Einkaufen in Cienfuegos

Auch hier gibt es bereits wunderschöne restaurierte Häuser im Kolonialstil und die Oldtimer, die hier privat oder als Taxi unterwegs sind, sind ein Traum. Demnächst gibt es  mehr davon und auch Bilder, wenn ich denn den Fotoapparat nicht wieder vergesse mitzunehmen 😉

Heute aber möchte ich als erstes über das Thema „Supermarkt und einkaufen“ erzählen, welches hier besonders spannend ist. Laut Auskunft eines deutschen Paars, die 10 Tage mit dem Auto in Kuba unterwegs waren, gäbe es auf dem Festland „a l l e s“. Und so bin ich natürlich gespannt, schließlich ist meine Hauptaufgabe auf dem Schiff, abends was in den Topf zu bekommen und das nach Möglichkeit nicht nur vegetarisch 🙄 Laut meinem Reiseführer von 2016 ist die kubanische Hausfrau auch heute noch einen halben Tag damit beschäftigt, Nahrung ran zu schaffen 🙁

So laufen wir also rein ins historische Zentrum und der erste Supermercado kommt rüber wie eine Markthalle. Die Wände sind gefließt und es gibt verschiedene gekachelte Steintheken. An der ersten Theke bezeugt ein Schild, hier gibt es Eier für 0,15 CUC-Cent. Nur, eine Menschenmenge steht nicht davor, hinter der Theke ist auch keine Verkäuferin, geschweige denn sieht man „Eier“ – aha! Heute also keine Eier 😥

Dafür gibt es einen Menschenpulk an der nächsten Theke, leider können wir jedoch nicht erkennen, was es dort heute zu ergattern gibt. An einer weiteren Theke gibt es Speiseöl und Toilettenpapier – merkwürdige Kombi – aber davon gibt es scheinbar genug auf Kuba, jedenfalls hat sich davor keine Menschenmenge angesammelt  😉  – auch vor der Theke mit Flaschen voller Rum ist kein Gedränge. Gemüse oder Fleisch…. Fehlanzeige!

Wir finden einen weiteren Supermarkt, der moderner rüber kommt. Selbstbedienungsregale mit Nudeln, Reis und Dosen können wir von außen erkennen. Im hinteren Bereich sehen wir an die 5-6 Kühltruhen, da kommt Hoffnung auf. Aber erst mal heißt es warten, denn: Einlasskontrolle. Es dürfen immer nur ein paar Menschen rein, nicht das eventuell Gedränge aufkommt. Franks Laune sinkt, all das erinnert den DDR-Flüchtling an vergangene ungeliebte Zeiten.  Nach ein paar Minuten ist es aber schon so weit und wir dürfen einen Blick in die Kühltruhen werfen. Oh Ha! Gähnende Leere :mrgreen: in allen Truhen. Nur ein Einzelner aus einer Packung heraus gefallener unappetitlicher  Hamburger liegt einer Ecke, den will aber scheinbar keiner 😉

Auf dem Rückweg sehen wir dann kurz vor der Marina noch einen weiteren Markt, den wir auf dem Hinweg gar nicht als Solchen wahrgenommen haben. Unglaublich aber wahr, er hat eine große Glastheke, hinter der aufgetürmt an die 50 riesige Goudapakete und dicke Schinkenwürste liegen. Das Frühstück ist die nächsten Tage schon mal gesichert.  Im Hafen erfahren wir, dass es heute im Marinashop Eier gibt – äh… ich hab eigentlich noch Eier, aber egal… nix wie hin und 20 Stück eingesackt – wer weiß, ob es die nächste Woche wieder gibt 😉

Am Tag darauf streunen wir durch die Seitenstraßen hier und ich sehe eine Menschentraube vor einem ???? Verkaufstand ??? (mehr so ein Loch in einer Hauswand)  – instinktiv eile ich darauf zu,  hinter mir bekommt Frank einen Lachflash und fühlt sich 30 Jahre zurück versetzt 😉 Man weiß nicht was es gibt, aber besser, man stellt sich sofort erst mal mit an *lach*  Es gab übrigens Kürbisse, brauch ich grad nicht im Ganzen…

Nun, das war jetzt sicher kein Bericht, den jeden interessiert hat und den man touristisch gesehen von Kuba so nicht erwartet. Ich fand es aufregend, spannend und lustig, Frank weniger 😛  und wie oben bereits erwähnt, demnächst gibt es auch Berichte und Fotos von gut bis gar nicht renovierten Häusern und Autos. Versprochen 😀

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