Providencia – Versorgungslage

Als wir von 10 Tagen hier ankamen, sah die Versorgungslage recht gut aus. Das der eine Laden keine Tomaten hatte, dafür aber Kartoffeln, die in den anderen beiden Läden nicht aufzufinden waren, das ist verschmerzbar. Auch die Tiefkühlschränke in allen 3 Märkten waren gut gefüllt. Tiefkühlfleisch sieht hier aber anders aus als in DE – man weiß quasi nicht, welches Teil man vom Schwein oder Rind kauft. Man kann nicht mal erkennen, ob es überhaupt genießbar ist. Es sind einfach „Brocken“ 😉 – gut, ich lasse da meine Finger von.  Es gibt ja Chicken Brust mit oder auch ohne Knochen, da kann man nicht viel verkehrt machen. Als ich 2-3 Tage später soweit war, mal wieder Huhn auf die Speisekarte zu bringen, gab es schon mal keines mehr ohne Knochen. Ist okay, bin ich inzischen auch dran gewöhnt und kann es ganz gut selber auslösen. Käse wird in großen Einheiten auf die Insel geliefert und vom Supermarkt portioniert. Er eine schmeckt nach Quark, der andere… nun ja ! Dann gibt es noch Verpackungen mit Mozzarellascheiben, die so aussehen, als ob sie nicht mehr einzeln entnehmbar sind. Liegen wohl schon recht lange dort! Creme fraiche oder Butter gibt es gar nicht.  Was sollen die Provinzianer auch damit, die Küche ist absolut einfallslos. Etwas mit Creme fraiche anzureichern, darauf würde wahrscheinlich niemand hier kommen 😉 – Bitte nicht falsch verstehen, ich möchte die Kolumbianer hier nicht kritisieren, sie kennen es nicht anders. Auch auf dem Festland war Phantasie auf der Speisekarte unüblich. Essen gehen ist auch hier auf der Insel preiswert und die Gerichte sind auch eßbar bis lecker. Aber eben alle gleich. Es gibt immer Kokosreis mit einer Salatbeilage aus klein geschnittenem Weißkohl mit 2 Scheiben Gurken (oder auch mal Tomate) drauf. Dazu kann man dann wählen, ob man Fisch, Huhn oder Fleisch möchte. Alles ohne Soße natürlich! Aber jetzt bin ich ein bißchen vom Thema abgekommen….

Was ich eigentlich sagen wollte: Die Tiefkühltruhen sind l e e r !!!! Es gibt kein Huhn mehr , nicht mal mehr undefinierbare Brocken 😉 – der Käse ist auch alle (bis auf die Mozzarellascheiben) – in der Theke des Fleischers liegen in 2 große Schalen aber noch div. unterschiedliche unappetitliche Chickenteile. Eigentlich sind wir das auch von anderen karibischen Insel doch gewöhnt, wahrscheinlich aber hat die Fleischtheke von Grand Cayman zu viele Spuren hinterlassen, die erst wieder in Vergessenheit geraten müssen . Wir werden also erstmal wieder für ein paar Tage zu Vegetariern werden, es sei denn, ich trenn mich schweren Herzens von einer Dose mit deutschen Bockwürstchen 😉

Es ist halt eine winzig kleine Insel und auf Versorgungsschiffe angewiesen. Kleiner Vorgeschmack für uns auf die Südsee? Ich bin gespannt, ob noch eines ankommt, bevor wir uns hier vom Acker machen.

Und bitte, versteht das nicht als Meckern oder Unzufriedenheit. Es ist nur ein Bericht bzw. Beschreibung 🙂

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Ein Kommentar zu Providencia – Versorgungslage

  1. Hasentochter sagt:

    Da der nächste Deutschland-Aufenthalt ja nicht mehr so lange auf sich warten lässt, könntest du ruhig mal wieder eine Dose Bockwürstchen aufmachen und die etwas schwierigere Versorgungslage damit überbrücken😉

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