11.4.2014 – Die 2wishes schwimmt wieder !

Die Aufregung und der Stress begannen schon im Vorfeld. Kennt wahrscheinlich jeder (Langfahrt-)Segler…. warum soll auch alles einfach reibungslos klappen.

Es fing schon damit an, das meine Wenigkeit (Anne) für diesen Freitag keinen Urlaub bekam und so düste Frank morgens alleine gen Lemmer, um die neuen Opferanoden zu bewundern und den Wasserspiegel zu säubern, bevor das Schiff wieder ins Wasser gelassen würde. Krantermin war für 13.30 vereinbart, jedoch hing die 2wishes schon an den Seilen, als Frank um 9.30 im Hafen eintraf.

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Irgendwie waren wir das einzige Schiff, dass an diesem Tag ins Wasser gelassen werden sollte und die Jungs hatten es wohl eilig. Frank brauchte deshalb auch niemand um Hilfe zu bitten beim Überführen in die Box, denn so konnte das Schiff in Ruhe im Kranbecken schwimmen bis die Anlegehilfe (nämlich ich) nach Feierabend mittels Zug (nur 2 x umsteigen zuzüglich 1/2 Std. Autofahrt) auch endlich gegen 18.00 Uhr eintraf.

Das wir in diesem Kranbecken bleiben konnten war allerdings dann Glück im Unglück, denn…siehe oben…warum sollte etwas reiblungslos klappen. Wir hätten nämlich gar nicht weg gekonnt. Zwar sprang der Motor sofort an (brav!), aber aus dem Auspuff (?) kam nicht ein Tropfen Kühlwasser.  (Für Nichtsegler: So ein Bootsmotor saugt Wasser an, kühlt damit den laufenden Motor und spuckt dann am Heck das Wasser wieder aus – und wenn nicht, dann Motor kaputt nach 2-3 Minuten – das wollen wir nich!).

Irgendwo mußte also was undicht sein bzw. Luft ziehen. Frank hatte schon alles Mögliche getestet und auch schon die ansässigen Volvo-Motor-Werkstatt aufgesucht. Nette Jungs, nur Zeit hatten sie keine, nächste Woche könnte man mal einen Termin bekommen. Termin? Blöd, wenn man im Auskranbecken liegt und da weg muss.

Nun, um 18.30 konnte man eh nicht mehr viel machen und so machten wir uns auf zu unserer Lieblingskneipe vom letzten Jahr, um dort in bessere Stimmung zu kommen. Wir öffneten die Tür und wurden mit einem herzlichen Willkommen begrüßt. Anne und Frank, nicht wahr? Ein Rotwein und ein Bierchen, was! ÄH…. Muss uns das zu denken geben? Waren wir letztes Jahr hier einfach zuuuu oft? Mmh… unangenehm berührt und gleichzeitig erfreut genossen wir jedoch die Theke der „Ouide Sluis“ (Alte Schleuse) von Lemmer, die Stimmungsmusik und das ein oder andere bekannte Gesicht.

Nach einer mehr oder weniger unruhigen Nacht ob der Probleme, die uns am nächsten Tag erwarteten, ein neuer Versuch: Motor starten, springt sofort an, k e i n Wasser hinten raus. Nochmal zur Volvowerkstatt, neuen Filter gekauft, eingebaut, Motor an: kein Wasser. Wir überlegten schon die Verlegung mittels schleppen lassen, als Frank eine letzte Idee hatte und eine andere Stelle (welche? puh… denkt dran, dass hier ist der Mädchenblog! Jedenfalls irgendwo ganz oben im Lüftungssystem) auseinander nahm, durchpustete, wieder zusammen baute.

Motor an – Wasser kommt!  MEIN HELD !

Jetzt noch schnell den Dreck der letzten 5 Monate abspritzen und ab in die Box vom letzten Jahr. Beim Anlegen erzeugten wir natürlich wieder „Hafenkino“. Man is ja nicht so und versucht natürlich auch, den anderen gelangweilten Hafenliegern was zu bieten. Auf jeden Fall war die 2wishes äußerst bockig und hatte so überhaupt keine Lust, sich rückwärts in die Box verlegen zu lassen. Aber mein Held hat sie überlistet und mittels einer ausgeklügelten Leinentechnik (ham wir mal gelernt bei unserem privaten Skipperlehrgang – manches Geld ist einfach gut angelegt) haben wir das Schiff dann eben mehr oder weniger mittels Leinen in die Box gezogen.

Da liegt sie wieder  und ist auch nicht mehr alleine. Rechts und links haben wir jetzt holländische Nachbarn. Was die Sache mit dem Anlegen künfig nicht einfacher machen wird.

Da liegt sie wieder und ist auch nicht mehr alleine. Rechts und links haben wir jetzt holländische Nachbarn. Was die Sache mit dem Anlegen künfig nicht einfacher machen wird.

Ostern sind wir wieder da! Hurra – 4 freie Arbeitstage 🙂

 

 

 

 

 

 

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