Auf nach Salento

Die einzige Verbindung, die wir nach Salento finden, geht über Armenia. 6 Stunden, dann umsteigen und noch mal 1 Stunde nach Salento. Frank ist begeistert, wieder mal einen ganzen Tag im Bus 😯 Wir gucken uns den 9.00 Uhr-Bus aus, aber wie immer, wenn wir reisen, ist Frank hypernervös und drängelt. Ich kann ihm das einfach nicht abgewöhnen und so muss ich mein Frühstück runter schlingen, hurtig auschecken, in ein Taxi springen (das könnte ja schließlich im Stau stecken bleiben usw.), welches uns dann tatsächlich in 4 Minuten zum Busterminal bringt. Es ist 8.02 Uhr, als wir dort ankommen und ich bin stockesauer 😡 –  jetzt darf ich 1 Stunde in diesem unschönes Terminal rumhängen. Wir fetzen und trennen uns 😉 – heißt, ich sitze auf der Bank in der Sonne und grolle, der Chef irgendwo drinnen im Schatten. Wenn ich soweit aushole, dann gibt es dafür immer Gründe. Nach einer halben Stunde haben wir uns beide wieder beruhigt und begeben uns zur passenden Haltestelle. Es ist gerade 8.30 Uhr und in dem Moment fährt auch der Bus vor, somit sind wir fast die Ersten und können uns gute Plätze aussuchen. 8.35 Uhr  – ich staune, der Bus ist voll 😯 . Sowas haben wir noch nicht erlebt. Die Strecke nach Armenia scheint gut besucht zu sein. Wären wir, wie ich es gewollt hätte, erst um 8.45 Uhr am Busterminal erschienen, nun, den 9.00 Uhr-Bus hätten wir vergessen können. Selbstverständig bitte ich inständig um Vergebung 😉 😉 😉 – aber nur diesmal!!!! :mrgreen: Das junge holländische Pärchen, das schon mit uns im Bus nach Popayan gesessen hat, ist auch mit von der Partie. Irgendwie begegnen uns immer die gleichen Menschen auf dieser Reise. Nur die Franzosen sind nicht an Bord, wo die wohl geblieben sind? Kurz vor der Abfahrt darf noch ein Drogenhund an uns rumschnüffeln. Das erleben wir nicht zum ersten Mal und stößt auf Unverständnis von uns. Kolumbien gilt noch immer als einer der größten Drogenlieferanten, aber selber nehmen darf man das Zeugs scheinbar nicht 😯 .

Die Busfahrt ansich ist diemal völlig unspektakulär – alles asphaltiert, sogar mit einer ordentlichen Toiletten-Pinkel-Pause 😉 und vor allen Dingen ausnahmsweise mal fast in time. Salento empfängt uns freundlich und so genießen wir, bevor wir im Hostel einchecken, die letzten Sonnenstrahlen auf dem Hauptplatz, der wirklich sehr hübsch ist.

Diesmal ist der Ort tatsächlich wie erhoft klein, also dörflich und dabei wunderhübsch. Lauter kleine farbige Häuser. Schön ist es hier! Wir fühlen uns wohl und wundern uns nur über die vielen Touris. Auf 3700 Einwohner kommen bestimmt noch mal 4000 Touristen. Und dann auch noch überwiegend Backpacker???? Nur ganz selten sieht man mal ein paar Grauköpfe. Was hab ich denn jetzt wieder überlesen?  Es kann mir doch keiner erzählen, dass all die jungen Leute hier sind, um sich Kaffeeplantagen und Wachspalmen anzusehen! Später wissen wir, tatsächlich kann man von hier aus wunderschöne 2-3 Tages Wander- oder auch Mountainbike-Touren buchen. Gut, das überlassen wir dem Jungvolk, wir wollen nur entspannen, Wachspalmen gucken und eine Kaffeeplantage besuchen

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