Dinghyausflug zur Panamarina

Die Panamarina ist die Nachbarmarina – nicht in Sicht-, aber in Dinghy-Nähe

Und so schließen wir uns an, als die Crews der Shogun und der Belize zum Mittagsessen in das dortige gute Restaurant unter französischer Leitung wollen. Erstens soll es dort auch nette Kleinigkeiten wie Baquette mit Camenbert geben *Yammi, yammi* und zweitens wollen wir uns diese Marina eh ansehen, weil es preiswerter wäre, unser Schiff dort zwecks neuem Anti-Fouling-Anstrich an Land zu holen.

Es ist keine Marina im üblichen Sinne, es gibt keine Stege, sondern alle Schiffe liegen festgemacht an 4 Mooringbojen. Es gibt auch keinen Kran, der die Schiffe sicher rausholt, sondern man wird mittels Traktor rausgeslipt. Da guck ich schon mal sehr mißtrauisch. Außerdem hören wir von Sandflöhen und No See Ums auf dem Trockengelände. Weiterer Minuspunkt.

Die Leitung des Restaurants hat scheinbar gewechselt. Nix mehr französisch, nix mehr mit Baquetts etc. – es gibt nicht mal eine Menuekarte mehr. Es nur noch Fischfilet für 9 Dollar und Steak für 15 Dollar. (saftige Preise übrigens, bei uns gibt es für 6 Dollar sogar noch einen Softdrink dabei).  Jeweils mit Reis oder Pommes. Das war´s.  Da wir vor 3 Stunden erst gefrühstückt haben, klicken wir uns aus. Und das war gut so, denn sonst hätten wir genaus bedröppelt geschaut wie die anderen Crews. Ein winziges Fischfilet wird serviert mit einem Reishaufen. Nicht ein Salatblatt verziert den Teller. So nackig und farblos haben wir schon lange keine Teller mehr gesehen (bzw. noch nie!) . Das Steak wird genauso serviert und damit ergibt sich ein weitere Minuspunkt. Die Panamarina liegt am A… der Welt, selbst zum Bus nach Sabanitas muss man erst mal 45 Minuten laufen. Wenn man also dort nichts einkaufen und auch nix essen gehen kann, dann möchten wir dort auch nicht 5-8 Tage an Land stehen. Panamarina ist raus!!!

Aber der Weg dorthin ist einen Trip wert!  Mit dem Dinghi durch einen Mangroventunnel… wunderschön! 🙂

Und selbst wenn sie zu dem Zeitpunkt nicht raus gewesen wäre, spätestens nach einer offiziellen Veranstaltung hier in der Linton Bay Marina durch die Aeronaval (Militäreinheit zuständig für die Luft- und Marineoperartionen) anläßlich eines unschönen akuten Vorfalls (später dazu mal mehr), wäre sie draußen gewesen. Auf dieser Veranstaltung, zu der wir als englisch sprechende Gäste und Segler explizit eingeladen wurden, kamen unsererseits nach 15 Minuten Unmut auf, weil die komplette Veranstaltung samt div. Reden auf spanisch abgehalten wurde. Erst nach dem Murren einiger mutiger Segler wurde teilweise in Englisch übersetzt. Nun, ein Mann regte sich über unser Ansinnen jedoch auf, schließlich wären wir in einem spanisch sprechenden Land und hier würde nun mal spanisch gesprochen. Basta!!! Gott sei Dank wurde er aber von anderen Offiziellen sowie unserem Marinaeigentümer sowie dem der Turtle Cay Marina ignoriert und sie haben weiter versucht, uns alles in englisch zu übersetzen. Nachher haben wir (also Frank und ich) erfahren, dass es sich bei diesem KERL um den Eigentümer der Panamarina gehandelt hat. Übrigens, Franzose ist er auch noch. Wenn das nicht alles sagt!  Noch mal  5-fache Minuspunkte also für die Panamarina! Ist raus!

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