Nach 1 Woche Bocas del Toro

schon mal eine kleine Zusammenfassung:

Bocas del Toro ist ein Archipel, das aus 6 dicht bewaldeten größeren Inseln, unzähligen unbewohnten Inselchen und dem ältesten Meeresnationalpark Panamas besteht.

Wir ankern vor der größten und am weitesten erschlossenen Insel Colòn, dessen Provicehauptstadt auch Bocas heißt. Der eine Reiseführer spricht vom bedeutestend Touristenziel Panamas, ein anderer von einem n o c h  untouristischem Ziel. Beides ist wahrscheinlich richtig. Dicke Hotels gibt es hier nicht (zumindest nicht viele, wenn, dann hab ich sie noch nicht gesehen), dafür aber jede Menge Hostels, die junge Leute beherbergen. Altersdurchschnitt zwischen 20-25 Jahre. Grauköpfe wie wir sieht man mal wieder selten. Der ganze Ort Bocas lebt vom Tourismus, hauptsächlich vom Wassertourismus. Die ganz Mainstreet entlang ziehen sich Tourenanbieter zu div. Inseln bzw. Wassertaxiunternehmen. Dazu kommen jede Menge nette Lokale, die zur Wasserseite hin Terrassen haben. Die Preise für ein Hauptgericht liegen hier so zwischen 14-18 Dollar, also europäischer Standard. Vielleicht kann sich der Backpacker von heute diese Preise leisten, wir sind da eher etwas zurückhaltend. Nun, zu Hause gehen wir ja auch nicht täglich essen bzw. wir sind ja auch nicht auf Kurz- bzw. einem 3-monatigem Backpackeraufenthalt unterwegs.

Waterfront Bocas

Mein Reiseführer schreibt: „wo kleine Inseln im tiefblauen karibischem Meer liegen…“ – nun, wir haben noch nicht viele Stellen gesehen (kommt noch), aber tiefblau ist hier das Meer nicht. Tiefblau war es auf den Cayman´s, hier ist es grün,  zumindest an unserem Ankerplatz. Aber es ist klar und man liegt super ruhig. Selbst die Strömung ist meist so gering, dass mein Fitnessprogramm, 10 Runden ums Boot schwimmen, in den letzten Tagen wieder voll aufgenommen werden konnte. Nur die Taxiboote, die den ganzen Tag an uns vorbei brettern, verursachen Bewegnung. Kann man aber mit leben.

Die Lebensmittelversorgung ist durch 5-10 kleine, mittlere und große Lebensmittelläden, meist in chinesischer Hand, gewährleistet. Die Fleischtheken sind ordentlich bestückt, das Huhn ordentlich sortiert nach Legs, Breast und anderem Kleinzeug 😉 , das Gehackte sieht super aus und dann gibt es noch so was ähnliches wie Kasserkotletts und Scheiben aus Rindfleisch. Jedenfalls gibt es keine „Brocken“ 👿

Bei unserem 1. Rundgang entdecken wir das „Tequila Republic“, ein kleines Lokal ohne Terrasse zur Wasserseite, dafür mit tollen Happy Hour Angeboten, einer guten Speisekarte mit div. mexikanischen Tortillas und Tacos und der besten Frozen Margarita, die ich je getrunken habe. Hier werden wir Stammkunde 🙂

Am Freitag sind wir mit dem Schnellboot nach Almirante gebrettet, um dort bei der Port Autorithy unser Cruising Permit für Panama zu beantragen, womit unser Schiff dann 1 Jahr hier in Panama bleiben darf. In dem Ort spielt Tourismus noch keine Rolle (wird es wahrscheinlich auch nie). Eine Ansammlung von schrottigen Pfahlbauten läßt  die Frage aufkommen, wie man so leben kann. Auch bei unser Besuch auf der Insel Carenero fragen wir uns, warum leben auf einer Müllkippe? Ja, die Karibik und vor allen Dingen der westliche Teil hier hat ein Problem mit angespültem Plastikmüll. Aber könnte man ihn nicht aufsammeln und entsorgen? Und es wahrlich nicht nur der angespülte Müll, der um, unter und rundherum der Häuser liegt. Die Insel Carenero ist touristisch nicht so erschlossen, hier wohnen doch mehr die Einheimischen und das merkt man dann auch.

Eine originelle Verwertung 🙂

Einen alten Fernseher im Vorgarten liegen zu haben… naja!

Höre ich mich schon wieder negativ an? Ich fürchte ja, soll aber so nicht rüber kommen. Wir fühlen uns recht wohl hier, eine gute Mischung aus Tourismus und landestypischem Leben (wenn man die Mainstreet verläßt) , das Wasser hat eine Temperatur von fast 31 Grad (nix mit Abkühlung also 😉 ) und die Ankerplätze sind nicht überlaufen.

Morgen werden wir den Ankerplatz für ein paar Tage wechseln und uns die Insel Bastimentos ansehen. Dort soll es an der Nordwestküste von Palmen gesäumte unberührte Strände geben und der Red Frog soll hier ansässig sein. Mal schauen, ob wir einen sichten. Auch Faultiere könnten zu finden sein.

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Ein Kommentar zu Nach 1 Woche Bocas del Toro

  1. Christian Wiese sagt:

    Ähm, kurze Zwischenfrage: was ist mit dem Motor???

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