kostenlos, dauern so an die 2 Stunden und anschließend entscheidet das Trinkgeld, wie gut oder schlecht einem die Führung gefallen hat. Unsere Tour ist gut besucht, und so werden wir in eine spanisch- und 2 englischsprachige Touren aufgeteilt. Maria spricht gut, aber leider sehr sehr schnell Englisch, so dass wir natürlich nicht alles mitbekommen. Aber mal versteh ich mehr, mal Frank und so reicht es für einen ersten wunderschönen Eindruck.

Anschließend gibt es im turbulenten Getsemani noch ein preiswertes Flashpacker-Dinner, einen Happy Hour Cocktail, einem Absacker auf der Hotelterrasse und ein Bett mit Klimaanlage (soooo schön!!! ). 

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Ein Kommentar zu Cartagena Tag 1

  1. Christian Wiese sagt:

    Was haltet ihr denn von “senior flashpacker“ 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.