Tagesausflug

Zur Isla Grande an den Strand?

In den Regenwald?

Oder zu einem netten historischen kleine Städtchen?

NEIN, NEIN, NEIN!

Wir sind ja schließlich nicht im Urlaub hier 👿

Unser Ausflug führt uns nach Colon, einer der häßlichsten und gefährlichsten Stadt unserer bisherigen Reise. Zumindest warnt jeder Reiseführer davor, hier anders als mit einem Taxi unterwegs zu sein.

Aber wir brauchen dringend neue Batterien. In den USA gibt es genau die, welche wir bräuchten. Aber bei dem Gewicht von 120 KG möchten wir gar nicht erst über die Frachtgebühren nachdenken. In Panama City gibt es „Battery Giant“, auch dort hätte man ab Mitte November unsere AGM-Batterien. Aber auch von da müssten diese quer durchs Land zu uns transportiert werden. Und preiswert sind die auch nicht gerade. So setzen wir unsere Hoffnung auf die „De Casa de las Baterias“ am Plaza Quatro Alto (Einkaufszentrum).  Ist das nicht ein schöner Name für ein Batteriegeschäft? Und es ist auch schönes Geschäft! Regale voll mit Batterien, ordentlich sortiert und tatsächlich auch ein Regal mit Marinebatterien. Vor der Tür parken die Autos, die die gekauften Batterien gleich eingebaut bekommen. Und so dauert etwas, bis wir bedient werden bzw. dran sind, denn man muss wie beim Metzger ein Nümmerchen ziehen und dann warten. Die Nummern werden nicht angezeigt sondern aufgerufen, nicht ganz einfach für uns, aber mittlerweile kann ich manch Zahl erahnen und so gelingt es uns, rechtzeitig aufzuzeigen, als ein „Trienta y uno“ genuschelt wird 🙂  Mittels Google Translator teilen wir unserem zugeteilten Verkäufer mit, was genau wir möchten, er zeigt uns einige Batterien, dann wird es ihm zu mühselig mit dem Translator und er holt aus dem Büro eine Dame, die leidvoll Englisch spricht (so wie ich also 😉 ) . Guter Service, finden wir! Wir werden uns einig und nächsten Dienstag wird geliefert. Endlich mal ein Punkt von unserer langen To-Do-Liste erledigt, auch wenn wir noch immer kein Okay der Versicherung haben. Nützt nix, unsere Batterien geben ständig Tiefenentladungsalarm, wenn wir nicht aufpassen.

Mit dem Taxi lassen wir uns anschließend zum Terminal de Autobusses fahren. Erstens möchten wir für die lange Rückfahrt einen Sitzplatz bekommen und zweites möchte ich mich dort umschauen, wie unsicher oder gefährlich dieser Terminal rüber kommt, denn nächste Woche möchte ich alleine von hier aus mit einem Backpackerrucksack nach Panama City fahren. Das Taxi fährt jedenfalls schon mal durch Gegenden, wo wir selbst tagsüber nicht zu Fuß unterwegs sein möchten. Der Busterminal ist kleiner als die, die wir bisher kennengelernt haben, aber genauso rummelig. Die Busse nach Panama City fahren direkt davor ab, scheint also okay zu sein. Wir machen uns auf die Suche nach dem Bus zurück nach Portobelo und unterhalten uns miteinander darüber. Natürlich versteht hier niemand unsere Unterhaltung, aber das Wort Portobelo bekommen Umstehende mit und so werden wir super freundlich in die richtige Richtung geschickt, ohne dass wir überhaupt fragen mußten. Ja, ich denke, auch als Alleinreisende werde ich mich hier zurecht finden 🙂

In Portobelo müssen wir noch mal umsteigen in einen Bus nach La Guiara, ein Ort, der an der Windschutzscheibe der jeweiligen Busse immer nur ganz klein dran steht und so passiert es auch in Portobelo, dass wir den richtigen Bus fast verpaßt hätten. Wenn, ja wenn nicht auch wieder der gleiche Busfahrer, der uns morgens hingefahren hatte, uns am Wegesrand erkennt und noch mal stoppt, um uns mitzunehmen.

17.00 Uhr – Tagesausflug beendet 😉 – ab zur TANKE 🙂

 

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