Cayman Brac – Einklarierung und erste Eindrücke

Diese kleine Schwesterinsel von Cayman Island ist bekannt für seine Steilküste, aber trotzdem haben wir uns verwundert angeschaut bei der Annäherung aus Süd. Sieht sie aus der Entfernung doch wie ein Schokoladenriegel aus. 19 km lang, 2 km breit und oben platt wie eine Flunder. Hier soll man ankern können? Nun, hoffentlich sieht die Nordseite ankerfreundlicher aus…

Die Nordküste – Angst vor zuviel Nähe zum Nachbarn brauchen die hier nicht zu haben 😉

Kaum haben wir das östliche Kap umrundet, werden wir bereits von der Port Authority angefunkt. Wer wir sind und ob wir einklarieren wollen? Wir geben kund, dass wir genau das wollen und werden als erstes schon mal herzlichst willkommen geheißen 🙂 Man fragt noch ein paar Sachen ab wie letzter Hafen und wieviele Personen und leitet uns weiter an die Port Security, die sich ein paar Minuten später über Funk melden. Auch von denen zuerst einmal ein „Willkommen“, ein paar Fragen und dann leitet an uns an den Einklarierungsmooringball. Alles in einem klaren Englisch mit viel Unterstützung, wenn ich das ein oder andere Wort mal wieder nicht verstehe bzw. übersetzen kann. Wir werden gefragt, ob wir ein Dinghi haben und die Offiziellen vom Custom und Immigration, die sich vorab mit uns über Funk in Verbindung setzen werden, vom gegenüberliegenden Anlegedock abholen können. Wir machen also schnell unser Dinghi startklar und ich husche noch kurz aufräumend durchs Schiff in Erwartung, das gleich wieder 4-6 Mann unser Schiff inspizieren. Da meldet sich auch schon der Offizier vom Custom, kündigt sich für in ein paar Minuten an und wir sollen mit all unseren Papieren zum Dock kommen. Aha!? Kommt doch keiner an Bord? Und wie wird das mit der Moskitokontrolle, die bei Noonsite angekündigt wird?  So setzen wir also über und werden vom Customoffizier als erstes Mal lachend in „Deutsch“ begrüßt. Er ist nämlich in Deutschland geboren, in den 50er Jahren wohl nach Kanada ausgewandert und lebt nun seit 30 Jahren hier auf „Brac“. Durch häufige Besuche in Deutschland spricht er sogar ein wenig Deutsch. Es gibt einen überdachten schattigen Unterstand am Dock, wo wir an einem Tisch unglaublich freundlich zusammen ein einziges Formular ausfüllen  🙂 Toll! Zwischenzeitlich ist auch der Offizier von der Immigration eingetroffen, auch für ihn müssen wir nur ein kleines Visaformular, wie man es im Flugzeug oft ausfüllen muss, ausfüllen, Stempel in Pass – fertig ist die Einklarierung! Wenn wir Cayman Brac verlassen, sollen wir uns kurz über Funk melden, dann würde man ein Treffpunkt ausmachen.

Was für ein Unterschied zu dem aufwendigen ständigen Hin- und Her auf Jamaica 🙂

Wunderschön ist das Wasser hier – es ist nicht türkisfarben, sondern strahlend blau. Wir liegen auf 7 m und können den Grund sehen. Es läd förmlich zum Schwimmen und Tauchen ein.

Wir dürfen über Nacht an dieser nur für die Einklarierung gesetzten Mooring bleiben und werden beim Frühstück gestört von einem *hahaha* Laub- bzw. Staubbläser am Ufer. Laub liegt hier nicht rum, also wird hier sogar der Staub entfernt bzw. die Straße gefegt. Was für ein Unterschied zur Südküste Jamaicas – wir müssen uns umgewöhnen 😉

 

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2 Kommentare zu Cayman Brac – Einklarierung und erste Eindrücke

  1. Hasentochter sagt:

    Oh, das klingt doch wirklich mal deutlich entspannter und schöner!!! Hauptsache, ihr kramt dann auch wirklich mal die Tauchsachen raus und steckt den Kopf unter Wasser – tut es für mich 😉

  2. Christian Wiese sagt:

    Ich will auch!!!! Schön, dass ihr wieder mit wundervollen Erfahrungen bedacht werdet. Das macht die eine schlechte mit Franks Kette schon fast wieder weg. Ich finde Goldkettchen bei Männern aber ohnehin fragwürdig *lach*. Ne, dass war echt Scheiße, aber dieser Blogeintrag weckt nicht nur bei der 🐇 Tochter das Reisefieber. Letzteres hab ich tatsächlich. Mutmaßlich der kleine Löwe hat mir was mitgeben. Ein Kollege ebenen meinte doch glatt, das sei bloß Faulfieber. Pfiff 😉

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