Verschärfte Ausgangssperre

Seit dem 1.4. nun gibt es auch hier eine verschärfte Ausgangssperre. Nix mit spazieren gehen im Park (in was für Parks auch ?) oder 1 x täglich joggen (auf die Idee kommen die Panamesen auch nur in Panama City) oder sich den Nachbarhund ausleihen für einen ausgiebigen Gassigang (die Viecher laufen immer frei rum, ist also auch keine Alternative) – Ausgangssperre heißt: zu Hause bleiben!!!! Einkaufen darf man nur noch 3 x die Woche, streng getrennt.  Montags, Mittwoch und Freitag dürfen die Frauen, Dienstag, Donnerstag und Samstag die Männer. Sonntags striktes Ausgehverbot, Familie ist angesagt. Und tatsächlich hält man sich daran, zumindest so zu 90 %. Denn an meinem Einkaufstag treffe ich tatsächlich fast nur Frauen im Supermarkt , während Frank an seinen Tagen tatsächlich hauptsächlich Männer an der Kasse sieht. Ich darf inzwischen auch zu Normalo-Zeiten einkaufen, denn Gott sei Dank hat man das Senioren-Einkaufs-Alter von 65 auf 60 runtergesetzt, somit habe ich alle 2 Tage von 11-1 Freigang  😀.  Aber an die per letzter Passnummer bestimmten Einkaufszeiten hält sich hier im Dorf niemand, denn die Frauen, die mit mir im Supermarkt waren, sind ganz sicher nicht über 60. Scheint auch kein Problem zu sein, denn die vor der Tür patrolierenden Polizisten sind nicht eingeschritten.

Meine erste Einkaufsstunden nutze ich  auch, um 15 Minuten an der Hauptstraße entlang zu gehen, da ich da irgendwann und irgendwo einen Obst/Gemüse-Stand vom Bus aus mal gesehen habe. Und tatsächlich – Obst gab es und freudig kam eine Ananas, eine Honigmelone und sogar eine Avocado in meinen Rucksack. Ich muss schon sagen, meinen Gemüsemann Charlie vermisse ich arg. Keine Ahnung, wo er sein Zeugs her hatte, aber selbst in den großen Einkaufmärkten in Sabanitas hatten die nicht so viel Auswahl an Gemüse. Zucchini,  Aubergine, Weintrauben, Pak choi , Brokkoli sind Gemüsesorten, die man hier in den Märkten in Portobelo so gar nicht kennt. Hier gibt es Möhren, Weißkohl, Kartoffeln, Zwiebeln und ab und zu eine Staudensellerie (Hipp Hipp..). Das war´s. Doch, in einem Laden lagen auch schrumpelige grüne kleine Paprikas und in dem anderen dafür Tomaten. Da kann man sich eigentlich nicht beschweren! Und da man sein Zeugs in mehreren Läden zusammen suchen muss, da braucht man eben auch die 2 Stunden Ausgang dafür 🤗 Aber nicht missverstehen, dies ist keine Beschwerde oder ein Jammern. In manch anderen Orten/Inseln/Ländern darf man nicht mal mehr zum Einkaufen an Land, sondern muss sich die Ware liefern lassen. Wir können hier noch wochenlang so ohne große Probleme überleben, Brot backen wir seit Jahren eh selber, der Salat aus Weißkohl wird gerade von mir neu entdeckt, nur der Käsebestand in unserem Kühlschrank der sinkt gerade erheblich. Käse gibt es in Portobelo nämlich auch nicht zu kaufen,  jedenfalls keinen, der nach Käse schmeckt. Wir müssen also sehen, dass wir nach Bocas del Toro kommen…

Und warum sind wir eigentlich noch nicht unterwegs?  Der Skipper ist schon längst wieder gesund, was hält uns auf? Faulheit? Leider nicht! Denn die Hoffnung, unseren neuen Autopiloten zwecks kalibrieren zum richtigen Arbeiten zu erwecken, hat sich leider nicht bestätigt. Eine Abweichung von 180° mag er nicht, das Teil ist einfach defekt und so haben wir erstmal die Firma Defender informieren müssen. Jetzt ist Defender ja, wie wir  aus Erfahrung wissen, nicht die Schnellstens im Antworten und so werden wir unseren bayrischen englischen Schwiegersohn am Montag wohl man wieder bitten müssen, sich telefonisch mit denen in Verbindung zu setzten. Bevor wir nach Bocas aufbrechen, möchten wir wenigsten wissen, wie wir die Sache handhaben sollen. Die 160 Seemeilen, für die wir mindestens 1 ½ Tage brauchen werden, werden auch kein Zuckerschlecken ohne Autopilot (vor allen Dingen nicht Nachts). Aber Bekannte dort haben uns über die Liefermöglichkeiten dorthin aus den USA mittels eines Airbox-Systems  beruhigt, so dass wir uns nächste Woche wahrscheinlich auf den Weg machen werden. Mit einem Zwischenstop vor der (fast) unbewohnten Insel Escudo de Veraguas. Von dort haben wir euch letztes Jahr traumhafte Bilder zeigen können, natürliche Buchten, türkises glasklares Wasser – das haben wir uns ein bisschen verdient!

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