Bogota (von oben)

Wir haben wieder Glück mit dem Wetter, blauer Himmel mit Wölkchen und angenehme 19 Grad sind es heute, die Sicht ist hervorragend und so wollen wir heute auf den Berg.  Dieser liegt quasi direkt hinter unserem Hostel und ist fußläufig in 20 Minuten erreicht.

Der Monserrate ist das Wahrzeichen von Bogota und 3140 m hoch. Bogota selber liegt auf 2640 m, somit ergibt sich ein Höhenunterschied von 500 m, der bewältigt werden muss. Das kann man zu Fuß machen, muss man aber nicht – wir jedenfalls n i c h t!!!! Wir nehmen die Seilbahn rauf und wollen runter laufen. Die Dame an der Kasse will uns ein Seniorenticket aufschwatzen, den Discount gibt es aber nur für den Hin- und Rückweg, nicht für One-Way. Wir lehnen ab! Jetzt ist aber gut, es reicht schon, dass letztens in Medellin in der Metro ständig junge Leute aufgestanden sind, um mir ihren Sitzplatz anzubieten 😡

Von oben bietet sich wirklich ein fantastischer Blick auf Bogota und seine fast 8 Millionen Einwohner. Wir haben uns bei Wikipedia schlau gemacht, warum gerade ein Stadt, die soweit oben liegt und daher auch diese abartigen Sommertemperaturen hat von im Schnitt 16 Grad (wenn man nicht gerade Glück hat wie wir heute) soviele Einwohner hat. Unsere Vermutung, dass es hier früher größere Grubenabbaugebiete gab, stellt sich als völlig falsch heraus. Es ist einfach die Landflucht, die enorm ist. Hatte die Stadt 1951 noch 750.000 Einwohner, so waren es 2005 bereits 6,8 Millionen und 2013 sogar 7,8 Millionen Einwohner.  Um der Verarmung zu entgegen, zogen/ziehen viele Bauern in die Stadt, in der Hoffnung auf einen Arbeitsplatz und bessere Lebensbedingungen.

 

Mehr wie schöne Aussicht (absolut sehenswert !!!)  ist oben nicht zu finden, es gibt noch einen großen Markt mit Krimkrams, dem selben, den es unten und überall in Kolumbien gibt,  ein Restaurant und wie soll es anders sein, eine Kirche Wir machen uns auf den  über 2 Km langen Weg runter. Dieser geht zu 90 % über Stufen, gezählt habe ich sie allerdings nicht.

Hier treffen wir viele, die die Stufen von unten rauf laufen. Meist junge Leute, aber (oh Schreck) auch ein paar Grauköpfe – aber alle haben sie eins gemeinsam: sie schaufen und schnaufen und schnaufen 😉 – jedoch Respekt, wir hätten das nicht mehr geschafft.

Gegen Ende reicht es uns dann irgendwann, unsere armen Knie und Waden, für heute möchten wir keine Treppen mehr sehen oder benutzen 😉

Völlig erschöpft genießen wir noch die abwechslungsreiche Küche im Studentenviertel von Bogoata. Viel laufen wollen wir nicht mehr  und machen uns daher sehr früh auf zu Flughafen, um die Abendmaschine nach Deutschland zu besteigen.

Richtig, wir sind mal wieder auf Heimaturlaub. Viele Freunde, Familie und Ärzte warten auf unseren Besuch, daher wird dieser Blog nun mal wieder für 2-3 Wochen schweigen. Wir freuen uns jedoch, wenn ihr uns ab Ende Oktober hier an dieser Stelle weiter begleitet…

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