Providencia – der 1. Tag

Für unsere Verhältnisse schlafen wir n i c h t  aus 😳 – wir müssen noch umankern und vor allen Dingen ordentlich einklarieren, nicht das irgend jemand gleich an unser Boot klopft und schimpft (Völlig unnötige Nervosität übrigens – hier in Providencia wird alles ganz locker gehandhabt). Aber wir wollen ja auch sehen, wie die Welt hier im Hellen aussieht….

Nun, tja.. wie sieht sie aus? Grau-Braun würde ich sagen! Die Bucht ist mit Hügeln gesäumt, die allesamt mit vertrocknetem Gebüsch bewachsen sind. Also den Anblick hatten wir zuletzt auf den kleinen Antillen *grumel*

In den nächsten 2 Tagen treffen übrigens immer mehr Schiffe ein, also bitte nicht wundern, wenn auf dem unten stehenden Bild soviele zu sehen sind 😉

Wir werfen einen Blick auf das vor Santa Isabel liegende Hauptankerfeld für Segler und sehen nur einen einzigen Katamaran, der dort ankert. Gut, soll ja eine völlig untouristische Insel sein, aber ein paar mehr Schiffe haben wir schon erwartet. Wir gehen zuerst mal Anker auf und verlegen uns. Freie Auswahl des Ankerplatzes, so ist das schön 🙂 . Während wir anschließend frühstücken, läuft tatsächlich noch ein weiteres Segelschiff ein, die SY Moira. In Kolumbien kann man nur mittels Agent einklarieren und in der nächsten Stunde wechseln wir zwei uns am Funk ab, um den hiesigen Agenten Bernado Busch über Funk zu erreichen und ihm unsere Ankunft anzukündigen. Herr Busch schweigt sich aus, auch das nicht ungewöhnlich wie ich gelesen habe und so machen wir uns kurze Zeit später mittels Dinghi auf, um ihn persönlich in seinem Büro aufzusuchen (auch hier wieder muss man die Noonsite.com – Seite loben, die genau beschreibt, wo man dieses Büro finden kann) . Die Einklarierung hier ist einfach, Herr Busch kopiert unsere Schiffspapiere, unser Zarpe und unsere Crewliste und bittet uns, um 14.30 wieder zu kommen, dann würde er mit dem Captain (und nur mit dem Captain) zur offiziellen Einklarierungsbüro fahren. Das ist übrigens eine Premiere gewesen, dass nur der Captain (der in unserem Fall ein äußerst ungenügendes Englisch spricht) mit darf. Nun gut, da mußte er durch 🙂 – Hauptgrund war jedoch wohl, dass die Fahrt dort hin mit dem Roller erfolgte und da paßt ja bekanntlich immer nur ein Beifahrer drauf. Es sei denn, man ist Einheimischer, dann paßen zusätzlich zur Ehefrau auch noch 2 Kinder und ein Großeinkauf auf diese Teile 😉 Ich durfte derweil im schattigen Büro warten, wurde mit Wasser versorgt und mit einem Ventilator belüftet. Nett 🙂 .

Zwischenzeitlich ist auch die Crew der SY Moira an Land auf der Suche nach Mr. Bush. Als wir uns begegnen, winkt man uns lachend entgegen und Gema nimmt mich freudig in den Arm (Birgit, du weißt ja… ich und… 🙂  ) und begrüßt mich drückend. Ich bin irritiert, eine Umarmung, bloß weil wir gemeinsam vor Anker liegen? Wer ist diese Frau?  Nun, wir sind erkannt worden, aber echt jetzt, ich kann mir wirklich nun nicht jeden merken, der uns mal begegnet ist *lach* – ich brauch da schon mal einen Schups in die richtige Richtung 😉 und der erfolgte promt. Nick ist Amerikaner, Gema ist Spanierin und die beiden sind zusammen mit ihren 2 Kindern seit 1 1/2 Jahren unterwegs. Getroffen hatten wir uns lediglich einmal am Dinghisteg in Cayman Brac vor 8 Wochen und haben dort ganze 20 Minuten nett geplaudert. Wenn das keine Begrüßungsumarmung wert war 🙂 – diese Spanier aber auch *lach*  – Nun, ich fand diese Begegnung jedenfalls äußerst witzig und erwähnenswert.

Ansonsten ist Santa Isabel nett gestaltet, sauber und ordentlich. Überall gibt es Sitzplätze und Bänke in den Farben gelb/grün/blau. 3 Supermärkte gibt es, sie liegen direkt nebeneinander bzw. gegenüber. Für einen Einkauf muss man aber auch alle 3 aufsuchen, denn der Eine hat keine Tomaten, der Andere keine Kartoffeln usw. – da ist man schon mal ganz schön beschäftigt.

 

 

 

 

 

 

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