Es läuft nicht alles rund

Cruising Permit

Kostet 185 US-Dollar und ist ein MUSS in Panama. Nur dran kommen muss man…

Dummerweise können wir dieses Permit nicht in Bocas beantragen, dazu mußten wir mit dem Schnellboot nach Almirante. Kostenpunkt 10 Dollar pro Person. Dort im Büro der Port Autority treffen wir Oscar und Maydelin, die quasi so was wie ein Azubi ist. Sie füllt anhand unserer Pässe und Schiffspapiere unter ständiger Rücksprache mit Oscar handschriftlich ein Formular aus. Das war´s erstmal 😉 wir bekommen mitgeteilt, dass wir das Permit am Dienstag in Bocas bezahlen und abholen können. Ach was! Und das Ausfüllen dieses Formulars ging nicht in Bocas? Dafür mußten wir extra 20 Dollar ausgeben? Wir sind leicht angepieselt, später erfahren wir durch Axel, einem langjährigen Einhand-Ankerer, dass der frühere Port Captain sich die 185 Dollar sehr oft in die eigene Tasche gesteckt hat und deswegen…. okay, verstehen wir dann, aber trotzdem! Dienstag begeben wir uns zum Port Captain Office, die Uhrzeit war nicht ganz klar, so 10.00 Uhr, oder auch 11.00 Uhr oder vielleicht auch 12.00 Uhr. Wir waren jedenfalls um 10.30 Uhr da, Oscar nicht ! Man telefoniert hinter ihm her und wir erfahren, ca. 11.30 Uhr sollte er da sein. Auch gut, wir haben ja Zeit! Tatsächlich ist er dann da, aber…. angeblich wäre kurz nach unserem Besuch im Almirante sein PC kaputt gegangen und er hätte kein Permit für uns. Aber don´t worry, wir sollten einfach am Montag noch mal wieder kommen, dann läge es bereit. Aber vorher auf jeden Fall noch mit ihm Whatsappen wegen der Uhrzeit. Tolle Erfindung, dieses Whatsapp – was macht man wohl, wenn man kein Smartphone hat? Aber wer hat nicht? Nun, der tauscht jedenfalls keine Nachrichten mit Oscar aus, die so lauten:  Name des Schiffes? Ob wir denn unsere Papiere schon abgegeben hätten? Oscar ist so an die 30, von Altersdemenz kann man hier nicht sprechen. Aber er kann sich weder erinnern, noch findet er uns scheinbar in einem Papierstapel oder im PC. Er windet sich noch ein bißchen über Whatsapp und gibt dann Bescheid, das Maydelin in Bocas weilt und wir sollten von ihr noch mal dieses Formular ausfüllen lassen. (aha, geht also doch plötzlich auch in Bocas) Wir sind mittlerweile über 14 Tage in Panama, wie gut, dass wir von hier nicht gleich weiter cruisen wollten. Im Office vom Port Captain finden wir tatsächlich Maydelin, die auch wirklich noch mal das gleiche Formular ausfüllt und da wir Oscar nicht als Übersetzer haben, muss mal wieder der Google-Translator herhalten, da ihr Englisch mager ist und unser Spanisch noch magerer 🙂 . Sie verspricht uns hoch und heilig, dass wir unser Permit am nächsten Nachmittag abholen können und macht gleichzeitig Werbung für das Restaurant ihrer Mutter, dass sich irgendwo auf einer kleinen Insel befindet. Alles mittels Magerenglisch und meinem Lieblingstranslator 😉  Und oh Wunder, am nächsten Nachmittag wird unser Permit tatsächlich ausgedruckt und wir dürfen endlich die 185 Dollar hinterblättern 😉 Und jetzt müssen wir nur noch Mamas Restaurant bzw. diese kleine Mini-Insel finden 🙂

Internet

Wenn wir in ein neues Land kommen, ist eins der ersten Dinge, die wir kaufen, eine landeseigene Prepaidkarte, die wir je nach Angebot mit Gigabytes füllen. Eines unserer Smartphones wird dann als Hotspot eingerichtet und können somit an Bord auch unser Laptop für Blogeinträge, E-Mails und das Wetter abrufen nutzen, ohne es immer irgendwo in eine Bar zu schleppen. Und morgens sitzen wir beim Frühstück und jeder liest mit seinem Handy die aktuellen Nachrichten aus DE oder von Freunden. Da möchten wir nicht mehr drauf verzichten und so ging einer unserer ersten Wege hier zu MOVISTAR. Bisher hatten wir mit Digicel und Claro nur gute Erfahrungen gemacht, eine geweilige APP macht es auch einfach, den Verbrauch im Auge zu behalten. Movistar ist für uns Neuland, aber wir freuen uns über ein Angebot von 7 GB für 30 Tage für ungefähr 23 $, die auch ausreichend sollten. Das ganze funktioniert genau 1 Woche, danach kommen wir nicht mehr ins Netz und da wir gerade vor Isla Bastimentos ankern, dauert es ein bißchen, bis wir Movistar wieder aufsuchen können, um es zu klären. Das Mädel dort im Office ist genauso ohne Plan, wie das Mädel, dass uns die GB´s verkauft hat und erst ein männlicher Kollege begreift den Fehler. Man hat uns doch glatt eine LTE-Karte verkauft, wäre eine Promotion: 1 GB nutzbar für 2G, für die restlichen 6 GB braucht man ein LTE-fähiges Handy. Super! Hat denn hier jeder panamesischer armer Schlucker so ein Smartphone? Wir jedenfalls haben so eines nicht und somit 20 Dollar in den Sand gesetzt 👿  Movistar kann uns aber auch kein anderes gescheites bezahlbares Angebot machen (1 GB für 15 $ halten wir nicht für ein Angebot 😥 ) und so beißen wir in den sauren Apfel und kaufen für 39 Dollar für einen Monat das „unlimit“ Angebot. Geht nicht anders, wir müssen in Ruhe recherchieren nach Hotels in Costa Rica, nach Flügen etc. –

Der Vorteil ist jedoch, wir können nicht nur dauerrecherchieren, sondern sogar Filme runter laden und somit unser Entertainmentprogramm aufhübschen können.

Der Nachteil ist, wenn wir jetzt unser Happy Hour Bier  oder Margarita bei „FREE WIFI“ genießen, wir uns glatt unterhalten müssen, da wir nicht mehr wissen, was wir noch recherchieren könnten 😉

 

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