Spontane Einkaufstour

Anfang der Woche hatten wir hier 3 Feiertage – von Samstag Nachmittag bis einschl. Dienstag lief nix mehr hier in Panama. Für diesen Sonntag ist schon wieder irgendein Feiertag angesagt. Was soll´s, denken wir. Ist eh ein Sonntag! Montag wollen wir nochmal nach Sabanitas, den Kühlschrank füllen mit div. Lebensmittel, die der Skipper sich selber zubreiten kann, während seine Bordfrau 14 Tage einen auf URLAUB macht.

Wir sitzen gemütlich beim Spät-Frühstück, als Susi vorbei kommt, um uns mitzuteilen, dass auch hier in diesem Land die Regel gilt, wenn ein Feiertag auf einen Sonntag fällt, dann ist der Montag auch arbeitsfrei und alles geschlossen – wäre ja sonst ungerecht für die arbeitende Bevölkerung. Das wirft unsere Pläne komplett über den Haufen. Dienstag werden die Batterien geliefert, da können wir nicht weg. Mittwoch muss ich packen, ist also ein Tagesprogramm 😉 , Donnerstag gehts Richtung Kolumbien für mich! Ich kann den Skipper unmöglich ohne Bratwurst zurück lassen 😉 . Ein Blick auf die Uhr und den Busfahrplan – wenn wir den Bus um 12.50 Uhr nehmen…

Und so sieht unser Samstag zusammengefaßt dann so aus:

1 Stunde     für´s Warten an den Bushaltestellen  und  2 x 1,5 Stunden für Hin- und zurück nach Sabanitas

= 4 Stunden  +  schlappe 1,5 Stunden einkaufen in 2 großen Supermärkten

So richtig Spaß macht das nicht!!!!

Obwohl auch hier in den Bussen immer für ordentliche Musikbeschallung gesorgt wird 🙂

 

Was noch keinen Spaß macht… so nett die Leute hier sind, aber was dieses Land braucht, sind 3-5 Trittin´s (mindestens). Wenn man so stundenlang Bus fährt, hat man ja jede Menge Gelegenheit, „Gegend“ zu gucken. Gegend geht ja noch, aber uns umweltbewußt erzogenen Europäern dreht sich der Magen um, wenn man den Straßenrand anschaut. Man fährt quasi an Müllbergen vorbei. Kaum 1 m ist frei von Unrat. Die Dame vor uns schlürft genüßlich ihre Getränkedose aus und schwups, das Fenster ist eh auf und die Dose ist draußen. Und so landen dort auch leere Chipstüten, Steropor-Fress-Packungen und diverser andere Müll, den niemand in den nächsten Jahren aufsammeln wird. Entweder wächst der Müll zu oder landet beim nächsten Hochwasser, na wo wohl? Auch hier sind Plastiktüten inzwischen verpönt und kosten Geld an der Kasse, aber das Umweltbewußtsein bei der Bevölkerung ist noch lange nicht angekommen. Leben, spielen, arbeiten – alles geschieht quasi auf oder neben dem Müll, auch vor der eigenen Haustür.

17,30 Uhr – ich sach nur TANKE 😉 – aber hier steht zumindest ein riesengroßer Mülleimer für ausgetrunkene Dosen

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.