Havanna

Gebucht haben wir unseren Trip dort hin über Dairon auf Empfehlung der Fredolin II sowie der Worlddancer. Dairion findet man immer in der Nähe des Yachtclubs, trägt immer eine dunkle Hose, ein weißes Hemd und eine Umhängetasche. 1 Tag vorher kundtun, wo man hinmöchte und Dairon kümmert sich um das Collectiv-Taxi, dass einen morgens um 9.00 Uhr an der Marina abholt und zum von ihm organisierten Hostel bringt. Der Taxifahrer übergibt einen an die Vermieter und am Abholtag wird man dort um 14.00 Uh wieder einsammelt und vor die Tür der Marina gebracht.  Für 20 CUC (18 Euro) pro Person und Fahrt, die immerhin 3,5 Stunden dauert, braucht man sich überhaupt nicht um eine andere Transportmöglichkeit umsehen. Auf der Hinfahrt hatten wir sogar noch das Glück, dass wir nur zu 3. waren und so der unbeliebte Mittelplatz hinten frei bleiben konnte.

Havanna nun… natürlich ein MUSS, wenn man in Kuba ist. Es gibt das neue Havanna, das alte historische Havanna und dann noch ein altes Havanna, in das sich kaum  Touristen verirren. Viele sehr schön restaurierte alte Bauten sind zu bewundern, die meisten sind Luxushotels oder öffentliche Gebäude.     Der Rest…. Nun ja, es wird Milliarden kosten, diese Häuser zu retten. Bei manchen steht inzwischen nur noch die Vorderfront, die man zu erhalten versucht, während dahinter ein Neubau hochgezogen wird.

Unser Hostal ist keine Schönheit, es ist eigentlich auch kein Hostal mit mehreren Zimmern, sondern eine von Privat vermietete Wohnung, wie es in ganz Kuba so üblich ist. Jeder versucht, an die touristische Währung CUC heran zu kommen, denn nur so kann man sich etwas leisten bzw. überhaupt an Renovierungen denken.  Und unsereins bekommt auf diese Weise einen guten Einblick, wie es eben hinter den alten Mauern so aussieht. Unsere Unterkunft liegt an einem belebten Platz und so wissen wir nach einer Nacht auch, dass hier nicht nur Touristen wohnen, nein, das einheimische Leben pulsiert lautstark bis in die frühen Morgenstunden und wird dann von einem nervenden Hahn abgelöst  😥

Nachdem wir am Ankunftsnachmittag die Altstadt zu Fuß erkundet hatten, besteigen wir am nächsten Tag , nein, kein pinkfarbenes Oldtimertaxi 😉

 

, sondern einen Hopp on/Hopp off – Bus, von dem wir uns 3-4 Stunden lang durch das neue und alte Havanna fahren lassen. Gerade das neue Havanna wäre zu Fuß schwierig zu erreichen und so bekommt man einen schönen fußsohlenschonenden Einblick .

Der Platz der Revolution ist recht eindrucksvoll und dort sollen sich 1,5 Millionen Menschen problemlos versammeln können.

Für mich, die ohne Militärparaden aufgewachsen ist, war das Museum de la Revolucion zumindest von außen sehenswert – Panzer, Raketen und militärische Flieger, die man noch immer stolz zeigt .  Drinnen hätte man wohl blutverschmierte Hemden und benutze Teller der Revolutionäre ansehen können sowie med. Handwerkzeug, mit dem Che in den Bergen die Verwundeten behandelte. Das aber haben wir uns geschenkt.

 

 

 

 

 

Die Kopie des Washingtoner Kapitols wurde 1929 eingeweiht, seit 1960 Sitz der Akademie der Wissenschaften und wird seit Jahren renoviert

Die restliche Zeit lassen wir uns treiben, bummeln durch alte Straßen und über gut renovierte Plätze, genießen die Atmosphäre bei Moijtos und gutem bis vorzüglichem Speisen.

Hier noch ein paar andere Möglichkeiten, sich in Havanna fortzubewegen:

Eins der schönsten Dinge in Havanna ist aber eigentlich, dass in  jeder 2. Bar/Restaurant eine Liveband einen mit schöner kubanischer Musik verwöhnt.

Havanna ist schön, ein Besuch gehört auf jeden Fall zu einem Aufenthalt in Kuba und ich frage mich, wie es in 10 oder 20 Jahren aussehen wird, nachdem sich Kuba in den nächsten Jahren noch weiter öffnen wird. Wir werden das aber wohl leider nicht mehr vergleichen können, denn ein weiterer Besuch in ein paar Jahren ist äußert fraglich. Jetzt aber freu ich mich erst mal auf Trinidad…

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