War nix….

Freitag Morgen – 7 Uhr – wir quälen uns nach einer unruhigen fast schlaflosen Nacht aus der Koje – gleich soll es los gehen nach Panama, aber….

Es hat die ganze Nacht gegossen, nicht geregnet, sondern wirklich gegossen aus Eimern. Die Luftfeuchtigkeit im Boot lag bei über 90 %, die Fenster mußten natürlich geschlossen bleiben und so versuchten wir, im eigenen Saft liegend, ein wenig Schlaf zu finden. Dementsprechend müde schauen wir also um 7.00 Uhr nach draußen. Es gießt nicht mehr, aber es regnet. Alles ist grau – Novemberstimmung bei 28 Grad ! Bevor wir losmachen, müssen wir unser Dinghi noch befestigen. Es liegt zwar schon vorne auf dem Deck, aber da wir gestern unsere Pässe so spät zurück bekommen haben, war es dann schon fast dunkel, als wir auf der 2wishes zurück waren. Und gegossen hat es auch *jammer*, jetzt ist es zwar hell (hellgrau) , aber regnen tut es immer noch. Bevor wir uns nach draußen in die fiese nasse Welt begeben, werfe ich noch schnell das Laptop an. Vielleicht hat man ja Glück und es baut sich eine Internetverbindung, um noch mal das aktuelle Wetter abzurufen. Und tatsächlich, wir haben Glück – im doppelten Sinne sogar. Wir können gerade noch das Wetter abrufen, da bricht die Verbindung auch wieder zusammen und läßt sich für den Rest des Tages auch nicht mehr herstellen (das ist der Grund, warum es die letzten beiden Einträge hier erst im Juni gab).

Doppelt Glück heißt: die aktuelle Wettervorhersage von Seamann kündigt an, dass, wenn wir heute los fahren, wir morgen auf einer Strecke von 50 Seemeilen durch ein Gewittergebiet mit Starkregen fahren würden. Eine dieser Gewitterwolken hat man schon mal in der Nähe, hier aber sind 6 von diesen fetten Wolken aufgezeichnet – nein, da wollen wir nicht durch. Auf gar keinen Fall. So einen Blitzeinschlag hat uns gerade noch gefehlt. Wenn wir morgen erst los fahren, dann hat sich das Gewittergebiet verzogen und so fällt die Entscheidung leicht:  Wir gehen zurück in die Koje und lassen uns noch ein wenig Schlaf zukommen 🙂

Am späten Vormittag haben wie so viel Glück, dass wir das Dinghi im Trockenen auf dem Deck befestigen können. Wir klaren alles soweit draußen auf, dass wir morgen früh gleich um 6.00 Uhr Providencia verlassen können, schließlich haben wir schon ausklariert und müßten heute eigentlich raus. Für den Rest des Tages machen wir uns ganz klein 😉 und hoffen, dass niemand meckern kommt. Uns sieht man auch nicht mehr an Deck, denn… na klar, es fängt wieder an zu regnen, kaum sind wir draußen fertig. Um 22.00 Uhr dann hört der Regen tatsächlich auf – wir können es kaum glauben – und so verbringen wir eine Nacht im Tiefschlaf bei ganz vielen offenen Fenstern 🙂

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