Auf nach Brasilien

Vorher jedoch buchen wir einen 2-Tages-Tripp in den Regenwald bei „George of the jungle“ für den nächsten Morgen. Wichtig für uns ist ein englischsprachiger Guide, um überhaupt annähernd was zu verstehen wie z.B. – dort eine Affe oder auch die Uhrzeit des nächsten Treffpunktes usw.  – wir sind gespannt.

Leticia ist die Hauptstadt der kolumbianischen Provinz Amazonas und zugleich der größte Ort im Umkreis von mehreren 100 Kilometern. Sie liegt im Dreiländereck Kolumbien, Peru und Brasilien. Durch alle 3 Länder fließt hier der Amazonas und da Leticia nur an einem  Ausläufer liegt, ich jedoch gemäß Google-Map glaube, dass der Amazonas direkt am brasilianischen Nachbarort Tabatinga vorbei fließt und meinen Skipper ja glücklich machen will, ist heute ein Spaziergang nach Brasilien fällig. Natürlich verzichten wir mal wieder auf ein TukTuk, wissen wir ja noch nicht, dass auch diese die Grenze unproblematisch überqueren dürfen. Und außerdem… 8 Km !!! Und man sieht auch viel mehr 🙂 . Zum Beispiel Stelzenwohnhäuser der einfachen Art, weil wir natürlich mal wieder die Abkürzung suchen am Ufer lang. War aber nix, hier kein Durchkommen. Also zurück auf die Hauptstraße, ein TukTuk meiden wir noch immer. TukTuk sind hier übrigens die Hauptfortbewegungsmittel außer natürlich, man hat einen Roller oder ein kleines Motorrad, welche der Anzahl nach zum Standardbesitztum gehören 😉 Zu den TukTuk demnächst mehr!

Nach 15 Minuten erreichen wir die Grenze, Zoll- oder Grenzkontrollen gibt es hier tatsächlich nicht – würde auch zu kilometerlangen Staus führen, denn der starkte Roller- und TukTuk-Verkehr führt von einer kolumbianischen Hauptstraße direkt auf eine Brasilianische. Maps.me führt uns weiter 10 Minuten die staubige Straße lang, dann dürfen wir nach rechts abbiegen. Wiedermal fühle ich mich nach dem Italien von vor 45 Jahren versetzt. Endlos lang reihen sich Schuhgeschäfte aneinander. Hunderte Kartons stehen auf dem Bürgersteig, oben auf jeweils ein Ausstellungsstück.  Augen gerade aus, heute kein Schuhkauftag :mrgreen: , heute Amazonastag *mist*. Das ist also Brasilien, so so!

Am Ende dieser Straße jedoch leuchtet uns der Fluß entgegen, leider jedoch hinter einem Zaun. Die machen es einem aber auch schwer. Also nochmal nach links vorbei an Geschäften und Lokalen Und endlich, endlich… da ist er:

Ungeheuer eindrucksvoll 🙂 – Der Skipper strahlt, ich auch! 🙂

Etwas oberhalb liegen 3-4 einfache Lokale, hier genießt man nicht nur die herrliche Aussicht, nein, auch die laute brasiliansche Musik, die aus jeden Lokal anders raus schallt, sowie 600ml-Flaschen Bier, was des Skippers Herz nochmal höher schlagen läßt.

Die Atmosphäre ist einfach unbeschreiblich. Trotz lauter Musikbeschallung kann man besinnlich genießen. Hier ist nichts touristisch gestylt, nein, hier sitzt der Einheimische beim Bierchen mit Kollegen, die Geschäfte in den Straßen verkaufen keinen KrimsKrams, sondern Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände.  Hier fühlen wir uns wohl und wir werden wiederkommen 🙂 .

Auf dem Rückweg beenden wir unseren Brasilienausflug mit einer perfekten brasilianischen Caipirinha (schließlich… na, wer hat´s erfunden?) am Straßenrand

Und morgen geht´s in den Regenwald 🙂

 

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