Über Bogota nach Neiva

Mitten in der Nacht um 4.00 Uhr morgens bringt uns ein Privattaxi zum Flughafen, unser Flug geht um 6.00, wollen wir doch gleich weiter mit dem Bus nach Neiva. Mit dem Taxi lassen wir uns vom Flughafen Bogota zum Terminal de Transporte (Busbahnhof) bringen. Der Taxifahrer schaltet auch brav seinen Taximeter an und so haben wir für die halbstündige Fahrt (Rushhour)  auch nur ca. 5 Euro bezahlt.

Und jetzt wird es spannend. Der Busbahnhof umfaßt 4 Terminals. Bevor wir begriffen haben, dass  Terminal „oeste“ oder „norte“ Richtung West oder Nord meint, haben wir schon mal 2 Terminals erfolglos durchquert. In jeder Halle gibt es zahlreiche Schalter von vielen Buslinienfirmen, allerdings ohne irgendeine Kennzeichnung, wohin deren Busse fahren???? Der Bogotaner, der Kolumbianer weiß auch so Bescheid 😃, gut spanisch sprechende Reisende finden es raus aber unsereins ist völlig verwirrt und hilflos. Es sei denn,, man hat eine(sprechende) Gooogle-Translator-App auf dem Handy oder hat vorher nach einer passenden Buslinie im Internet gesucht. also kurz überlegt….. Neiva liegt südlich, also müssen wir nach Termial 1 Sur und siehe da, da finden wir auch die Busfirma „Coomotor“ , die die Strecke nach Neiva quasi halbstündig fährt und so sitzen wir kurze Zeit später auch in dem 9..00 Uhr Bus. Geht doch!

2 Stunden quält sich der Bus erst mal durch die Millionenstadt Bogota,   mein Gott, ist die häßlich 😡

5 Stunden und ein bißchen würde der Bus nach Neiva brauchen, hat die nette Dame am Fahrkartenschalter gesagt. Das „bißchen“ erwies sich als 2 Stunden 🙂 und so waren wir erst um 16.00 Uhr in Neiva.

Unser Hotel liegt nur 200 m vom Busbahnhof entfernt , Sparfüchse wie wir brauchen dafür kein Taxi (außerdem haben wir uns gerade 7 Stunden lang den Hintern platt gesessen 🙂 ) , also Rucksack auf, maps.me an und los…

3 Minuten später werden wir von einem aufgeregten Kolumbianer gestoppt, wir verstehen ,nix außer das Wort Telefon! was will er bloß? Telefonieren? Er hat doch selber ein Handy in der Hand !!!! Lach! Er hat nicht nur ein Handy, nein, er hat auch eine Translator-App und so wissen wir kurze Zeit später den Grund für seine Aufregung: Ich darf nicht mit dem Handy in der Hand rum laufen, dass würde man mir ganz schnell wegreißen. Hab ich schon mal erwähnt, dass die Kolumbianer alle super nett sind? Also fragen wir uns durch und finden auch so kurze Zeit später unser Hotel,  kurz einchecken   und dann ab, die nette Stadt suchen.

Leider stellt sich Neiiva als echt häßlliche Kleinstadt heraus. Lange laufen wir durch Straßenzüge (Betonung auf „Züge“) mit Motorradrepartur- und Ersatzteilgeschäften, gefolgt  von Straßenzügen mit Fahrradersatzteilen und Werkstätten. Dann folgen Straßen mit Tierfutter oder lebenden Hühnern, Küken,  Katzen- oder Hundebabys, alle gehalten in winzigen Käfigen 😡 – Augen geradeaus, können  keinen Hund an Bord gebrauchen.

Dann endlich sind  wir in der City, nettes Restaurant Fehlanzeige, wir quälen uns ein trockenes Hähnchen rein, ertränken das noch in Bier und dann nix wie weg hier.

Morgen geht es nach Villavieje, dort wird es hofffentlich netter sein

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Ein Kommentar zu Über Bogota nach Neiva

  1. Christian Wiese sagt:

    Hmmm, Bogota und Neiva verbuchen wir also mal unter Flop. Hoffe demnächst wieder auf Top Berichte und Highlights. Drücke Euch und euerer Leserschaft alle Daumen 😉

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