Versorgungslage Linton Bay

Hier ist nix, hier gibt es nix – das jedenfalls liest und hört man, bevor man sich hier in die Linton Bay begibt. Der nächste Supermarkt sowie der nächste ATM ist in Sabanitas – per Bus erreichbar in schlappen 1,25 bis 1,5 Stunden.

So waren wir dann doch angenehm überrascht, nachdem wir durch Knut und Susi von der Shogun am ersten Tag gleich eine Aufklärung erhalten hatten. Verhungern oder verdursten muss hier keiner 😉 Einen kleineren Supermarkt findet ca. 2 km Richtung La Guaira, die Tankstelle hier hat große Kühlschränke voll mit Bier, Cola und div. Süßgetränken mit und ohne Alkohol. Rum, Wein und Chips gibt’s zusätzlich ungekühlt. Davor stehen sogar Tische und so trifft man sich dort zum gemeinsamen Sixpack zu sehr zivilen Preisen. Das Clubhouse bietet ebenso Getränke und Speisen zu Low Budget Preisen sowie sehr gutes Internet. Am Dienstag ist dort Ruhetag, aber keine Panik… dafür darf Dienstags der Pizzawagen auf dem Parkplatz seine leckere Pizza in 2 Größen verkaufen, damit niemand hungern muss. Hinter dem Boatyardgebiet gibt es ein weiteres sehr gutes kleines Restaurant namens Blue House mit dem Standardpreis von 6 Dollar für div. Menu´s  inkl. einem Softdrink.

Das Beste ist jedoch der Gemüsewagen, der täglich um 10.00 Uhr und von 16-18 Uhr auf dem Parkplatz steht. Hier gibt es so ziemlich alles an frischem Gemüse, was das Land hergibt. Zusätzlich Obst, EIER, Baguettes und in div. Kühlboxen sogar Fisch, Chicken oder ab und zu auch Camerones.

Kann man es noch bequemer haben? Wozu also noch nach Sabanitas fahren? Nun, auch hier braucht man Dollars zum Bezahlen und der nächste ATM ist tatsächlich weit weit weg Die Busse fahren nicht regelmäßig, mal liegt nur 1 Stunde dazwischen, mal 2 oder 3  Stunden. Wir wählen den Bus um 9.30 Uhr,  sind aber 15 Minuten eher da, denn… er kann auch mal eher kommen, wird uns erzählt, sicher ist die Zeitangabe nicht. Unser Bus kommt um 10.00 Uhr 🙄 und so hatten wir ausreichend Gelegenheit, eine riesige Ameisenstraße zu beobachten *gähn*

Traumhaft schön sind sie, die „diablos rojos“ (rote Teufel)

Relativ schnell sind wir tatsächlich in Sabanitas, eine quirlige verkehrsreiche Stadt. Dort erkunden wir die beiden großen Supermärkte und einen Baumarkt, füllen unsere Portemonnaies mit Dollars auf und unsere Rucksäcke mit Leckereien, die es in Linton nicht gibt (Gummibärchen, Snickers und WEINTRAUBEN 😉 )

Für den Rückweg wählen wir den Bus um 15.30 Uhr! Aber Obacht! Um 15.30 fährt der in Colon los, wann der vor dem Rey Supermarkt in Sabanitas ankommt, kann man nur raten. Der Bus nach Portobello fährt alle ½ Stunde, aber der nach La Guaria leider nur ca. alle 2 Stunden (oder so). Jetzt bloß nicht den Bus verpassen, der nächste fährt erst um 17.30 in Colon los. Ein Bus nach dem anderen hält. Nervosität kommt auf, es ist fast 16.00 Uhr, eigentlich müsste er jetzt kommen. Den Bus, der gerade vor unserer Nase hält, den möchten wir gar nicht nehmen, der ist bereits brechend voll. Und La Guaria steht auch nicht dran! Aber da sehe ich plötzlich den Busfahrer winken und richtig, jetzt erkenn ich ihn  auch. Es ist der Gleiche, der uns hin gebracht hatte. Wie nett von ihm 🙂 Wir sichern uns noch mal kurz ab, ob er wirklich bis Puerto Linto fährt und dann drängelten wir uns rein, im wahrsten Sinn des Wortes. Beide haben wir prall gefüllte Rucksäcke auf und in jeder Hand einen Beutel. So ein Einkaufstag muss sich schließlich lohnen. Ist jedoch eine sehr unpraktische Situation in einem Bus, wo sogar der Mittelgang vollgepreßt mit Leuten ist. Jedes Mal, wenn einer aussteigt, müssen wir aus- und wieder einsteigen, um anschließend wieder krampfhaft zu versuchen Halt zu finden. Nach 1 ½ Stunden sind wir wieder an der Marina, es ist 17.30 Uhr – solange haben wir noch nie zum Einkaufen gebraucht – jetzt ein kühles Sixpack an der Tanke – so schön kann das Langfahrtseglerleben sein 😉

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