Grand Caymann – Ober-, Unter- und Seitenschwell

Die Bucht vor George Town ist nach Westen hin offen. Nord-West-Wind kommt hier gar nicht gut, so hörten wir. Wir haben Süd/Süd-Ost-Wind und trotzdem setzte gestern pünktlich zur Schlafenszeit ein Schwell ein, den wir so nicht mal unterwegs hatten. An Schlafen war trotz unserer Übermüdung aufgrund einer Nachtfahrt nicht zu denken. Wir werden hin und her geworfen, rauf und runter. Ein Blick aus dem Fenster mitten in der Nacht…. das ist kein Schwell mehr, dass sind 1mWellen, die unser Schiff tanzen lassen. So ist die Nacht alles andere als erholsam und recht früh Ende.

Um 1.00 Uhr mittags sagte ich dann zu Frank, entweder, wir verlassen jetzt sofort dieses Schiff und gehen an Land, oder ich schnappe mir eine Tablette gegen Seekrankheit, meinen Kotzeimer und leg mich ins Bett 👿

Es ist Karfreitag – an Land ist alles zu. Internet haben wir an Bord noch nicht und so laufen wir erst mal eine Stunde in die falsche Richtung auf der Suche nach der Werft, die uns nächste Woche bei unserem Problem „undichte Seewasserpumpe“ helfen soll. Nach einem Spaziergang in der Mittagszeit muss natürlich der Flüssigkeitshaushalt wieder aufgefüllt werden und wir steuern die erstbeste Bar an. 4,00 Euro für eine Flasche Bier + Service – Willkommen auf den Caymans 🙂 , aber dafür wissen wir aufgrund von Free Wifi dann auch, dass wir 1 Stunde in die falsche Richtung gelaufen sind. Okay, alles wieder zurück und eine andere Richtung nehmen. Nach einer weiteren Stunde haben wir dann auch die Scootswerft gefunden.  Natürlich hat die heute am Feiertag zu, wissen wir. Aber stundenlange Spaziergänge sind immer noch besser wie die Benutzung des Kotzeimers, oder? Die Werft macht jedenfalls einen guten Eindruck und wir wissen jetzt, dass zumindest der Shop auch am Samstag aufhaben wird für eine erste Anfrage (Und da wir jetzt wissen, wo diese liegt, werden wir uns morgen auch nur 2 Stunden die Füsse platt laufen müssen 😉 Bis wir wieder zurück am Dinghisteg sind, sind wir also geschlagene 4 Stunden zu Fuß unterwegs gewesen. Aber ehrlich gesagt, alles war/ist besser, als sich die ganze Zeit durchschaukeln lassen zu müssen.

Zurück an Bord stellen wir fest, der Schwell hat nachgelassen und wir erleben sogar eine ruhige erholsame Nacht – geht doch!

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.