Grand Cayman – Clean Gas mit super Service

Da auf Kuba ja leider das Cookinggas alle war, mußten wir hier auf Cayman für Nachschub sorgen. Wir finden zwei Unternehmen, beide sind natürlich nicht in der Nähe unseres Ankerplatzes und so entscheiden wir uns für Clean Gas, welche in der selben Richtung liegt wie Scotts Marine, aber eben quasi auf der anderen Seite der Insel bzw. von George Town. Die Strecke laufen wir inzwischen ja im Schlaf, also ohne Maps.me 😉 .  Jetzt ist es natürlich nicht so erquickend, eine 5 Kg Gasflasche 4 Km, also ca. 1 Stunde, durch die Hitze zu tragen und so buddeln wir aus den Tiefen unser Bagskiste eine lang nicht mehr benutzte Klappbox mit Rädern aus. Die Achse ist noch nicht durchgerostet, oh Wunder und wir hoffen, sie hält den Rücktransport mit voller Flasche auch noch aus.

500 m vor dem Ziel hält ein Pick-Up der Firma Clean Gas nehmen uns und die freundliche junge Dame fragt, ob sie uns mitnehmen soll. Nun, 500 m nur noch… zu Fuß oder klimatisiert? Ganz klar, wir steigen begeistert ein, die Gasflasche kommt auf die Ladefläche. Auf dem Hof des Geländes stürzt unmittelbar ein Gasabfüller auf der Suche nach Arbeit aus dem Schatten auf uns zu, willens, uns schnell mit Gas zu versorgen. Aber oje, der bemerkt den europäischen Anschluss und schaut sich hilfesuchend um. Zwischenzeitlich kommt die junge Dame zurück und bittet uns, ins Büro zu kommen. Ihr Chef möchte uns kennenlernen 🙂 Ach ja!? Nun gut, dort werden wir dann herzlichst von ihm begrüßt und da er weiß, dass wir auf der Straße aufgegabelt wurden, möchte er wissen, wo denn unser Boot liegt. Doch hoffentlich hier nah bei ScottsMarine… Äh, nein, unser Schiff liegt auf der anderen Seite der Insel vor George Town, geben wir kund. Der Chef fällt hinten über 🙄   Ooohhh my Gooodd , wir können doch unmöglich die ganze Strecke gelaufen sein ?????? Er ist fassungslos…. (nun muss man dazu sagen, dass es hier auf dieser recht kleinen Insel ein großes Verkehrsaufkommen hat – Autos, Autos, Autos – zur Lunchzeit und Nachmittags ist im Stau stehen absolut nicht ungewöhnlich. Fußgänger sieht man hier sehr sehr selten, da sind die Caymanner People genau wie die Ami´s – zu Fuß geht man nur vom Auto zum Laden etc.  🙂  )

Dann wird unsere Gasflasche ins Büro gebracht, leider noch immer ungefüllt, denn selbst mit unserem US-Adapter scheint eine Füllung nicht zu klappen. Der Chef verschwindet irgendwo in den Tiefen des Büros und kommt kurze Zeit später mit einem weiteren Adapter zurück und kümmert sich selber um die Füllung. Das ist schon mal Service für 12,50, wenn man bedenkt, was eine Füllung auf Bonaire gekostet hat und welch Aufstand man auf Curacao (beides europäisch angehauchte Inseln) gemacht hat.

Der Hammer-Service jedoch ist,  man nicht zulassen will, dass wir die ganze Strecke zurück laufen und so gibt der Chef die Anweisung, dass uns die junge Dame mit dem Auto zurück bringt, wo immer wir hin müssen 🙂  🙂  🙂

Nach der Hälfte der Strecke fragt die junge Dame dann noch mal, ob wir wirklich diese g a n z e Strecke zu Fuß gelaufen wären. Sie kann es kaum glauben, findet die Strecke selbst mit dem Auto schrecklich lang. Tja, wahrscheinlich hat sie aber noch nie was davon gehört, dass Senioren ja täglich 8 Km spazieren gehen sollen. Nur das damit wohl keine Spaziergänge bei 32° im Schatten, den es hier n i c h t  gibt, gemeint sind 😉

Wir jedenfalls werden happy direkt am Dinghisteg abgesetzt und dieser super Service wird unvergessen bleiben.

D a n k e – C l e a n  G a s

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