Medellin – die einst gefährlichste Stadt der Welt

Diese 2,5 Millionen-Einwohnerstadt ist die zweitgrößte Kolumbien und galt lange Zeit als (in dern 90er-Jahren) als gefährlichste Stadt der Welt. Palbo Escobar mit seinem Drogenkartell sowie der kolumbianische Bürgerkrieg haben Medellin eine verruchte und kriminell gefährliche Vergangenheit beschieden. Heute wird sie unter den 10 gefährlichsten Städten der Welt nicht mehr aufgeführt und entwickelt sich zur Vorzeigestadt Südamerikas. Das reicht als Vorwort an dieser Stelle, ich schreibe keine Reiseführer, sondern über Erlebnisse und Eindrücke. Wer mehr dazu wissen möchte, Wikipedia und viele andere Berichte können dazu im Netz nachgelesen werden.

Zwischen Salanto und Medellin liegen keine A u t o b a h n e n, nein….

dazwischen liegen Berge, Berge, Berge und Berge, was mir vorher gar nicht sooo bewußt war. Es geht Paßstraßen rauf und runter, rauf und runter und zwar stundenlang. In Kolumbien gibt es keinen Schienenverkehr, also keine Züge und somit wird der komplette Warentransport mit LKW´s abgewickelt. Die o.g. Stadt muss mit Waren versorgt werden und so tummeln sich auf den besagten Paßstraßen auch jede Menge Lastwagen, die nur beschwerlich die Bergstraßen hoch kommen und hinter denen sich dann die Autos und Busse sammeln bis zur nächsten Überholmöglichkeit. So brauchen wir für die 320 Kilometer auch ganze 8 Stunden und erreichen Medellin erst um 16.00 Uhr an einem Samstag Nachmittag.

Medellin wird in vielen Berichten und Blogs als wunderbare schöne Stadt beschrieben. Mir fällt es schon schwer, über unseren Besuch einen positiven Bericht zu schreiben 😯

Unser Hotel liegt im Zentrum und unser Taxi quält sich im Stau die Hauptverkehrstraße hoch. Von der Carrera 5 in Santa Marta, der Haupteinkaufsstraße mit vielen kleinen Läden und davor stehenden aneinander gereihten Ständen, auf der sich noch zusätzlich 100 Taxis und 50 Busse sowie Hunderte von Menschen durchquälen, hatte ich schon berichtet. Hier in Medellin befinden wir uns mit dem Taxi auf so einer „Carrera 5“ allerdings hoch 10 und wenn man dazu noch aus einem so beschaulichen Dorf wie Salento kommt….  Zu unserem Schreck befindet sich unser Hotel auch noch genau am Ende dieser Straße. Das man sich als Tourist nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr zu Fuß in der Gegend aufhalten soll, das hatten wir gelesen, aber nicht so richtig ernst genommen. Bettler, Junkies und andere finstere Gestalten lungern herum, aber natürlich auch viele ganz normale Einheimische. Noch ist es hell, so erkunden wir die Straßen rund ums Hotel, gehen um die Ecke nach Einbruch der Dunkelheit (es wird ja um 18.00 Uhr hier schon dunkel) in einem einfachen Lokal schnell noch lecker was essen und verziehen uns dann auf unser Hotelzimmer. Wir sind ja eigentlich recht unempfindlich, aber das hier ist selbst uns zuviel 😡

Morgen ist ein neuer Tag und vielleicht revidiert sich unser erster Eindruck…

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