Palomino – Brandungsschwimmen und Tubing

Anders als in dem touristischen Stadtteil Rodadero gibt es hier keine Hochhäuser, nur ein- oder zweigeschoßige Häuser mit viel Grün drum herum. Von der Hauptstraße biegt man ab in die Carrera No. 6, die sich gut 1 – 1,5 Km bis zum Strand hinzieht. Ein Schotter-, Lehm- und Sandstraße – nix asphaltiert, dafür mit vielen Schlaglöchern zum Slalom fahren! Rechts und links reihen sich nette Hostels, originelle Restaurants,  Bars und kleinere Läden, sowie Reifenstapel  aneinander. Bereits nach ein paar Metern wissen wir, nix verkehrt gemacht, hier fühlen wir uns wohl, ein Ort nach unserem Geschmack. Allerdings zu 95 % in Backpackerhand, Leute in unserem betagtem Alter sieht man hier eigentlich gar nicht.

Unser sehr sehr nettes Flashpacker-Hostel liegt nur 200-300 m vom Strand entfernt. Der Strand ist laut Frank kein karibischer Traumstrand, aber für Kolumbien ist der wirklich wunderschön. Lang mit weißem Sand und einer heftigen B r a n d u n g Was auf den Bildern noch harmlos aussieht, ist nix für kleine Kinder oder Anne 😉 . Mein erster Versuch, so weit ins Meer zu kommen, dass die Welle erst nach mir bricht, breche ich völlig aus der Puste nach ein paar Minuten ab. Jedesmal, wenn so eine Welle vor einem bricht, treibt sie einen zurück ans Ufer. Man verliert nicht nur den Halt, sondern auch mal das Höschen oder aus dem Oberteil rutscht was, was nicht rausgucken sollte 😉 . Aber Frank hat es geschafft, freudig hüpft er mit den Wellen auf und ab. Auch will! Ein 2. Versuch wird gestartet. 1 m vor Frank erwischt mich eine fette 2er-Welle. Die Erste bricht genau vor mir und noch während ich versuche, von den Knien wieder hoch zukommen, trifft mich die Zweite und ich drehe mehrere Überschläge im Wasser. Frank meinte, es hätte lustig ausgesehen, als meine Beine so aus dem Wasser ragten. Ich fand das gar nicht lustig 👿 und für mich hatte sich ein weiteres Bad im Meer damit erledigt. Ich schau mir die schönen Wellen nur noch von der Strandbar an mit einem netten Drink in der Hand – ist nicht so anstrengend 😉

Anstrengend war dann wieder der 1. Teil meines Weihnachtsgeschenkes am nächsten Morgen. Palominos Hauptattraktion ist das „Tubing“. Überall an der Hauptstraße und an der Carrera 6 gibt es Unterstände mit Gummireifenstapeln, die ein Komplettpaket anbieten. Heißt, mit einem Motorradtaxi wird man über 20 Minuten über Schotterstraßen transportiert. Da diese eine Menge Schlaglöcher aufweisen, ist Slalomfahren angesagt. Den Reifen, den man später braucht, hat man dabei auf dem Arm, was das Festhalten verdammt schwierig macht. Anschließend geht es 20 Minuten zu Fuß einen Berg rauf, immer noch den Gummireifen auf dem Arm, der erstaunlich viel wiegt (und im Laufe der 20 Minuten auch immer schwerer wird 🙄   ) Unser Guide hat seinen Schritt unserem alterbedingten Tempo nett angepaßt und damit ich es überhaupt schaffe, mir meinen Reifen sogar nach oben getragen. Thanks a lot! Dann endlich kommt der entspannende Teil und man läßt sich ca. 2 Stunden lang den Rio Palomino runter treiben. Das ist wirklich sehr schön, aber leider bekommt man die Atmosphäre nicht auf Bildern festgehalten. 

Nach ca. 1 Stunde meinte mein Frank, was hier so fehlen würde, wäre ein Getränkestand, das würde die weitere Fahrt abrunden. Und kaum zu glauben, in dem Moment lassen wir eine weitere Kurve hinter uns und wer steht am Ufer? Richtig! Ein findiger junger Mann mit eine Styroporbox – ich denke, ihr wißt, wie die Story weitergeht 🙂

Nach einer weiteren Stunde haben wir das Meer erreicht und zurück geht es 1 Km lang am Strand, besagten Reifen mal wieder auf dem Arm. Damit hatte sich der für heute sowieso geplante Strandspaziergang dann auch schon erledigt 😛

Schön war´s 🙂

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2 Kommentare zu Palomino – Brandungsschwimmen und Tubing

  1. Elke B. sagt:

    Und warum wollt Ihr da weg?

  2. Christian Wiese sagt:

    Oder anders gefragt. Wann seid ihr da weg?

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