Murphys Gesetz

Bereits am Sonntag erfahren wir von mehreren Seiten: die Werft hier taugt nix. Sie ist speziallisiert auf Schiffsreinigung, polieren und dergleichen. Einen Spezialisten für Motoren hätten die überhaupt nicht. Na super! 👿 Wir sind hoch erfreut. Aber dann haben wir doch mal endlich Glück. Abends klopft Joachim an unser Schiff, er hat 6 Jahre hier mit an der neuen Brücke gebaut, lebt jetzt als Rentner in der Marina und hat beim BBQ von uns und unseren Problemen gehört (toll, wie sich sowas rum spricht). Jedenfalls kennt er einen super Monteur für Motoren, den er gleich mal kontaktieren wird für uns, wenn es recht ist. ES IST 🙂

Montag Morgen, wir liegen noch in der Koje, steht er mit Schirm im heftigen Regen wieder bei uns am Schiff und erklärt uns, dass der Monteur ev. noch Spätnachmittag, aber auf jeden Fall Dienstag Morgen zu uns kommt. Wunderbar!

Was nicht wunderbar ist, seit 3 Uhr Nachts regnet es und das heftig. Alle Luken sind zu, Saunafeeling unten im Boot. Gegen Mittag dann endlich eine Regenpause, ich will etwas aus der Backskiste hinten holen und stutze. ACH DU SCHEIßE! Unser Dinghi hängt wie gewohnt hinten an 2 Davids. Es hat einen Stöpsel, den man bei Regen rausziehen muss, damit es nicht voll laufen kann. Seit Jahren denken wir daran, immer !!!! Nur nicht heute Nacht 👿 – es steht voll mit Wasser, was jetzt nicht soooo schlimm ist! Schlimm ist nur, dass es inzwischen schief hängt, da sich ein David durch das Gewicht nämlich stark nach unten verzogen hat. Anstatt eines 90°Winkels hat dieser jetzt nur noch 70°.  Super, die nächste Baustelle!

Dienstag morgen, wir müssen hier weg vom Längs-Steg, da 2 große Millionärsschiffe erwartet werden. Um 8.30 Uhr sollen wir mittels 2 Dinghis zu einem anderen Liegeplatz abgeschleppt werden und so sitze ich früh morgens mit meinem Kaffee im Cockpit und warte auf die Dinge, die da kommen sollen. Und da fällt mein Blick auf

unsere rechte seitliche Cockpitscheibe… 👿

DAS DARF DOCH NICHT WAHR SEIN!!!! Das Gleiche ist uns ja schon auf der anderen Seite vor ca. 1 1/2 Jahren in Martinique passiert (0der ist es schon länger her? ). Damals hatten wir das Glück, eben dort in Martinique zu liegen und vor Ort eine kompetente Firma zu haben, die uns diese Scheibe in Plexiglas ersetzt hat. Aber hier?  Uns schwant Böses, das werden wir wohl laminieren müssen, es sei denn, ich fall wieder rein und verteil die Scherben gleichmäßig übers Boot 😛

Aber erstmal verlegen:  mit 2 leistungsstarken Dinghis werden wir pünktlich verlegt. Die sind auch nötig, denn der Motor springt jetzt gar nicht mehr an. Aber die Jungs verstehen ihr Handwerk und so liegen wir 10 Minuten später sicher an unserem Liegeplatz für die nächsten Tage? Wochen? . Hier können wir auch unser Schiff mit Strom versorgen… tja, wenn es denn gehen würde. Ist aber nicht. Ein Stromtechniker kommt extra raus, prüft seine Leitung, ist okay, Unser Kabel wird geprüft, auch okay! Super! Wir haben Problem Nr. 4 gefunden 😳

Murphys Gesetz ????  Über die Stimmung des Skippers schweige ich hier…..

 

 

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Ein Kommentar zu Murphys Gesetz

  1. Barbara Kienzler-Rausch sagt:

    Liebe Anne, lieber Frank, nein nicht schon wieder so eine Pechsträhne! Schön, dass ihr Joachim kennengelernt habt. Er ist wirklich sehr hilfsbereit und kennt sich bestens aus. Grüßt ihn von uns, vielleicht erinnert er sich noch! Wir lagen damals mit ihm am gleichen Steg, neben dem Schweizer Ueli.
    Wir drücken die Daumen, dass ihr alles schnell und effektiv repariert bekommt.
    Liebe Grüße Barbara und Manfred

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