Auf nach Costa Rica

Die Fahrt nach Costa Rica hatten wir über Gambit-Tours gebucht. Für 34 Dollar pro Person werden wir mit dem Schnellboot nach Almirante gebracht und dort an Leo übergeben. Leo ist etwas mundfaul, schon etwas älter, trägt eine geile grellgelbe Sonnenbrille, bringt uns aber mit seinem SUV sicher bis nach Sixolla, dem Grenzübergang zu Costa Rica. Die Immigration dort hat 2 Schalter mit „rein nach Panama“ sowie 2 „raus aus Panama“, ist also gut organisiert hier und auf den ständigen Wechsel der Touristen zwischen den beiden Ländern vorbereitet. Leo übergibt uns an einen jungen Burschen, der uns auf die andere Seite über die Brücke nach Costa Rica begleiten soll. Schnell merken wir uns noch, was der Bursche an hat, sehen die doch alle gleich aus, diese Lateinamerikaner 😉 . Hellblaues T-Shirt, ein Fahrrad und eine geschultere Tasche – das muss reichen zur Wiedererkennung. Er radelt also mit dem Fahrrad voraus, wir hetzen hinterher – jetzt nur nicht aus den Augen verlieren hier.

Obacht! Ganz vorne der kleine blaue Bursche 😉

Hinter der Brücke bekommen wir dann einen Costa-Rica-Stempel in den Pass und werden anschließend an einem leeren weißen Van abgestellt. Hier sollen wir 10 Minuten warten und „don´t move“ !! Nach 20. Minuten werden wir nervös, überall werden Backpacker von einem Guide an den nächsten Guide übergeben, nur wir stehen hier alleine rum. Wo ist der Typ mit dem blauen Hemd geblieben. Da, da ist er! Nein, falsche blaue Hemdfarbe. Aber dann, nach 30 Minuten „don`t move“ sehen wir ihn über die Brücke radeln, im Schlepptau mehrere junge Backpacker-Latinos, die zusammen mit uns den weißen Van füllen, dessen Fahrer dann auch endlich auftaucht. Klappt doch! Fast geschafft.

Nach ca. 1 Stunde erreichen wir Puerto Viego, wo wir die jungen Latinos absetzen. In Puerto Viego wollen wir am Ende unseres Trips noch für 2 Nächte halt machen, jedoch… oh Mann… bereits in unserem Liebingsreiseführer stand, dass dieser Ort quasi der Ballermann der karibischen Costa-Rica-Küste ist und hauptsächlich von jungen Partymachern heimgesucht wird. Es ist laut hier und voll, jedes Haus eine Bar, ein Restaurant oder ein Andenkenladen – nein, das ist nichts für uns. Cahuita soll ruhiger und beschaulicher sein! Hoffentlich hat der Reiseführer auch hier recht.

Und er hat !!!! 🙂   Cahuita liegt abseits der Hauptverkehrsstraße, hier kann man ganz gemütlich eine Straße überqueren, ohne nach rechts oder links zu schauen. Autos fahren selten hier. Natürlich gibt es auch hier Restaurants, wo sollten wir auch Abends lecker was essen gehen oder das ein oder andere Bierchen genießen. Auch 2-3 Läden, die Badetücher und Nippes verkaufen, sind vorhanden, aber alles in allem sehr ruhig hier und friedlich.

Unsere Unterkunft ist diesmal ein „Studio“ und liegt unmittlbar am Rande des Nationalparks etwas außerhalb vom Ort. Frank ist anfangs irritiert und etwas mißmutig, er hat ein wenig mehr erwartet, also mehr Hotel drum herum oder so. Ist aber nicht, nur Natur und 2-3 Eigentümerbehausungen liegen neben uns.  Und vor allen Dingen hat er mehr WÄNDE 😉 erwartet ,  hat doch unsere Unterkunft anstatt dieser 3 riesig große Schiebetüren. Mir gefällt es super, wenn man alle 3 Türen beiseite schiebt, sitzt man quasi am Tisch fast im Freien nur mit einem Dach drüber und das direkt am Regenwald, der 5 m weiter anfängt. Ein Traum!

(Bei Interesse: Die Unterkunft heißt Caribbean Secret und gehört der Schweizerin Monika, die auch sehr sehr freundlich ist und mit Tips und Ratschlägen nicht spart)

In der Nacht regnet es, nein, es schüttet und zwar stundenlang. Selbst zum Frühstück ist noch keine Regenpause in Sicht, aber kurze Zeit später ist es trocken und der 1. Affe hangelt sich von Ast zu Ast direkt hinter unserem süßen Studio vorbei. Dann ein 2. und als der 3. auftaucht, ist die Laune des Skippers gerettet 🙂

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Ein Kommentar zu Auf nach Costa Rica

  1. Hasentochter sagt:

    Juhu, der Blog lebt wieder 😁

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